Happy Hour in der Unterwelt von MaryJanice Davidson

Buchvorstellungund Rezension

Happy Hour in der Unterwelt von MaryJanice Davidson

Originalausgabe erschienen 2005unter dem Titel „Undead and Unappreciated“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 312 Seiten.ISBN 3802581253.

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In Kürze:

Betsy muss feststellen, dass das Dasein als Königin der Vampire jede Menge Nachteile mit sich bringt. Einmal abgesehen davon, dass sie beim Mitternachts-Schnäppchen-Shopping stets in der ersten Reihe steht. Die Angestellten ihres Nachtclubs machen ihr das Leben zur Hölle, seit sie den ehemaligen Chef getötet hat Dritter Roman der begeistert aufgenommenen Serie um die Vampirin Betsy. Sexy, witzig und wunderbar turbulent! Mit einem kräftigen Schuss Fantasy! Ausgezeichnet mit dem Romantic Times Award!

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Der Teufels Tochter und die Königin der Vampire“70

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Da dachte Betsy, unsere frühere Sekretärin, in ihrem untoten Leben könne es nicht mehr schlimmer kommen. Nicht genug damit, dass sie von den Toten auferstand, und mit einem durchaus attraktiven, aber unmöglichen Vampir vermählt wurde, ihre Stiefmutter sich nach ihrem Tod all ihre Designerpumps unter den sorgfältig manikürten Nagel riss, nein, jetzt ist die guteste Stiefmama auch noch schwanger!

Eine Halbschwester ist auf dem Weg, und damit nicht genug, muss sie erfahren, dass sie bereits eine siebzehnjährige Stiefschwester besitzt! Noch bevor die Ehe ihrer Eltern auseinander ging, wurde Antonia, die Mätresse ihres Vaters, schwanger. Nach der Geburt, an die Antonia genauso wie an ihre Schwangerschaft keinerlei Erinnerung hegt, wurde das Kind zur Adoption freigegeben.

Nun wäre das alles nicht gar so schlimm, vom Vertrauensbruch einmal abgesehen, wenn, ja wenn nicht der Teufel höchstselbst während der Neun-Monate-Dicker-Bauch in den Köper von Antonia gefahren wäre und das Buch der Toten dem Teufelskind prophezeit, dass es die Weltherrschaft an sich reißen würde.

Was also tun? Nun, ein Shopping-Trip zur Beruhigung der Nerven und dann auf ins Gefecht, das Kind des Teufels kennenlernen. Doch Laura erweist sich als ganz anders als befürchtet. Kein Wunder, dass der Teufel selbst versucht, Betsy auf seine Seite zu ziehen – ein Paar Roger Viviers mit Kommaabsätzen aus dem Jahr 1962, der heilige Gral des Schuhwerks, führt sie denn auch mächtig in Versuchung …

Spritzige Unterhaltung ohne großen Tiefgang

Es gibt sie noch – Romane, die kein Ziegelsteinformat haben, die sich in einem Rutsch an einem Abend durchlesen lassen und den Leser voller Tempo zu unterhalten wissen. Davidsons dritter Betsy-Roman führt ihr bisheriges Erfolgsrezept nahtlos fort. Die bewusst auf naives Dummchen getrimmte Hauptperson, die sich als bauernschlau entpuppt, wird durch eine Reihe von Nebencharakteren unterstützt und beleuchtet. Auffällig, dass sich unsere Personen kaum entwickeln. Jede hat ihre vorbestimmte Rolle, das erinnert in der Ausgestaltung an eine der tagtäglichen Sitcoms, weiß aber ungleich temporeicher und spritziger zu unterhalten. Diesmal stehen neben dem unabdingbaren Erwerb neuer Schuhe, dem Sex mit dem König der Vampire und der Auseinandersetzung mit aufmüpfigen Angestellten aus Betsys Nachtclub insbesondere die Familienforschung im Vordergrund.

Nun hat die Autorin Antonia ja bereits in den ersten beiden Romanen als Widerling sondergleichen präsentiert. Dass sie aber dann als willfähriges Gefäß für Diabolo selbst herhalten muss, das ist starker Tobak. Während Betsy von der Lektüre des Buchs der Toten geschwächt ihre Freunde beleidigt und anfällt, so dass sich diese zunächst von ihr abwenden, sucht der Teufel selbst um ihre Unterstützung nach. Hoppla, jetzt kommt’s, dacht ich, doch weit gefehlt – die Tochter des Höllenfürsten entpuppt sich als Fräulein America aus dem Bilderbuch. Blond, groß, blaue Augen, süßes Gesicht, eine tolle Figur, umgängliches Wesen und immer hilfsbereit – das soll des Teufels Tochter sein? Geschickt spielt die Autorin hier mit der Erwartungshaltung des Lesers, überrascht durch nicht vorhersehbare Wendungen und peppt ihren ohnehin schon temporeichen Plot weiter auf. Das Ganze ist gewollt oberflächlich, aber eben auch locker und vergnüglich zu lesen. Eine Prise Sex, ein wenig Romantik, jede Menge Verwicklungen und teuflisch gut aussehende Schuhe – ein Rezept, das auch dieses Mal wirkt!

