Die Rückkehr der Orks von Michael Peinkofer

Buchvorstellungund Rezension

Die Rückkehr der Orks von Michael Peinkofer

Originalausgabe erschienen 2006, 480 Seiten.ISBN 3-492-26650-9.

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In Kürze:

Michael Peinkofer erweckt die Orks zum Leben und beschreibt Mittelerdes wildeste Geschöpfe noch plastischer und lebendiger als Tolkien selbst. Daß Orks zwar häßlich und grausam, aber auch erfindungsreich, gewitzt und bisweilen sogar zu Höherem berufen sind – das beweist der junge Bestsellerautor mit diesem Roman. Er knüpft nicht nur am überwältigenden Erfolg seines Vorbilds an, sondern webt die Geschichte der vierschrötigen Ungeheuer auch weiter. In geheimer Mission brechen Balbok und Rammar, zwei ungleiche Brüder, zum sagenumwobenen Eistempel von Shakara auf. Damit beginnt ein Abenteuer, das ihre gesamte Welt erschüttert und das Spannung, Action und trockenen Witz in sich vereint. Mit diesem rasanten Ork-Thriller stellt Michael Peinkofer sein großartiges erzählerisches Können unter Beweis. Ein Muß für alle Orkfans – atemberaubend spannend und gleichzeitig voller Witz und Tempo.

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Die Orks erinnern an Hooligans“;50

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Rammar und Balbok sind zwei Orks, wie man sie sich treffender nicht vorstellen kann. Dreckig, ständig schlecht gelaunt, kampfeswütig und verdorben bis ins Mark. Während der fette aber gewiefte Rammar sagt wo es langgeht, dient Balbok seinem Bruder als Packesel, Diener und Blitzableiter für seine Launen. Doch als unsere zwei wackeren Kämpfer ohne den Kopf ihres Anführers aus einem Gefecht zurückkommen, werden sie von ihrem Stamm verjagt. Nun wenn sie das Haupt auftreiben haben sie eine Chance wieder willkommengeheissen zu werden. Ihr Weg führt sie zunächst ins Reich der Gnomen. Hier aber gelangen sie vom Regen in die Traufe. Ein Zauberer, schlimmer noch, ein menschlicher Zauberer nimmt sie gefangen, und sendet sie aus, den letzten auf der Welt verbliebenen Elfen eine Karte zu stehlen.

Ihre Mission führt sie durch den von Ghulen und Riesenspinnen heimgesuchten Dschungel, über den Nordwall durch die weisse Wüste übers ewige Eis hin zum Tempel von Shakara. Doch die gesuchte Karte ist allein im Gedächtnis der Hohepriesterin der Elfen gespeichert – da ist guter Rat teuer. Was tun? Nun, der einfachste Weg ist oftmals der beste. Unsere Zwei packen gleich die ganze Priesterin ein, und fliehen mit dieser vor den sie verfolgenden Elfengarden. Die Flucht führt sie in Begleitung eines menschlichen Kopfgeldjägers in den Wald von Trowna. Tief verborgen und gut geschützt liegt dort die Festung Tirgas Lan seit Jahrhunderten versteckt. Doch kaum sind sie dort angelangt, und haben den sagenhaften Elfenschatz gefunden kommt es zu einem Aufeinandertreffen, das das Schicksal der Welt verändert – ein seit Jahrhunderten toter Schwarzmagier, ein ebenfalls untoter Drache, ein Elfenheer, Zwerge, Orks und Gnome das ist eine explosive Mischung, und wenn als Lunte dann noch eine Prophezeiung hinzukommt kann man sich das blutrüstige Ergebnis vorstellen.

Wenn ein Buch, noch dazu ein Fantasy Roman mit einer Startauflage von 50.000 Exemplaren antritt, dann ist dies bemerkenswert. Nichts anderes als einen Bestseller erwartet der Verlag von dem Buch, das sich in der Nachfolge von Stan Nicholls Überraschungserfolg „;Die Orks“; sowie der mannigfaltigen Nachzieher rund um die phantastischen Rassen aus Mittelerde sieht.

Michael Peinkofer, der mit seinem historischen Thriller „;Die Bruderschaft der Runen“; erstmals auf sich Aufmerksam machte legt einen Roman vor, der sich ganz im sicheren Bereich des Gewohnten bewegt. Er schildert uns eine Fantasy-Welt, in der seine Protagonisten vom gefährlichen Dschungel über die Eiswüste bis hin zum verzauberten Wald alle gängigen Versatzstücke moderner Fantasy-Welten durchwandern. Unumgänglich, dass verlassene Festungen, verzauberte Tore und gewaltige Schätze auf unsere Helden warten. Genauso wenig dürfen die üblichen Verdächtigen fehlen – ein ruchloser, untoter Schwarzmagier, finstere Orks, eingebildete Elfen und gierige Zwerge – was einen erfolgreichen Fantasy Roman ausmacht ist aufgeführt.

