Wédora - Staub und Blut von Markus Heitz

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2016deutsche Ausgabe erstmals 2016, 608 Seiten.ISBN 3-426-65403-2.

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In Kürze:

Lebensspendend oder todbringend, geheimnisvoll oder verkommen – Juwel der Wüste oder Ende aller Hoffnung? Willkommen in Wédora, dem Schauplatz von Markus Heitz’ neuem Dark-Fantasy-Roman.
Im Mittelpunkt einer gigantischen Wüste liegt die schwer befestigte Stadt WédMra. Sämtliche Handelswege der 15 Länder rings um das Sandmeer kreuzen sich hier, Karawanen, Kaufleute und Reisende finden Wasser und Schutz. In diese Stadt verschlägt es den Halunken Liothan und die Gesetzeshüterin Tomeija.
Doch WédMra steht kurz vor einem gewaltigen Krieg, denn die Grotte mit der unerschöpflichen Quelle, die die Stadt zum mächtigen Handelszentrum hat aufsteigen lassen, war einst das größte Heiligtum der Wüstenvölker. Nun rufen die geheimnisvollen Stämme der Sandsee zum Sturm auf die mächtige Stadt.
Liothan und Tomeija geraten schnell in ein tödliches Netz aus Lügen und Verschwörungen, besitzen sie doch Fähigkeiten, die für viele Seiten interessant sind.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Tausendundeine Nacht meets Dune“88

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Was braucht man für einen modernen Fantasy-Roman? Nun, ein ungerechter Herrscher, ein finsterer Magier, ein edler Dieb und eine findige Vertreterin der Ordnungsmacht kommen schon mal ganz gut. Das Figurenkabinett des Zwerge und Albae Bestsellerautors ist damit zu Beginn des Romans zunächst einmal vollständig.

Die Handlung selbst beginnt damit, dass der Verbrecher in den Fußstapfen eines Robin Hoods bei dem Dunkelmagier einsteigt und diesen ausrauben möchte. Als er erwischt wird, kommt gerade die örtliche Vertreterin des Gesetzes an den Tatort und wird, zusammen mit dem Täter vom Magier mit einem Fluch getroffen. Beide finden sich zunächst getrennt in einer Wüste wieder, vor der sie bald bemerken, dass sie sich auf einer anderen Welt befindet.

Nach ersten Begegnungen mit der einheimischen Fauna – lebend wie untot – kommen sie in die Metropole WédMra. Die auf der einzigen Quelle weit und breit errichtete, schwer befestigte Stadt birgt mehr Geheimnisse, Verrat und Verbrechen als Flöhe. Beherrscht von einem nie in Erscheinung tretenden Magier haben die Menschen die eigentlichen Ureinwohner mit einem Trick um das lebensspendende, bei Genuss magische Kräfte verleihende Nass gebracht. Doch jetzt braut sich ein Sturm über WédMra zusammen, ein Angriff der Ureinwohner droht und dies just, als die Stadt innerlich durch Verrat, gieriges Machtdenken und Intrigen verrissen wird – mittendrin unsere beiden Protagonisten, die eigentlich nur einen Weg nach Hause suchen …

Der Erfolgsautor auf neuen Wegen

Markus Heitz hat die deutschsprachige Fantasy mit seinen Bestseller-Romanen verändert. Nach seinem fulminanten Start mit den Zwergen, denen er später die Albae folgen ließ (beide Reihen erscheinen im Piper Verlag) verwöhnte er seine Fans auch mit Science Fiction (Heyne) und Urban-Fantasy Thriller (im Knaur Verlag). Nun legt er, passend zum Auftakt der neu gestarteten Fantasy-Edition im Knaur Verlag einen neuen Fantasy-Schmöker vor. Wer allerdings trinkfreudige Zwerge in kargen Hochgebirgs-Festen oder vergeistigte Elfen in ihren der Erdanziehung trotzenden Wohnungen erwartet, der reibt sich überrascht die Augen.

Es geht in ein Sandmeer zu einem Juwel der Wüste, einem Handelszentrum, in dem sich die Karawanenwege kreuzen. Orientalisches Flair, die Bazare, die pfiffigen Händler und die Stadt selbst bestimmen das Bild. Zunächst müssen sich unsere beiden Erzähler, die so abrupt in eine auch für sie unbekannte Umgebung versetzt wurden, erst einmal orientieren. Wie ist die örtliche Machtpyramide aufgestellt, wer herrscht und mit welchen Mitteln, gibt es einen wie auch immer gearteten Weg zurück in die Heimat – Fragen, die sich Liothan und Tomeija stellen. Und wie sind die geheimnisvollen, exotisch und rätselhaft beschriebenen Wüstenstämme, die Nomaden und die riesigen Tiere des Sandmeeres einzuschätzen – Fragen, die den Roman bestimmen.

Das ist inhaltlich, wie vom Aufbau her weit von den Zwergen / Albae aber auch den Ulldart Titeln entfernt, geht ganz eigene, und damit interessante Wege und fasziniert mit dem Flair aus „tausendundeiner Nacht meets Dune“. Ein höchst willkommener und überzeugender Auftakt der neuen Reihe.

Ihre Meinung zu »Markus Heitz: Wédora - Staub und Blut«

Andreas zu »Markus Heitz: Wédora - Staub und Blut«26.09.2017
Seit langem wieder eine tolle (Klassic)Fantasy Geschichte die spannend und gut geschrieben ist. Man kann sich in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und fiebert mit und will mehr davon. Ich hoffe es bleibt nicht nur bei diesen beiden Teilen, denn es gibt noch so viel mehr an Stoff. Es wäre einfach zu schade diesen nur der Fantasie jedes einzelnen Lesers zu überlassen. Kurz und bündig... eine absolute Kauf-Empfehlung für alle Freunde der Fantasy!
Resonanzensturm zu »Markus Heitz: Wédora - Staub und Blut«14.10.2016
Bin grade auf den letzten Seiten des Buches unterwegs und muss gestehen: Was für ein Ritt! Ich kann hier wirklich nur jedem Fantasy Leser raten, sich selbst ein Bild zu machen, es lohnt sich meiner Meinung nach.

Zu dem Inhalt möchte ich nicht viel sagen, vieles wurde oben in der Rezension schon genannt, aber es gibt noch mehr zu entdecken. Mich hat der Trip durch Wedora nicht losgelassen, habe es mehr oder weniger in einem Rutsch konsumiert.

Absolute Fantasie Empfehlung!
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