Sky-Troopers 2 - Die Beutewelt von Michael H. Schenk

Buchvorstellungund Rezension

Sky-Troopers 2 - Die Beutewelt von Michael H. Schenk

deutsche Ausgabe erstmals 2016, 388 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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In Kürze:

Mit dem Nullzeit-Sturzantrieb scheint ein Traum der Menschheit in Erfüllung zu gehen. Der Flug zwischen den entferntesten Sternen kann in wenigen Stunden bewältigt werden.

Captain Joana Redfeather erhält den Auftrag, mit dem neu entwickelten Raumkreuzer „Lightning“ die Serienreife des neuen Triebwerks zu überprüfen. Doch dann kommt es zu einer fatalen Fehlfunktion und die Besatzung muss auf einem unbekannten Planeten notlanden.

Doch der Planet ist bewohnt. Seit fast 130 Jahren tobt ein unbarmherziger Krieg zwischen den Menschen des Blaubanners und dem Volk der Shanyar. Ein Krieg, den die Menschen nun endgültig zu verlieren scheinen.

Für Joana Redfeather und ihre Sky-Troopers steht fest: Sie haben diesen Krieg nicht begonnen, aber sie werden ihn beenden.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Eine etwas andere Military-SiFy“82

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Schon einmal wurden Joana Redfeather und ihre Untergebenen ausgesandt, um einem Alienvolk zu helfen. In einem wagemutigem Einsatz schaffte man in einem Kraftakt ohnegleichen die Umsiedelung dieser von einer Nova bedrohten Aliens auf einen anderen Planeten und rettete so die Spezies. Mittlerweile sind viele ihrer Kameraden abgemustert und wieder in ihr altes Leben zurückgekehrt. Doch die Erde dreht sich weiter. Ein neuer, revolutionärer Raumschiffantrieb verspricht die intergalaktischen Reisen und mit diesen den Handel zu revolutionieren. Mittels des O-Zeit-Antriebs lassen sich gigantische Entfernungen in kürzester Zeit überbrücken – endlich würde sich der Handel mit Rohstoffen wirtschaftlich rechnen.

Doch bevor der Antrieb freigegeben werden kann, muss er getestet werden. Die großen Raumschiffe, in denen die Menschen bislang im Kälteschlaf transportiert wurden haben ausgedient, jetzt werden neue, wendige und kleinere Schiffe entworfen. Mit der neu entwickelten D. S. Lightning brechen Redfeather, ihre Kameraden und die Entwickler zu einem Testflug auf, ein Testflug der in einer Katastrophe endet.

Die D. S. Lightning havariert auf einem erdähnlichen Planeten der von zwei miteinander seit Jahrzehnten im Krieg liegenden Rassen bewohnt wird. Die Überlebenden einer Bergbauexpedition und die im Meer lebenden Shanyar drohen sich gegenseitig aufzureiben. Jetzt ist es an Redfeather und ihrer Truppe die sich anbahnende Katastrophe zu verhindern …

Stilistisch ansprechend und mit Aussage – auch so kann Military SF aussehen

Michael H. Schenk ist dem Leser zunächst aus seiner ganz eigenen High-Fantasy-Saga um die „Pferdelords“ ein Begriff. Seit dem Wechsel zum Verlag Saphir im Stahl aber lernt der Fan einen ganz anderen, neuen Autor kennen. Statt Zwergen, Elfen und mutigen Reitern stehen plötzlich Soldaten und Soldatinnen im Zentrum der Aufmerksamkeit, geht es an Bord von riesigen Schlachtschiffen ins All. Gemeinhin nennt man diese Sub-Gattung „Military-SF“ und der Leser verbindet mit dieser martialische Schlachtenorgien, Kommandounternehmen und blutige Einätze. Zwar standen und stehen auch bei Schenk Schlachten im Vordergrund, jedoch, anders als bei seinen Kollegen der schreibenden Zunft, nie als Selbstzweck sondern immer nur als Kulisse für einen humanistisch geprägten Einsatz.

