Die Pferdelords und die Bruderschaft des Kreuzes von Michael H. Schenk

Buchvorstellungund Rezension

Die Pferdelords und die Bruderschaft des Kreuzes von Michael H. Schenk

Originalausgabe erschienen 2012, 576 Seiten.ISBN 3939139173.

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In Kürze:

Die Bruderschaft des Kreuzes predigt den Frieden. Doch in den bekehrten Dörfern geht Seltsames vor sich. Gleichzeitig soll das Bündnis des Pferdevolkes mit dem Königreich von Alnoa durch gemeinsame Waffenübungen gefestigt werden. Nedeam, Pferdefürst der Hochmark, führt mit seinem elfischen Freund Lotaras einen Beritt in die neue Grenzfeste von Nerianet. Sie müssen bald erkennen, dass in dieser Festung einiges nicht mit rechten Dingen zugeht. Doch sie wären keine Pferdelords, wenn sie nicht um ihr Leben und für die Freiheit ihrer Freunde kämpfen würden.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Beritte der Hochmark auf Wehrübung – bis aus Training bitterer Ernst wird“62

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Sie reiten wieder, die Beritte der Pferdelords. Allerdings wurden sie in ihrem zehnten Abenteuer endlich einmal nicht gegen die Horden des schwarzen Lords der Orks zu Hilfe gerufen. Gemeinsame Waffenübungen mit den Truppen des Königreiches Alnoa stehen an, als sich der erste Pferdelord Nedeam mit einem Beritt auf den Weg von der Hochmark in die fruchtbaren Täler macht. Zwei Jahre sind hier seit dem verheerenden Erdbeben vergangen. Einst wachten die schroffen Gebirgshänge des Uma´Roll über den Osten Alnoas und verhinderten, dass die Ork-Truppen hier einen Angriff wagen konnten. Seit dem Erdbeben aber sind die einst unpassierbaren Höhen passee, gibt es ein neues Einfallstor in die Reiche der Menschen.

Eine neue Festung, noch unzureichend und mit frisch ausgehobenen Truppen besetzt, soll den neu geschaffenen Spaltpass sichern. Schon auf dem Weg zur Festung aber treffen Nedeam und seine Mannen auf einen neuen Orden, der sich immer mehr im Königreich ausbreitet. Woher die Männer in den dunklen Kutten kommen, weiß niemand. Doch sie predigen den Verzicht auf Gewalt, haben immer ein Lächeln und eine hilfreiche Hand für die vom Beben noch gezeichneten Dörfler übrig. Während sich Orktruppen im Spaltpass sammeln um einmal mehr in die Länder der Menschen einzufallen, Nedeam und die Truppen des Königreiches noch versuchen, eine gemeinsame Verteidigung auf die Beine zu stellen, ist der Feind schon lange da – und er kommt aus einer unerwarteten Richtung …

Etwas geruhsamer Auftakt, bis es dann gewohnt packend in den Kampf geht

Zum zehnten Mal (von projektierten zwölf Bänden) begleiten wir die Pferdelords der Hochmark bei ihren Auseinandersetzungen mit den Truppen des schwarzen Lords. Was zunächst im Mira Taschenbuchverlag seinen Anfang nahm, dann zu Arcana wechselte, bevor es nun bei Scratch eine neue, hoffentlich die endgültige Heimat fand, das hat sich folgerichtig fortentwickelt. Zu Beginn sehr dem Herrn der Ringe als großem Vorbild verpflichtet, hat es Michael Schenk im Verlauf der Jahre verstanden, immer mehr Eigenständiges einfließen zu lassen. Zwischenzeitlich sind uns in den elf Romanen, die in seiner Welt spielen – zehn Pferdelords sowie „Die Zwerge der Meere“ – verschiedenste Völker vorgestellt worden, wurde uns eine komplette Geschichte der Welt angedeutet und haben wir mit dem orkschen Rundohr Fangschlag gar noch einen sympathischen und integeren Ork kennen- und schätzen gelernt.

Geschickt hat es der Autor verstanden, uns immer neue, frische und in ihrer jeweiligen Ausprägung interessante Handlungsorte und Wesen vorzustellen, aus denen er viel Faszination zog. Dabei ging er eigentlich immer nach einem erfolgserprobten Schema vor. Die Beritte der Pferdelords wurden gegen die Invasion der Orks zu Hilfe gerufen, kämpften aufopfernd an der Seite ihrer Verbündeten und erwarben sich bei Freund und Feind viel Ehr.

Vorliegend weicht der Autor von diesem Schema ein wenig ab. Dieses Mal geht es nicht in den Kampf, sondern es ist zunächst nur eine gemeinsame Wehrübung angedacht. Insofern steht die erste Hälfte des Buches ganz im Zeichen der geruhsamen Darstellung der handelnden Personen, der Beschreibung der Orte und der Aufarbeitung der Charaktere. Im Vergleich zu den anderen Romanen der Serie geht es daher deutlich gemächlicher zu, bis dann die dunklen Horden doch noch in Form von – nein, das verrate ich hier nicht – zum Zug kommen.

