Leseprobe

Collector von Markus Heitz

Buchvorstellung und Rezension

  • Fantasy
  • Science-Fiction
  • Horror
  • Mystery

Originalausgabe erschienen 2010 , 500 Seiten. ISBN 3-453-52650-3.

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In Kürze:

Wir schreiben das Jahr 3042. Die Menschheit ist ins Weltall aufgebrochen, doch nicht mit eigener Technik, sondern mit Hilfe von Objekten, die man bei Ausgrabungen auf der Erde gefunden hat: außerirdische Hinterlassenschaften, die zwar funktionieren, deren Funktionsweise die menschlichen Piloten jedoch nur in Ansätzen verstehen. So verläuft die Besiedelung anderer Planeten denkbar chaotisch. Doch dann treffen die Menschen auf eine außerirdische Spezies – die Collectors –, die anbietet, die menschliche Zivilisation unter ihre Fittiche zu nehmen und in die Gemeinschaft der galaktischen Völker einzuführen. Ein Angebot, das die Menschen nicht ablehnen können – mit katastrophalen Folgen …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Gelungener Serienauftakt“ 81

Science-Fiction-Rezension von Verena Wolf

Der bekannte Fantasy-Autor Heitz wendet sich der Science Fiction zu. Wie er im Nachwort erklärt, hat er die Rechte zu einem Fantasy-Rollenspiel aufgekauft, das ihn einmal sehr fasziniert hatte und dann aber zu seinem Bedauern in der Versenkung verschwand. In diesem Justifiers-Universum spielt die neue Serie. Den Auftakt hat er selbst geschrieben, andere Autoren werden weitere Romane beisteuern, das Rollenspiel wird neu erscheinen und somit das alte-neue Universum wieder auferstehen. So der Plan..

„Collector“ ist das erste Buch der Heyne-Taschenbuchserie und kommt in schwarz daher mit einem gelben angedeuteten Sonnensystem und futuristisch anmutendem Autorennamen und schwarz abgesetztem Titel: schick. Die Rahmenhandlung ist Spannung. „Schützenswerte, bedrohte Rasse Mensch – eure Rettung ist nah“ skandiert die nichtmenschliche, weit entwickelte Rasse der Collector, wann immer sie beschließt, einem von Menschen besiedelten Planeten – und da gibt es 3042 so einige – „Schutz“ zu gewähren. Der Haken daran ist, dass die Collectors das so auslegen, dass sie den Planeten komplett übernehmen und jeder Kontakt der Collector-beschützten Planeten mit dem Rest des Universums unterbunden wird. Da die Collectors technisch so übermächtig sind, ist jeder Widerstand sprichwörtlich zwecklos ist oder es erscheint zumindest so. Aber es bleiben bohrende Zweifel. Was passiert wirklich auf den geschützten Planeten, auf denen die Menschen glücklich wirken und sind die Collectors die selbstlosen Beschützer, als die sie sich ausgeben?

Anglizismen und recht offenes Ende

Die Besetzung von „Collector“ ist klassisch: da gibt es den typischen Underdog Kris, der eigentlich nur in Ruhe gelassen werden will, aber als Schwerlastfahrer prompt in eine Intrige verstrickt wird und eine gefährliche Mission antreten muss. Er trifft auf der Mission die toughe Abenteurerin Faye, die sich ganz in Tradition von Lara Croft und Salander weder den Mund verbieten oder sich gar – auch kämpferisch – die Butter vom Brot nehmen lässt. Trotzdem hat sie einen weichen Kern. Ganz anders ihre Schwester Nuria, brillante Professorin, bildschön und leicht nymphomanisch, was zum Teil an einem Wesen in ihrem Kopf liegt, das sie steuert. Der schillernde Charakter Anatol Lyssander arbeitet als zwielichtiger mental begabter Übersetzer, ein bisschen Han Solo ein bisschen Diana Troy, ein bisschen halb Wahnsinniger zwischen den Fronten. Diese Truppe muss zusammen herausfinden, was es mit den Collectors auf sich hat und jeder von ihnen auch noch so seine ganz eigenen Probleme auf die Reihe bekommen. Dann gibt es noch Chimären, Raumschiffbesatzungen, Konzernvertreter und Organisationen, die die technische Aufwertung des Menschen auf die Spitze treiben wollen, Raumschiffe, Kämpfe und hach, was man halt so braucht für eine waschechte Raumoper.

