Revelations - Die Offenbarung von Oliver Bowden

Buchvorstellungund Rezension

Revelations - Die Offenbarung von Oliver Bowden

Originalausgabe erschienen 2011unter dem Titel „Revelations“,deutsche Ausgabe erstmals 2012, 443 Seiten.ISBN 3833224371.Übersetzung ins Deutsche von Timothy Stahl.

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In Kürze:

Älter, weiser und tödlicher denn je begibt sich Meister-Assassine Ezio Auditore auf die gefahrenvolle Reise zu der verlorenen Bibliothek seines Vorfahren Altaïrs. Dort soll angeblich die Waffe zur Zerschlagung des Tempelordens begraben sein. In Altaïrs Bibliothek wartet also nicht nur längst vergessenes Wissen, sondern auch eines der größten Geheimnisse der Menschheit. Ein Geheimnis, das die Templer nutzen wollen, um die Erde zu beherrschen. Fünf Schlüssel werden benötigt, um die Bibliothek zu öffnen. Um diese in seinen Besitz zu bekommen, muss Ezio nach Konstantinopel reisen – in eine Stadt im Umbruch, denn von dort aus trachten die Templer danach, das ottomanische Reich ins Chaos zu stürzen. Auf den Spuren Altaïrs muss Ezio nun zum finalen Schlag gegen die Templer ausholen und es steht so viel auf dem Spiel wie niemals zuvor …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Assassinen, die Templer und Konstantinopel“69

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Wir schreiben das Jahr 1509. Die Bruderschaft der Assassinen hat nicht nur die Borgias besiegt und Rom befriedet, sondern die Templer fast aus Italien vertrieben. Eigentlich könnte Ezio Auditore, Meister und Anführer der Assassinen, zufrieden sein. Den Goldenen Apfel hat er sicher versteckt, die Geschäfte geordnet seiner Schwester übergeben. In alten Dokumenten findet er Hinweise auf eine geheime Bibliothek, die Altair, legendärer Anführer der Assassinen, einst tief unter dem Hauptsitz der Bruderschaft verborgen hat. Eine Abenteuerlust regt sich, fürs Altenteil taugt er noch nicht.

Seine Reise nach Masyaf an sich erweist sich schon als gefährliches Abenteuer, als Piraten sein Schiff überfallen. Doch als er in der alten Ordensburg der Assassinen ankommt, stößt er dort auf seine alten Gegner – die Templer sind bereits da. Es gelingt ihm nicht nur, ihnen zu entkommen, sondern einem ihrer Hauptmänner auch ein altes Buch, das niemand Anderer als Niccolò Polo verfasst hat, abzunehmen. Um den Zugang zu den geheimen Räumlichkeiten unter der Feste zu erlangen, so die Ausführungen in der Kladde, muss er fünf Schlüssel finden, Schlüssel, die in Konstantinopel versteckt sind, einer Stadt, in die mit dem drohenden Tod des Sultans Suleiman tagtäglich mehr Templer strömen …

Tempo und Action – das Erfolgsrezept des Oliver Bowden

Der vierte Band der Romanadaption des PC-Games Assissins Creed führt nicht nur die Rahmenhandlung um Ezio weiter, er bietet dem Leser auch eine malerisches Bühne, vor der die rasant verfassten Abenteuer spielen.

Konstantinopel, vor einigen Jahren erst von den Osmanen zurückerobert, ein Schmelztiegel der Rassen, Nationen und Religionen bietet die malerische Kulisse für eine Handlung, die voller Tempo, aber auch mit vielen historischen Querverweisen daherkommt.

In Bowdens zweifellos bislang bestem Buch zeigt er uns einen in Würde alternden Fuchs, der es nicht nur den jungen Gildemitgliedern, seinen Gegnern, sondern auch sich selbst noch einmal beweist. Zwar ist sein Körper nicht mehr so belastbar und schnell wie einst in seinen jungen Jahren, dafür hat er sich mittlerweile die Erfahrung und auch die Ruhe die mit einer gewissen Reife einhergeht, zu eigen gemacht. Packende Kampfschilderungen wechseln sich mit Geheimnissen und Verfolgungsjagden ab, die Action der relativ kurzen Kapitel, die oft in Cliffhangern enden, reisst nicht ab.

Das ist sicherlich auf den Punkt geschrieben, viele der Personen sind oberflächlich, ja stereotyp gezeichnet, doch Dank des reissenden Handlungsflusses bemerkt man dies kaum. Geschickt lässt der Autor einiges Wissenswertes über Konstantinopel, dem Istanbul unserer Zeit mit einfließen, baut auf die bisherigen drei Romane auf, führt die Handlung der Games aber auch weiter und ergänzt diese durch eigene Ideen und Handlungsstränge.

Das ist rasant geschriebene Abenteuer-Action vor historischer Kulisse, mit einem tollen Cover in Spotlackierung und dazu noch gut übersetzt – für Game-Fans und Nur-Leser gleichzeitig geeignet.

(Carsten Kuhr, März 2012)

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