Collector von Markus Heitz

Buchvorstellungund Rezension

Collector von Markus Heitz

Originalausgabe erschienen 2010, 500 Seiten.ISBN 3-453-52650-3.

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In Kürze:

Wir schreiben das Jahr 3042. Die Menschheit ist ins Weltall aufgebrochen, doch nicht mit eigener Technik, sondern mit Hilfe von Objekten, die man bei Ausgrabungen auf der Erde gefunden hat: außerirdische Hinterlassenschaften, die zwar funktionieren, deren Funktionsweise die menschlichen Piloten jedoch nur in Ansätzen verstehen. So verläuft die Besiedelung anderer Planeten denkbar chaotisch. Doch dann treffen die Menschen auf eine außerirdische Spezies – die Collectors –, die anbietet, die menschliche Zivilisation unter ihre Fittiche zu nehmen und in die Gemeinschaft der galaktischen Völker einzuführen. Ein Angebot, das die Menschen nicht ablehnen können – mit katastrophalen Folgen …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Gelungener Serienauftakt“81

Science-Fiction-Rezension von Verena Wolf

Der bekannte Fantasy-Autor Heitz wendet sich der Science Fiction zu. Wie er im Nachwort erklärt, hat er die Rechte zu einem Fantasy-Rollenspiel aufgekauft, das ihn einmal sehr fasziniert hatte und dann aber zu seinem Bedauern in der Versenkung verschwand. In diesem Justifiers-Universum spielt die neue Serie. Den Auftakt hat er selbst geschrieben, andere Autoren werden weitere Romane beisteuern, das Rollenspiel wird neu erscheinen und somit das alte-neue Universum wieder auferstehen. So der Plan..

„Collector“ ist das erste Buch der Heyne-Taschenbuchserie und kommt in schwarz daher mit einem gelben angedeuteten Sonnensystem und futuristisch anmutendem Autorennamen und schwarz abgesetztem Titel: schick. Die Rahmenhandlung ist Spannung. „Schützenswerte, bedrohte Rasse Mensch – eure Rettung ist nah“ skandiert die nichtmenschliche, weit entwickelte Rasse der Collector, wann immer sie beschließt, einem von Menschen besiedelten Planeten – und da gibt es 3042 so einige – „Schutz“ zu gewähren. Der Haken daran ist, dass die Collectors das so auslegen, dass sie den Planeten komplett übernehmen und jeder Kontakt der Collector-beschützten Planeten mit dem Rest des Universums unterbunden wird. Da die Collectors technisch so übermächtig sind, ist jeder Widerstand sprichwörtlich zwecklos ist oder es erscheint zumindest so. Aber es bleiben bohrende Zweifel. Was passiert wirklich auf den geschützten Planeten, auf denen die Menschen glücklich wirken und sind die Collectors die selbstlosen Beschützer, als die sie sich ausgeben?

Anglizismen und recht offenes Ende

Die Besetzung von „Collector“ ist klassisch: da gibt es den typischen Underdog Kris, der eigentlich nur in Ruhe gelassen werden will, aber als Schwerlastfahrer prompt in eine Intrige verstrickt wird und eine gefährliche Mission antreten muss. Er trifft auf der Mission die toughe Abenteurerin Faye, die sich ganz in Tradition von Lara Croft und Salander weder den Mund verbieten oder sich gar – auch kämpferisch – die Butter vom Brot nehmen lässt. Trotzdem hat sie einen weichen Kern. Ganz anders ihre Schwester Nuria, brillante Professorin, bildschön und leicht nymphomanisch, was zum Teil an einem Wesen in ihrem Kopf liegt, das sie steuert. Der schillernde Charakter Anatol Lyssander arbeitet als zwielichtiger mental begabter Übersetzer, ein bisschen Han Solo ein bisschen Diana Troy, ein bisschen halb Wahnsinniger zwischen den Fronten. Diese Truppe muss zusammen herausfinden, was es mit den Collectors auf sich hat und jeder von ihnen auch noch so seine ganz eigenen Probleme auf die Reihe bekommen. Dann gibt es noch Chimären, Raumschiffbesatzungen, Konzernvertreter und Organisationen, die die technische Aufwertung des Menschen auf die Spitze treiben wollen, Raumschiffe, Kämpfe und hach, was man halt so braucht für eine waschechte Raumoper.