Heitz hat einen ordentlichen Weltraumschmöker hingelegt. Die Charaktere sind glaubhaft und man bleibt an der Story dran, auch wenn Heitz wirklich eine Menge auf einmal anzupacken versucht. Manchmal ist die Vielzahl der Strippenzieher, wirtschaftlichen Bündnisse und Organisationen ein wenig viel, gerade weil man – noch – nicht wie Heitz in dem Universum zu Hause ist. Aber das Personenregister hilft dabei. Die Anglizismen stören jedoch. Nicht nur, dass fast alle Gattungs- und Organisationsbegriffe englisch sind, da gibt es die „Church of Stars“ und die „Order of Technology“, die „Preacheress“ arbeitet mit der „Deaconess“, der Ausbilder heißt „Instructor“ und der Befehlshaber „Air Marshal“. Okay, vielleicht ist das eine Hommage an das Rollenspiel und man kann argumentieren, dass englisch wahrscheinlich die Hauptsprache später im Universum werden wird. Warum Heitz Figuren aber „einen guten Job“ machen und – schlimmer – „eine Dusche nehmen“, erschließt sich nicht, es wirkt schlecht übersetzt, ohne übersetzt zu sein. Das Ende erscheint ein wenig konstruiert und lässt Fragen offen. Aber klar, die Serie fängt ja auch erst an. Insgesamt ein gutes Science-Fiction-Abenteuer, das sich flüssig und schnell liest und bei dem man Heitz gern zu den Sternen statt zu den Zwergen begleitet.

Ihre Meinung zu »Markus Heitz: Collector«

Pretorias zu »Markus Heitz: Collector« 14.02.2012
Was soll ich sagen?
Markus Heitz erschafft hier ein großartiges Universum, in dem sich bestimmt noch so mancher Schriftsteller herumtreiben wird, worüber ich mich freuen werde.
Es wird im Buch gut beschrieben, welche "Fraktionen/Staaten" es gibt, wie das Universum "aufgeteilt" wird und welche Unterschiede es zwischen den Planeten gibt.
Nur leider, so finde ich, bleibt dabei die eigentliche Geschichte auf der Strecke.
Die Protagonisten werden so ziemlich jeder für sich selbst eingeleitet, man erfährt etwas über ihre Herkunft und ihre Art zu denken. Nur bleibt das alles irgendwie auf der Strecke, sodass sie etwas blass wirken.
Auch fand ich, dass manche Dinge zu schnell geschahen oder zu schnell die Zusammenhänge begriffen worden sind, was dann für mich etwas zu konstruiert und unnatürlich wirkte.
Der Schluss ist offen, aber wie oben schon genannt, ist dies erst ein Auftakt und es werden weitere Bücher dazu folgen.
Alles in allem eine nette Story zum lesen, aber nicht wirklich etwas herausragendes.
Varg zu »Markus Heitz: Collector« 23.04.2011
Mir hat das Buch sehr gefallen.
Die Welt von den Justifers hat was von Shadowrun, nur das es halt im All und auf verschiedenen Planeten spielt.

Die verschiedenen Spezies die Heitz erschaffen hat waaren sehr gut beschrieben und man konnte sich alles sehr gelungen vorstellen. Die verschiedenen Flug und Bodenkampfszenen haben auf jeden Fall gefesselt und besonders der letzte Kampf.

Ich denke mir das ich mir die anderen Justifer Bücher auch holen werde.

