Leopardenblut von Nalini Singh

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2006unter dem Titel „Slave to Sensation“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 378 Seiten.ISBN 3802581520.Übersetzung ins Deutsche von Nora Lachmann.

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In Kürze:

In einer Welt, in der Gefühle verboten sind und die telepathisch begabten Psy jede Form von Leidenschaft unterdrücken, führt die junge Sascha Duncan ein Doppelleben. Als sie dem gutaussehenden Gestaltwandler Lucas Hunter begegnet, fällt es Sascha immer schwerer, die Maske der Gleichgültigkeit aufrechtzuerhalten. Hunter kommt indessen einem fürchterlichen Geheimnis auf die Spur ...Erotik-Thriller in einer fantastischen Alternativwelt: Die Zukunft der Fantasy Romance! Shooting Star Nalini Singh lässt die Gefühle explodieren!

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Der Mörder ist nicht immer der Gärtner“40

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Ein Serienkiller geht um – ein Mörder, der Frauen aus der Gemeinschaft der Gestaltwandler grausam foltert und umbringt, ein Täter, der offensichtlich Rückendeckung von den Medialen erhält. In einer Welt, die von übernatürlich Begabten, den sogenannten Medialen beherrscht wird, die ohne jegliche Gefühle, nur von ihrer Ratio gesteuert sind, eigentlich ein unvorstellbarer Vorgang. Doch wer steckt hinter den abscheulichen Verbrechen, warum mordet ein Medialer Gestaltwandler und wird dazu noch beschützt?

Lucas Hunter, der Alpha der DarkRiver Leoparden macht sich auf, das Mysterium zu lösen und Rache zu üben. In der jungen Medialen Sascha Duncan findet er überraschend Unterstützung. Sie, die einer der angesehensten Familien unter der Herrschaftsschicht angehört, entdeckt plötzlich und unerwartet, dass sie Gefühle besitzt. In ihren Träumen – auch wenn Mediale gemeinhin nicht träumen überfallen sie immer wieder erotische Phantasien – stellt sie eine Verbindung zu dem charismatischen und umwerfend männlichen Lucas her. Nur zu bald stößt sie im medialen Netz, das alle Telepathen miteinander verbindet, auf Hinweise, die darauf hindeuten, dass der Täter unter den Anführern zu suchen ist. Mehr noch, die Mär von den gewaltlosen, weil emotionslosen Medialen, sie stimmt nicht. Serienmörder werden um der Machterhaltung gedeckt, Mitwisser gnadenlos verfolgt und ausgeschaltet. Renegaten werden nicht geduldet, auch Sascha steht die Gehirnwäsche, die sie als hilfloses Bündel Mensch ohne Sinn und Verstand zurücklassen würde, bevor …

Erotische Urban Fantasy – ein boomender Markt

Erotik und Fantasy, das sind Elemente, die sich gut miteinander vertragen. Die Welt des reizvollen Übernatürlichen strahlt auch immer den Hauch von Gefahr und Exotik aus, und welche Frau würde hier nicht schwach, wenn ihr ein mehr als gut gebauter, charismatischer Held über den Weg laufen würde. Insoweit kokettieren gerade die in letzter Zeit so populären Urban Fantasy-Serien gerne mit dem Hauch des Verruchten und suchen ihre Leser mit einer mehr oder minder gelungenen Synthese aus phantastischen Wesen und wildem, animalischen Sex in ihren Bann zu ziehen.

Man mag grummeln, dass die entsprechenden Beschreibungen der gestählten Männerkörper a la Adonis und der natürlich gut gebauten, verführerischen Damen optisch kaum der Leserschicht, die zu derartigen Werken greift, entspricht, dass die selbstverständlich standhaften Phallie und die stundenlangen, erfüllenden Spiele auf der Matratze kaum etwas mit der Realität zu tun haben, aber genau das ist es doch, das die Leser-innen in diesen Büchern suchen. Ein Traumreich aus tausendundeiner Nacht, in der sie in die Haut der begehrenswerten, gleichzeitig auch machvollen Heldin schlüpfen können und Erfüllung mit und unter einem Alphatier finden.

