Einfache Zauberdinge von Max Frei

Buchvorstellungund Rezension

Einfache Zauberdinge von Max Frei

Originalausgabe erschienen 2002unter dem Titel „Mazes of Echo: Simple Magic Things“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 380 Seiten.ISBN 3-442-26565-7.Übersetzung ins Deutsche von Anna Serafin.

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In Kürze:

Beinahe schlägt Max’ letztes Stündlein, als sein Kollege Sir Schurf ihn unvermittelt zu töten versucht. Was, wie sich herausstellt, auf einen Fall von Besessenheit zurückzuführen ist. Dagegen erscheint das Problem von Max’ altem Freund Ande Pu weit weniger dringlich – bis Max erfährt, dass der Koffer, der dem Dichter gestohlen wurde, einfache Zauberdinge enthält …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Kamra, Piroggen und Verbrechen – Die etwas anderen Fälle des Max Frei“70

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Zwei neue Fälle von und mit Max Frei, einem – wenn nicht zwischenzeitlich – dem gefährlichsten Mitglied des Kleinen Geheimen Suchtrupps von Echo erwarten den Leser.

Zunächst passiert etwas Unerhörtes. Ausgerechnet Sir Schurf, einer der besten Freunde von Max verübt einen Anschlag auf ihn. Mitten im Traum, an seinem höchsteigenen Traumstrand zwischen den Welten wird Max aufgelauert und er angegriffen. Das kann doch nicht mit rechten Dinge zugehen – und wirklich, bei einem Krug heißen Kamra und ein paar Piroggen näher begutachtet, kommen die Ermittler einem Verbrecher auf die Spur. Seit mehr als 80 Jahren will dieser das Tor zwischen den Welten durchschreiten. Nachdem seine eigenen Kräfte nicht ausreichen, sucht er als Reiter auf den Talenten anderer den Übertritt in eine andere Welt zu erzwingen – auch wenn dies seine Opfer das Leben kostet.

Kaum hat er diese Aufgabe gemeistert, so nebenbei seine Krönung zum König der Nomaden über sich ergehen lassen, seinen Harem mit den geschenkten drei Frauen geordnet, da kommt neues Unbill auf Max zu. Seinem Freund Andre Pu wird ein Koffer entwendet. Das alte Erbstück lagerte im Keller, eigentlich keinen Aufstand noch weniger offizieller Ermittlungen wert, wenn die Diebe sich nicht der dunklen Tür bedient hätten. Was nur mag so wertvolles im Koffer sein, dass Magie ins Spiel kommt? Nur zu bald wird deutlich, dass es um Überbleibsel des vernichteten Ordens der grünen Monde handelt – machtvolle magische Artefakte, die dazu benützt werden sollen, grausame Rache zu üben …

Fantasy abseits der ausgetretenen Pfade

Max Freis Novellen um die den Geheimen Suchtrupp von Echo boten zu Beginn des Zyklus zunächst einmal Fantasy, die nicht dem gängigen Muster folgte. Statt eines jungen Zauberlehrlings oder eines wackeren, vom Schicksal auserwählten Helden bekamen wir einen lebensmüden Osteuropäer vorgesetzt, der in eine andere Welt versetzt wurde. Hier musste er sich einen Platz suchen, sich mit den Lebensumständen vertraut machen und seinen Weg gehen.

Mittlerweile haben wir die Ausgangssituation verinnerlicht. Der Kleine Geheime Suchtrupp und seine Mitarbeiter sind uns bekannt und ans Herz gewachsen, ihre Eigenheiten machen sie nur um so liebenswerter. Das Pfund, mit dem das Autorenehepaar Svetlana Martynchik und Igor Stepin seitdem wuchert, ist die Faszination, die von der so anderen Welt ausgeht und die skurrilen Gestalten, mit denen sie Echo bevölkert haben.

Mit einem gerüttelt Maß an Selbstironie werden typische Verhaltensmuster der Menschen des ehemaligen Ostblocks auf die Schippe genommen. Die Zelebrierung guten Essens, die Zuwendung zu aufputschenden Getränken, seien sie nun hochprozentig oder antialkoholisch, aber auch die Fähigkeit über sich selbst zu lachen und zu weinen prägt die Bände. Die tiefe Menschlichkeit, die immer wieder zu Tage tritt, gepaart mit absurden Einfällen und ironisch-sarkastischen Anspielungen, machen diese Serie zu einer der eigenständigsten und interessantesten des ganzen Programms.

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