Warum aber hat mich die Handlung dann nicht zu packen vermocht? Vielleicht, weil die Auftretenden gar zu schablonenhaft agieren, weil die Handlung zu klischeebehaftet daherkommt und die Charaktere unglaubwürdig agieren? Oder war es die Vorhersehbarkeit der Handlung selbst, die wenig Überraschungen für mich bereit hielt? Vielleicht waren es aber doch die gestelzten, holpernden Dialoge, die mir letztlich die Lesefreude vergällten? Dabei hat der Roman durchaus seine positiven Seiten. Die Orks erinnern mich doch frappierend an unsere geliebt-berüchtigten Fussball Hooligans. Hier hält der Autor, versteckt zwischen den Zeilen, seinen Lesern einen durchaus treffenden Spiegel vor. Und er hat sich Mühe gegeben, seine Welt mit einer überzeugenden Pseudo-Historie zu hinterfüttern. Es gibt eigene Sprachen und Schriften der unterschiedlichen Rassen, Rezepte für mehr oder mindern leckeren Ork-Eintopf, ein Wörterbuch Ork – Mensch, da merkt man dem Text an, wie viel Arbeit und Herzblut in dem Roman stecken.

Alles zusammengenommen aber bietet der Roman, trotz der positiven Aspekte einen bunten Mischmasch aus abgegriffenen Ideen und langweiliger Handlung, und schöpft sein Potential leider nicht aus.

Ihre Meinung zu »Michael Peinkofer: Die Rückkehr der Orks«

Anna zu »Michael Peinkofer: Die Rückkehr der Orks«03.12.2016
Ich persönlich habe großen Gefallen an dem Buch gefunden. Jedoch nicht, weil dei Story so originell oder tiefgründig ist, sondern, weil es sich einfach schön liest! Auch wenn die Story ziemlich oberflächlich ist, habe ich durchaus oft gelacht und mitgefiebert und muss sagen, dass mir die zwei Orks durchaus ans Herz gewachsen sind!

Die Bücher haben leider nur immer dasselbe Basis-Konzept, welches aud dauer schon etwas nervig wird. Dennoch sind die kleineren Abenteuer in ihrer, wenn auch nur geringen, Variation doch irgendwie abwechslungsreich.

Was mich persönlich am meisten gestört hat waren allerdings die Charaktere neben den Orks. Während der Ork Balbok der einzige Charakter mit einigermaßen Charakter-Entwicklung ist, sind die übrigen Figuren, also Menschen, Elfen, Zwerge, etc., sich letztlich alle in der Persönlichkeit viel zu ähnlich und die resultierenden Romanzen waren einfach nur schrecklich! Die jeweiligen Partner hatte absolut keine Chemie und die entwicklung der Beziehungen war immer aller "James-Bond", sprich, sie kennen sich höchstens ein paar Tage, wobei die Frauen meistens nicht einmal Interesse an den Männern zeigen und urplötzlich heißt es dann am Ende "Bring dich nicht in Gefahr! !ch liebe dich!"

Ein weiterer Aspekt, der mich gestört hat, war die Tatsache, dass Gewaltszenen zwar sehr ausführlich und bildhaft beschrieben wurden, Schimpfwörter und Flüche aber immer als 'Verwünschung' abgestempelt und zensiert worden. Dies ist aber wohl einfach eine Eigenheit des Autors und schlicht eine Kleinigket, die ich persönlich etwas nervig finde.

Meine persönlichen Favoriten der Reihe sind "Die Ehre der Orks" (Teil 5-Prequel zu den Ereignissen der ersten 4 Bücher), da dort auf die Beziehung und Motivationen der Orkbrüder eingegangen wird (und weil ich schlicht und ergreifend einen Faible für Background-Storys habe), und "Die Herrschaft der Orks", da ich es einfach neben dem 5. Teil am spannensten fand.

Als Fazit kann ich sagen, dass ich trotz der ganzen Kritik, die Buchreihe sehr schätze und unheimlich gern lese! Man muss nur wissen worauf man sich mit den Büchern einlässt. Ein tiefgründiges Buch mit komplexer Story erwartet einen nämlich nicht! Stattdessen sollte man das Buch als das lesen und schätzen, was es ist: Eine simple und kurzweilige Geschichte, bei der man sich einfach mal zurücklehnen und Spaß an den Situationen, abenteuern und den Orks selber haben kann!
Wenn man das tut, kann man durchaus seine schönen Stunden mit dem Buch haben!
Ich war selbst überrascht, wie lieb och die Zwei Orks gewonnen habe.
PMelittaM zu »Michael Peinkofer: Die Rückkehr der Orks«08.08.2014
PMelittaM zu »Michael Peinkofer: Die Rückkehr der Orks«08.08.2014
Jannis zu »Michael Peinkofer: Die Rückkehr der Orks«16.01.2014
Ich liebe diese Triologie und habe sie sehr genossen. Viele unerwarteten Wendungen und Lustige Ereignisse geschehen auf dem Weg der Orks. Die Triologie "Die Zauberer" und "Die Orks" spielen in der gleichen Welt und es tauchen bekannte Personen auf. Dies hat mir ebenfalls sehr gefallen. Ich würde hier 90 Punkte vergeben!
Florian zu »Michael Peinkofer: Die Rückkehr der Orks«03.06.2012
Eines der schlechtesten Bücher, das ich je gelesen habe. Kein spürbarer Spannungsbogen, die Handlung wirkt, als wäre sie erst beim Schreiben des Buches entstanden - es ist keinerlei langfristiger Aufbau zu spüren.
Die Orks haben schon angemessene Charkaterzüge, wie zahlreiche Vorposter bereits geschildert haben, aber kein einziger Charakter im Buch fühlt sich auch nur ein wenig "echt" an.

