Sternenstürme von Michael McCollum

Buchvorstellung

Sternenstürme von Michael McCollum

Originalausgabe erschienen 2006unter dem Titel „Gibraltar Sun“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 450 Seiten.ISBN 3-453-52321-0.Übersetzung ins Deutsche von Martin Gilbert.

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In Kürze:

Es ist das 24. Jahrhundert: Die Menschheit hat die ersten Schritte in die Tiefen der Galaxis unternommen. Da stoßen ihre Erkundungsraumer auf zwei Alien-Raumschiffe – Abgesandte eines gigantischen Sternenreichs, millionenfach größer als das der Menschen. Und dieses Sternenreich ist nicht friedlich – Michael McCollum schreibt die große Abenteuer-SF unserer Zeit.

Ihre Meinung zu »Michael McCollum: Sternenstürme«

Kim Klone zu »Michael McCollum: Sternenstürme«20.04.2014
Dem, was Restituts in der ersten Bewertung geschrieben hat, ist nur noch wenig hinzuzufügen. Zwei Dinge hätte ich allerdings noch:

1. Die psychologische Ausgestaltung der Figuren bzw. deren Mangel. Himmelherrgott. Die zwei Hauptfiguren machen nichts als poppen oder sich (nicht einmal besonders erotische) Anzüglichkeiten hinterherzurufen, die Dialoge unter Menschen und mit Aliens sind geradezu schmerzhaft in ihrer Flachheit, und Subtilität, Humor oder gar Ironie glänzen ebenfalls durch Abwesenheit.

2. Weibliche Hauptfigur: Blonder, kurviger Bimbo, der 24 Stunden am Tag zu Sex aufgelegt ist, von jedem Mann (selbstverständlich sind alle Kommandanten Männer, mit Ausnahme der Planeten-Koordinatorin...) als erstes ein Kompliment für ihre Schönheit bekommt, das sie schamhaft erröten lässt, und die nach der Heirat mit der männlichen Hauptfigur mit "Mrs. Mark Rykand" angesprochen wird und für ein "abgefuckt" einen Rüffel von ihrem Mann erhält. Ohne weitere Worte, wirklich. Dem sei zugute gehalten, dass auch die männlichen Figuren einen etwa ähnlichen Tiefgang besitzen...

Wenn das Konzept der Geschichte mit den Broa nicht irgendwie interessant gewesen wäre, hätte ich das Buch nicht zu Ende gelesen, Inkonsistenzen wie bei Restitutus zu lesen auch mal beiseite gelassen. Alles in allem nettes Konzept, aber zu wenig durchdacht und vor allem mit völlig unironisch gemeinten Pappfiguren bevölkert. Am Grabbeltisch für zum im Zug lesen kaufen, ansonsten Finger weg, lohnt nicht.
Kim Klone zu »Michael McCollum: Sternenstürme«19.04.2014
Dem, was Restituts in der ersten Bewertung geschrieben hat, ist nur noch wenig hinzuzufügen. Zwei Dinge hätte ich allerdings noch:

1. Die psychologische Ausgestaltung der Figuren bzw. deren Mangel. Himmelherrgott. Die zwei Hauptfiguren machen nichts als poppen oder sich (nicht einmal besonders erotische) Anzüglichkeiten hinterherzurufen, die Dialoge unter Menschen und mit Aliens sind geradezu schmerzhaft in ihrer Flachheit, und Subtilität, Humor oder gar Ironie glänzen ebenfalls durch Abwesenheit.

2. Weibliche Hauptfigur: Blonder, kurviger Bimbo, der 24 Stunden am Tag zu Sex aufgelegt ist, von jedem Mann (selbstverständlich sind alle Kommandanten Männer, mit Ausnahme der Planeten-Koordinatorin...) als erstes ein Kompliment für ihre Schönheit bekommt, das sie schamhaft erröten lässt, und die nach der Heirat mit der männlichen Hauptfigur mit "Mrs. Mark Rykand" angesprochen wird und für ein "abgefuckt" einen Rüffel von ihrem Mann erhält. Ohne weitere Worte, wirklich. Dem sei zugute gehalten, dass auch die männlichen Figuren einen etwa ähnlichen Tiefgang besitzen...