Ging es im ersten Teil um das Überleben einer Rasse, so müssen die Sky-Trooper dieses Mal einen blutigen Krieg beenden, der droht, eine der Parteien auszulöschen. Dieser Ansatz ist ungewöhnlich und damit interessant und zeigt, dass es auch Abseits des blindwütigen Abschlachtens von Fremden packende Unterhaltung gibt. Hinzu kommt, dass Schenk uns eine Welt vorstellt, die auch in Details vielfältig und überzeugend ist.

Gerade die Gefechte zu und unter Wasser prägen den Text. Wenn es tief unter den Wogen der Meere in Tauchanzügen und mit Harpunen zur Sache geht, dann wirkt die Handlung ganz besonders exotisch und faszinierend. Die Schilderung der fremden Welt mit ihrer Flora und Fauna prägen den Roman weiter.

So ist dies ein Military SF Roman, der weit abseits der üblichen Pfade angelegt ist, aber dennoch packend zu unterhalten weiß.

Ihre Meinung zu »Michael H. Schenk: Sky-Troopers 2 - Die Beutewelt«

Michael Reinsch zu »Michael H. Schenk: Sky-Troopers 2 - Die Beutewelt«21.11.2016
Joana Redfether und Ihre, auf 45 Mann geschrumpfte Truppe, wird als Unterstützung des leichten Kreuzers „D.S. Lightning" eingeschifft. Dieser neue Kreuzerprototyp verfügt über einen neuen Antrieb, der getestet werden soll. Bei einem der Sprünge, des neuen 0-Zeit-Antriebes kommt es zur Katastrophe und die Besatzung der D.S Lightning wird zu einer Bruchlandung auf einem erdenähnlichen Planeten in einem unbekannten Sonnensystem gezwungen. Dort geraten Sie, ohne die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme zum Direktorat in einen blutigen Krieg zwischen Überlebenden einer Bergbaumission und den Einheimischen Shanyar, der schon seit über 100 Jahren geführt wird...
Zum zweiten Mal vermengt Michael H. Schenk Science Fiction mit Fantasy zu einer wirklich schönen "Planetopera"! Ganz nebenher entwickelt er neue Raumschifftypen und Weltraumantriebe, erklärt Sie auf seine leicht verständliche Art und lässt den Leser nicht mit hingeworfenen Fachbegriffen im Dunkeln stehen. Auch die anderen Bestandteile seiner Geschichte sind wunderbar auf einander abgestimmt, und hinterlassen kaum Fragen nach dem Wie oder Warum. Die bekannten Charaktere bekommen ein ganzes Stück mehr Tiefe und die neu hin zu gekommenen sind zumindest so umrissen, das man sich gut auf Sie einstellen kann. Da die Geschichte aus wenigstens 3 verschiedenen Blickwinkeln
geschrieben ist, kommt nie lange weile auf und die Neugier auf den Fortgang des Abenteuers hält einen gefangen. Tiefe Einblicke in das Sozialgefüge, bzw. dessen Veränderung durch äußere Einflüsse sind eigentlich die Basis dieses Romans und so kann man neben der bestehenden Direktorats (Erdstreitkräfte), auch die Sozialstrukturen einer vernachlässigten (kein neuer Input von außen) menschlichen Kolonie und der neu geschaffenen Rasse der Shanyar erleben.
Teilweise recht blutig, aber immer mit einer Prise Humor überflügelt (für mich) dieser zweite Band der Sky-Trooper sogar seinen Vorgänger!
Wow: Aussage Joana Redfeather: Die Natur ist niemals friedlich! Sie steht in ständigem Kampf um das Überleben. Aber dieser Kampf ist in einem Gleichgewicht und dient dem Fortbestand und der Entwicklung der jeweiligen Art. Wir Menschen haben die fatale Eigenschaft, in dieses Gleichgewicht der Kräfte ein zu greifen und es zu beeinflussen oder sogar zu zerstören!

Fazit: Wer Science Fiction in Form von "Planetoperas" mag wird hier bestens bedient! Es besteht keine Voraussetzung Band 1 gelesen zu haben um von Band 2 wunderbar unterhalten zu werden.
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