Heitz hat einen ordentlichen Weltraumschmöker hingelegt. Die Charaktere sind glaubhaft und man bleibt an der Story dran, auch wenn Heitz wirklich eine Menge auf einmal anzupacken versucht. Manchmal ist die Vielzahl der Strippenzieher, wirtschaftlichen Bündnisse und Organisationen ein wenig viel, gerade weil man – noch – nicht wie Heitz in dem Universum zu Hause ist. Aber das Personenregister hilft dabei. Die Anglizismen stören jedoch. Nicht nur, dass fast alle Gattungs- und Organisationsbegriffe englisch sind, da gibt es die „Church of Stars“ und die „Order of Technology“, die „Preacheress“ arbeitet mit der „Deaconess“, der Ausbilder heißt „Instructor“ und der Befehlshaber „Air Marshal“. Okay, vielleicht ist das eine Hommage an das Rollenspiel und man kann argumentieren, dass englisch wahrscheinlich die Hauptsprache später im Universum werden wird. Warum Heitz Figuren aber „einen guten Job“ machen und – schlimmer – „eine Dusche nehmen“, erschließt sich nicht, es wirkt schlecht übersetzt, ohne übersetzt zu sein. Das Ende erscheint ein wenig konstruiert und lässt Fragen offen. Aber klar, die Serie fängt ja auch erst an. Insgesamt ein gutes Science-Fiction-Abenteuer, das sich flüssig und schnell liest und bei dem man Heitz gern zu den Sternen statt zu den Zwergen begleitet.

Ihre Meinung zu »Markus Heitz: Collector«

Hagane-Kotetsu zu »Markus Heitz: Collector«11.11.2013
Die Menschheit im Jahr 3042 ist ins Weltall aufgebrochen und hat sich auf den verschiedensten Planeten angesiedelt. Dominiert wird alles von Großkonzernen, die sich einen skrupellosen Wettstreit um die neuesten Technologien liefern und sich an keine Regel zu halten scheinen. Der Wert eines Menschenlebens ist so weit gesunken, dass vielfach Experimente angestellt werden, entrechtete Mischwesen aus Mensch und Tier gezüchtet wurden und der "Order of Technology" sogar für die Umwandlung des Menschen in Maschinen wirbt. Da hat man irgendwie nur noch wenig Mitleid, als eine neue Rasse, die sogenannten Samariter, später "Collectors" genannt, auftaucht und beginnt, nacheinander Planeten zu erobern und unter ihre "Obhut" zu stellen - die Menschen werden entmündigt und sollen sich kräftig vermehren - natürlich zu einem, wie sich später herausstellt, düsteren Zweck. Der kleine Schwerlastfahrer Kris und die Kleinkriminielle Faye geraten beide in die Fänge von Bangash-Industries und machen sich im Auftrag der Firma auf eine gefährliche Mission.

