Untot lebt sich´s auch ganz gut! von MaryJanice Davidson

Buchvorstellungund Rezension

Untot lebt sich´s auch ganz gut! von MaryJanice Davidson

Originalausgabe erschienen 2005unter dem Titel „Undead and Unreturnable“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 312 Seiten.ISBN 3802581415.Übersetzung ins Deutsche von Stefanie Zeller.

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In Kürze:

Selbst die Untoten feiern Weihnachten, und Betsy kann endlich wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung frönen: Einkaufen! Da erhält sie eine Warnung von Detektiv Nick Berry, dass ein Serienmörder in der Gegend sein Unwesen treibt. Betsy entspricht genau seinem Typ. Doch was kann ein Serienmörder einer Untoten schon anhaben?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Der Serienkiller und die Vampirqueen – oder der Umsatzseinbruch der Schuhgeschäfte“40

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Ein Serienkiller geht um in Minneapolis, Minnesota, der Heimat der etwas ungewöhnlichen Vampir-Königin Betsy Taylor. Das schlägt doch wirklich dem Fass den Boden aus, eine Unverschämtheit sondergleichen, da vergeht unserer Blondine doch wirklich fast die Lust zum Shoppen !

Nicht genug damit, dass sich Betsy um ihre Hochzeitsvorbereitungen mit ihrem hochtzeitsunwilligen Gemahl Eric Sinclair kümmern müsste, sie von ihrer verhassten Stiefmutter als Babysitter für ihren Stiefbruder angefordert wird, und ihr Schwesterherz, immerhin die leibliche Tochter des Teufels, so ihre liebe Mühe hat, ihr eruptives Gemüt in Zaum zu halten, bedeutet das auch einen Zuwachs für ihren Haushalt. Ein jugendlicher Verehrer will ihre Memoiren verfassen und veröffentlichen – man mag sich die pikierte Reaktion der versnobten Vampir-Prominenz vorstellen – ihre beste Freundin dated ihren Ex-Lover und der nervige Geist eines der Opfer des Mörders gibt jetzt zu allem und jedem auch noch seinen Senf dazu.

Kein Wunder, dass Betsy gereizt ist, und Zuflucht zwischen den Laken ihres Liebesnestes sucht. Doch auch hier, wie kann es auch anders sein, herrscht nicht unbedingt eitel Sonnenschein. Seit Herr „;Ich-bin-der-Herr-Obercoolvampir“ mitbekommen hat, dass Betsy beim Sex seine Gedanken lesen kann, ist es aus mit den heißen Bettspielen – Mann könnte ja zu viel von sich preisgeben. Nicht einmal mehr zum Schuhekaufen kommt Betsy, und das ist dann der Gipfel der Unverschämtheit. Da hilft nur, den Mörder zu suchen und auszuschalten, sonst gehen Betsy die Rabattangebote der Edelschuhgeschäfte flöten und das könnte unsere Heldin nun wirklich nicht aushalten …

Wo bleibt die Spritzigkeit?

Im vierten Band der Besty Taylor Reihe verliert die so herzerfrischend primitiv-naive Protagonistin deutlich an Fahrt. Was sich zu Beginn der Reihe durch seine Übersteigerung und den pointierten, so manches Mal sarkastisch-ironischen Seitenhieben auf unsere Konsumgesellschaft und das nette Blondchen aus dem Vorzimmer mit Tempo und Humor in die Herzen ihrer Leser(innen) schrieb, das gleitet zumindest in vorliegendem Band doch sehr ins oberflächliche Vergnügen des Doppelbettes ab.

Nicht etwa die Suche nach dem Täter steht, wie man eigentlich annehmen könnte, im Mittelpunkt des Interesses, nein, im Grunde genommen passiert in diesen Roman – nichts (?)!

Kein „;Sex in the City“-Charme, keine Fortentwicklung der inneren Handlung, noch nicht einmal einen Ausverkauf gilt es zu feiern, statt dessen eine in sich selbst nicht unbedingt logische Aneinanderreihung von Bettszenen. Nun hatten wir auch in den ersten Bänden durchaus entsprechende Passagen, nur dass diese damals eben die Weiterführung der Handlung unterstützten und sich nahtlos in den Text einfügten. Diesmal, quasi fast schon als Selbstzweck offeriert, wirken diese Textstellen nur noch langweilig. Die Suche nach dem Killer wird so nebenher kurz abgehandelt und bleibt mehr uneingebundenes Anhängsel als wirklicher Plottreiber.