Wenn das Konzept der Geschichte mit den Broa nicht irgendwie interessant gewesen wäre, hätte ich das Buch nicht zu Ende gelesen, Inkonsistenzen wie bei Restitutus zu lesen auch mal beiseite gelassen. Alles in allem nettes Konzept, aber zu wenig durchdacht und vor allem mit völlig unironisch gemeinten Pappfiguren bevölkert. Am Grabbeltisch für zum im Zug lesen kaufen, ansonsten Finger weg, lohnt nicht.
Restitutus zu »Michael McCollum: Sternenstürme«03.02.2010
Obwohl derselbe Übersetzer angegeben ist, fällt beim Wechsel von "Sternenfeuer" zu "Sternenstürme" sofort die Inkonsistenz auf. Zahlreiche Begriffe stehen ganz plötzlich kursiv - wahrscheinlich hatten sie im Original einfach einen großen Anfangsbuchstaben - und eine Figur, die bislang Michail hieß, schreibt sich hier unvermittelt Mikhail. Auch buchintern geht es übersetzungstechnisch wieder Heyne-gewohnt bunt zu: Werden wirklich alle Leser durchschaut haben, dass es sich bei der "Avenger" und der "Rächer" um dasselbe Raumschiff handelt? Aber immerhin erweist sich der Übersetzerroboter doch noch als lernfähig: Während die Anreden im Vorgängerband ständig zwischen "Mister" und "Herr" schwankten, ist es hier durchgehend "Herr".

Nachdem der Vorgängerband mit einem Knaller geendet hatte, der mich geradezu von den Socken riss, steigen wir hier überraschenderweise ein Jahr später wieder in die Handlung ein, und alle, die eben noch in völliger Ahnungslosigkeit des vor ihnen Liegenden durch den Weltraum flüchteten, sind plötzlich wieder wohlbehalten auf der Erde. Ob das sinnvoll strukturiert ist, sei dahin gestellt.

Im ersten Teil nimmt der Plan "Gibraltar Erde" nach und nach Gestalt an. Und er bleibt unverändert völkerrechtlich fragwürdig, aber höchst amerikanisch verständlich. Erfreulicherweise erweitert McCollum nun den linearen Dualismus der in Band 1 angebotenen Strategien um zwei weitere: Warum sich nicht freiwillig den Broa anschließen, denn Zu einer solchen Assoziation zu gehören hat doch sicher auch seine Vorteile? Und: Sind eine Million besiedelte Broa-Sternsysteme nicht auch ein beeindruckender Markt, der zu erschließen ist? Freilich wird der Vertreter dieser Richtung sofort zum - obendrein strohdummen - Schurken und zum "Judas" an der ganzen Menschheit gestempelt, und hier nähern wir uns ideologisch wieder der Perry-Rhodan-Serie aus den 1960er Jahren an.

Der zweite Teil erinnert beträchtlich an McCollums "Antares"-Serie: In Windeseile wird eine "Weltraummarine" gegründet, die Raumschiffe tragen Kennzeichnungen, die mit "TSN" beginnen (der Übersetzer erklärt es nicht, versteht es wohl auch nicht, aber es steht offensichtlich für "Terran Space Navy"), und sie nehmen erneut eine Spionagetour in das Gebiet der Broa vor. Hier treibt McCollum den technischen, wenn auch nicht unbedingt den psychologischen, Realismus auf die Spitze. Sternsysteme sind GROSS und Sternenschiffe sind LANGSAM, und so kommt es zu folgendem unvergesslichem Dialog:

"Dieses Schiff verfolgt uns, Käptn!"
"Wann wird es auf Schussweite herankommen, Lieutenant?"
"In drei Tagen, Käptn."

Und wie sich zeigen wird, stolpern die getarnt auf einem fremden Planeten eingeschleusten terranischen Agenten über einen Denkfehler von solcher Dämlichkeit, dass er ihren Kollegen aus der Perry-Rhodan-Serie alle Ehre gemacht hätte...

Trotz aller Mängel: Irgendwie zieht diese Geschichte aber doch, und ich bedaure, dass der dritte Band noch nicht erschienen ist.

(Im Februar 2010)
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