Gerechter Zorn von Markus Heitz

Buchvorstellung und Rezension

  • Fantasy
  • Science-Fiction
  • Horror
  • Mystery

Originalausgabe erschienen 2009 , 608 Seiten. ISBN 3-492-70154-X.

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In Kürze:

Alle »Zwerge«-Fans kennen die Albae als dunkle, unerbittliche Krieger. Doch nun erfahren wir endlich ihre ganze Geschichte: Dsôn Faïmon, das Reich der Albae plant einen Feldzug gegen alte Feinde. Die Albae Caphalor und Sinthoras sollen einen mächtigen Dämon auf ihre Seite ziehen, um die Schlagkraft des Heers noch zu verstärken. Doch die beiden Krieger könnten unterschiedlicher nicht sein: Während Caphalor lediglich die Grenzen des Reichs verteidigen möchte, giert der ehrgeizige Sinthoras nach mehr. Er ist darauf aus, das gesamte Geborgene Land endgültig zu unterwerfen …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Aufgepasst, ihr Zwergen-Fans! Jetzt kommen die Bösen, die Albae nahen“ 70

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Schon seit Äonen sind den unsterblichen Herrschern der Albae ihre hellen Brüder, die Elfen, ein Dorn im Auge. Geschützt durch eine unbezwingbare Festung der Zwerge leben diese unerreichbar in Sicherheit. Jetzt aber zeichnet sich eine Möglichkeit ab, den alten Traum, die Elfen zu bezwingen, doch noch wahr werden zu lassen. Weit entfernt von Dsôn Faïmon, dem Reich der Albae, regt sich eine Macht – ein Dämon, mit dessen Hilfe die Feste erobert und der Durchgang erzwungen werden soll.

Zwei Streiter der Albae werden ausgesandt, die Unterstützung des Dämons zu sichern. Beide sind herausragende Albae, als furchtbare Kämpfer, Vordenker und Künstler gleichermaßen beim Volk beliebt und geachtet. Dass sie beide einander hassen, dass jeder versucht, den Anderen auszustechen, soll dazu beitragen, die Mission schnell und erfolgreich zu einem Abschluss zu bringen.

Verfolgt von der menschlichen Sklavin eines der Albae gilt es, Abenteuer zu bestehen, Gefechte zu überleben, Gefangenschaft und Folter zu entfliehen, nur um am Ende einzusehen, dass nur mit vereinten Kräften die Mission bewältigt werden kann. Doch dann erweist sich, dass der vermeintliche Verbündete einen eigenen Kopf hat …

Schluss mit lustig oder der Reiz des Bösen

Jahrelang dominierten die Zwerge-Romane aus der Heitz´schen Versschmiede die Bestsellerlisten. Wie kaum ein zweiter hat der sympathische Autor es verstanden, gerade jugendliche Leser zum Medium Buch greifen zu lassen und mitzunehmen auf seine archaische Welt. An der Seite der kleinen Helden ging es hinein ins Abenteuer, fiese Verräter galt es zu enttarnen, böse Zauberer zu bekämpfen. Auch die unsterblichen Dunkelelfen, die Albae, spielten eine unrühmliche Rolle als Gegner unserer Helden.

Nun schien die Geschichte der Zwerge erzählt und Heitz, wie auch sein Verlag, suchten nach einer neuen Bühne. Schnell war klar, dass das Geborgene Land noch genügend weiße Flecken aufweisen würde, als dass man es sang- und klanglos untergehen lassen könnte, und auch eine interessante Rasse war schnell gefunden. Warum nicht? Die Orks hatten die Richtung ja vorgegeben, einmal wieder eine der Bösewichter ins Zentrum des Bildes setzen?

Markus Heitz macht das auch gar nicht ungeschickt. Gerade zu Beginn schockt er seine Leser regelrecht mit der dunklen Art des Albae. Bereits im ersten Kapitel wird einer Sklavin für eine Nichtigkeit ihr Augenlicht genommen, wird an einem lebendigen Sklaven eine Gehirnoperationen durchgeführt, um dessen Aufsässigkeit zu unterbinden. Die Nutzung menschlicher Körperflüssigkeiten und Knochen, um daraus Kunstwerke zu schaffen, gesellt sich zu diesem Bild. Das ist sicherlich zunächst einmal gewöhnungsbedürftig, atmet aber recht geschickt die Stimmung des Bösen.

Gerade in der Gestalt des Sinthoras, der voller Elan und Geltungssucht seine Pläne vorantreibt, ist dem Autor ein überzeugendes Bild eines Albae gelungen. Demgegenüber nimmt sich Caphalor, der Begleiter, doch sehr gemäßigt aus. Zwar hält auch dieser menschliche Sklaven zur Bewirtschaftung seiner Güter und schafft aus deren Gebeinen filigrane Kunstwerke, dennoch agiert er eher menschlich. Eine recht deutliche Zweiteilung in den guten und den bösen Albae wird sichtbar. Diese Vermenschlichung, so verständlich sie zum Zweck den Stoff für ein breites Publikum attraktiv zu machen auch ist, nimmt dem Roman so manches an Reiz. Ich hätte mit gewünscht, dass Heitz den Mut besessen hätte, hier seine Albae weiterhin durchgängig als durch die Wesenszüge und ihre Unsterblichkeit gegenüber anderen grausame und gleichgültig agierende Wesen zu beschreiben.