Dabei zeigt die Autorin ab und an durchaus, was sie auszeichnet. Ihre messerscharfen, treffenden Beschreibungen von Personen und Verhaltensmuster oder die in ihrer Deutlichkeit gnadenlosen Beschreibungen der Outfits auftretender Personen treiben dem Leser – diesmal leider zu selten – Lachtränen in die Augen. Es mangelt vorliegendem Werk sowohl an Originalität als auch an an einem wirklich straffen Handlungsbogen. Das liest sich mehr wie eine Ouvertüre, nein – ein Abgesang auf eine erfolgreiche, aber ausgereizte Idee, als dass es die Handlung voranbringen würde.

Es bleibt abzuwarten, ob es Davidson gelingt, in den nächsten Bänden neue Schwerpunkte zu setzen und das Handlungsgerüst auf ein größeres Fundament zu stellen – Ansätze dazu gibt es.

Ihre Meinung zu »MaryJanice Davidson: Untot lebt sich´s auch ganz gut!«

Ticva zu »MaryJanice Davidson: Untot lebt sich´s auch ganz gut!«05.08.2009
Dies ist der vierte Teil der Betsy Taylor Reihe und ich bin immer noch begeistert!
Wie auch die ersten drei Teile, ist dieser locker, witzig und sehr spritzig geschrieben.
Betsy, die Vampirkönigin, begeistert mich einfach jedesmal aufs neue!

Sehr lange geht es eher um Nebensächlichkeiten, wie Geistern helfen, Baby sitten und mit ihrer Schwester shoppen gehen. Aber das ist so witzig und unterhaltsam geschrieben, dass es, mir zumindest, überhaupt nichts ausmachte.
Nebenbei bekommt man etwas von diesem Serienkiller mit und Besy gesteht Sinclair ein Geheimnis, das sie besser weiterhin geheim gehalten hätte...
Ihre Art, die Dinge zu sehen ist urkomisch und ihr Erzählstil ist "schräg" aber genial!
Wie immer ist es aus Betsys Sicht in der Ich-Form geschrieben.
Alle Figuren werden zwar kurz, aber vollständig vorgestellt, so dass man das Buch lesen könnte, ohne die anderen gelesen zu haben. Was ich allerdings nicht empfehlen würde. Denn die Charaktere entwickeln sich ja und wenn man von vorne beginnt mit "weiblich, ledig, untot", bekommt man die Entwicklung besser mit.

Fazit:
Wiedermal ein Roman, bei dem man nicht groß nachdenken muss und viele Lachfältchen bekommt.
Kann ich nur empfehlen!
4 Sterne
Beccy zu »MaryJanice Davidson: Untot lebt sich´s auch ganz gut!«28.06.2008
Also ich bin absolut begeistert. Ok zugegeben es wiederholt sich, aber so ist es im echten Leben doch auch...ich glaube kein Mann fände es gut, wenn er ein offenes Buch beim Sex wäre.^^Ich fine Betsy überzeugt in diesem Buch wieder durch ihren Charm und ihre verdrehte Wetansicht . Ich habe die ersten 4 Bände in fünf Tagen gelesen und das passiert mir nicht alle Tage das mich ein Buch so fesselt...Ich freue mich schon auf "Nur über meine Leiche"
Christin77 zu »MaryJanice Davidson: Untot lebt sich´s auch ganz gut!«30.05.2008
auch der vierte Teil von Mary Janice Davidson war wieder überaus witzig. Stellenweise jedoch muss ich dem Rezensenten recht geben. Irgendwann sollte auch einmal Schluss sein. Im Vergleich zu Lara Adrian oder Stephenie Meyer passiert hier leider nichts neues...
kennt man ein Buch, kennt man eigentlich alle. Trotzdem hat er wieder durch enormen Biss überzeugt! Aber wie schon erwähnt, so langsam scheint die Autorin nicht mehr auf "neue" Ideen zu kommen. Zwar ist die Story um Betsy sicher überaus lustig, aber dem richtigen Vampirfan fehlen hier entscheidende Faktoren.
Leichte Kost für einen langweiligen Abend alle mal, allerdings sollte man sich das bei dem Preis genau überlegen und eventuell lieber das Buch hier "ertauschen" oder schauen ob man es bei Ebay etwas günstiger bekommt!
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