Nebenbei, bei Collectors kommt wieder der Witz aus der Zwergen Reihe vor. Das hat schon für ein Schmunzeln bei mir gesorgt.
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Conor zu »Markus Heitz: Collector« 16.04.2011
Also, ich bin jetzt schon seit ich 14 bin ein Heitz-Fan und muss sagen, dass entgegen all meinen Erwartungen mir dieses Buch doch sehr gefallen hat.
ich bin zwar auch Atheist, aber deswegen kritisiere ich nicht, dass Gläubige ihre Stoßgebete in brenzligen Situationen ausstoßen. Ist ja nur realistisch. Ich verstehe lediglich nicht warum die ganzen alten Götter wieder so populär in der Zukunft werden sollten z.B. "heiliger Wotan"
Wenn man bedenkt, dass es sein Auftakt für das Science-Fiction Genre ist, finde ich es sehr gelungen. Wie üblich passiert viel Unvorhersehbares.
Spannung, Action, Humor und Erotik kommen auch nicht zu kurz (so ist man es ja von Herr Heitz gewohnt).
Ich bin gerade dabei das Buch ein zweites mal durchzulesen, denn es ist doch sehr viel was man beim ersten Mal nicht wirkich bemerkt bzw. überliest.
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Peter zu »Markus Heitz: Collector« 07.12.2010
Also ich bin gerade mitten im Hörbuch und finde es von Stunde zu Stunde schlechter.

Die Story wirkt extrem konstruiert, ist schwerfällig und voller logischer Brüche und Ungereimtheiten.

Ebenfalls extrem nervend ist (zumindest für mich als Atheisten) diese permanente Berieselung mit religiösen Phrasen (ständige Stoßgebete in den unsinnigsten Situationen!).

Auch technisch ist die Handlung haarsträubend inkonsistent, ja geradezu dilletantisch.

Ich bin mir im Moment nichtmal sicher, ob ich das Hörbuch bis zum Ende durchhalte, aber selbst wenn, wird es das bishr schlechteste Stück Science Fiction sein, was ich jemals konsumiert habe ...

Sorry Markus, aber das mußte raus!
Peter
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Mittch zu »Markus Heitz: Collector« 26.10.2010
Als Hörbuch fiel mir "Collector" in die Hände, Markus Heitz war mir als Autor bislang nicht bekannt. Starke, interessante Charakter, anschauliche Beschreibungen von Weltraumschlachten und ein spannendes Konfliktfeld "human gegen ahuman": Das Debüt als Science Fiction-Autor ist Heitz wirklich geglückt, auch wenn manche Stellen sehr "trashig" daherkommen: Nuria mit ihrem "Driver" in ihrer Einzelteile zu zerlegen, ist doch sehr martialisch. In jedem Fall war ich angenehm überrascht und werde bei nächster Gelegenheit sicherlich auf den Autor zurückkommen.
Übrigens: Ich schließe mich dem Modetrend, Anglizismen wie in "Collector" abzulehnen bzw. störend zu empfinden, nicht an. Der Einzug fremdsprachiger Begriffe in die eigene Sprache ist ein interkulturelles Phänomen, das sich in Zukunft noch verschärfen wird - Ridley Scott hat dies in "Blade Runner" auf die Spitze getrieben.
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TNT Freak zu »Markus Heitz: Collector« 19.08.2010
Hallo zusammen,

ich habe das Buch auch gerade durch und bin nicht wirklich begeistert. Die Gründe hat Maaadin (ganz unten) sehr gut aufgezählt.
Mal sehen was die weiteren Romane noch aufklären. Möglichweise reißen andere Autoren es wieder raus.
Aber ich denke an eine Sci-Fi Saga wie z.B. den Armageddon-Zyklus von Peter F. Hamilton wird es leider nicht heranreichen können.

