Geweckt von P. C. Cast & Kristin Cast

Buchvorstellungund Rezension

Geweckt von P. C. Cast & Kristin Cast

Originalausgabe erschienen 2011unter dem Titel „Awakened“,deutsche Ausgabe erstmals 2011, 432 Seiten.ISBN 3-596-19306-0.Übersetzung ins Deutsche von Christine Blum.

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In Kürze:

Neferet, die Hohepriesterin des House of Night in Tulsa, hat Rache geschworen an Zoey. Dabei ist der unsterbliche Kalona nur eine der Waffen, die sie einsetzen will. Doch Zoey hat Zuflucht bei Königin Sgiach auf der Isle of Skye vor der Küste Schottlands gefunden. Dort müssen sie und ihr Krieger Stark erst einmal wieder zu Kräften kommen. Außerdem möchte Sgiach sie zu ihrer Nachfolgerin ernennen. Warum soll sie also wieder nach Tulsa und zum House of Night zurückkehren? Nach dem Tod von Heath ist sowieso nichts mehr so wie früher. Und auch die Beziehung zu Stark könnte nicht mehr das sein, was sie einmal war.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Geweckt weckt nicht wahre Wonne“40

Fantasy-Rezension von Verena Wolf

Natürlich ist die gesamte House-of-Night-Serie gute Unterhaltung und eine lange Geschichte um Freundschaft, Schlülervampire und ihren Kampf gegen das Böse und darin solide und gelungen. Ist nicht umsonst ein großer Erfolg. Aber jede Geschichte sollte nicht unendlich in die Länge gezogen werden, sonst wird sie manchmal dünn und laff wie ein überstrapaziertes Kaugummi, das man eben auch nur – wenigstens, wenn man ein wenig Spannung behalten will – bis zu einem gewissen Punkt quälen kann – egal welche Überraschungen einem die Werbung glauben machen will.

Auf und Nieder – immer Wieder

Für mich ist es ein Muster, dass sich gute und schlechte House-of-Night-Bücher abwechseln. Diesmal ist wieder ein schwächeres dran. Gut, es ist erneut luftig geschrieben, unsere Jungvampire müssen sich mal wieder den Bösen alias Neferet stellen und dementsprechend muss das Gespann und Liebespaar Zoey und Stark leider die schöne Isle of Skye verlassen und zurück Richtung Vampirinternat. Aber so wirklich interessiert mich nicht, was Neferet diesmal genau ausheckt, wie nahe sich Zoey und Stark einander fühlen und die Gedichte von Kramisha gingen mir – mit Verlaub – wie ihr nervigen Ailton-Grammatik auf den Geist. Es gab viele Wiederholungen – so manche Gedanken und Geschehnisse hat man so oder sehr ähnlich in einem der immerhin sieben Vorgängerbände schon erfahren, gelesen, erzählt bekommen oder erahnt. Aber man muss zugeben, schnell runter lesen tat sich auch dieser Band wieder. Manchen Nachmittag opfert man ja auch einer netten Highschoolkomödie mit hübschen Stars mit gebleichten Zähnen (die vielleicht noch nett tanzen und singen?), auch wenn man sich zum Schluss fragt: Was ist jetzt genau passiert?

Was wird aus dem Rabenspötter?

Ja, wie Stevie Rae bin ich Rabenspötterfan. Der hat immerhin ja was zu bieten, was ein wenig in dem Highscoolmusical hängen bleibt. Gerade da er so schön sinister, eigensinnig loyal dem bösen Vater gegenüber war. Und, das muss auch mal gesagt werden, dabei so gar nicht eindimensional war wie die Testosteron-Söhne des gestählten Kampfkörpers, aufopfernd immertreu wie unsere kerzenschwingenen Jungvampire oder auch nur eindeutig böse wie die aus x Bänden bekannte dunkle Hohepriesterin Neferet. Dementsprechend nicht doof, dass sich der Band zum großen Teil um Stevie Rae und ihren Prägungs-Fast-Lover Rephaim dreht. Das ist kein Spoiler, das verrät ja schon das düstere Cover mit beschwingten Mann mit Indianerfeder und rotes Tatoos auf den gutgestählten nackten Oberkörper. Aber damit ist es zum Ende auch vorbei, denn hier passiert was, eine Entwicklung, ja ja! Mehr wird nicht verraten. Trotzdem schade. Denn wer ist jetzt noch in den Folgebänden als ungeläutert und mit-Ecken-und-Kanten übrig? Mir fällt keiner ein. Hm.

Fazit: Die Geschichte um Zoey und ihren Kampf gegen das Böse in Form einer schönen, aber düsteren Hohepriesterin geht munter weiter. Und das wird noch ein wenig dauern. Darauf ist Verlass.

(Verena Wolf, Januar 2012)

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