Die Pferdelords und die Barbaren des Dünenlandes von Michael H. Schenk

Buchvorstellungund Rezension

Die Pferdelords und die Barbaren des Dünenlandes von Michael H. Schenk

Originalausgabe erschienen 2007ISBN 389941358X.

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In Kürze:

Das Dünenland: Mumifizierte Leichen ohne Schädel und aufgepfählte Skelette künden von der unbarmherzigen Grausamkeit seiner Bewohner! Ausgerechnet hier, im Land der Barbaren, ist ein voller Beritt des Königs der Pferdelord auf der Suche nach dem geheimnisvollen, ehemaligenBanner des ersten Königs verschwunden. Nun erhalten Garodem und seine Pferdelords die königliche Order nach dem Trupp zu forschen und das verschollene Banner zurückzubringen. Ein Auftrag, der einem Todeskommando gleichkommt! Doch ohne das Banner wird es keinen Bund mehr zwischen den Menschen, Elfen und Zwergen geben. Das wissen auch die Elfen, die Garodem deshalb anbieten, ihm und seinen Männern bei der Suche zu helfen. Doch je weiter sie ins Land der Barbaren vordringen, umso schrecklicher werden die Vorzeichen des Grauens, bis sie schließlich zuletzt auf den Feind selbst treffen …

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Wüstensand und Intrigen“;69

Fantasy-Rezension von Frank A. Dudley

Mit „;Die Pferdelords und die Barbaren des Dünenlands“; legt Michael H. Schenk den nunmehr dritten Band seiner Reitervolk-Romane vor. Auch in diesem sind die Mittelerde-Bezüge nicht zu leugnen, doch Schenks stolze Reiter haben ihre Brüder aus Rohan und deren Schwadronen nun hinter sich gelassen.

Gleich auf den ersten Seiten prallen die Pferdelords mit den Barbaren aus dem wüsten Dünenland zusammen: Sie verlieren nicht nur die Schlacht, sondern auch ihre Heimat. Die letzte Wacht der Pferdelords an der Grenze zur Wüste ist eine gespenstische, denn die Dünenbarbaren ehren ihre Feinde, indem sie ihre toten Körper und die Kadaver der Pferde mit Stangen stützen, sodass sie als getrocknete Gerippe auf ewig stolz wachen können.

Auf diese Knochenreiter trifft ein Beritt von Pferdelords, die in einer Art Special-Forces-Einsatz tief in die Barbarenwüste eindringen sollen. Ihre geheime Aufgabe: Das verschollene Banner der ersten Pferdelords in der alten Hauptstadt suchen, finden und es an den Hof des jungen Königs Reyodem bringen. Denn der hat ein Legitimitätsproblem und das alte Banner soll die Pferdefürsten wieder vereinen. Der Einsatz des Kommandotrupps bleibt zwar im fernen Pferdelord-Land unbemerkt, er entgeht aber keineswegs den ebenso wachsamen wie streitbaren Wüstenbewohnern und es kommt zu einer für beide Seiten verlustreichen Auseinandersetzung. Doch ein gemeinsamer Feind bringt die ursprünglich klaren Fronten durcheinander, Barbaren und Reiter müssen ihre Haltungen überdenken, wenn sie das Blatt zu ihren Gunsten wenden wollen.

Unterdessen treffen am Hofe des Königs der Pferdelords die Fürsten der Marken ein, scheinbar, um den Kampfspielen ihrer versammelten Beritte beizuwohnen. Doch tatsächlich sind sie gekommen, um über die Position Reyodems als König zu diskutieren. Auslöser für die Abstimmung war Bulldemut, der Fürst der Ostmark. Er will nicht anerkennen, dass der Regent den Thron auf legitime Weise erhalten hat, als sein Onkel Garodem, Fürst der Hochmark, darauf verzichtet hatte. Während man sich tagsüber also die Köpfe heißredet und in den Straßen der Hauptstadt die Vorbereitungen für die Kampfspiele laufen, schleicht ein unheimlicher Attentäter durch das Königsschloss und trachtet den Ratsteilnehmern nach dem Leben.

Appetit auf mehr

Die Pferdelords schlagen eine härtere Gangart ein. Sie schicken ihrer Reiter auf Geheimkommandos hinter die feindlichen Linien und schlagen Palastaufstände gnadenlos nieder. Doch aus dem Trab der beiden ersten Romane ist nicht nur ein Galopp geworden. Mit dem neuen Wüstenschauplatz hat Michael H. Schenk seinen Geschichten auch eine individuelle Facette hinzugefügt, die keinen Tolkien-Beigeschmack hat.

Das Setting, die Wüstenbewohner und der Einsatz der Reiter erinnern vielmehr an klassische Western. Schenk bringt hier seine Erfahrungen aus dem Battle Reenactment ein, durchaus zum Vorteil der Geschichte. Was daran gefällt, ist jedoch nicht nur die abwechslungsreiche und spannungsreiche Handlung, sondern auch die Tatsache, dass sich die vermeintlichen Barbaren (Indianer) und die Pferdelords (Kavallerie) durchaus auf Augenhöhe befinden. Und mittendrin merken beide Parteien sogar, dass sie aufeinander angewiesen sind. Fantasy-Fans dürfen also darauf gespannt sein, wenn in den nächsten Bänden erst die Elfen und dann Korsaren weitere Hauptrollen übernehmen. Der „;Barbaren“;-Band macht jedenfalls großen Appetit auf die kommenden Abenteuer der Pferdelords.

