Sturm der Dämonen von Rachel Caine

Buchvorstellung

Sturm der Dämonen von Rachel Caine

Originalausgabe erschienen 2003unter dem Titel „Ill Wind“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 320 Seiten.ISBN 3865520650.Übersetzung ins Deutsche von Jutta Swietlinski.

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In Kürze:

Ich heiße Joanne Baldwin und ich hüte den Wind. Ich gehöre zu den Wetterwächtern. Wir hindern Mutter Natur daran, noch launischer und zerstörerischer zu werden, als sie ohnehin schon ist. Mithilfe von gefangenen Dschinns bekämpfen wir Erdbeben, Orkane, Vulkanausbrüche, Überflutungen und andere Katastrophen. Ich war gut in meinem Job, richtig gut – bis mir mein Boss Bad Bob , um seinen eigenen Hintern zu retten, einen Dämon auf den Hals hetzte. Eigentlich mein sicherer Tod, aber so jung wollte ich nun wirklich noch nicht den Löffel abgeben. Meine einzige Chance schien es zu sein, die tickende Zeitbombe in mir auf einen Dschinn zu übertragen. Ich sprang also in meinen aufgemotzten Mustang und gab Vollgas. Doch die wütende Sippe der Wetterwächter will meinen Tod – seither bin ich auf der Flucht, rase quer durch Amerika und hinter mir her tobt ein gewaltiger Sturm …

Ihre Meinung zu »Rachel Caine: Sturm der Dämonen«

Media-Mania zu »Rachel Caine: Sturm der Dämonen«30.12.2014
Das Wetter gilt gemeinhin nicht als sonderlich spannendes Thema, weder für eine Konversation noch für einen Roman. Rachel Caine hat mit "Sturm der Dämonen" allerdings bewiesen, dass Meteorologie - verquickt mit einer ordentlichen Portion Magie und viel Action - alles andere als langweilig ist. Der Auftaktband zur "Weather Warden"-Reihe, der allerdings eine abgeschlossene Geschichte darstellt, die gut für sich allein stehen kann, ähnelt einem Roadmovie. Joanne hat eine Vorliebe für Autos, insbesondere für Oldtimer, ihr ständiger Begleiter ist "Delilah", ihr aufgemotzter Mustang, an dessen Sicherheit sie fast ebenso sehr hängt wie an ihrem eigenen Leben. Zusammen mit diesem extravaganten Flitzer durchquert sie Amerika, dabei ist der Schauplatz der Handlung selten ein anderer als die Straße. Lediglich die zahlreichen Rückblenden, in denen der Leser davon erfährt, wie Joanne ihre Kräfte entdeckte, diese schulte, wie sie in den Schlamassel geriet und wer die wenigen Freunde sind, auf die Joanne sich verlassen kann, verleihen der Handlung die nötige Abwechslung. Dabei beweist die Autorin, dass Urban Fantasy nicht zwangsläufig an sinnliche Vampire, Werwölfe und ähnliche Wesen der Nacht gebunden ist, die von Frauen in knapper Lederkleidung gejagt werden. Stattdessen dominieren Dschinn und Dämonen die von Caine geschaffene Welt, zusammen mit den Wetterwächern, die - zumeist in praktischer Kleidung - Naturkatastrophen jagen und bekämpfen. Trotz dieses erfrischend neuen Ansatzes driftet "Sturm der Dämonen" manchmal allerdings doch zu sehr in Klischees des Genres ab, insbesondere wenn Joanne, die natürlich unheimlich sexy, frech und tough ist wie ihre Kolleginnen aus dem Genre auch, einen ungewöhnlich gut aussehenden, mächtigen oder anziehenden Mann nach dem anderen trifft und sich alle heillos in sie verlieben. Sieht man von diesem Manko ab, kann man eine kurzweilige Geschichte genießen, die oft mit unvorhersehbaren Wendungen aufwartet. Nur allzu viel Tiefgang oder Komplexität darf man dem Roman nicht abverlangen, denn in dieser Hinsicht kann man "Sturm der Dämonen" doch nur als seicht bezeichnen.

"Sturm der Dämonen" ist unterhaltsame, spannende Urban Fantasy, die frischen Wind ins Genre bringt, auch wenn sie so manches Klischee aufgreift. Wer keinen Wert auf allzu anspruchsvolle Plotstrukturen oder tiefsinnige Dialoge legt, der sollte dieses rasante Abenteuer und seine sympathische Heldin nicht verpassen.
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