Leser, die auf den nächsten Aufguss der gewohnten kämpferischen Abenteuer warten, werden zunächst ein wenig enttäuscht sein. Natürlich kommt es noch zu verlustreichen, aufopfernden Kämpfen, doch die Zeit bis dahin nutzt Schenk, um uns seine Welt noch detailreicher vorzustellen und seine Handlung auf ein noch breiteres Fundament zu stellen. Es mag sein, dass ein anderes Lektorat hier zu einer Straffung geraten hätte, dass dem Plot hier eine Kürzung gut getan hätte. Dennoch lesen sich auch diese Kapitel, in denen uns aus verschiedensten Sichtweisen vom Leben der handlungsrelevanten Personen berichtet wird, nicht uninteressant oder gar langatmig.

Fans der Reihe werden auch vorliegenden Roman verschlingen, für Neueinsteiger empfehle ich aber, der Komplexität der Welt geschuldet, eher mit einem der früheren Romane zu beginnen.

(Carsten Kuhr, Dezember 2012)

Ihre Meinung zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Bruderschaft des Kreuzes«

M.Reinsch zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Bruderschaft des Kreuzes«31.12.2012
4 Jahre sind vergangen, seit der Abenteuer mit den Nachtläufern ...
Vor 2 Jahren erschütterte ein großes Beben den Osten von Alnoa und das Gebirge von Uma´Roll wurde gespalten, gleichzeitig wurde Nedeam zum Pferdefürsten der Hochmark gewählt. Zum Schutz gegen die Legionen des Finsteren Herrschers erbauten die Alnoa am sogenannten Spaltpass eine Festung mit dem Namen Nerianet.
Um das Bündnis mit Alnoa zu stärken zieht der junge Pferdefürst Nedeam mit 100 Schwertmännern zu gemeinsamen Waffenübungen nach Nerianet. Im nordöstlichen Alnoa treffen immer mehr Wanderer in braunen Kutten, ­die hölzerne Kreuze tragen ein. Gegen freie Kost und Logies bieten Sie Ihre Hilfe bei der einfachen Bevölkerung an.
Keiner ahnt, dass es sich bei der "Bruderschaft des Kreuzes" um eine Voraustruppe des "Finsteren Herrschers" handelt, die gekommen ist, um die Feste Nerianet einzunehmen und somit den Weg für die Legionen ins Alnoische Hinterland zu ermöglichen ...
Dank des sehr schönen Prologs erfährt man endlich etwas mehr über die Vorgeschichte der Pferdelords und einiger Völker. Und endlich klärt sich auch die Frage, was mit den anderen Völkern des ersten Bundes geschehen ist.
Die Rumakier, Menschen aus dem Lande Rumak, wurden vom "Finsteren Lord" bezwungen und in Vasallenschaft genommen.
Aus dem Gefühl, von den anderen Menschenreichen im Stich gelassen worden zu sein, ziehen Sie nun gemeinsam mit den Legionen in den Krieg.
Dieser Roman weicht etwas von den "normalen" Pferdelordbüchern ab, geht es doch hier nicht hauptsächlich um die Pferdelords.Dieser Roman weicht etwas von den "normalen" Pferdelordbüchern ab, geht es doch hier nicht hauptsächlich um die Pferdelords. Man erfährt sehr viel über die Alnoer und auch über die Elfen (wobei mich schon etwas stört, das Lotaras nun für kleine "Running Gags" herhalten muss.
Ganz neue Seiten zeigt auch Fangschlag, der durch sein Leben unter den Pferdelords, kein wirkliches Rundohr mehr ist!
Wie immer ist der Storyverlauf sehr angenehm zu lesen und die Charaktere sympathisch.
Störend ist für mich nur, dass egal wie schlimm es für die Protagonisten wird, immer ein "Glückliches Ende" wartet. Nun wir werden sehen, noch zwei Bände, dann wollte Hr. Schenk die Serie beenden - bis dahin hat er noch viele lose Fäden aufzuarbeiten!
91°
kurt zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Bruderschaft des Kreuzes«02.12.2012
Habe heute mit Freuden festgestellt, dass Band 10 der Pferdelords erhältlich ist (gleich bestellt!).

Seit ich den ersten Band gelesen hatte, war ich begeistert von Michael Schenks Schreibe und von den Abenteuern der Pferdelords. Da ich ein relativer Schnell-Leser bin, habe ich natürlich immer eine kleine Ewigkeit warten müssen, bis ich endlich wieder den nächsten Band „verschlingen” konnte.

Mich interessiert einfach alles, was mit diesem Genre zu tun hat (Orks, Pferdelords, Elfen, Zwerge usw. – habe natürlich auch den Herrn der Ringe auf o.g. Art verschlungen). – Michael, machen Sie weiter so.
tobias zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Bruderschaft des Kreuzes«18.11.2012
mir gefällt das buch außerordentlich gut. nach der langen wartezeit wurde man nicht enttäuscht, sondern mit einem besonders fiesen feind belohnt.
was mir gut gefällt ist die tatsache, dass man im grunde jedes buch der reihe für sich lesen kann da es in sich abgeschlossen ist, jedoch immer wieder erwähnungen einzelner orte oder personen eingeworfen werden, welche einen an die vorherigen abenteuer erinnern.

sehr angenehm ist es, dass wenn man die vorherigen abenteuer kennt, sich eine entwicklung der einzelnen charaktere zeichnet.

den schreibstil von herrn schenk empfinde ich als sehr angenehm. er kann sehr detailiert und ausführlich schreiben, ohne jedoch dabei zu ermüden oder das es langweilig wird.

ich freue mich schon auf weitere abenteuer der reihe.
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