Singh setzt falsche Schwerpunkte – deftige Erotik statt Details einer potentiell interessanten Weltenschöpfung

Vorliegend hat die Autorin versucht, uns eine recht eigenständige Welt zu präsentieren. Einmal keine Vampire, nur Gestaltwandler gibt es, und übernatürlich begabte Menschen. Durch Indoktrination wird diesen von Kindesbeinen an jegliches Gefühl ausgetrieben, sie zu reinen Vernunftwesen geprägt. Obwohl sich die entsprechenden Beschreibungen der Handlung unterordnen und wir nur nach und nach das Bild puzzlemässig selbst zusammensetzen müssen, spricht die Idee abseits der ausgetretenen Pfade der Vampirgesellschaft, die ihr Coming-out hatte, für die Autorin. Hier hat die Verfasserin sich bemüht, sich selbst etwas einfallen zu lassen, eigene Schwerpunkte zu setzen und Aussagen zu machen. Eine Welt ohne Gefühle, Menschen ohne die Fähigkeit, zu empfinden, das ist eine erschreckende Vision, die mit Wucht über den Leser hereinbricht.

Auch die Darstellung der Rudelmentalität der Gestaltwandler – seien es nun Leoparden oder Wölfe – kann als durchaus überzeugend und glaubhaft bezeichnet werden. Dennoch konnte mich das Buch letztlich nicht überzeugen. Warum nicht?

Nun, zum Einen ergeht sich die Autorin viel zu oft und zu ausführlich in Nebensächlichkeiten. Da werden letztlich bedeutungslose Sätze aneinandergereiht, nur um die Seiten zu füllen. Hinzu kommt, dass den Bettszenen zu viel Platz eingeräumt wird. Nicht, dass ich etwas gegen Erotik einzuwenden hätte, dass ich auch deutliche Schilderungen des Akts nicht zu schätzen wüsste. Doch auch hier hat Singh zuviel des Guten hineingepackt. Nach der dritten Seite verlieren die plastischen Beschreibungen des Liebesspiels doch ein wenig ihren Reiz, da wäre ich eher daran interessiert, wie es in der Suche nach dem Täter vorangeht. Insoweit hat die Autorin das vorhandene Potential ihrer eigenständigen Schöpfung einer emotionslosen Herrschaftsklasse, und deren Fall ein wenig verspielt. Sex sells, doch hier war es eindeutig zu viel des Guten.

