Pala und die seltsame Verflüchtigung der Worte von Ralf Isau

Buchvorstellung

Pala und die seltsame Verflüchtigung der Worte von Ralf Isau

Originalausgabe erschienen 2002, 446 Seiten.ISBN 3-404-15412-6.

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In Kürze:

Das kleine Städtchen Silencia ist ein Ort der Dichter und Plaudertaschen. Auch das Mädchen Pala liebt Geschichten über alles, ganz besonders wenn sie von ihrem Freund, dem alten Gaspare, erzählt werden. Doch als sie Gaspare eines Tages besuchen will, bringt dieser zu ihrem Entsetzten kein Wort mehr heraus. Wie eine Krankheit breitet sich die „;Verflüchtigung der Worte“; in der Stadt aus, und mit den Worten schwindet die Menschlichkeit. Inmitten der plötzlich nur noch mit Arbeit beschäftigten Erwachsenen sucht Pala nach der Ursache für das Übel. In der Burg hoch über der Stadt, wo Zitto, der mysteriöse Wohltäter der Stadt, seine Wohnung hat, hofft Pala Antworten auf ihre Fragen zu finden.Doch um Zittos verwunschenes Reich zu betreten, muss sie erst ein Rätsel lösen, das in einem Gedicht verborgen liegt…

Ihre Meinung zu »Ralf Isau: Pala und die seltsame Verflüchtigung der Worte«

Jule zu »Ralf Isau: Pala und die seltsame Verflüchtigung der Worte«04.06.2007
Eines sei schon einmal vorweggenommen: Wer Wortschöpfungen und -spielereien liebt, wird seine Freude an diesem Buch haben!
Die Geschichte der jungen Pala spielt vor der Kulisse der kleinen "Heilen Welt" von Silencia, in der die Leidenschaft ihrer Bewohner dem gesprochenen und geschriebenen Wort gilt. Dies ändert sich schlagartig, als eine unerklärliche Krankheit, die Verflüchtigung und Deformation von Sprachgut, um sich greift und schließlich eine Veränderung des Lebensstils der Silencianer herbeiführt. Zutiefst erschüttert begibt sich Pala auf die Suche nach dem Grund und einer Lösung des Problems, die sie in das Reich Zittos führt und ihre Eloquenz, ihren Verstand und ihre Phantasie auf die Probe stellt. Pala entdeckt, dass Worte im positiven und negativen Sinne machtvoll sein können und sie oft weiter bringen, als drastische, oder gewaltvolle Maßnahmen.
Wenngleich die Charaktere und streckenweise auch die Handlung etwas plakativ erscheinen, hat mich dieses Buch dennoch beeindruckt. Der Kontrast zwischen dem alten und neuen Welt Silencias, der eine unübersehbare Parallele zu der Entwicklung unserer eigenen darstellt, hat mich sehr fasziniert. Die Spannung des Buches liegt aber vor allem in der ungeheuren Phantasie des Autors, mit der er seine Heldin durch das Reich Zittos treibt. Jungen Leser wird das unerschrockene Wesen Palas gefallen, und auch wenn einen die Moral manchmal geradezu "anspringt", ist das Buch eine lohnende Lektüre. Gut finde ich, dass es Kindern Wege aufzeigt Konflikte gewaltlos lösen zu können.
Am meisten hat mich, als Wortliebhaber, der Sonettenkranz beeindruckt, der die Handlung einrahmt- wirklich ein gehaltvolles und poetisches Meisterwerk!
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