Die Pferdelords und die Schmieden von Rumak von Michael H. Schenk

Buchvorstellungund Rezension

Die Pferdelords und die Schmieden von Rumak von Michael H. Schenk

Originalausgabe erschienen 2013, 469 Seiten.ISBN 393913919X.

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In Kürze:

Geheimnisvolle Feuerbälle aus dem Himmel bringen Tod und Verwüstung über das befreundete Königreich von Alnoa. Ihr Ursprung scheint im Land des „Schwarzen Lords“ zu liegen. Um das Rätsel zu lösen, begeben sich Pferdefürst Nedeam und seine Freunde heimlich in das Reich des Feindes. Dort begegnen sie neuen Gefahren und alten Feinden. In verzweifeltem Kampf entscheiden List, Schwert und Magie über das Überleben.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Beritte der Pferdelords ziehen das vorletzte Mal ins Gefecht“73

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Der Schwarze Lord scheint zum Sturm auf die Reiche der Menschen, Elfen und Zwerge zu rufen. In den Nisthöhlen, Katakomben, in denen die Orks in wenigen Wochen zu gefährlichen Kriegern reifen, herrscht Hochbetrieb, die in die Menschenreiche eingeschleusten Anhänger des Schwarzen Lords vom Stamm der Rumaki kundschaften die Lage, Nachschubwege und gegnerische Stellungen aus. Und seine Grauen Zauberer haben sich etwas Neues einfallen lassen, den Gegner in Unruhe zu versetzen. Die „Faust“ schleudert Feuerbälle bis tief nach Alnoa, ins Reich der Menschen. Um die Bedrohung auszuschalten, müsste eine wagemutige Schar ins Reich der Orks eindringen, zur Faust vorstoßen und diese vernichten. Keine einfache Aufgabe, droht doch überall Verrat und der gnadenlose Gegner. Dennoch nehmen die Pferdelords die Aufgabe, sich verkleidet ohne ihre gewohnten grünen Umhänge einzuschleichen, den Krieg ins Reich ihres Gegners zu tragen, an …

Michael H. Schenk hat es fast geschafft. Was zunächst auch umsatzmäßig sehr erfolgreich im Mira Taschenbuchverlag startete, dann, aufgrund einer Um- und Neuorientierung des Programms plötzlich gekippt wurde, das hat mittlerweile im Arcanum Fantasy eine gute Heimat gefunden. Äußerlich wie innerlich bietet sich der Zyklus dabei aus einem Guss an, und es geht unaufhaltsam dem Finale entgegen. Als der Autor vor gut zehn Jahren damit an die Öffentlichkeit ging, einen Fantasy-Zyklus mit 12 Bänden publizieren zu wollen, schien die Idee gewagt. Seitdem mussten einige Spötter und Zweifler den Kopf einziehen, baute der Autor seine Welt und die Völker immer weiter aus. Wer befürchtete, dass sich Handlungsschemata wiederholen würden, der sah sich getäuscht. Zwar geht es immer wider auf dem Rücken der Rösser in die Schlacht gegen die Schergen des Dunklen Lords, doch dies so abwechslungsreich, dass Langeweile nie aufkommt. Viel Heroismus, so manchen Abschied von liebgewonnenen Figuren galt es zu betrauern, nun wartet der bereits fertige letzte, der 12. Band auf sein Erscheinen. Vorher aber geht es erstmals tief ins Reich der Orks. Und wieder gelingt es Schenk, seine Leser zu überraschen. Differenziert stellt er die Völker des Dunklen Lords dar, stattet sie nicht nur mit Eigenheiten sondern auch mit einer glaubwürdigen Historie und Motivation aus. Wie sagt der Pferdelord am Schluss so treffend – man kann sie bekriegen, aber man muss sie achten. Insoweit für alle Fans ein Muss, für Neueinsteiger darf ich die ersten Teile der Saga empfehlen.

