Sternenträume von Peter F. Hamilton

Buchvorstellungund Rezension

Sternenträume von Peter F. Hamilton

Originalausgabe erschienen 2001unter dem Titel „Fallen Dragon“,deutsche Ausgabe erstmals 2002, 560 Seiten.ISBN 3-404-23254-2.Übersetzung ins Deutsche von Axel Merz.

»Sternenträume« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Der junge Lawrence Newton hat immer davon geträumt, die Galaxie zu erforschen. Doch er ist im falschen Zeitalter geboren: Die Eroberung des Weltraums geht ihrem Ende entgegen. Zwanzig Jahre später ist er Sergeant eines Invasionstrupps, der im Auftrag eines großen Konzerns einen Planeten zu erobern versucht. Während des Kampfes hört er Gerüchte von einem geheimnisvollen ";Drachentempel”, einem mythischen Platz, wo vor vielen Jahrtausenden ein fremdes Wesen vom Himmel abgestürzt sein soll und wo nun Priester einen ungeheuren Schatz horten.

Das meint phantastik-couch.de: „Hightech-Inkassotruppe“84

Science-Fiction-Rezension von S.B. Tenz

Man könnte sie auch als moderne Raubritter, Piraten oder Hightech-Inkassotruppe bezeichnen: die Söldner von Zantiu-Braun, einem Großkonzern, der seine Außenstände auf anderen Planeten durch zweifelhafte Methoden einfordern lässt. Die Verantwortlichen von Zantiu-Braun bezeichnen den Einsatz ihrer Söldner als „;Gewinnrealisierungsmission“;. Diese speziell ausgebildete Soldaten tragen Kampfanzüge – sogenannte Skinsuits – die sie nahezu unbesiegbar machen.

Zantiu-Braun, denen mittlerweile die halbe Erde gehört, sendet aber nicht nur Invasionstruppen ins All, sondern auch Forschungsschiffe mit Kolonisten an Bord. Durch künstlich erzeugte Wurmlöcher gelangen sie an die entlegensten Orte im Weltraum. Ein Mann der im Dienst von Zantiu-Braun steht, ist Lawrence Newton. Er gehört einem Invasionstrupp an, der bei dem Versuch, den Planeten Thallspring einzunehmen, auf unerwartet heftigen Widerstand stößt. Auf Thallspring kommt es zu einer Reihe mysteriöser Unfälle. Lawrence Newton ahnt, dass viel mehr dahinter steckt als seine Vorgesetzten wahrhaben wollen. Der Kampf gegen einen unsichtbaren Gegner beginnt.

Robert A. Heinlein lässt grüssen

Die Erwartungshaltung der Leser nach dem „;Armageddon-Zyklus“; ist natürlich groß. Zunächst einmal frage ich mich, wieso der Titel des Romans so fantasylastig ausfallen mußte? Den ein oder anderen SF-Fan könnte dies durchaus vom Kauf der Romane abhalten. Dann der Klappentext, der mehr als erbärmlich ist und die Vermutung zulässt, dass der Verfasser nur die ersten und die letzten Seiten der Story gelesen hat.

Aber zum Roman selbst. Wer Robert A. Heinleins „Starship Trooper“ kennt, wird die ein oder andere Anleihe erkennen, die Hamilton beim Großmeister der Science Fiction gemacht hat. So zum Beispiel die „;Gewinnrealisierungstruppen“;, deren Einsätze auf verschiedenen Planeten stattfinden oder die eingesetzten Waffen der Soldaten sowie die Mentalität der Protagonisten. Das soll allerdings keine Kritik sondern nur eine Feststellung sein.

Macht und Profit

Dass Gewinnrealisierung die einzige Möglichkeit darstellt, interstellare Raumfahrt zu begründen und das Ganze für die Erde nur noch zu einem rein buchhalterischem Konzept werden lässt, ist die Phillosophie des Romans. In diesem Handlungsrahmen erlebt der Leser die abenteuerliche Geschichte des Lawrence Newton, dessen Kindheitserlebnisse ebenso detailliert geschildert werden wie seine gegenwärtige Situation. Lawrences Werdegang ist geprägt von schicksalshaften und dramatischen Ereignissen. Dass die Handlung an manchen Stellen etwas schleppend wirkt, wird durch sehr gut angelegte Überraschungseffekte kompensiert. Manchmal wirkt das ganze allerdings leicht überladen.

Interessant ist die Betrachtungsweise der Geschenisse aus den unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten. So erlebt der Leser zum Beispiel einen Anschlag auf die Soldaten aus der Perspektive der Opfer und der Täter. Leider endet der Roman gerade dort, wo es so richtig spannend wird. Aber das ist eben auf die Tendenz der Verlage zurückzuführen, die umfangreiche Bücher einfach gewinnrealisierend in zwei Teile spalten.

Fazit

Ein gelungener Auftakt zu einer Space Opera, die auch etwas vom Geiste eines Isaac Asimov (Foundation) beinhaltet. Ob Hamilton allerdings an den Erfolg seines „;Armageddon-Zyklus“; anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Man darf gespannt sein, was uns der zweite Teil, „;Drachenfeuer“;, zu bieten hat.

Ihre Meinung zu »Peter F. Hamilton: Sternenträume«

Ihr Kommentar zu Sternenträume

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.