Gefangener der Sinne von Nalini Singh

Buchvorstellung

Gefangener der Sinne von Nalini Singh

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „Hostage to Pleasure“,deutsche Ausgabe erstmals 2010, 400 Seiten.ISBN 3802582721.Übersetzung ins Deutsche von Nora Lachmann.

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In Kürze:

Nach außen hin ist Ashaya Aleine die perfekte Mediale: kühl, gelassen und emotionslos. Doch innerlich sind ihre Gefühle in Aufruhr. Sie wurde von ihrem Sohn getrennt und soll nun ein Hirnimplantat entwickeln, mit dem die Medialen versklavt werden können. Fieberhaft sucht sie nach einer Möglichkeit zu entkommen. Als ihr schließlich die Flucht gelingt, läuft sie dem Werleoparden Dorian direkt in die Arme. Dessen Schwester wurde einst von einem Medialen getötet, und seither hat er Rache geschworen. Doch seine aufkeimenden Gefühle für Ashaya bringen seinen Entschluss ins Wanken.

Ihre Meinung zu »Nalini Singh: Gefangener der Sinne«

Ticva zu »Nalini Singh: Gefangener der Sinne«16.11.2010
Meine Meinung:
Mediale empfinden nichts, denken und handeln immer logisch, ohne Herz. Dadurch ähneln sie mehr Robotern als Menschen. Mediale streben nur nach zwei Dingen: Geld und Macht - weswegen sie auch für Geschäfte aller Art zuständig sind. Das Programm Silentium hat sie dazu ausgebildet zu sein, was sie nun sind.

Die Protagonistin Ashaya, die ich im letzten Band schon kennen lernen durfte, ist eine Mediale. Allerdings ist sie in der Forschung tätig und arbeitet an einem Projekt, das die Medialen noch weiter einschränken soll. Natürlich nur zu ihrem eigenen Besten.
Nachdem sie allerdings im vorigen Band geholfen hat, menschliche Versuchskaninchen aus dem Labor zu befreien, vermutete ich schon stark, dass sie eine Flucht planen würde.
Dass Ashaya diese in diesem Buch auch wirklich gelingt, hat sie einer Rebellion zu verdanken, die sich immer stärker gegen das Silentium stellt.

Dorian, ein Wächter der Darkriver-Leoparden, hat seine Schwester an einen Psychopathen der Medialen verloren und seitdem nur noch eines im Kopf: Rache!
Doch dann soll ausgerechnet er sich um die abtrünnige Ashaya kümmern. Dadurch wird seine ganze Denkweise auf den Kopf gestellt …

Ashaya kommt von Anfang an besser mit Berührungen und Gefühlsbeschreibungen klar, als es bei Sascha und Faith, die Protagonisten aus den Vorbänden, der Fall war. Denn Ashayas Schilde im Silentium bröckelten schon in ihrer Teenagerzeit und so fand sie sich damit einfach ab.
Aber sie hat ein tödliches Geheimnis, gegen das sie auf der einen Seite ankämpft, doch auf der anderen Seite gehört es zu ihr und sie liebt es. Denn es handelt sich dabei um ein anderes Wesen, das eine starke Verbindung zu ihr hat.
Das dazugehörige Hin und Her zwischen dem Wesen und Ashaya in deren Kopf wurde sehr gut geschildert. Gleichzeitig wurde ich immer neugieriger, was es mit dieser Kreatur auf sich hat, die Ashaya liebt und doch gleichzeitig zu hassen scheint.

Durch ihr Wissen über ein bahnbrechendes Projekt sowie einen tödlichen Virus wird Ashaya für die Medialen zum Staatsfeind Nr. 1. Als sie damit auch noch zu den Medien geht und sich öffentlich als eine Mediale gegen den Rat und dessen Projekte stellt, scheint die Lage zu eskalieren.
Sie wird gejagt und es kommt zu Entführungs- und Mordversuchen. Aber nicht nur durch die Medialen ...
Denn zum ersten Mal kommt in der Geschichte etwas Neues dazu: Frauen und Männer, die sich in Europa aufhalten und ebenso auf Ashayas Wissenschaften aus sind wie die Medialen. Dass damit eine weitere Gefahr im Anmarsch ist, wird den Gestaltwandlern fast zu spät bewusst.
Somit haben die Gestaltwandler plötzlich zwei Fronten, von denen Gefahren lauern.
Dadurch nimmt die Spannung immer mehr zu und ich war wieder einmal gefesselt von dem tollen Schreibstil.

Worüber ich mich sehr amüsierte, waren die erotischen Gespräche, die Dorian Ashaya immer neckend aufzwang. Es fing immer ganz harmlos an und endete mit unverwechselbaren Veränderungen an ihrem Körper.
Die Schilderungen der Erotik selbst waren auch sehr gefühlvoll beschrieben.

Alle paar Kapitel fingen diese mit kurzen Ausschnitten an, die in Kursivschrift gehalten waren. Dabei handelte es sich um verschiedene Textpassagen aus Tagebüchern, Briefen, E-Mails oder Gesprächen.
Dieses Verfahren kommt in diesem Roman zum ersten Mal vor und war äußerst interessant. Dadurch bekam ich kleine Eindrücke aus der Vergangenheit und der Gegenwart von den verschiedensten Quellen.

Immer wenn ich in einem Roman der Gestaltwandler-Serie zu lesen begann, hatte ich das Gefühl, nach Hause zu kommen. Hört sich komisch an, ist aber so. Durch den tollen, von Emotionen gespickten, Schreibstil der Autorin fühlte ich mich immer richtiggehend wohl, wenn ich in ihre Geschichten eintauchen durfte. Und so war es auch wieder bei diesem Band.
Als es zum Schluss noch eine Überraschung für Dorian gab, musste ich sogar quietschen vor Freude!

Bleibt noch zu erwähnen, dass es der fünfte Teil der Gestaltwandler-Serie ist. Man kann die Bände gut einzeln lesen, doch ich empfehle sie der Reihenfolge nach zu lesen, da sich alle wichtigen Figuren aus den Vorbänden weiterentwickeln und weiterhin wichtige Rollen haben.

Fazit:
Ein wunderschöner Roman über Liebe mit einem guten Schuss Spannung.
Ich vergebe fünf volle Sterne!


Reihenfolge der Gestaltwandler-Serie:
2008 - Leopardenblut
2008 - Jäger der Nacht
2009 - Eisige Umarmung
2009 - Im Feuer der Nacht
2010 - Gefangener der Sinne
2010 - Sengende Hitze
2011 - Ruf der Vergangenheit (ab März)

© haTikva - Nethas Schmökerkiste 13.11.2010
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