Sanctum von Markus Heitz

Buchvorstellungund Rezension

Sanctum von Markus Heitz

Originalausgabe erschienen 2006, 500 Seiten.ISBN 3-426-63131-8.

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In Kürze:

Rom im Jahre 1766: Nach einer entbehrungsreichen Reise gelangt die Äbtissin Gregoria endlich in die heilige Stadt, um die düsteren Machenschaften eines Geheimbundes zu enthüllen  und um Rache zu nehmen an jenem Jesuiten, der ihr Kloster zerstören und ihre Nonnen niedermetzeln ließ. Doch bald schon bekommt sie die ganze Macht und Härte des Vatikans zu spüren& Rom im Jahre 2005: Während die Welt noch über die Wahl des neuen Papstes jubelt, muss Eric von Kastell alles daransetzen, den Tod seines Vaters zu rächen und einen mächtigen Feind auszuschalten. Er kann nicht ahnen, dass er dabei in einen geheimen Krieg verwickelt wird, der seit Jahrhunderten im Verborgenen wütet&

Das meint phantastik-couch.de: „;Doppelroman mit guter und spannender Unterhaltung“;62

Horror-Rezension von Peter Kümmel

„;Sanctum“; knüpft nahtlos da an, wo „;Ritus“; aufgehört hat. Keine Einführung  der „;Prolog“; ist keine solche in diesem Sinne  , keine Zusammenfassung des Vorgängers, so daß „;Sanctum“; ebenso wie „;Ritus“; als Stand-alone absolut unsinnig ist. Deshalb halte ich den Einzelverkauf der beiden Bücher vom Verlag in dieser Form für unstatthaft. Einzig ein kleiner Hinweis „;Die Fortsetzung des Bestsellers RITUS“; auf der Rückseite bildet ein gewisses Indiz für die Zusammengehörigkeit der beiden Romane. Der Abstand von fünf Monaten für die Erstausgabe der beiden Teile ist zwar nicht überaus groß, aber dennoch fünf Monate zu viel. Auf dem Cover prangt schon bei der ersten Ausgabe der Aufkleber „;Der Bestseller“;. Klar, wer „;Ritus“; gelesen hat, wird auch „;Sanctum“; kaufen (müssen). Zweimal 12,95 ¬ sind zwar angesichts der wirklich gelungenen Aufmachung durchaus angemessen, aber wahrlich kein Pappenstiel angesichts des doch recht seitenschindenden Drucks.

In Südfrankreich treibt eine Bestie im 18. Jahrhundert ihr Unwesen. Nur wenige, wie der Wildhüter Jean Chatel, wissen, daß es sich um einen Loup-Garou  einen Werwolf  handelt. Und es ist nicht mal sicher, ob es nur ein einziger ist, denn jeder, der von einem Werwolf gebissen wird, verwandelt sich selbst in einen solchen. Offiziell gilt die Suche nach dem Untier als beendet, nachdem ein besonders großer Wolf erlegt wurde. Chatel weiß, daß der Comte die Wahrheit verbergen will. Doch warum?

Parallel dazu wird kapitelweise abwechselnd erzählt, wie Eric von Kastell im Jahr 2004 Jagd auf Werwölfe macht. Wandelwesen gibt es überall auf der Welt. Nur wenige wissen von ihrer Existenz, so wie Eric, dessen Familie sie seit Jahren jagt. Nun ist Eric der letzte der Kastells, nachdem sein Vater ums Leben kam. Doch so richtig warm wird der Leser mit der überzeichneten Figur bis zum Schluß nicht.

„;Er trug seinen Einsatzdress: weiße Lederhose, schwarzen Pullover, weißen Lackledermantel, gleichfarbige Stiefel und Handschuhe.“;

Bis zum Schluß behält der Autor den Wechsel der beiden Handlungsstränge bei. Wäre das nicht auch anders machbar gewesen?

Doch, absolut. Mag der eine oder andere voll des Lobes ob der großartigen Idee sein, diese Geschichten in zwei abwechselnden Handlungssträngen zu erzählen, für mich ist kein Grund offensichtlich, warum diese Technik angewendet wurde. Jede der beiden Stories in einem getrennten Band hätte mehr Sinn gemacht und jedes Buch für sich wäre ein abgeschlossener Roman gewesen. Keine Neuaufnahme des verloren gegangenen Fadens bei jedem Zeitwechsel. Kein Umdenken in eine völlig neue Situation. Die ein oder andere Pointe hätte sich zwar in dieser Konstellation nicht ziehen lassen, doch wären diese kleinen Nachteile zu verschmerzen oder gar zu verhindern gewesen.