Die Welt, die Markus Heitz da entwirft, ist so düster, dass ich mich schon an Science-Fiction-Horrorfilme wie Alien, Event Horizon und Ghosts of Mars erinnert fühlte. Gleichzeitig hat sie mich überhaupt nicht überzeugen können und wirkte sehr unausgereift. Alles in allem schien der Autor schlichtweg überfordert mit seinem selbst erschaffenen Kosmos und schöpft dessen Potential in gar keinster Weise aus: Erklärungen, wie es zu diesem und jenem gekommen ist, wirken oft eingesprenkelt und hölzern oder fehlen oftmals ganz (beispielsweise hätte mich mal interessiert, wie sich das mit den ganzen Religionen eigentlich entwickelt hat). Da gibt es so kleine hervorragende Ideen und Bemerkungen, wie einen Planeten Putin und eine Stadt darauf Putingrad zu nennen, mit einer tollen Erklärung, oder viele Anspielungen aus anderen Science-Fiction-Filmen und Serien, wie beispielsweise die Transmattportale mich stark an Stargate erinnern. Doch selbst diese Ideen und Einflüsse verheddern sich in der Geschichte und werden gar nicht weiter erwähnt. Dazu fehlte dem Buch ein Lektor oder wenigstens ein Korrekturleser.
Beispiel gefällig:
Dritter Akt, Erste Szene, 11. Januar 3042, System Sirius mit Planeten Arabian's Pride II, zwei Szenen und nur ein Tag später wurde das System umbenannt, nämlich Dritte Szene, 12. Januar 3042, System QALB mit Planet Arabian's Pride II.
Dazu ändert sich auch der Name von Putingrad in Veljanorsk um dann mehrere Szenen später wieder Putingrad zu heißen.

Die zahlreichen Charaktere werden alle nur halbherzig entwickelt und erhalten überhaupt keine Tiefe. Sachverhalte, über die man prima ein wenig kritisch hätte reflektieren können (der oben erwähnte gesunkene Wert des Menschen) lässt er relativ unkommentiert stehen. Des weiteren scheint Markus Heitz keine Synonyme zu kennen oder nur ein sehr eingeschränktes Sprachniveau zu besitzen. Dies kam mir in einer Interviewsendung zwar ganz anders vor, aber alle paar Seiten tropft die Fäkalsprache mir entgegen und dieses sprachliche Qualität bleibt das ganze Buch über erhalten. Pfui, dass dieses Buch ohne FSK oder ohne Zensierung überhaupt verkauft werden darf!

Hinzu kommt, dass die Story zwar durchgehend spannend war, jedoch sehr viele grobe logische Schnitzer enthielt. So taucht eine völlig neue Rasse im Kampf gegen die Menschen und Collectors auf, die er dann einfach unter den Tisch fallen lässt. Die Handlung spielt mehr als 1000 Jahre in der Zukunft, aber die Menschheit und ihre Technik haben sich fast gar nicht weiterentwickelt. Wenn ich da in die vergangenen 1000 Jahre schaue, hatten wir tiefstes Mittelalter und Aberglaube, Magie und das Schwert und Geld herrschte. Heute herrscht zwar immer noch das Geld, aber der Aberglaube ist weit weniger geworden, es gibt Wissenschaften, an die damals keiner dachte, und ersetzte die Magie. Einen ähnlichen Entwicklungssprung könnte ich zwischen dem Jahr 13 nach Christus und dem Jahr 1013 ausführlich erläutern und beweisen. Aber in den mehr als 1000 Jahren zum Justifiers-Universum passiert fast gar nichts mehr mit der Menschheit. Das ist mehr als schwach und unglaubwürdig. Genforschung mit menschlichen und tierischen Zellen, Kybernetik, Roboter, Ionenantriebe, Touchpads, Tische, dessen Oberfläche Computer sind, dass alles gibt es bereits schon heute. Die Sprache war mir oft zu derb und platt. Mit den Charakteren bin ich nicht richtig warmgeworden, da mir irgendwie niemand so wirklich sympathisch wurde - im Grunde waren alle recht abgebrüht. Daher wirkte auch die Lovestory, die neben herlief, auf mich ziemlich bemüht und unpassend.