Verpackt hat Heitz seine Beschreibung einer dunklen Fantasy-Rasse in einen rasant ablaufenden Abenteuerplot, der für seine Leser all das bereit hält, was man von einem echten Heitz erwartet. Es gilt, Abenteuer satt zu bestehen. Verrat und dunkle Gefahren drohen ebenso wie die unheilige Macht der Liebe.

Im Finale schließlich vermenschlicht der Autor seine Gestalten dann zusehends, verliert deren Eigenheiten zugunsten einer packenden Kampfschilderung fast ein wenig aus den Augen. Doch projektierte zwei Folgeromane werden ihm hier sicherlich den Raum geben, uns weiter die dunkle Seite der Fantasy zu präsentieren.

Ihre Meinung zu »Markus Heitz: Gerechter Zorn«

Galrandir zu »Markus Heitz: Gerechter Zorn« 06.03.2010
so um mal auch meinen senf dazu zu geben ;) ich fand das buch schlichtweg genausogut wie die zwerge beide völker sind auf ihre art und weise fazinierend zwerge sowie albae....

nur sei gesagt die albae sind kein volk was sich heitz ausgedacht hat man kennt sie eher unter dem namen drow/dunkelelfen.... (gut heitz hat es einw enig verändert und sie seinen vorstellungen angepasst) aber im großen und ganzen spiegelt es den typischen drow wieder also von der schiene nichts neues *g*

mfg

Galrandir
Justine zu »Markus Heitz: Gerechter Zorn« 06.03.2010
Es ist fantasievoller, spannender Fantasyroman. Wem die Zwergen-Reihe gefallen hat, wird auch an diesem Buch viel Spaß haben.
Interessant ist, dass man das Jenseitige Land endlich mal kennen lernt, da war ich ja sehr gespannt sehr. Dann kennt man die Hauptpersonen ja schon, und erfährt ihre Geschichte.
Mit den Albae hat Markus Heitz ein wahrhaft faszinierendes Völkchen geschaffen. Ich finde diese grausamen Elfen irgendwie abstoßend und zugleich total faszinierend. Am Ende des Romans hatte ich sie wirklich ins Herz geschlossen. Ich könnte nicht sagen ob ich die Zwerge oder die Albae besser finde.
Also alles in allem spitzenmäßiger Unterhaltungsroman und ein typischer Heitz!

(Und die Bemerkung, dass ja nichts an Herr der Ringe heran reicht, kann ich langsam nicht mehr hören. Tolkien hat sein Leben lang an diesem Roman gearbeitet, da kann man doch nicht vergleichen. Mal angenommen jeder Autor würde solange an seinem Fantasyroman arbeiten, hätten wir Fans ganz schön wenig zu lesen.)
Tyler zu »Markus Heitz: Gerechter Zorn« 19.12.2009
Mein erstes Heitz Buch " Gerechter Zorn"

Ich bin nach Herr der Ringe zu verwöhnt und jeder andere Fantasy-Roman steht leider nur im Schatten von Tolkiens Lebenswerk.

Die Geschichte über die Albae

Die ersten gelesenen Seiten waren mehr oder weniger das übliche.
Meine Hoffnung auf ein gutes Buch war schon fast dahin (natürlich hätte ich es auch zu Ende gelesen)
Aus dem nichts änderte sich dann alles, die Charaktere bekamen eine unvergleichbare, für mich noch nie dagewesene Identität.
Man kann es nicht in Worte fassen ohne die Albae in ein nur schlechtes Licht zu führen.
Die besondere Bosheit, die Tollkühne Eitelkeit, der Drang zur Perfektion, zu wenige Beispiele für eine Darstellung eines Volkes was all das wieder spiegelt.

Das erste Buch was ich zugleich verabscheue und Liebe.

Ich bedanke mich herzlichst an Markus Heitz
Leos zu »Markus Heitz: Gerechter Zorn« 11.10.2009
Düster, gruselig und grotesk. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Charakter der Albae, die sich jenseits von gut und böse sehen kommt sehr gut rüber. Nebenbei noch die Klärung der offenen Fragen des 1. und 4. Bandes, ich bin begeistert. Sicherlich eines der besten Heitz-Bücher, ich freue mich auf mehr von den dunklen Elfen.
das_eisi zu »Markus Heitz: Gerechter Zorn« 24.04.2009
Wow, was für ein spannendes Buch!
Ich bin jetzt ca. bei der Hälfte und obwohl ich mit Rezensionen eigentl. bis zum Ende warte, bin ich diesmal schon jetzt hin und weg!

Heitz schreibt wieder einmal so spannend das man nicht aufhören mag.
Bei den Figuren kann man trotz des "bösen" Hintergrundes gut mitfühlen und gerade der besondere Blickwinkel dieser Story macht sie so außergewöhnlich.

Bekannter, aber guter Einfallsreichtum, spannende Handlung und sympathische (oder auch nicht) Charaktere machen dieses Buch mehr als lesenswert!

Zugreifen und Lesen!
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