Die weitgehend gradlinige Handlung aus „;Ritus“; wird nun zunehmend verworrener. Sowohl im 18. als auch im 21. Jahrhundert laufen die Fäden in „;Sanctum“; in Rom zusammen. In wieweit ist die katholische Kirche in die Ereignisse verwickelt? Welche Intention verfolgen die verschiedenen Gruppierungen, die immer wieder auftauchen? Wer steht mit wem in Verbindung? Wer ist Freund und wer ist Feind? Für welche Zwecke soll die Äbtissin Gregoria eingebunden werden, die Jean Chatel liebt, dies aber aufgrund ihres Standes nicht darf?

Wer gehört zu den Wandelwesen? Immer mehr der handelnden Personen sind infiziert. Nicht nur auf der Seite der „;Bösen“;, sondern auch bei den „;Guten“; gibt es einige, die den Keim in sich tragen. Doch merkwürdigerweise ändert sich die Gesinnung der Charaktere dadurch nicht. Die „;Guten“; können das Tier in sich weitgehend im Zaum halten. Heilbar ist die „;Krankheit“; nur manchmal. Warum das „;Sanctum“; nicht immer wirkt, das bleibt eines von mehreren ungelösten Phänomenen. Zumindest der Titel des Romans wird im Verlauf der Handlung verständlich, anders als beim Vorgänger „;Ritus“;.

Ein Werwolf kann immer, oft und lange

„;Ritus“; und „;Sanctum“; sind im Prinzip reine Unterhaltungs-Thriller. Die Kritik an der katholischen Kirche bleibt weitgehend oberflächlich und bezieht sich im wesentlichen auf den äußerlichen Prunk und den Amtsmißbrauch ihrer Würdenträger.

Sprachlich kann man dem Autor leider nur Mittelmäßigkeit zugestehen. Der Satzbau wirkt zuweilen etwas holprig und grammatikalisch fehlerhaft. Hängengeblieben bin ich unter anderem bei dem Satz: „;Er lächelte asig“;. Ich habe das mir unbekannte Wort „;asig“; im Duden nachgeschlagen, jedoch nicht finden können.

Besonders nervend waren für mich die nicht gerade mitreißenden Sexszenen. Ein Werwolf kann immer, oft und lange  sogar die ganze Nacht hindurch. Damit wäre alles gesagt gewesen und man hätte gerne auf detailliertere Bescheibungen verzichten können.

Insgesamt bietet der Doppelroman gute und teilweise spannende Unterhaltung. Die in „;Ritus“; geknüpften Handlungsfäden werden weitgehend wieder aufgedröselt, die offenen Fragen somit zufriedenstellend beantwortet. Doch einige logische Ungereimtheiten und sprachliche Schwächen verhindern eine bessere Bewertung.

Ihre Meinung zu »Markus Heitz: Sanctum«

Supervisor zu »Markus Heitz: Sanctum«12.05.2011
@ Redeye

Punkt 1 deiner Kritik, genau meine Meinung, Punkt 2 ebenso.
Allerdings Punkt 3 muss ich dir widersprechen. Eric konnte Silber nur anfassen, wenn er seinen Einsatzdress mit den Handschuhen trug (Ich denke du spielst auf die Szene am Anfang, wo sein Vater stirbt und er ein silbertablet nach einem Wer-Schakal wirft). Es wurden im Band 1 schon andeutungen gemacht, dass Eric das Wesen in sich trägt, allerdings wurde offengelassen ob die Tropfen gut oder schlecht sind. Im Teil 2 merkt man dann, dass die Tropfen die dingsbumsbuttersäure sind, und das Wesen in ihm betäuben sollen. Aber auch ich finde es komisch, dass das Wesen in ihm im 2. Teil so viel kontrolle erhält und er plötzlich gegen es ankämpfen muss.

Punkt 4, für mich durchaus logisch, dass es Jesusblut gibt wenn man weiss wo suchen.

Punkt 5 und 6, genau meine Ansicht

Punkt 7 Die Kastells sind eine wohlhabende Familie, und beim Notar sieht man was alles an Aktiven vorhanden ist. Meines wissens nach neben den Häusern und dem Geld, sogar noch Wertpapiere. Ausserdem malt Eric und verkauft seine Bilder.