(Carsten Kuhr, April 2013)

Ihre Meinung zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Schmieden von Rumak«

Tobias zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Schmieden von Rumak«03.09.2013
Michael H. Schenk kann nach meiner Meinung sehr bildlich und sehr ausführlich schreiben, sich auch wiederholen, ohne dass es langweilig oder langatmig wird.
Ich muss mit stolz gestehen, dass ich alle Pferdelordsromane, sowie die Zwerge der Meere und das Blut des Wolfes von Herrn Schenk gelesen habe. Der 11 Band ist nach meiner Meinung einer der etwas schwächeren Bände von Herr Schenk, da der Weg durch das Gebirge doch etwas künstlich in die länge gezogen wird. Hier schaft Herr Schenk es jedoch (und das ist es was ihn, meiner Meinung nach, von anderen Autoren unterscheidet) dies nicht langatmig oder uninteressant zu gestallten. Auch das auftauchen vieler "ältere" Charaktere aus den älteren Romanen gestalten sich als sehr schön und erinnern an "alte" Zeiten.
Alles in allem ist dieser Band eine gute Vorbereitung auf den 12 Band, welcher hoffentlich bald erscheint.
M.Reinsch zu »Michael H. Schenk: Die Pferdelords und die Schmieden von Rumak«11.05.2013
Alles vernichtende Feuerbälle treffen das Land Alnoa. Als das "Graue Wesen" Marnalf versucht dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, weisen die Zeichen in Richtung Norden, weit hinter das Gebirge von Uma`Rol - in das Gebiet des "Finsteren Lords". Marnalf sucht Hilfe bei den Pferdelords und kann Nedeam, ­den Pferdefürst der Hochmark für seien Pläne gewinnen. Schon bald machen sich 400 Pferdelords auf den gefährlichen Weg in das von ­Orks und Rumaki-Kriegern bevölkerte Gebiet "Den Schmieden von Rumak" - nur hat die Sache einen Schönheitsfehler: Die Pferdelords müssen ohne Ihre wichtigsten Gefährten ziehen - Ihre Pferde!
Für mich hat Hr. Schenk hier wohl seinen (bisher) besten Band der Reihe abgeliefert!
Hier verknüpft er viele der bisher bestehenden "losen Fäden/Andeutungen" und baut Sie (in recht ausführlichen Erklärungen) in die Geschichte ein. Zu gleich gibt es ein Wiedersehen/lesen mit einigen Figuren aus den vorhergehenden Abenteuern: Maratuk, Axtschläger der gelben Zwergenstadt (ab Bd.6 dabei); Anschudar und Showaa, die Lederschwinge und Ihr Reiter (Bd.9); Illdur, der Farbenprächtige (Bd.10) Barnet ta Geos - Alnoischer Kommandant (Bd.7) sind die, die mir aufgefallen sind und eine mehr oder weniger wichtige Rolle spielen.
Natürlich hat auch die Gegenseite alte Bekannte vor zu weisen, wie z.B. Garwin, den verstoßenen Pferdefürsten der Hochmark.
Fangschlags ("Rundohr Ork") Rache an ­Einohr ("Spitzohren Ork"), spielt wieder einmal eine wichtige Rolle.
Für mich wohl aber am erstaunlichsten, wie spät dieses Mal die große Schlacht erfolgt, denn in diesem Band hat sich Hr. Schenk wirklich einmal auf seine Figuren bezogen. Viel neue Informationen zu Land und Völkern werden geklärt (z.B. warum die Technik erst so spät Einzug hält) und die Geschichte verläuft mehr durch Raffinesse, als durch blutige Schlachten!
Manche Fragen sind für mich noch offen, aber ich ­hoffe diese in Band 12 erklärt zu bekommen!
Fazit: Mit Leichtigkeit hat der Autor mich wieder in seinen Bann gezogen und gerne bin ich den Pferdelords in Ihr neues Abenteuer gefolgt, das mich bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten hat! Wie sagt es doch der "Schwarze Lord" so passend: "Alle Fäden führen zusammen und werden zu einem Tuch verwoben - zu einem Totentuch!"
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