Verbrannt von P. C. Cast & Kristin Cast

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2010unter dem Titel „Burned“,deutsche Ausgabe erstmals 2011, 416 Seiten.ISBN 3-596-19061-4.Übersetzung ins Deutsche von Christine Blum.

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In Kürze:

Wenn Freunde sich nicht mehr vertrauen können, gewinnt das Böse die Oberhand. Die Dinge stehen schlecht im House of Night. Zoeys Seele ist zerschmettert. Um sie herum ist alles zerstört, wofür sie je gekämpft hat. Und mit einem gebrochenen Herzen will sie lieber in der Schattenwelt bleiben. Stark scheint der Einzige zu sein, der zu ihr durchdringen könnte, doch dafür müsste er sterben. Und das würde Zoey umbringen. Doch auch Stevie Rae und Aphrodite könnten helfen, wenn sie nur wollten. Warum zögern sie? Ein Spiel mit dem Feuer, das alle verbrennen könnte.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Neue Reisen und Prüfungen für Zoeys Freunde“81

Fantasy-Rezension von Verena Wolf

„Verbrannt“ ist der siebte Band der House-of-Night-Serie und von der heiteren Vampirinternatsstimmung ist kaum etwas übrig. Die Dinge stehen ernst. Zoeys Seele ist zerbrochen und mit Heath in der Anderswelt gefangen. Wenn nicht irgendwer das Ruder herumreißt, droht Zoey ein ruheloser, zerrütteter Geist zu werden, deren Körper im Diesseits stirbt. Zu allem Unglück schickt Neferet Kalona, um genau das sicher zu stellen. Zoeys Freunde, allen voran ihr Krieger Stark, sind verzweifelt. Jetzt einmal braucht ihre Hohepriesterin so dringend ihre Hilfe, aber sie wissen nicht, wie sie ihren Geist überhaupt erreichen können. Sie reisen auf die geheimnisvolle Isle of Skye, denn nur hier lässt sich eventuell ein Weg finden, wie Stark Zoey in die Anderswelt nachreisen kann. Aber sogar wenn das gelingt, ist nicht sicher, ob Stark dafür nicht mit dem Leben bezahlen muss und ob Zoey überhaupt zurückkehren will.

Tapetenwechsel: Die Anderswelt und die Insel der Frauen

Es gibt in „Verbrannt“ verschiedene Handlungsstränge und jeder führt den Leser an einen ganz anderen Handlungsort. Zusammen mit Aphrodite, Stark und Co. reisen wir nach Schottland. Dort wohnt ein alter, fast vergessener Kriegerkult, der durch blutige Rituale – den Glauben an die Ehre und an zwei Stiere, die das Gute und das Böse verkörpern – bestimmt wird. Eine erwachsene, mysteriöse Variante des Kults der hübschen Söhne von Erebos, den der Leser bisher im Internat kennengelernt hat.

In der Anderswelt – eine seltsam schöne, aber starr wirkende Zwischenwelt – wird der Leser wie Heath Zeuge, wie Zoey sich immer mehr verliert. Sehr gut beschreibt das Autorenduo, wie sich Zoey, deren Seele wörtlich zerfällt, immer mehr verändert und droht völlig zu vergehen. Diese neue Zoey, die ein Schatten der selbstbewussten, sicheren Hohepriesterin ist, zu der sie sich in den letzten HoN-Bänden gemausert hatte, wirkt sehr verletzlich und dadurch zittert man mit der Hauptfigur, wie schon lange nicht mehr.

Stevie Rae ist im House of Night, aber versucht nicht immer mit durchschlagenden Erfolg gleichzeitig in den Tunneln die roten Vampire zu Vernunft zu bringen, sich über die Art ihrer Beziehung zu dem Rasenspötter Ephraim klar zu werden und aus der Ferne ihren Freunden zu helfen. Das alles führt dazu, dass Stevie Raes Leben sehr kompliziert wird und sie verdammt schnell an ihren Aufgaben wachsen muss, um nicht unter zu gehen.

Mehr Fantasy als Internatsroman

„Verbrannt“ ist bisher der Band, der am wenigsten „amüsanter Internatsroman“ ist: das könnte eingefleischte Fans der ersten HoN-Bände irritieren, aber bringt mal neuen Wind rein. Die Zwillinge und jegliche Streberdcliquen-Gespräche spielen dieses Mal keine Rolle, es geht um heldische Prüfungen, Kämpfe gegen sich selbst, Ehre und viel Mystik. Durch die Szenenwechsel und verschiedenen Handlungsstränge ist dieses Buch ein wenig komplexer als die stringenten Vorgängerbände. Das alles gewohnt schnoddrig-flüssig geschrieben, leicht und fluffig. Kleiner Hinweis: Auf dem Klappentext steht, dass Stevie Rae und Aphrodite helfen könnten, aber zögern. Das ist irreführend, da es im Buch keine Entsprechung hat, also darauf nicht warten. Auf jeden Fall lässt sich das Buch schlecht aus der Hand legen und es fliegt höchst unterhaltsam nur so dahin. Was will man mehr.

(Verena Wolf, September 2011)

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