An alle die die Verbindung zwischen Eric und Jean nicht herstellen können, achtet auf den Nachnamen! Chastell, Kastell, na? klingelts?
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
DunkelBunt zu »Markus Heitz: Sanctum«16.11.2010
LoL!!Die ausführlichen Kritiken,...
Heißt es nicht, das total-Versager-Autoren-die-immer-wollten-und-nie-konnten, am Ende zu den schärfsten Kritikern von wirklich talentierten Autoren werden!?!

Ich fand beide Bänder echt gut! Klar, nicht annähernd episch wie die Zwergen Reihe...aber ich war verdammt gut unterhalten!-Wer auf Werwölfe steht, dem wirds gefallen!!
Vito zu »Markus Heitz: Sanctum«30.08.2010
Nach dem RITUS nicht unbedingt eine schriftstellerische Offenbarung war ,
ist SANCTUM auch kein Roman den man gelesen haben muss .
Eben reine Unterhaltung.
Tiefgang sucht man vergebens .
Die Personen sind Flach und einige Ideen , wie der Zirkus mit den Werwesen , aus der man wirklich mehr hätte machen können , wurden nicht ausgeschöpft .
Wie auch in Ritus fand ich die überzogene Person Eric als unnahbar und hätte er im verlauf der Handlung sein Leben aus gehaucht , wäre das durchaus in Ordnung gewesen .
Die kettenrauchende Halbschwester hatte ja noch einen gewissen Unterhaltungswert .
Die Zeitschiene im Rom der Vergangenheit bügelt einiges wieder aus .
Davon hätte ich wirklich gerne mehr gelesen .
Leider sind zum noch einige Fragen offen .
Was wurde aus Gregorias Tochter . Wieso haben die Kastells den Werwolf im Blut ?
(und wo kauft Eric Kastell , bei dem Stehvermögen , sein Viagra? )
Aller guten Dinge sind drei , heißt es
Vielleicht wird endlich der dritte Werwolf-Roman von M.Heitz ja ein Treffer .
Wer weiß....
Nadl zu »Markus Heitz: Sanctum«12.08.2010
Ich fand Sanctum auch wirklich gut. Allerdings sollte man tatsächlich Ritus und Sanctum hintereinander lesen. Ich habe mich anfangs etwas schwer getan, weil ich doch einige Bücher dazwischen hatte und es bei Sanctum keine Einführung gab. Markus Heitz hat damit bewiesen, dass er nicht nur über Zwerge schreiben kann. Mich hat der historische Teil auch mehr fasziniert. Ich hätte auch gerne mehr über den Orden erfahren. Rundum zwei gelungene Bücher die zu empfehlen sind.
JOkER zu »Markus Heitz: Sanctum«27.11.2009
Sanctum ist mal wieder ein sehr schönes Buch geworden - allerdings erreicht es meiner Meinung nach nicht ganz das hohe Niveau von Ritus.
Wieder fand ich den historischen Teil besser, allerdings werden mir hier ein paar Intrigen zuviel gesponnen. Es gelingt Heitz dennoch recht gut weiterhin Spannung und actionreiche Szenen einfließen zu lassen.
Actionreiche Szenen gibt es auch im Jetzt-Teil. Wieder wird viel geschossen, Auto gefahren und Sex gehabt, doch diesesmal ist Eric verletzbar (nur ein bisschen) und er wirkt auf mich nicht mehr ganz wie der kleine Bruder von Superman. Allerdings täuscht das alles nicht darüber hinweg das dieser Teil quatsch ist. Er bringt die Story kaum vorran und war für mich in etwa so störend wie Werbeunterbrechungen im Fernsehn. Heitz deutet vieles an bringt nicht alles zu Ende: Da wäre zum Beispiel die Szene in der Eric fast verbrennt, dann aber mit seltsamen Tätowierungen wieder aufwacht (?). Fast lächerlich fand ich dann die Vorstellung von einem Wandelwesen-Zirkus mit Wehreisbären und Wehrlöwen (in einem Zirkus gibt es auch Giraffen Herr Heitz :-) ).
Dennoch war der Vergangenheitspart so gut das ich dem Buch mit einem zugekniffenen Auge noch 97° geben kann.
(Ich würde auch noch gerne wissen was ein Jesuit zu diesem Buch sagen würde ;-) )
Sapor zu »Markus Heitz: Sanctum«23.08.2009
Geniales Buch, dass nur mit seinem Vorgänger zu Vergleichen ist!
Sanctum beinhaltet wie schon Ritus ein Wechsel von zwei Stories, die jeweils im 18. und 21. Jahrhundert spielen. Doch eine Gemeinsamkeit haben die Jahrhunderte: Eine Bedrohung.

