Die Zeitmaschine Karls des Großen von Oliver Henkel

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Die Zeitmaschine Karls des Großen von Oliver Henkel

Originalausgabe erschienen 2001, 380 Seiten.ISBN 383111661X.

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In Kürze:

Das Weströmische Reich hat schwere Zeiten überstehen müssen. Nur knapp konnte das angeschlagene Imperium im Jahre 476 der endgültigen Vernichtung entrinnen. Doch Rufus Scorpio rettete es vor der zerstörerischen Gier des Heerführers Odoaker, erlangte selber den Kaiserpurpur und übernahm die schwere Aufgabe, Westrom durch die Stürme einer aus den Fugen geratenen Welt zu lenken. Über dreihundert Jahre sind seitdem vergangen. Unter dem Kaiserhaus der Scorpii fand das Imperium wieder zu Stabilität und innerem Frieden, und dank der Hilfe des Oströmischen Reiches konnte ein Großteil der verlorenen Provinzen zurückgewonnen werden. Jetzt, im Jahre 796, sieht es ganz so aus, als würde Westrom für alle Zeiten Bestand haben. Doch die scheinbar sorgenfreie Ruhe könnte trügerisch sein. Karl, der König der Franken, verhält sich seit geraumer Zeit sehr beunruhigend, und niemand kennt den Grund dafür. Sollte das Frankenreich zu einer Gefahr für Rom werden? Um das in Erfahrung zu bringen, wird Andreas Sigurdius als Spion in das Reich im Norden geschickt. Und was er dort herausfindet, geht weit über alles hinaus, was er sich jemals hätte vorstellen können …

Ihre Meinung zu »Oliver Henkel: Die Zeitmaschine Karls des Großen«

Zeitreisender zu »Oliver Henkel: Die Zeitmaschine Karls des Großen«06.09.2012
Andreas wird von seinem Vorgesetzten und zukünftigen Schwiegervater als "cleveres Bürschchen" angesehen - und das kann man im Laufe der Erzählung auch nachvollziehen. Schon zu Beginn seiner Nachforschungen kommt der Autor durch einige geschickte Anmerkungen zur Sache und es ist erfreulich, dass nicht endlos Abschweifungen nötig sind um darauf zu kommen, dass der Protagonist bald erfahren wird, dass etwas mit "seiner Welt" nicht stimmt. Interessant, dass auch in dieser Alternativwelt jemand die Idee hat, eine "Alternativwelt" zu beschreiben [Rabiner Josephus Columbanus - witzige Anlehnung, gelle? - in seinem Buch "Im Auftrage Konstantinopels"], in dem er erzählt, wie die Welt wäre, wenn der Arabische Aufstand erfolgreich gewesen wäre und die Anhänger des Mahometus siegreich. All dies macht den Leser recht froh und er begibt sich gern mit Andreas auf die Suche nach den Gründen, warum seine Welt so anders ist, als sie eigentlich sein sollte. Aber das sollte der Leser nun wirklich selbst lesen - aber es sei angemerkt, dass man solche Alternativwelt-Szenarien wirklich nur genießen kann, wenn man wenigstens rudimentäres Geschichtswissen sein eigen nennt. Kleines Schmankerl am Rande: Die Nachrichtenübermittlung Roms wird durch Signaltürme, so genannte Innuetoren ermöglicht. Diese findet man z.B. als wichtigen Bestandteil auch in "Die folgenschwere Ermordung Ihrer Majestät Königin Elisabeth I." von Keith Roberts wieder. Interessant auch der kurze Handlungsstrang mit der "Weisen Frau". Ihn findet man auch im Roman "Artus, der legendäre König - Die Pendragon-Saga" von Stephen Lawhead aus dem Jahr 1989. Man könnte fast glauben, Henkel hätte diese Handlung gelesen und für so spannend gefunden, dass er sie unbedingt in seine Geschichte einbauen musste. Schade nur, dass sie aber auch nicht das geringste zur Geschichte beitragen kann! Sie beginnt sinnlos - und sie endet sinnlos. Der Schluss ist leider auch ausgesprochen unbefriedigend. Ich liebe zwar melodramatische Endungen [so viel sei verraten], aber dieser Schluss kommt dann doch sehr im gestreckten Galopp daher!
Henkel geht von der Version der möglichen parallel existierenden Welten aus. Durch die Änderung bestimmter Parameter entsteht ein eigenständiger Zeitzweig, der keine Änderungen in dem Zweig hervorruft aus der der Besucher kommt. Dummerweise wird diese Annahme, die der Leser das ganze Buch hindurch gerne glaubt, in den letzten paar Sätzen gründlich zerstört. So kann man es auch machen.
Das Buch gehört ja zur Gruppe der "Books on Demand". Ich bin immer davon ausgegangen, dass das Manuskript elektronisch angelegt ist [Computer mit Textverarbeitung]. Leider sind im Buch trotzdem einige z.T. schlimme Druckfehler enthalten.
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