Sehr schade um die vielen kleinen guten Ideen. Mit Hirn abschalten, nur die spannende Handlung des Buches betrachtend und beiden Augen zudrücken, bekommt das Buch von mir 70 Grad Gesamtwertung, weil ich selber mehr wert auf eine Handlung lege, als schriftstellerische Meisterleistung ohne Story.
Jaqlebaq zu »Markus Heitz: Collector«23.10.2012
Ich lese seit 40 Jahren Fantacy und Sci-Fi und bin mit "Collector" auf M.H. gestossen und war dermaßen begeistert, daß ich mir schon etliche andere Bücher von ihm gekauft hab, (auch die "Albae" Serie iss goil)ich finde ihn grandios, Er erinnert mich an den großartigen "Larry Niven" und seinen Schreibpartner "Jerry Pournelle", die gigantisch geile Bücher wie "Fussfall" oder "Lucifers Hammer" schrieben.
Heitz sprüht vor neuen Ideen und die Raumschlacht über 70? Seiten gegen Ende ist einfach nur megagoil.
Wenn ich Punkte verteilen müsste, dann 98 von 100, obwohl ich nicht recht weiß, wo die 2 Punkte fehlen sollen.
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Ascher zu »Markus Heitz: Collector«31.07.2012
Endlich habe ich es geschafft. Der erste Science-Fiction Roman von Markus Heitz (den ich besitze) ist ausgelesen. Normalerweise lese ich von Heitz ja nur Fantasy-Romane wie Die Zwerge oder Die Legenden der Albae, aber an seinen ersten SciFi Roman wollte ich mich einmal heranwagen und bin insgesamt geteilter Meinung aber lest am Besten selbst:

Meine Meinung:
Geschichte/Handlung:
Die Handlung in Collector kommt nur sehr langsam in Fahrt. Anfangs zieht sich die ganze Geschichte meiner Meinung nach viel zu sehr in die Länge ohne dass etwas Nennenswertes passiert. Nachdem die Charaktere alle eingeführt waren und die eigentliche Story so langsam beginnt wird der Roman aber Zusehens besser was zum Ende hin, ohne zu viel verraten zu wollen, in einem sehr netten Finale gipfelt. Trotzdem ist die Geschichte und das Vorhaben der Collector zu vorhersehbar wodurch die Spannung trotz guter Erzählweise etwas darunter leidet.
Charaktere:
Am Anfang des Romans werden meines Erachtens sehr viele Charaktere eingeführt die mehr oder weniger wichtig für die spätere Handlung sind. Dies ist vor allem anfangs sehr langatmig und eher uninteressant. Erst später lernt man dann die wichtigen Charakterzüge der Hauptcharaktere richtig kennen. Hier hätte man sich etwas kürzer fassen können.
Cover & Titel:
Ein eher schlicht gehaltenes Cover welches andeutungsweise eine Galaxie darstellen soll aber ohne große Liebe zum Detail. Ein rein schwarzes Cover wäre wohl auch nicht viel langweiliger gewesen. Der Titel ist auch ebenfalls nicht der Beste. Zwar handelt es sich bei „Collector“ um die feindliche Rasse, um die es im Roman geht, trotzdem kann man als Leihe ohne den Roman zu kennen, nichts damit anfangen was nicht unbedingt zum Kaufen anregt.