Ihre Meinung zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Barbaren des Dünenlandes«

M.Reinsch zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Barbaren des Dünenlandes«03.01.2012
Er ist besser geworden, der Schreibstil des guten Herrn Schenk...
Wieder einmal lernt der Leser ein neues Volk (inklusive aller interessanten Bräuche, Sitten und Gedankengut) kennen - Die Barbaren des Dünenlandes). Die Geschichte läuft sehr flüssig und läßt sich gut lesen, auch wenn sie wiedereinmal in mehrere Handlungsstränge unterteilt ist. Schön ist, dass das Zwischenmenschliche hier etwas vertieft wird (langsam finden zwei Paare zueinander, von denen man es schon länger erwartet). Sehr auffällig ist, dass alle bekannten Völker wenigstens eine kleine Rolle in der Geschichte finden, so das ein Jeder seinen Helden finden kann.
Nett ist auch die Ehrung Frank Herberts in Form seiner "Sandwürmer" aus den Dune-Romanen (die fast 1/1 übernommen wurden). Eher negativ finde ich, dass wieder ein "Grauer Zauberer" für Unruhe sorgt (so langsam ist es genug), auch wenn der Leser lernt, das nicht alle Katzen grau sind! Auch sind die Völker recht gleich in Ihren Ansichten (Ehrenvoll, Kampflustig, gesellig).
Kurzum, Herr Schenk findet langsam seinen eigenen Erzählstil und man kann sich auf mehr freuen...
83° Micha
Christian Hager zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Barbaren des Dünenlandes«08.02.2008
Die Pferdelords, ein Reitervolk das dem aus Tolkien "Herr der Ringe" sehr ähnlich und trotzdem eigenständig sind. Im Ersten Band "Der Sturm der Orks" war bei weitem mehr Ähnlichkeit zu finden als im Zweiten Band "Die Kristallstadt der Zwerge" und im Dritten Band merkt man immer mehr das der Autor Michael H. Schenk sehr wohl fähig ist eigenes zu kreieren, ohne Andeutungen vom Alt bekannten. Der Autor achtet selbst auf kleinste Details, und dies ist genau das was mir gefällt und mit seiner einfachen und lockeren Schreibweise viel Spannung auf bringt.

Innerhalb der einzelnen Handlungsstränge kommen viele Hintergrundinformationen die geschickt eingebaut wurden, zur Geltung. Gleich zu Beginn erfährt man einiges über die Barbaren, während auf der anderen Seite die Elfen mehr ins Spiel kommen und natürlich in der Hauptrolle die Pferdelords. Wer glaubt öde Kämpfe im Land der Könige zu erleben, der hat sich gründlich getäuscht, einige unerwartende Überraschungen sowie Personen kommen zum Vorschein. Die Städte der vereinten Pferdevölker haben viel zu bieten und selbst die Wüste besitzt reichlich wissenswertes und dies genau bringt uns der Autor näher.

Das einstige Bündnis zwischen Menschen, Zwerge und Elben scheint zu zerfallen, nur das verschollene Banner im Reich der Barbaren verschollen in der Wüste soll dies ändern. Ein Trupp aus Pferdelords und später ein weiterer da der erste wie vermutet getötet wurde begaben sich auf ein Himmelfahrtskommando, denn die Barbaren so scheint es - waren ebenwürdige Gegner. Doch die Barbaren waren nicht ihre einzigen Gegner.

Mit "Die Barbaren des Dünenlandes" hat Michael H. Schenk einiges vorgelegt und man merkt eine sehr starke Wandlung, zum positiven. Außerdem schaffte es der Autor mich des öfteren zum lachen zu bringen. Die Pferdemenschen sind ein lustiges Volk. Umso mehr freut man sich auf die kommenden Bänder wo es mehr um die Elfen oder den Korsaren geht.
Anastasia zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Barbaren des Dünenlandes«07.02.2008
Mit dem dritten Band hat es der Autor geschafft, Tolkien ganz weit in den Hintergrund zu drängen und dem Volk der Pferdelords seine Eigenständigkeit zu geben.
Man erfährt etwas über die Elfen und die Hintergründe, was es mit den Pferdelords auf sich hat.
Der Ritt ins Land der Barbaren, die wieder sehr detailgenau beschrieben sind, dass man sie sich mühelos so vorstellen kann, hält auch für die Pferdelords einige Überraschungen bereit.
Von Ödnis trotz der Unmengen Sand, die einem beim Lesen die Hitze und den Durst mitfühlen lässt, ist Spannung und vor allem der köstliche Humor des Pferdevolkes, bis zur letzten Seite gewährleistet.
Der Autor schafft es wieder aus dem Leser nicht nur ein stillen Beobachter zu machen, sondern ihn mit ins Geschehen zu nehmen, was es schwer macht, das Buch aus den Händen zu legen, weil man sich ungewiss ist, welches Schicksal man vielleicht erleiden könnte.
Ein Lesevergnügen das wieder für Kurzweile, mit dem Ausblick auf mehr sorgt.
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