Verlorene Seelen von Poppy Z. Brite

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Verlorene Seelen von Poppy Z. Brite

Originalausgabe erschienen 1992unter dem Titel „Lost Souls“,deutsche Ausgabe erstmals 1992, 348 Seiten.ISBN 3-404-13417-6.Übersetzung ins Deutsche von Inge Holm.

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In Kürze:

Sie sind steinalt, aber liebeshungrig und unersättlich, und sie fügen sich keiner Moral: drei Vampire, die in New Orleans ihr Unwesen treiben. In ihrem gefeierten Debütroman gewinnt die junge amerikanische Autorin dem Vampirmythos eine neue Dimension ab.

Ihre Meinung zu »Poppy Z. Brite: Verlorene Seelen«

benfi zu »Poppy Z. Brite: Verlorene Seelen«19.07.2016
Das 1992 erschienene Buch 'Verlorene Seelen' ist kein klassischer Vampir-Roman. Vielmehr kann man ihn aus heutiger Sicht als einer der Startpunkte von den modernen Vampir-Serien sehen, die den Markt seitdem regelrecht überfluteten. Denn wie in diesen jüngeren Romanen sind die Vampire von der Autorin Poppy Z. Brite junge Wilde mit vielen Emotionen aber wenig Moral. Sämtliche Protagonisten in dem Roman sind sexuell zweigleisig orientiert und Leben wie Lieben den Exzess von 'Sex & Drugs & Rock'n'Roll' - wenn auch letzteres in seiner düsteren Variante. Dies hat mir übrigens ziemlich gut gefallen, von persönlich musikalischen Lieblingen wie 'Bauhaus' zu Lesen. Ich weiß nicht, wie gut sich die Autorin in der Szene auskennt und wie die amerikanische Gothic- und Dark-Wave Gesellschaft in Amerika ausschaut, aber ich finde diese im Roman stellenweise ein wenig überzogen dargestellt; was allerdings aus schriftstellerischer Sicht Sinn macht. So wirkt das Gesamtbild interessanter, wenn nicht gar faszinierender. Die im Roman erwähnten Filme 'The Lost Boys' und 'Near Dark' geben übrigens eine ähnliche Anschauung zu der Gattung Vampire ab. Ich kann mir gut vorstellen, dass Brite aus den Filmen einige Inspirationen für 'Verlorene Seelen' erhielt. Der Roman ist gut geschrieben und treibt schlussendlich einem Finale entgegen, was allerdings irgendwie weder gezwungen noch gewollt erscheint - es hat mehr den Eindruck, als schrieb die Autorin einfach weiter ohne selber zu wissen, wohin der Handlungsfaden führt. Das mag nun negativer klingen, als es tatsächlich ist. Es kommt nur beim Lesen etwas rüber, dass die Charaktere ziemlich passiv denn aktiv agieren, wenn dann nur aus der Not heraus. Insgesamt ergibt dies einen Roman, welcher an der Grenze vom klassischen Vampir-Roman zu den jugendlicher gesinnten Neuwerken dieser Kategorie steht. Zeitverschwendung ist er aber keinesfalls, besonders Freunde der erwähnten dunkler Musik werden sich über etliche Abschnitte des Romans erfreuen können...
75°
Svenja zu »Poppy Z. Brite: Verlorene Seelen«28.11.2009
Jeder der ein etwas anderes Vampirbuch lesen möchte, voll mit komischen Humor, ziemlich....ungewöhnlichen Zärtlichkeiten (?), verrückten aber trotzdem liebenswerten Hauptfiguren, dem wird Poppy Z.Brite's "Verlorene Seelen" gefallen.
Ein angenehmes Buch für zwischendurch, aber nichts für Fans von klassischen, graziösen Blutsaugern. Am besten ausborgen und selbst eine Meinung bilden!
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