Ich kann mich außerdem erinnern, dass es irgendwo im ersten Viertel des Buches bereits eine unheimlich einfache Möglichkeit gab, das Ausgangsproblem (mit dem Kopf etc) ohne die ganze Reise zu klären - ich kann mich leider nicht mehr genau erinnern, vllt ist es ja noch jemand anderem mit besserem Gedächtnis aufgefallen.

Allerdings war das Buch durchaus ganz witzig zu lesen, nicht im herkömmlichen Sinne, sondern eben weil es in sämtlichen Aspekten so unterirdisch ist. Ich muss einräumen, dass ich Anfang 20 war, als ich das Buch gelesen habe - vllt zielt es auf etwas jüngere Zielgruppen. Ähnliche Bücher - so auch Stan Nicholls "Die Orks" - habe ich jedoch ohne ähnliche Einwände gelesen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Varg zu »Michael Peinkofer: Die Rückkehr der Orks«07.08.2011
Ein sehr gutes Buch das leicht zu lesen ist. Jedes Kapitel ist sehr spannend und witzig geschrieben. Einfach wie man sich Orks vorstellt, ein kleines Weltbild und der Spaß am Leben (natürlich der Spaß den Orks als Spaß empfinden). Ich kann es nur jedem empfehlen der mit den Orks sympathisiert, aber alle anderen sollten dann doch besser die Finger davon lasse.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Florian Windischbauer zu »Michael Peinkofer: Die Rückkehr der Orks«05.04.2010
Die Rückkehr der Orks ist meiner Meinung nach das beste von den drei Büchern ( Die Rückkehr der Orks , Der Schwur der Orks , Das Gesetz der Orks ) die ich gelesen habe , wie schon in einem Kommentar davor habe auch ich das Buch >Die Orks< , von Stan Nicols gelesen , und bin der gleichen Meinung das die Orks dort zu menschlich und zivilisiert erscheinen , jedoch ist dies Ansichtssache , Ich möchte an dieser Stelle Michael Peinkofer für diese tollen Bücher danken und hoffe auch in Zukunft weitere seiner Werke mit Spannung und Spaß lesen zu dürfen .

mit freundlichen Grüßen :
Flo
Sifu zu »Michael Peinkofer: Die Rückkehr der Orks«03.09.2009
Hoologan orks die zu menschlich handeln?

Lieber Herr Kuhr:

Wer sich über das "zu menschliche Handeln" der Charaktere beschwert (Hallo Herr Kuhr) hat wohl "Die Ork" von Stan Nicols nicht gelesen.
Ich habe die ersten beiden Ork Bücher von Nicols gelesen und musste an eine Amazon Rezension denken: "Wüsste man nicht das sie grün sind, man würde sie für Menschen halten." Ich hatte mich auf bösartige, primitive Kreaturen gefreut und habe zivilisierte soziale "orks" gefunden. Nach dem zweiten band habe ich aufgegeben.

Michael Peinkofer hat sich etwas getraut, was ich schon lange vermisst habe: Seine Helden sind böse, hinterlistig, fett, unsportlich und dumm. Aber brutal. Hoologans? Natürlich. Es sind Orks. Weiter so.
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clöse zu »Michael Peinkofer: Die Rückkehr der Orks«01.09.2009
Ich lasse es nicht ausschließen,dass das Ende des Buches sehr fragwürdig ist!So auf mal nach allen taten in einer dunklen Höhle zu verschwinden und nicht genau zu wissen wie oder was mit ihnen noch geschieht!
Ich habe mir den Schwur der Orks genau so mit lachen und Euphorie angetan wie auch den ersten Band.
Zu meinem erstaunen kam jetzt noch der 3.Teil
´´Das Gesetz der Orks´´
und ich denke mal es ist kein Fehlkauf gewesen
da sich die ersten beiden Bänder auch gut lesen lassen haben!
mikrobiest zu »Michael Peinkofer: Die Rückkehr der Orks«30.12.2008
die reihe hatte mit dem ersten buch einen guten start.
aber die ständigen wiederholungen der orkischen wörter und phrasen gingen mir schon ab dem zweiten band gehörig auf den senkel. dazu die beschreibungen der gefühlslagen, speziell wenn es um die menschlichen charaktere geht, erscheinen auf dauer nervtötend. man hat das gefühl, ständig zwischen einem kinderbuch und einem groschenroman mit splattereinlagen herzuschaukeln.
die beiden hauptdarsteller zeigen für meinen geschmack eindeutig zu viel menschlichkeit.
mein fazit:
es hätte bei dem ersten buch bleiben sollen.

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