Die Nebelsängerin von Monika Felten

Buchvorstellungund Rezension

Die Nebelsängerin von Monika Felten

Originalausgabe erschienen 2004, 458 Seiten.ISBN 3-492-26613-4.

»Die Nebelsängerin« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Ein geheimnisvolles Amulett und ein mystisches Lied aus vergangenen Zeiten führen die junge Ajana in eine fremde Welt. Ihrem Land droht große Gefahr. Seit die Magie der Nebel schwindet, die eine Elbenpriesterin gewoben hat, herrscht Krieg zwischen den Stämmen von Nymath und den Uzoma, dem finsteren Volk, das die Elben einst verbannten. Die mächtige Festung der Vereinigten Stämme droht dem Ansturm der dunklen Krieger zu erliegen.Seit ihrem Zyklus „;Die Saga von Thale“; ist Monika Felten Deutschlands erfolgreichste Fantasy-Autorin. Mit „;Die Nebelsängerin“; führt sie in die faszinierende Welt der Elben, dem geheimnisumwittertsten Volk der Fantasy.

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Monika Felten begeistert mit kleinen Details“;70

Fantasy-Rezension von Katharina Lewald

Als ich begann, Fantasy-Romane zu lesen, wurde mir sehr schnell klar: Die meisten Bücher dieses Genres folgen einem bestimmten Schema und das geht so: Man nehme eine auserwählte Person (optional auch einige Freunde dieser), schicke ihn auf eine gefährliche Mission und lasse ihn dadurch ein Land oder Volk retten. Je nach Gutdünken des Autors muss diese/r Auserwählte entweder Ringe zerstören, Steine finden, ein heiliges Schwert zusammensetzen – und natürlich dürfen allerlei Gefahren wie Mörder, Ungeheuer und die erbitterten Widersacher nicht fehlen. Zack, fertig ist der Fantasy-Roman. Aber zugegeben – eine gute Geschichte lässt sich nicht mit Patentrezept schreiben.

Ein singendes Schmuckstück

Die Auserwählte ist im Falle von „;Die Nebelsängerin“; die Halbelfe Ajana. Sie lebt zunächst in unserer Welt und weiß natürlich gar nichts von ihren Fähigkeiten, bis sie eines Tages ein Amulett vererbt bekommt. Plötzlich beginnt das Kleinod zu „;singen“; und Ajana findet sich in Nymath wieder. Einst lebten dort die orkähnlichen Uzoma, die aber schließlich von menschlichen Wesen verdrängt und von Elfen durch Zauber verbannt wurden. Es kommt zum Krieg zwischen Gut und Böse, Ajana ist nämlich die legendäre Nebelsängerin.

Monika Felten versuchte ihrem Roman etwas Tiefgang zu verleihen und zumindest in Grundzügen hat dies auch geklappt: Bald schon plagen Ajana Gewissensbisse – schließlich waren die Uzoma zuerst in Nymath. Haben die Menschen und Elfen das Recht, sie aus ihrer Heimat zu verbannen? Das junge Mädchen soll die sagenumwobenen Nebel neu weben, mit Hilfe ihres Amuletts – nur so kann sie verhindern, dass die Einwohner von Nymath von den Uzoma überrannt werden.

Einige originelle Ideen…

Monika Felten hatte einige tolle Ideen, die das Herz eines jeden Fantasy-Liebhabers höher schlagen lassen. Hierzu gehören nicht nur die Lagaren, echsenähnliche Flugtiere, die großes Unheil anrichten können, sondern auch die verschiedensten Stämme, die in Nymath zu Hause sind. Vor allem die Raiden, Falkner, die eine unglaublich tiefe, seelische Bindung zu ihren Schützlingen eingehen, sind interessante Wesen. Auch faszinieren die Wunand-Amazonen, bei denen das Kämpfen den Männern untersagt ist – männliche Wunand, die in die Schlacht ziehen wollen (natürlich muss der Leser auch einen solchen Charakter nicht missen), müssen sämtlichen Spott über sich ergehen lassen.

Monika Feltens Schreibstil kann man ebenfalls nur loben, besticht er doch durch Ausgewogenheit und eine beinahe perfekte Ausdrucksweise. Wohingegen man manchmal bei anderen Büchern das Gefühl hat, der Autor würde das, was er eigentlich ausdrücken wollte, nur anreißen, kann man sich bei Felten sicher sein, dass sie sowohl sprachlich, als auch inhaltlich nichts auslässt.

… werden leider von einem allzu durchsichtigen Ende überschattet

Jedoch gehen die positiven Aspekte aus „;Die Nebelsängerin“; in einer Handlung unter, bei der nahezu jede nächste Wendung vorhersehbar ist. Auch das Ende ist keine Überraschung und nur wenige Fragen, die Raum für eine Fortsetzung lassen, werden aufgeworfen. Einige Leser werden sogar in das Dilemma kommen und überlegen, ob sie überhaupt Interesse am Lesen der Fortsetzung(en) haben, erscheint das Ende dieses Romans doch recht abgeschlossen für den ersten Band einer Trilogie.