Gruß
TNT
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Stefan zu »Markus Heitz: Collector« 17.08.2010
Über den Schreibstil kann man ja geteilter Meinung sein, ich fand das Buch von Markus Heitz eigentlich recht spannend und auch locker zu lesen, die geklaute Geschichte von Robotern die Menschen vor ihren eigenen Fehlern schützen und sie so zu entscheidungslosen Wesen degradieren, habe ich auch noch akzeptiert, da man ja auch gerne mal was aus den alten Zeiten der Sf wieder liest, in neuer Verpackung, aber der hahnebüchende Plot von Menschenfressern aus dem All ist so abgedroschen, daß man sich wundert wie so etwas, das in den fünfziger Jahren für einen Heftroman ausgereicht hätte auf soviele Romanseiten aufgebläht werden kann. Ich habe schon einige Romane vom vielgelobten Markus Heitz gelesen und war nach gutem Anfang seiner Romane immer wieder enttäuscht da diese nach der Hälfte des Buches immer sehr stark nachließen und man sich bis zum Ende durchquälen mußte. Vielleicht sollte es Markus Heitz mal mit Kurzgeschichten probieren. Für mich war es auf jedenfall der Letzte Roman den ich von diesem Autor gelesen habe.
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Yoorro zu »Markus Heitz: Collector« 06.08.2010
Ich habe den Band in fast einem Rutsch gelesen. Mir hat er gefallen. Die Welt hat noch viel zu bieten und das warten auf das RPG lohnt sich bestimmt.
Auf der Spielemesse in Essen soll es ja erscheinen.
Fuer mich ein Typischer Heitz. Mit all seinen staerken und schwaechen. Weitere Baende von anderen Autoren werden folgen.
Beurteilung:Lesenswert.
Tobias zu »Markus Heitz: Collector« 28.07.2010
Ein Heitz wie man ihn kennt und "liebt".

Generell muss ich mich inhaltlich Maaadin anschließen, für einen geübten Heitz Leser ist das Buch jedoch lesenswert.

Vieles bleibt offen, vieles wird nicht erklärt (z.B. alte Götter), aber das Buch liest sich flüssig, ist spannend und bietet die gewohnte gute Unterhaltung.
Mit Sicherheit nicht der beste Heitz, wahrscheinlich geht einfach zu viel in seinem Köpfchen rum, was ja kein Wunder ist bei gefühlten 3 Büchern pro Monat und 5 Serien parallel.
Ich würde mir auch ab und an 1 Buch weniger wünschen, dafür etwas besser ausgearbeitet.

Ich werde weiterhin im Bücherladen beim Buchstaben H ins Regal greifen ;-)

Von mir gibt es 80 Punkte.
cocoa zu »Markus Heitz: Collector« 23.07.2010
Da ich bisher selten von einem Heitz-Buch enttäuscht war, griff ich auch hier zu, obwohl Sci-Fi eigentlich nicht zu meinen bevorzugten Sparten gehört.

Angenehm überrascht war ich, aber wie gesagt, viel Erfahrung mit solchen Büchern habe ich nicht.

Die Story war gut aufgebaut, sprachlich mag ich Herrn Heitz, und die viel kritisierten verbalen Ausrutscher, nicht nur in diesem Buch, sind meiner Meinung nach einfach gewollt.
Der erste Satz hat mir allerdings auch ein wenig Bauchschmerzen bereitet.

Einige Schwachstellen sind allerdings: dramatis personale mag ja bei einem 1000-seitigem Buch und komplexer Figurenkonstellation sinnvoll sein, aber nicht bei knapp 700 Seiten und höchsten 5 wirklich wichtigen Personen. Außerdem muss man nicht wirklich annähernd jede Person bemerken, die nur mal in einem oder zwei Kapiteln auftauchen.
Und was ist mit Zumi passiert??
Mit dem Ende war ich unzufrieden. Aufgelöst wurde nichts so wirklich. Wer die Collectors jetzt waren, vor allem woher und was sich unter den Panzern verbirgt, wurde nicht geklärt, was ich nach dem Lesen etwas frustierend fand. Ich hatte fast den Eindruck, Herr Heitz wollte zum Ende kommen, und das ein wenig hektisch, frei nach dem Motto, "ach ja, gibt ja ne Fortsetzung"
In seinem Nachwort wurde mein Eindruck auch bestätigt.

Das sind die Punkte, die mir ein wenig übel aufstießen, aber trotz allem fand ich das Buch sehr spannend und habe es binnen 2 Tage durchgelesen. Wer hochanspruchsvolle Lektüre bevorzugt, ist bei Markus Heitz eigentlich sowieso an der falschen Adresse. Unterhaltung wird bei ihm groß geschrieben.

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