Goddess of Poison - Tödliche Berührung von Melinda Salisbury

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2015unter dem Titel „The Sin Eater's Daughter“,deutsche Ausgabe erstmals 2016, 352 Seiten.ISBN 3845815132.Übersetzung ins Deutsche von A. M. Gruenewald.

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In Kürze:

Die siebzehnjährige Twylla ist kein Mädchen wie jedes andere: Sie ist die Verkörperung der Großen Göttin und wird als solche im ganzen Land verehrt – außerdem ist es ihr bestimmt, einmal den Kronprinzen zu heiraten. Doch ihr göttliches Schicksal bringt auch eine schreckliche Verpflichtung mit sich: Jeden Monat muss sie tödliches Gift trinken, gegen das nur sie, als göttliche Inkarnation, immun ist. Doch jeder, der Twylla berührt, wird von dem Gift infiziert und stirbt.

Twylla ist der einsamste Mensch der Welt. Wer kann schon ein Mädchen lieben, das regelmäßig Verbrecher und Verräter durch seine Berührung hinrichtet? Vor der alle erschrocken zurückweichen, sobald sie einen Raum betritt? Sogar der Kronprinz, der ja einmal ihr Mann werden soll, meidet sie. Doch alles ändert sich, als Twylla ein neuer Wächter zur Seite gestellt wird. Mit frechem Grinsen und unangemessenen Bemerkungen zieht der junge Mann alles, woran Twylla geglaubt hat, in Zweifel. Ist ihre Heirat mit dem Prinzen wirklich vom Schicksal vorherbestimmt? Ist sie tatsächlich die Verkörperung einer Gottheit? Und nicht zuletzt: Was hat es mit dem schrecklichen Gift auf sich, das auf alle, außer auf Twylla, eine tödliche Wirkung hat?

Nach und nach deckt Twylla mit Hilfe ihres charmanten Beschützers eine mörderische Intrige auf, die die Grundfesten des gesamten Landes Lormere ins Wanken bringt …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Tolle Idee leider nicht adäquat umgesetzt“45

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Twylla lebt schon ein komisches Leben. Eigentlich sollte sie ihrer Mutter nachfolgen und als Sündenesserin im Königreich Lormere später einmal die Sünden der Gestorbenen tilgen. Doch dann kam alles anders, als die machtgierige Königin dafür sorgte, dass die Götter sie als gottgleiche Daunen verehrt wird. Als Inkarnation der Tochter der Göttin Naeht und des Gottes Daeg ist es ihre Aufgabe, Verurteilte durch Berührung hinzurichten, denn ihre Haut ist hoch giftig. Dafür lebt sie im Luxus und streng bewacht im Königspalast, verkehrt mit den Adeligen und sorgt so dafür, dass ihre Familie merkantil unterstützt wird. Nur das Königspaar sowie der Kronprinz, den sie heiraten soll, können sie gefahrlos berühren, für jeden Anderen bringt der Kontakt den grausamen Tod. Dies musste auch ihr einzige Freund schmerzhaft erfahren, den sie auf Geheiss der Königin als Verräter hinrichten musste. Immer wieder wird sie in die Verliese entsandt, um Delinquenten auf Geheiss der Herrscherin hinzurichten.

Eines Tages nimmt ein neuer Leibwächter seinen Denst auf. Lief stammt aus dem eigentlich verpönten Volk des gefallenen Nachbarstaates. Doch seine Schnelligkeit, seine Fähigkeiten im Umgang mit der Waffe haben ihn an die Seite der Gesegneten gebracht. Und er ist so anders, als all die anden um Twylla herum. Mit ihm kann sie scherzen und lachen, er bringt das Mädchen zum erblühen just, als der Kronprinz von seiner mehrjährigen Rundreise durch die Länder der Welt zurückkehrt. Damit nicht genug, hat die Herrscherin ganz andere Pläne um nur ja ihre Macht nicht abgeben zu müssen – gefährliche, verbotene Pläne …

Gute Ansätze sind da, verschwinden aber unter langatmigen und uninteressanten Beschreibungen

Tja, was soll ich sagen, gut 350 Seiten liegen hinter mir, von denen, nein besser in denen in den ersten 200 Seiten kaum etwas geschah. Die Autorin langweilt uns mit ihrer gefühllosen Ich-Erzählerin, beschreibt uns eine Welt, die uninspiriert, ja uninteressant ist und baut langsam und kompliziert ihre Dreiecksgeschichte auf. Erst spät, meines Erachtens viel zu spät, bringt wie eigenständige und dann auch interessante Facetten ins Spiel. Die Sündenesserin etwa, es geht darum aufzuzeigen, dass Gläubigkeit oftmals von den Herrschenden gnadenlos ausgenutzt wird, es geht um Herrschsucht und Macht die total korrumpiert und dazu führt, dass man, um eben diese zu behalten bereit ist, auch das Undenkbare zu wagen.

Allerdings verstecken sich diese interessanten Gedanken und Elemente in einer Handlung, die über weite Teile geprägt ist von Langeweile. So erwartet den Leser neben interessanten Ansätzen eigentlich viel zu viel Leerlauf, uninspirierte Beschreibungen und eine zähe Handlung.

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