Fazit:
Ein eher durchwachsener Science-Fiction Roman von Markus Heitz welcher schwach beginnt, sich aber zum Ende hin steigern kann. Fans von Science Fiction Romanen werden zum Ende des Romans mit einer schönen Raumschlacht beglückt und wer die Zwerge Romane von Heitz kennt, wird ein nettes Easteregg auf Seite 597 finden wo es um einen immer wieder angedeuteten Zwergen und Ork Witz geht ;-)
Insgesamt ist Collector ein Roman den man mal gelesen haben kann aber nicht unbedingt zur „Must-read“ Lektüre gehört. Trotzdem Freue ich mich auf die Fortsetzung COLLECTOR II - Code: Vade Retro.
Pretorias zu »Markus Heitz: Collector«14.02.2012
Was soll ich sagen?
Markus Heitz erschafft hier ein großartiges Universum, in dem sich bestimmt noch so mancher Schriftsteller herumtreiben wird, worüber ich mich freuen werde.
Es wird im Buch gut beschrieben, welche "Fraktionen/Staaten" es gibt, wie das Universum "aufgeteilt" wird und welche Unterschiede es zwischen den Planeten gibt.
Nur leider, so finde ich, bleibt dabei die eigentliche Geschichte auf der Strecke.
Die Protagonisten werden so ziemlich jeder für sich selbst eingeleitet, man erfährt etwas über ihre Herkunft und ihre Art zu denken. Nur bleibt das alles irgendwie auf der Strecke, sodass sie etwas blass wirken.
Auch fand ich, dass manche Dinge zu schnell geschahen oder zu schnell die Zusammenhänge begriffen worden sind, was dann für mich etwas zu konstruiert und unnatürlich wirkte.
Der Schluss ist offen, aber wie oben schon genannt, ist dies erst ein Auftakt und es werden weitere Bücher dazu folgen.
Alles in allem eine nette Story zum lesen, aber nicht wirklich etwas herausragendes.
Varg zu »Markus Heitz: Collector«23.04.2011
Mir hat das Buch sehr gefallen.
Die Welt von den Justifers hat was von Shadowrun, nur das es halt im All und auf verschiedenen Planeten spielt.

Die verschiedenen Spezies die Heitz erschaffen hat waaren sehr gut beschrieben und man konnte sich alles sehr gelungen vorstellen. Die verschiedenen Flug und Bodenkampfszenen haben auf jeden Fall gefesselt und besonders der letzte Kampf.

Ich denke mir das ich mir die anderen Justifer Bücher auch holen werde.

Nebenbei, bei Collectors kommt wieder der Witz aus der Zwergen Reihe vor. Das hat schon für ein Schmunzeln bei mir gesorgt.
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Conor zu »Markus Heitz: Collector«16.04.2011
Also, ich bin jetzt schon seit ich 14 bin ein Heitz-Fan und muss sagen, dass entgegen all meinen Erwartungen mir dieses Buch doch sehr gefallen hat.
ich bin zwar auch Atheist, aber deswegen kritisiere ich nicht, dass Gläubige ihre Stoßgebete in brenzligen Situationen ausstoßen. Ist ja nur realistisch. Ich verstehe lediglich nicht warum die ganzen alten Götter wieder so populär in der Zukunft werden sollten z.B. "heiliger Wotan"
Wenn man bedenkt, dass es sein Auftakt für das Science-Fiction Genre ist, finde ich es sehr gelungen. Wie üblich passiert viel Unvorhersehbares.
Spannung, Action, Humor und Erotik kommen auch nicht zu kurz (so ist man es ja von Herr Heitz gewohnt).
Ich bin gerade dabei das Buch ein zweites mal durchzulesen, denn es ist doch sehr viel was man beim ersten Mal nicht wirkich bemerkt bzw. überliest.
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Peter zu »Markus Heitz: Collector«07.12.2010
Also ich bin gerade mitten im Hörbuch und finde es von Stunde zu Stunde schlechter.

Die Story wirkt extrem konstruiert, ist schwerfällig und voller logischer Brüche und Ungereimtheiten.

Ebenfalls extrem nervend ist (zumindest für mich als Atheisten) diese permanente Berieselung mit religiösen Phrasen (ständige Stoßgebete in den unsinnigsten Situationen!).

Auch technisch ist die Handlung haarsträubend inkonsistent, ja geradezu dilletantisch.

Ich bin mir im Moment nichtmal sicher, ob ich das Hörbuch bis zum Ende durchhalte, aber selbst wenn, wird es das bishr schlechteste Stück Science Fiction sein, was ich jemals konsumiert habe ...