Ihre Meinung zu »Nalini Singh: Leopardenblut«

Chrisu zu »Nalini Singh: Leopardenblut«20.11.2010
Auf der Erde gibt es drei Klassen: Mentale, Gestaltwandler und "normale Menschen". Die Mentalen, zu denen Sascha gehört, sind die herrschende Kaste, sie spüren keine Gefühle und Emotionen und somit keine Gewalt und kein Verbrechen. Sascha hat bedenken, dass sie defekt ist, da sie manchmal Gefühle spürt. Überhaupt bei Lucas, ein Gestaltwandler, mit dem sie geschäftlich zu tun hat. Dann wird eine Gestaltwandlerin der Wolfsgruppe entführt und Sascha erfährt, dass es bereits mehrere tote Frauen gibt und der Täter wird bei den Mentalen vermutet. Durch die Beziehung zu Lucas lernt Sascha, dass ihr Defekt in Wirklichkeit ein großes Potential an Kraft beinhaltet und sie dadurch in der Lage ist, die Entführte zu retten bzw. den Mörder zu überführen.
Aber das ganze Vorhaben wird ihr Leben kosten.
Ein sehr spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite und mit knisternder Erotik gemischt. Es ist das erste Buch dieser Art, das ich gelesen habe, aber ich denke nicht das letzte.
Shjva zu »Nalini Singh: Leopardenblut«01.06.2010
Mich hat diese Buch sehr begeistert, ich hatte zuerst aber Im Feuer der Nacht gelesen und erst später mitbekommen das es mehr von diesen büchern giebt. daruf hin habe ich mir alle zugelegt. Ich bin einfach nur von ihrer Art zu schreiben und einfach dem Gesamtpacket total Begeister. Ich werde mir auch weiter hin alle Bücher von ihr kaufen, weil ich finde das man ja keins verpassen sollte.
Ticva zu »Nalini Singh: Leopardenblut«03.05.2010
Mediale, wie Sascha Duncan eine ist, empfinden nichts, denken und handeln immer logisch, ohne Herz. Dadurch ähneln sie mehr Robotern als Menschen. Mediale streben nur nach zwei Dingen: Geld und Macht - weswegen sie auch für Geschäfte aller Art zuständig sind.
Aber Sascha hat einen "Defekt" , denn sie kann verschiedene Empfindungen fühlen. Und so steht sie immer unter einem großen Druck, denn wenn das einmal herauskommt, ist das ihr Todesurteil ...
Als der Gestaltwandler Lucas Hunter auftaucht, beginnen ihre Schutzschilde zu bröckeln, die ihren Defekt vor den Augen des Rates noch verbergen können.
Unter dem Vorwand, ein Geschäft mit den Medialen zu machen, versucht Lucas, an Informationen zu gelangen, die ihn zu einem Mörder führen könnten. Er ist nämlich der festen Ansicht, dass der Mörder ein Mediale ist.
Durch ein geplantes Bauvorhaben, das Sascha leiten soll, kommen sie sich näher ...

Bevor die eigentliche Handlung begann, gab es eine kleine Einführung in das Denken und Handeln von Medialen, um besser verstehen zu können, was sie wirklich sind und nach was sie streben. Ich verstand anfangs leider nur die Hälfte und bekam eher durch Sascha mit, wozu die Mediale eigentlich da sind.

Je weiter ich in die Handlung eintauchte, umso intensiver nahm ich die Geschichte wahr. Die emotionalen Schilderungen rissen mich förmlich mit sich. Mit meinen Gefühlen ging ich richtig mit, so trauerte und weinte ich mit Sascha und empfand Zorn und Wut wie Lucas.
Auch das Rudelverhalten der Leoparden und Wölfe wurde sehr schön dargestellt.
Ebenso sinnlich und ausschmückend beschrieb die Autorin die erotischen Momente.

Im Laufe der Geschichte wurde es immer spannender und ich fragte mich teilweise, ob die Autorin während des Schreibens ins Kriminalistische gewechselt hatte. Ich fand diese Schreibweise mit der Mischung aus Romantik und Abenteuer fesselnd und genial gemacht.

Fazit:
Mit diesem Auftakt um eine Gestaltwandlerreihe hat Nalini Singh mit mir einen weiteren Fan gewonnen.
Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen und bin schwer begeistert!
Nun freue ich mich schon auf den nächsten Teil und vergebe diesem Werk fünf Sterne.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
deta zu »Nalini Singh: Leopardenblut«15.04.2010
Dieses Buch habe ich auf Empfehlung gelesen und wurde nicht enttäuscht. Die Vorstellung kleiner Kinder-Gestaltwandler als rebellische „Kätzchen“ fand ich so niedlich, dass ich mich überreden ließ das Buch in die Hand zu nehmen.
Die Erotikszenen haben dem Geschehen mehr Würze verliehen und waren nicht so peinlich, wie in manchem anderen Buch dieses Genre. Da es in groben Zügen in der Geschichte um den alten Konflikt zwischen ratio und animus geht hat mir gut gefallen. Im Ganzen fand ich es nicht schlecht.
Lizzi zu »Nalini Singh: Leopardenblut«28.12.2009
Hallo,
ich habe die Bände jeweils an einem Tag durchgelesen und ich muss sagen, sie sind für jeden Fantasy-fan ein Muss.
Die Mischung zwischen der unterkühlten Rasse, den Medialen und einer emotionalen Rasse, den Gestaltwandlern und dazwischen die Menschen als Brücke, ist einfach klasse gelungen.
Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, kann man nicht mehr aufhören.
Ich wünsche jedem viel Spass, der in in dieser fantastischen Welt abtauchen will!

