Frankenstein von Mary Shelley

Buchvorstellung

Frankenstein von Mary Shelley

Originalausgabe erschienen 1818unter dem Titel „Frankenstein or The Modern Prometheus“,deutsche Ausgabe erstmals 1948, 349 Seiten.ISBN 3423623616.Übersetzung ins Deutsche von Elisabeth Lacroi.

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In Kürze:

Der junge Schweizer Student Viktor Frankenstein versucht in die Geheimnisse der Natur einzudringen. Er ist von der Idee besessen, das Elixier des Lebens zu finden. In einer düsteren Novembernacht gelingt ihm das Unfassbare: Aus Menschenknochen, die er aus Beinhäusern zusammengetragen hat, formt er einen menschenähnlichen Körper und haucht ihm Leben ein. Das überdimensionale, hässliche Monstrum lernt schnell gehen und versucht vergeblich die Zuneigung anderer Menschen zu erlangen.

In seiner Isolation verflucht er seinen Schöpfer und beschließt dessen Vernichtung: Er tötet den Bruder und den Vater Frankensteins. Der Wissenschaftler plant aus Mitleid, ihm eine Frau zu schaffen, verwirft jedoch diesen Gedanken, um die Vermehrung der schrecklichen Geschöpfe abzuwehren. Doch kann er weitere Morde nicht verhindern …

Ihre Meinung zu »Mary Shelley: Frankenstein«

Der Rattenkönig zu »Mary Shelley: Frankenstein«02.11.2013
Mary Shelley´s Frankenstein kann auf keinen Fall mit einer der zahlreichen Verfilmungen verglichen werden. Shelley´s Werk ist ein drohender Fingerzeig Richtung Forschung und Technik. Plump gesagt"Wir Menschen sollten uns nicht über Gott und der Natur stellen, dass geht meistens in die Hose". Na ja, und Recht hat die gute Mary ja gehabt. Man denke nur an die ersten Atombomben und an geklonte Schafe. Die Geschichte ist eigentlich nicht besonders spannend und auch nicht düster geschrieben. Leser, die ein düsteres Schloß mit langen, dunklen Gängen erwarten oder vernebelte Friedhöfe, werden enttäuscht sein. Es fehlen auch die Bastelarbeiten an der Kreatur."Nein"! Das Vieh ist plötzlich fertig und haut ab. Mary Shelley ist zu ihren Lebzeiten viel durch Europa gereist. In Frankenstein findet man immer wieder Passagen mit Landschaftsbeschreibungen und Reiserouten. Und wie der gute Frankenstein es geschafft hat, ganz ohne Boot, seinem Schöpfer auf eine verlassene Insel zu folgen ,bleibt ein Geheimnis der Autorin.
Mary Shelley´s Frankenstein ist der Grundstein für den modernen Horror. Zahlreiche andere Schriftsteller und Filmemacher wurden durch ihren einzigartigen Klassiker inspiriert
Mary Shelley war eine starke Frau und hat mit Frankenstein ein zeitloses Werk erschaffen.

10/10
ChristianA zu »Mary Shelley: Frankenstein«28.03.2010
Meiner Meinung nach es eines der am verkanntesten Bücher überhaupt!
So wie ich diesen Roman ( ist schon ein paar Jahre her ) gelesen habe, ist es vieles - aber kein Horror - Buch!
Victor Frankenstein ist nichts weiter als ein vom Ehrgeiz zerfressener Mann, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, einen Menschen zu erschaffen - und letztlich daran scheitert.
Ohne Rücksicht auf seine eigene Konstitution zu nehmen, macht er sich verbissen an das Werk, und schafft es sogar, sein Geschöpf zum Leben zu erwecken, nur um sich dann davon abzuwenden, da er dessen Äußeres - für das er selbst verantwortlich ist - nicht ertragen kann.
Von Frankenstein allein gelassen, macht sich der "Unhold" schließlich auf, sein Leben ohne die Hilfe seines Erschaffers zu meistern, und muß schnell erkennen, daß die Menschen nur akzeptieren, was auch in ihr Vorstellungsschema paßt - die verstoßene Kreatur gehört nicht dazu!
Daß der "Unhold" dann mehrere Morde verübt, liegt nicht etwa daran, daß er so unsagbar schlecht wäre, sondern es ist wie das Betteln eines Kindes nach Aufmerksamkeit der Eltern.
"Frankenstein" ist ein Roman, der in hervorragender Weise aufzeigt, daß der Mensch nicht alles tun muß, wozu er in der Lage ist - auch die Wissenschaft sollte nicht jeden Weg gehen, nur weil er begehbar ist - es gibt Dinge, an die sollte man nicht einmal denken - zum Beispiel die Erschaffung einer neuen Menschenrasse!
Sinitrena zu »Mary Shelley: Frankenstein«09.07.2008
Frankeinstein erzählt die Geschichte von dem Studenten Viktor Frankenstein, der während seines Studiums ein Wesen aus Verstorbenen erschafft, dann jedoch im Stich lässt. Das Monster, das keinen Namen erhält, ist auf sich alleine gestellt und wird von den Menschen enttäuscht. Sie verachten ihn seines Aussehens wegen und schließlich tötet das Monster den Bruder Frankensteins, den er zufällig trifft.
Die ganze Geschichte ist im Rückblick aus der Sicht Frankensteins erzählt. Nur in wenigen Szenen bekommt man einen Einblick in die Gedanken des Monsters. Dennoch ist das Monster der sympathischste Charakter der ganzen Geschichte.
Teilweise wird die Erzählung langatmig, besonders wenn es seitenweise Beschreibungen der Landschaft gibt, die sehr ins Detail gehen. Gleichzeitig kommen andere Szenen, die weit spannender wären, um einiges zu kurz. So wird nicht beschrieben, wie Frankenstein die Körperteile sammelt oder wie er das Monster zusammensetzt, sonder es wird nur gesagt, dass er es tut. Das nimmt besonders im ersten Teil der Erzählung einiges an Spannung heraus. Detailierter ist die Erzählung des Lebens des Monsters, die auch eine der faszinierensten Stellen des ganzen Buches ist.
Insgesamt mangelt es "Frankenstein" zwar teilweise an Spannung und Detail, dennoch ist es ein Buch, das man weiter lesen möchte, zum großen Teil auch, weil es im Rückblick erzählt ist und man erfahren möchte, wie man letztlich zu der Stelle kommt, von der aus der Rückblick begann.
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