Sorry Markus, aber das mußte raus!
Peter
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Mittch zu »Markus Heitz: Collector«26.10.2010
Als Hörbuch fiel mir "Collector" in die Hände, Markus Heitz war mir als Autor bislang nicht bekannt. Starke, interessante Charakter, anschauliche Beschreibungen von Weltraumschlachten und ein spannendes Konfliktfeld "human gegen ahuman": Das Debüt als Science Fiction-Autor ist Heitz wirklich geglückt, auch wenn manche Stellen sehr "trashig" daherkommen: Nuria mit ihrem "Driver" in ihrer Einzelteile zu zerlegen, ist doch sehr martialisch. In jedem Fall war ich angenehm überrascht und werde bei nächster Gelegenheit sicherlich auf den Autor zurückkommen.
Übrigens: Ich schließe mich dem Modetrend, Anglizismen wie in "Collector" abzulehnen bzw. störend zu empfinden, nicht an. Der Einzug fremdsprachiger Begriffe in die eigene Sprache ist ein interkulturelles Phänomen, das sich in Zukunft noch verschärfen wird - Ridley Scott hat dies in "Blade Runner" auf die Spitze getrieben.
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TNT Freak zu »Markus Heitz: Collector«19.08.2010
Hallo zusammen,

ich habe das Buch auch gerade durch und bin nicht wirklich begeistert. Die Gründe hat Maaadin (ganz unten) sehr gut aufgezählt.
Mal sehen was die weiteren Romane noch aufklären. Möglichweise reißen andere Autoren es wieder raus.
Aber ich denke an eine Sci-Fi Saga wie z.B. den Armageddon-Zyklus von Peter F. Hamilton wird es leider nicht heranreichen können.

Gruß
TNT
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Stefan zu »Markus Heitz: Collector«17.08.2010
Über den Schreibstil kann man ja geteilter Meinung sein, ich fand das Buch von Markus Heitz eigentlich recht spannend und auch locker zu lesen, die geklaute Geschichte von Robotern die Menschen vor ihren eigenen Fehlern schützen und sie so zu entscheidungslosen Wesen degradieren, habe ich auch noch akzeptiert, da man ja auch gerne mal was aus den alten Zeiten der Sf wieder liest, in neuer Verpackung, aber der hahnebüchende Plot von Menschenfressern aus dem All ist so abgedroschen, daß man sich wundert wie so etwas, das in den fünfziger Jahren für einen Heftroman ausgereicht hätte auf soviele Romanseiten aufgebläht werden kann. Ich habe schon einige Romane vom vielgelobten Markus Heitz gelesen und war nach gutem Anfang seiner Romane immer wieder enttäuscht da diese nach der Hälfte des Buches immer sehr stark nachließen und man sich bis zum Ende durchquälen mußte. Vielleicht sollte es Markus Heitz mal mit Kurzgeschichten probieren. Für mich war es auf jedenfall der Letzte Roman den ich von diesem Autor gelesen habe.
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Yoorro zu »Markus Heitz: Collector«06.08.2010
Ich habe den Band in fast einem Rutsch gelesen. Mir hat er gefallen. Die Welt hat noch viel zu bieten und das warten auf das RPG lohnt sich bestimmt.
Auf der Spielemesse in Essen soll es ja erscheinen.
Fuer mich ein Typischer Heitz. Mit all seinen staerken und schwaechen. Weitere Baende von anderen Autoren werden folgen.
Beurteilung:Lesenswert.
Tobias zu »Markus Heitz: Collector«28.07.2010
Ein Heitz wie man ihn kennt und "liebt".

Generell muss ich mich inhaltlich Maaadin anschließen, für einen geübten Heitz Leser ist das Buch jedoch lesenswert.

Vieles bleibt offen, vieles wird nicht erklärt (z.B. alte Götter), aber das Buch liest sich flüssig, ist spannend und bietet die gewohnte gute Unterhaltung.
Mit Sicherheit nicht der beste Heitz, wahrscheinlich geht einfach zu viel in seinem Köpfchen rum, was ja kein Wunder ist bei gefühlten 3 Büchern pro Monat und 5 Serien parallel.
Ich würde mir auch ab und an 1 Buch weniger wünschen, dafür etwas besser ausgearbeitet.