mfg Lizzi
Lucia zu »Nalini Singh: Leopardenblut«12.08.2009
Das Buch ist meiner Meinung nicht unbedingt ein Muss, aber empfehlen kann ich es schon, da es durch diese interessante Alternativwelt nicht zum einheitsbrei gehört.Leider erfährt man wenig drüber ie es in dieser Welt aussieht usw es wird sehr viel der Fantasie überlassen.
Die Autorin hätte so viel schreiben können, stattdessen hat man das Gefühl, das oft Sätze wiederholt werden um die vom Verlag geforderte Seitenzahl zu erreichen. Warum sonst sollte eine Bettszene mehr als 5 Seiten in Anspruch nehmen?
Am Anfang fand ich das Buch total super aber das mit dem Medialnet wurde am Ende zu kompliziert für mich.
Einfach mit nicht zu hohen Erwartungen rangehn.
Johanna zu »Nalini Singh: Leopardenblut«18.03.2009
Das Buch ist so geschrieben, das man jedes Gefühl mitfühlt, Jede Berührung Spürt, und jedes Wort hört...Mitreisen!!!
Ich liebe Bücher in diese Richtung, auch der zweite Teil Jäger der Nacht, und der dritte Teil Eisige Umarmung sind wundervoll...
Eine Rasse die nicht fühlt, und eine Rasse voller berührungsdrang und sexueller Energie...

Dieses Buch ist ein MUSS!!!
Michaela Müller-Gropengießer zu »Nalini Singh: Leopardenblut«16.01.2009
Nalini Singh ist es gelungen eine gefühlvolle Serie zu schreiben, die alle Sinne einbindet. Gekonnt wird Spannung mit Erotik kombiniert - Romantik mit Fantasy. Ich freue mich schon auf das dritte Buch! Sie sind ähnlich suchterzeugend - wie Lara Adrian, J.R. Ward und Karen Moning. Ich bin sehr dankbar, dass es endlich auch ohne Vampire geht. Apropos finde ich die S-Szenen noch sehr zurückgenommen. Außer ihr hat - meiner Meinung nach - nur Jaqueline Carey es geschafft , eine noch dichtere, anspruchsvollere - sinnliche - Welt/Geschichte zu weben, die allerdings auch wesentlich schwerer zu lesen ist. Ich denke, der Trend gute Fantasy mit Erotik zu kombinieren ist erst am Anfang und der Stoff der Zukunft. Was die angeblichen Leserinnen betrifft, so irrt Herr Kuhr, alle Frauen, die ich kenne, die diese Bücher verschlingen, sind entgegen seiner Behauptung sehr attraktiv und - er wird es nicht glauben - haben einen ebensolchen Mann ...
Brigitte zu »Nalini Singh: Leopardenblut«21.10.2008
Ja, wenn der Mensch sich keine Visionen vorstellen kann, kann er auch in die Geschichte der Medialen und Gestaltenumwandler nicht "eintauchen"!!! Meine Tochter und ich haben nicht aufgehört zu lesen und so ging es mir jetzt auch mit dem zweiten Band "Jäger der Nacht", zwei Tage gelesen und hoffe nun sehr auf die nächste Geschichte...D A N K E
Carina zu »Nalini Singh: Leopardenblut«30.09.2008
Nalini Singh versteht es fabelhaft in ihren Büchern die Differenzen zwischen den Medialen, denen Gefühle verboten und fremd sind, und dem sehr auf Körperkontakt und emotionaler Bindung bestehenden Rudel der DarkRiver Leoparden zu schildern.

Zu Anfang war ich skeptisch, aber nach den ersten paar Seiten total überzeugt - ein geniales Buch!

Auch der zweite Teil "Jäger der Nacht" ist nur zu empfehlen!!

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