Tödliches Erbe von Michael A. Stackpole

Buchvorstellung

Tödliches Erbe von Michael A. Stackpole

Originalausgabe erschienen 1990unter dem Titel „Lethal Heritage“,deutsche Ausgabe erstmals 1992, 497 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Reinhold H. Mai.

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Ihre Meinung zu »Michael A. Stackpole: Tödliches Erbe«

Beverly zu »Michael A. Stackpole: Tödliches Erbe«29.05.2012
Zum Elend eines Viel- und wohl auch Lohnschreibers wie Michael Stackpole gehört, dass er in der Phantastik-Couch unter Fantasy eingeordnet ist, obwohl "Törliches Erbe" und seine anderen Battletech-Romane lupenreine Science Fiction sind. Zum Elend eines Serienautors gehört, dass er an einem Projekt beteiligt ist, wo so lange immer gnadenlos die gleichen Schemata durchgenudelt werden, bis es auch der letzte Leser begriffen hat und keiner das Zeug mehr kauft.

Dabei sind die Romane

Tödliches Erbe
Blutiges Vermächtnis
Dunkles Schicksal

trotz der Betonung von Kampf und Krachbumm gutes Lesefutter mit einem interessanten Hintergrund.

Über Jahrhunderte war die Menschheit auf zahllosen Planeten im so genannten Sternenbund vereint. Dieser Bund zerfiel in mehrere Teilreiche, die sich seitdem wie die Kesselflicker um die Macht zanken. Interstellare Raumfahrt gibt es zwar noch, aber an allen Ecken und Enden macht sich Rückschritt bemerkbar. Wissen ist verloren gegangen oder wird eifersüchtig gehütet.

In einer Phase relativen Friedens zwischen den Nachfolgestaaten des Sternenbundes tauchen die so genannten "Clans" auf, die einer der gruseligsten, aber auch innovativsten Gesellschaftsentwürfe in der Science Fiction sind. Die Clans sind die Nachfahren von Menschen, die nach dem Zerfall des Sternenbundes den bekannten Weltraum verlassen haben.
Sie haben eine Gesellschaft entwickelt, die auf einer kruden Mischung barbarischer und fortschrittlicher Elemente beruht.
An der Spitze stehen die Angehörigen der Kriegerkaste, die systematisch gezüchtet werden und aus künstlichen Gebärmüttern zur Welt kommen. Ihr hauptsächlicher Daseinszweck sind Krieg und Gewalt, der Tod im Kampf ist für sie verpflichtend, alldiweil ein Tod an Altersschwäche als Schande gilt. Zugleich sind die "Clanner" bestrebt, Wissenschaft und Technik zu bewahren und weiter zu entwickeln, denn ohne sie kommt im Raumfahrtzeitalter ein Krieger nicht weit. Frauen sind ebenso Krieger wie Männer und es bleibt zwar offen, ob es schwule und lesbische Clankrieger gibt (reichte die Phantasie der Autoren nicht so weit oder hatten sie Angst, die Hetenleser zu vergrätzen), aber Krieger und Kriegerin gehen miteinander ins Bett, wann immer ihnen danach ist.
Diese Clanner, die ohne ihren Drang, zuerst andere und dann sich selbst umzubringen, vielleicht sogar sympathisch wären, fallen über die Nachfolgestaaten des Sternenbundes her. Die sind den fanatischen und technologisch überlegenen Kriegern nicht gewachsen. So gerät der junge Mechkrieger Phelan Kell in die Gefangenschaft der Clans und muss sich mit ihren seltsamen Regeln auseinandersetzen. So kann sich Phelan vom Leibeigenen wieder "hochdienen", eckt aber heftig an, als er nicht begreift, dass die Clanner einen Unterschied zwischen Sex und Liebe machen.

Bei den Herrschern der Nachfolgestaaten herrscht inzwischen mehr oder weniger große Panik. Als ihnen ein Söldnerführer die Ursprünge der Clans erklärt, wird diese Panik noch größer ...

Fazit: "Tödliches Erbe" und seine beiden Nachfolgeromane waren noch recht unterhaltsam; ebenso einige andere Romane, in denen es um die bizarre und gruselige Kultur der Clans ging. Aber irgendwann war der Reiz des Neuen weg und es gab nur noch Krachbumm, Füst A klaute Fürst B Planet C oder holte sich den geklauten Planeten D zurück etc. etc. Das Elend einer Serie halt, die so auf Output getrimmt ist, das darin durchaus vorhandene Originalität und interessante Charaktere untergehen.
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