Ich werde weiterhin im Bücherladen beim Buchstaben H ins Regal greifen ;-)

Von mir gibt es 80 Punkte.
cocoa zu »Markus Heitz: Collector«23.07.2010
Da ich bisher selten von einem Heitz-Buch enttäuscht war, griff ich auch hier zu, obwohl Sci-Fi eigentlich nicht zu meinen bevorzugten Sparten gehört.

Angenehm überrascht war ich, aber wie gesagt, viel Erfahrung mit solchen Büchern habe ich nicht.

Die Story war gut aufgebaut, sprachlich mag ich Herrn Heitz, und die viel kritisierten verbalen Ausrutscher, nicht nur in diesem Buch, sind meiner Meinung nach einfach gewollt.
Der erste Satz hat mir allerdings auch ein wenig Bauchschmerzen bereitet.

Einige Schwachstellen sind allerdings: dramatis personale mag ja bei einem 1000-seitigem Buch und komplexer Figurenkonstellation sinnvoll sein, aber nicht bei knapp 700 Seiten und höchsten 5 wirklich wichtigen Personen. Außerdem muss man nicht wirklich annähernd jede Person bemerken, die nur mal in einem oder zwei Kapiteln auftauchen.
Und was ist mit Zumi passiert??
Mit dem Ende war ich unzufrieden. Aufgelöst wurde nichts so wirklich. Wer die Collectors jetzt waren, vor allem woher und was sich unter den Panzern verbirgt, wurde nicht geklärt, was ich nach dem Lesen etwas frustierend fand. Ich hatte fast den Eindruck, Herr Heitz wollte zum Ende kommen, und das ein wenig hektisch, frei nach dem Motto, "ach ja, gibt ja ne Fortsetzung"
In seinem Nachwort wurde mein Eindruck auch bestätigt.

Das sind die Punkte, die mir ein wenig übel aufstießen, aber trotz allem fand ich das Buch sehr spannend und habe es binnen 2 Tage durchgelesen. Wer hochanspruchsvolle Lektüre bevorzugt, ist bei Markus Heitz eigentlich sowieso an der falschen Adresse. Unterhaltung wird bei ihm groß geschrieben.
Emmanuel zu »Markus Heitz: Collector«02.06.2010
Also ich musste das buch in 3 Tagen für ein Referat lesen und mir hat es ganz gut gefallen .
Es war zwar nicht DAS beste buch aber sehr unterhalten wie in jedem buch gibt es natürlich auch langeweilige stellen und was ich an büchern überhabut nicht leiden kann dass hin und her zappen von charaktern aber ich würde dem buch 7-8/10 punkten geben
Maaadin zu »Markus Heitz: Collector«25.05.2010
Vorab: Es gibt nichts persönlicheres als ein Geschmacksurteil. Nicht jeder mag Spinat, nicht jeder mag "Collector".

Nach dieser Einleitung dürfte euch meine Meinung über "Collector" nicht überraschen. Ich finde, es ist keine gute Sci-Fi. Ich finde, es ist weder gut geschrieben noch vernünftig durchkomponiert. Aber Stück für Stück:

"Ausgerechnet heute muss es pissen."
Das ist der erste Satz des Buches und er steht exemplarisch für die Sprache der Charaktere. Flapsige Umgangssprache des 21. Jahrhunderts, wie dahingerotzt. Austauschbar. Keiner der Personen hat einen eigenen Wortschatz, einen eigenen Sprachstil, der sich vielleicht aufgrund ihres persönlichen oder beruflichen Werdegangs gebildet hat. Ehrlich: Diesen Kniff beherrschen alle guten Autoren. Er macht Figuren lebendig. Z.b. bei Abercrombies Klingen-Trilogie muss oft nicht erst erwähnt werden, wenn zu Logan gewechselt wird, man merkt es einfach an der Sprache des inneren Monologs.