Zwar ist „;Die Nebelsängerin“; super ausgestattet, denn neben einer schönen Karte findet der Leser auch eine CD (zumindest in der Hardcover-Ausgabe), auf der die Sängerin Anna Kristina dem Geschehen ein musikalisches Gesicht verleiht. Es gibt sogar drei Puzzles mit Motiven aus dem Buch und eine eigene Website, die unter www.daserbederrunen.de zu finden ist. Ob all diese Marketing-Methoden das Buch besser machen, bleibt zu bezweifeln.

Ich kann nur den unerfahrenen Fantasy-Lesern den Konsum von „;Die Nebelsängerin“; empfehlen; denen, die von dem für phantastische Romane allzu typischen Handlungsablauf noch nicht zu gesättigt sind. Begeistern kann Monika Felten immerhin mit kleinen Details, neuen Stämmen und Kreaturen. Diejenigen, die schon viel aus dem Genre gelesen haben und Neues erwarten, sollten entweder die Finger von diesem Roman lassen oder wenigstens nicht das Geld ins Hardcover, sondern nur ins Taschenbuch investieren. Bleibt nur zu hoffen, dass der nächste Teil etwas besser wird und dass darin auch einige unvorhergesehene Augenblicke das Lesen versüßen.

Ihre Meinung zu »Monika Felten: Die Nebelsängerin«

Silent Compliments zu »Monika Felten: Die Nebelsängerin«24.07.2014
"Die Nebelsängerin" hat zweifellos gute Ideen - Nymath an sich, die Stämme, die Feinde und die Tatsache, dass es zwischen zwei Welten spielt. Jedoch werden diese guten Ideen durch größtenteils leere Floskeln zusammengehalten. Die Problematiken werden leider zu wenig thematisiert - die Umstellung auf eine andere Welt, die Ajana durchmachen muss, der Rassismus zwischen den Stämmen und den Uzoma, Feindbilder und Kriegsethik.
Was dem passionierten Fantasy-Leser jedoch am meisten auffallen muss, ist dass die Protagonisten recht wenig Gespür für Taktik haben.
Trotzdem ist die Geschichte so spannend, dass man sie nicht weglegen kann und es auf jeden Fall wert ist zu lesen.
Henriette zu »Monika Felten: Die Nebelsängerin«23.06.2008
Eigentlich bin ich kein Fantasy-Leser, doch ich kann behaupten, daß mir "Die Nebelsängerin" sehr gut gefallen hat. In dieser Geschichte wird man nicht allzu sehr mit fremden Namen erschlagen. Hilfreich für mich war der Anhang / Glossar mit Erklärungen der Autorin.
Monika Felten hat einen gut verständlichen Schreibstil. Sie hat die Protagonisten sehr gut dargestellt. Sie spart nicht mit Emotionen, läßt teilnehmen an Gedanken.
Ich werde sicher auch die folgenden Bände lesen, da es mir wirklich gut gefallen hat.
julia zu »Monika Felten: Die Nebelsängerin«10.10.2007
Die Nebelsängerin, ist ein Buch das man garnichtmehr weglegen möchte. Der erste teil reißt einen mit in die spannende welt Nymath wo Ajana Abenteuer erlebt, die so gut von Monika beschrieben sind.

Erfahrt mehr indem ihr es lest.
Angy zu »Monika Felten: Die Nebelsängerin«19.09.2007
Die Nebelsängerin ist sehr gut beschrieben.

Was mir sehr gut gefällt ist das es zwischen zwei Welten gespielt wird. In einer Welt wie bei uns und eienr WElt die wie im Mittelalter ist und die Umstellung muß sehr schwer sein.

Es wurde alles sehr gut beschrieben, wie sie sich fühlt und was ihre Stimmungen sind.

Also lest auch die nachfolgenden Bände.

Bis bald
Angy
Bea zu »Monika Felten: Die Nebelsängerin«04.06.2007
ich bin begeistert und habe sofort nach der Nebelsängerin ohne groß nachzudenken den zweiten Band in Angriff genommen. Um dann festzustellen, dass es den dritten Band noch gar nicht als Taschenbuch gibt.
Und nun bin ich auf den letzten 40 Seiten des zweiten Bandes und werde mir wohl den dritten als Hardcover kaufen müssen, weil ich unmööööööööööglich bis September warten kann um zu erfahren wie es weitergeht.

Vorsicht - Suchtgefahr!
Oder erst im September 2006 anfangen zu lesen ;)
??? zu »Monika Felten: Die Nebelsängerin«28.08.2006
Nebelsängerin ist ein Faszinierendes Buch das ein Fantasy-Fan unbedingt gelesen haben sollte. mann kann das Buch in einem durchlesen ohne das einem langweilig wird. am anfang musss man siech zwar ein wenig in die geschichte einlesen um zu verstehen was am Anfang des Buches geschehen ist aber das ist ja normal und macht in der Regel keinem zu schaffen es sei denn man gehört zu der Sorte mensch die keine Geduld haben...
Ihr Kommentar zu Die Nebelsängerin

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.