Viele Kritiken meinen, dass Ritus wie auch Sanctum sich durch die Erzählweise und den Sprung zwischen den Zeiten selbst auffrisst, den Leser immer wieder beim Lesen holpern und die Spannung erlösch lässt. Dies ist meiner Meinung nach nicht der Fall: Heitz Schreibstil verbindet die beiden Jahrhunderte nicht nur durch die Werwölfe sondern zeigt noch eine weitere Verbindung, die der Leser erst in einem brillantem, aber kurzem Final am Ende von Sanctum ganz entschlüsseln kann. Hätte Heitz das 18. und das 21. Jahrhundert in jeweils einem Buch verpackt, wäre der Schluss von Sanctum nie und nimmer so gut rübergekommen und hätte somit beide Bücher in ihrem Inhalt geschmälert. Auch das Ende hat die richtige Länge: Ein langes Final nimmt dem Leser die Phantasie weiter zu denken und lässt die Erinnerungen an das Buch schnell verblassen, deshalb ist es gut, dass das Ende von Sanctum eher kurz als lang zu nennen ist.
Die Hauptpersonen werden zudem in manchen Kritiken als zu glatt beschrieben, Eric von Kastell zum Beispiel: Ein unverwundbarer Kerl, der jede Frau haben kann, mit MG und Lederkombi alles über den Haufen schießt, ins Auto steigt, in einer spektakulären Verfolgungsjagd seinen Verfolgern entflieht und zwischen durch auch noch eine der moderneren Arten der Kunst betreibt, um Farbe auf Leinwände zu bekommen... So wird er von negative Kritiken dargestellt und so sieht man ihn auch mehr oder weniger in den Büchern, und genau dies wird an ihm von vielen Lesern geliebt. Kein Wunder, halb Deutschland guckt sich jeden Sonntag genau diese Art von Typen im Spielfilm an. Mit anderen Worten: Ritus+Sanctum unterhalten genauso gut wie ein Spielfilm.

Fazit:
Ritus+Sanctum sind einmalige Bücher, jedoch nicht für jedermann, gilt selbstverständlich auch für Frauen, gemacht, da die Bücher aus folgenden (geschätzten) Prozenten bestehen:
Urban Fantasy: 43%
Horror: 15%
Action: 25%
Erotik: 9%
Historik: 8 %
Dies ist auch die Erklärung, warum die einen die Werwolf-Reihe von Heitz lieben und die anderen sie... nicht so gut finden: Fantasy ist nicht Fantasy, Buch ist nicht Buch, ein genialer Mix aus verschiedenen Bucharten ist Ritus+Sanctum.

Es ist grüßt ,
Der Sapor
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Nomadenseele zu »Markus Heitz: Sanctum«17.02.2009
Sanctum, die Fortsetzung von Ritus, entwickelt zwei sehr gegensätzliche Tendenzen: Der Neuzeit-Teil wird noch besser und spannender, der Jetzt-Teil noch überdrehter und unglaubwürdiger (letzteres ist für einen Fantasy-Roman allerdings eine Leistung für sich).
Hätte es nur den Neuzeit-Teil gegeben, wäre es ein tollen Buch geworden. Meiner Ansicht nach gab es zwei Gründe, warum in dem Doppelband die Geschichten verwebt worden sind:

1. Der Autor weiß selber, wie lächerlich die Jetztzeit-Geschichte ist bzw. dass sie alleine nie tragfähig wäre.
Daraus resultiert
2. pure Geldgier aus der Geschichte zwei Bücher zumachen und den Leser faktisch dazu zu zwingen (Ritus bricht mitten in der Handlung ab), dass zweite Buch zu kaufen.

Was macht die Jetztzeitgeschichte zu unglaubwürdig?
Null Psychologie, Gemetzel ohne Ende, Eric ist ein absoluter Übermensch und als Werwolf kann er die Damenwelt die ganze Nacht über beglücken - was der Autor auch freudig ausschmückt.