Wer sich aber daran nicht stört, der wird sich auf den folgenden 653 Seiten wesentlich weniger ärgern, als ich es tat.

In medias res geht es los, und daran ändert sich die ganze Zeit über nichts. Man hat den ganzen Roman über nicht das Gefühl, das große Ganze der Zukunftsvision zu durchblicken. Immer wieder werden in der alles in allem sehr actionreichen Handlung kleine Infohappen fallengelassen, die aber die wichtigsten Fragen nicht beantworten können: Wie ist die Welt so geworden, wie sie sich in "Collector" darstellt? Warum glauben die Menschen wieder an antike Götter? Wie kommen die Artefakte in so großer Zahl auf die Erde? Undundund...

Man muss dazu dem Leser ja nicht ganze Seiten voll von historischer Info um die Ohren hauen, aber andere Autoren schaffen es ja auch, während einer rasanten Handlung ganze Welten für den Leser schlüssig darzustellen. Bei "Collector" bleibt alles vage und dient scheinbar nur als Kulisse für übertriebene und oft unnötig blutige Actionszenen.

Wo wir beim nächsten Punkt sind: Die Action. Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich mag Action. Und ich bin auch nicht zart besaitet. Aber grade die Action, die gefühlte 99% des Buches füllt, hat mich alles andere als überzeugt.
Da wird z.b. ein seit Jahrhunderten (Jahrtausenden? Man erfährt es nicht...) unter Venedig begrabener Sprung-Antrieb (Wie kommt der dahin? Es bleibt im Dunkeln.), der grade ausgebuddelt wurde, auf der Landerampe eines Transportschwebers manuell gezündet. Ohne Navigationsinstrumente o.ä. springt er samt Schweber zu einer Geheimen Raumstation eines Konzerns. Genau dahin, wo er hin sollte. Wie praktisch.
Okay, dachte ich, Schwamm drüber. Man will ja unterhalten sein und sich nicht als kleinlicher Erbsenzähler aufführen.
Aber nur ein paar Seiten später reißt ein weiterer Charakter das halbe Wirtschaftszentrum einer Kolonie ein, nachdem er als Betrüger entlarvt wurde, und springt mit seinem beschädigten Schiff zufällig dahin, wo bis dato unbekannte Außerirdische warten, die dann völlig überraschend und sinnfrei sein Schiff reparieren. Da wurde ich langsam sauer.
Nebenbei werden noch völlig unnötig Menschen und Außerirdische ausradiert, blutrünstige Nahaufnahme inklusive. Nichts gegen einen guten Kampf, aber wenn ständig Leute sterben und das ganze extrem irrelevant für die Handlung ist, vermittelt das nach einer Zeit einfach nur Heitz' Lust an Gewaltdarstellung.

Ich könnte jetzt so weiter machen und alle logischen Brüche oder hahnebüchenen Ereignisse des Romans aufzählen, das käme allerdings fast einer Inhaltsangabe gleich. Überraschende Wendungen schön und gut, aber ein ganzer Plot voller "praktischer" Zufälle? Wollte sich Herr Heitz nicht die Mühe machen, einen roten Faden zu spinnen? Da ist oft nicht mal eine werkimmanente Logik zu finden...und ich hatte mich so auf gute Unterhaltungs-Sci-Fi gefreut. :-(

Fazit: Mir haben seiner Zeit schon "Die Zwerge" nicht gefallen, aber da hatte Herr Heitz wenigstens noch etwas zu erzählen. "Collector" ist hingegen nur eine Aneinanderreihung von derber Sprache (Scheiße, Verfickt, Arschloch,...) und vielen gewalttätigen Actionszenen vor einer blassen Sci-Fi Kulisse.
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