Ein Wort noch zur Übersetzung: ich habe das Original nicht gelesen. Aber „not polished toe-nails“ heißt mitnichten unpolierte Zehennägel sondern unlackierte, und auch gängige amerikanische Ausdrücke werden teilweise wörtlich und sinnentstellend übertragen – ein wenig mehr Aufmerksamkeit wäre hier notwendig gewesen.

Ihre Meinung zu »MaryJanice Davidson: Happy Hour in der Unterwelt«

Ticva zu »MaryJanice Davidson: Happy Hour in der Unterwelt«05.08.2009
Spritzig und witzig geht es auch mit dem dritten Teil der Betsy-Taylor-Reihe weiter.

Betsy, die Königin der Vampire, ist mal wieder sauer auf ihren "Gemahl" Sinclair, was sie dazu bringt, etwas zu lange im "Buch der Toten" zu lesen. Und wie man vielleicht schon aus den ersten beiden Bänden weiß, ist das nicht gerade gesund...
Wieso soll es ihr dabei anders ergehen und so schnappt sie über und ist überhaupt nicht mehr sie selbst.
Es braucht ewig, bis ihre Freunde, besonders Sinclair und Jessy, ihr das verzeihen.
Zum Glück hat das lange Lesen des Buches auch sein Gutes, und so weiß sie, was sie als nächstes erwartet, und kann sich dementsprechend vorbereiten.

Zwischendurch muss sie sich mit einigen Vampiren zanken und sich auch noch "irgendwie" auf eine Hochzeit vorbereiten.

Wie auch schon in den Bänden zuvor wird aus Betsys Sicht in der Ich-Form geschrieben und sie erzählt teilweise in sehr umganssprachlichen Ton, was dem ganzen eine recht "private" Note gibt.

Was ich richtig toll fand, ist die Tatsache, dass es endlich auch mal richtig romantisch wird und ich wieder richtig ins schwärmen geriet.

Fazit:
Für Zwischendurch ist es richtig amüsant!
4 von 5 Sternen
sue82 zu »MaryJanice Davidson: Happy Hour in der Unterwelt«27.12.2008
Herrlich, dieser dritte Teil um das Königspaar der Vampire. Eine Königin die Schuhe liebt und ihr Mitmenschen über ihre Schuhe beurteilt, ist doch mal eine sehr ausgefallene Idee. Diesmal taucht auch ihre Halbschwester auf, die so ganz lieb und perfekt ist aber die Tochter des Teufels ist.

Spannung sucht man hier vergeblich. Es geht zwar um Vampire aber wirklich blutrünstig sind die Bücher nicht, dafür versetzt mit einer frischen Brise schwarzen Humors, verteilt auf 220 Seiten.
Christin77 zu »MaryJanice Davidson: Happy Hour in der Unterwelt«30.05.2008
die ersten drei Teile der Reihe bestechen eindeutig durch schwarzen Humor, jede Menge Biss und einer guten Portion "Tussi-sein".

Die Bücher von MaryJanice Davison gefallen mir alles in allem sehr gut, allerdings findet man hier nicht die klassischen blutrünstigen Vampire - im Gegenteil. Spannung sucht man vergebens, aber das wird eigentlich sehr gut wettgemacht durch Betsys lustigen, spritzigen Charakter. Leicht zu lesen.

Allerdings bleibt zu überlegen - mag man Vampirgeschichten a la Brian Lumley würde ich keine 8,95 Euro für einen Band ausgeben (leider ist der Egmont Lxy Verlag sehr teuer).
Lebt man allerdings Lara Adrian oder Stephenie Meyer lohnt es sich alle mal
Vicky zu »MaryJanice Davidson: Happy Hour in der Unterwelt«28.03.2008
Ich lese unheimlich gern, und die Betsy Reihe ist einfach unglaublich gut, so viel, teilweise auch sarkastischer Humor ist einfach nur spitze, ich kann es eben so kaum erwarten bis das nächste Buch rauskommt!!!!
dori zu »MaryJanice Davidson: Happy Hour in der Unterwelt«08.03.2008
hallo

ich habe mir bis auf den letzten band alle bücher von "queen betsy" gekauft und kann es nicht erwarten im april das nächste buch zu kaufen und alle weiteren die hoffentlich noch folgen. auch wenn viele der meinung sind das man bei den büchern keinen tiefgang verspürt ich find sie einfach nur klasse. ich muss es wissen, da ich nicht gerade dafür bekannt bin gern zu lesen, aber diese bücher haben mich regelrecht gefesselt. ich habe es nicht geschafft die bücher vorzeitig beiseite zu legen. ich habe die bücher verschlungen und wie ich schon sagte ich kann es kaum erwarten bis nochmehr bücher von " queen Betsy" im buchhandel zu finden sind. also weiter so.
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