Die Neuzeit-Geschichte ist ausgesprochen raffiniert, Verbündete und Feinde nicht leicht auszumachen, und zu oft sind auch Freunde alles andere als unschuldig - ein Volltreffer, wenn der Autor es bei der Geschichte hätte belassen können.

Fazit:
Die De facto-Erpressung, dass ich dieses Buch kaufen musste, da ich sonst in der Hälfte der Erzählungen stecken geblieben wäre, hinterlässt bereits einen Beigeschmack.
Zur Geschichte selber zeigt der Autor abwechselnd, zu wieviel Trash und gleichzeitig spannenden Geschichten er in der Lage ist - das habe ich in meiner ganzen Lesekarriere noch nicht erlebt.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Simon zu »Markus Heitz: Sanctum«10.01.2009
Zweiter Teil fast so gut wie der Vorgänger...

Zu den bisherigen Kritiken musste ich schon etwas schmunzeln...
...die Sex Szenen werden fast ausschließlich von Männern kritisiert. Da kommt doch der Verdacht auf das es sich lediglich um Neiderkritik handelt. LOL!

Wie schon im Vorgänger gefällt mir der altertümliche Teil wesentlich besser, dennoch zeigt sich in SANCTUM ganz klar das ohne die Geschichte der Gegenwart der Roman in dieser Form nicht denkbar wäre.
Fazit: Würdevoller Nachfolger von RITUS den ich gerne gelesen habe!

Simon, der sich auch die Scham gibt und sich ganz offen als Laymon Fan outet!
Redeye zu »Markus Heitz: Sanctum«27.11.2008
Ich fand den Bericht insgesamt zutreffend. Ich persönlich hätte die Kritik noch ein wenig härter ausfallen lassen. Das Buch habe ich mir vor wenigen Tagen gekauft, als ich durchaus noch etwas zu lesen hatte.
"Ausgebrannt" Von Andreas Eschbach. Nach solcher High-Quality Literatur einen Schund wie Sanctum lesen zu müssen war eine regelrechte Qual.

Nun aber mal zur sachlichen Kritik:

-Was im Vorband "Ritus" noch annehmbar war ist in Sanctum verschwunden. Eric wird von seinem Thron herruntergehoben. Er ist nun nicht mehr der Werwolfjäger ohne Erbarmen oder feste Bindungen sondern ein eher schwacher Held. Lena fehlt ihm und er ist quasi die ganze Zeit von seiner Krankheit gequält.

-Die Handlungsfäden, die in Ritus noch übersichtlich waren verknoten sich schlagartig mit der Ankunft in Rom. Niemand weiß mehr wer was ist.

-In Ritus konnte Eric Silber problemlos anfassen und er hatte keine Anzeichen der Bestienkrankheit. Seine Kraft kam von einer mehrwürdigen Flüssigkeit, die er regelmäßig einnahm. Es schien, als mache sie ihn wolfsähnlicher. In Sanctum hingegen ist er die Hälfte der Zeit damit beschäftigt seine Bestie zu bekämpfen. Nirgends wird erklärt, woher dieses Paradoxon kommt.

-Mich stört unter anderem der Parachristliche Bezug. wenn schon drüber reden dann richtig. Aber auf einmal gibts Jesusblut und das sogar in recht großen Mengen.

-Die Wehrkatze bietet am Ende einen anderen, interessanten Aspekt. Die "Der Böse war immr der Freund"- Schiene ist aber doch recht abgeflacht.

-Warum kämpft die sagenumwogene Vatikan-Nonnen-Kampfeinheit In der Gegenwart nie?

-Woher kommt das Geld von Eric? Wenn Markus Heitz schon jede Kugel die in einen Menschen tötet einzeln beschreiben muss (er scheint einen ausgeprägten Zwang dazu zu haben--->Die Zwerge), warum dann solche Angelegenheiten nicht?
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Dirk mey zu »Markus Heitz: Sanctum«26.08.2008
Markus heitz, der neue stephen King?? King spielt ständig mit der Angst, hinter der nächsten Tür. Man fragt sich was wohl dahinterliegt,horcht an der Tür und darf nach 300 Seiten einen Blich ins Dunkel werfen, um am Schluß einzutreten und ein kurzes Finale zu erleben. Heitz ist direkt, konfrontiert unmittelbar mit der Story und treibt die Geschichte mit unglaublichem tempo voran. Endlich ein deutscher Dean Kootz!

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