Die Jagd von Richard Laymon

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 1993unter dem Titel „Endless Night“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 550 Seiten.ISBN 3-453-67542-8.Übersetzung ins Deutsche von Kristof Kurz.

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In Kürze:

Jody ist ziemlich clever für eine Sechzehnjährige. Nur deshalb ist sie noch am Leben – bis jetzt. Sie war zu Besuch im Haus ihrer Freundin Evelyn, als eine Bande junger Killer sie überfiel. Sie sah ihre Freundin aufgespießt auf einem Speer, aber es gelang ihr zu fliehen, zusammen mit Evelyns jüngerem Bruder Andy. Doch einer der Mörder hat sie gesehen und ist jetzt auf der Jagd nach ihr.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Schale Fiktion“28

Horror-Rezension von Jochen König

Die sechzehnjährige Jody Fargo verbringt die Nacht bei ihrer besten Freundin Evelyn und deren Familie. Schlechtes Timing. Denn eine Bande durchgeknallter Killer, die sich selbst die „Krulls“ nennen, hat sich das Haus der Clarks als mörderischen Spielplatz auserkoren. Jody muss erleben, wie ihre Freundin brutal erstochen wird. Mit Glück, Raffinesse und der Hilfe eines Baseballschlägers gelingt ihr zusammen mit Evelyns Bruder Andy die Flucht. Die dummerweise nicht unbemerkt bleibt. So startet eine wilde Jagd durch die Nacht, an deren Ende sich Jody und Andy, mitgenommen, aber lebend, in der Obhut von Jodys Vater, dem Polizisten Jack Fargo wiederfinden. Die Killer können entkommen und wissen um die Identität Jodys. Die nächste Attacke lässt also nicht lange auf sich warten.

An Richard Laymon scheiden sich die Geister. Während ihn die einen für einen kultigen Autor derb spannender Horrorromane halten, gilt er den anderen als lausiger Erzeuger geistloser Ergüsse, der allzu offensichtlich pubertäre Sex-Fantastereien in brutale Schauergeschichten verpackt.

Ich bekenne mich freimütig zur zweiten Gruppe. „Die Jagd“ belegt alle Einwände, die man gegen Krawallliteratur der Laymonschen Art nur haben kann. Was einigermaßen spannend mit einer atemlosen Hetzjagd beginnt, wird bald schon untergraben durch Laymons Bestreben, sexuelle Aspekte auf perfide Art in den Vordergrund zu schieben. Dass das erste Opfer mit einem Speer tödlich penetriert wird, mag noch zu den Standards des Genres gehören. Dass Jody im dünnen Nachthemd fliehen muss, ständig ihre Scham entblößt wird, sie nicht nur von den verfolgenden Killern – allen voran von jenem namens Simon, der später eigene Kapitel spendiert bekommt – betatscht wird, sondern auch der zwölfjährige Andy nicht an sich halten kann, seine Angebetete zu begrabbeln und ihr wilde Anträge zu machen, ist an Verlogenheit und Respektlosigkeit vor den eigenen Figuren kaum zu überbieten. Da wird die gesamte Familie des Jungen auf gewaltsame Weise ausgelöscht, und er denkt nur daran, wie er seine vorgeblich große Liebe gefügig machen kann. Dümmlicher geht es kaum. Hier fällt auf wie so oft, dass Laymon seinen Figuren jedes Mitfühlen völlig versagt. Es gibt keine traumatischen Zustände, keine Panik, sondern nur regelkonformes Reagieren, bezogen auf jenen Augenblick, den schale Fiktion gebiert. Es gibt Autoren, die können derartiges vermitteln. Aber dafür braucht es ein Konzept, dessen Teil die Protagonisten werden, und eine übergeordnete Weltsicht, die meist einen gesellschaftlichen Kollaps im Hinterkopf hat. Laymons Hinterköpfe sind nur dazu da, Auffangorte für stumpfe Gewalteinwirkung zu werden. Seinen Tätern fehlt jegliche Motivation, seinen Opfern ebenfalls. Wichtig ist ausschließlich, was an der Oberfläche geschieht. Schweißglänzende Schenkel, Erektionen; Waffen, die als Penisersatz missbraucht werden.

Dabei sind die ersten hundert Seiten noch das Gelungenste an der „Jagd“. Denn so lange sich Laymon an die Befriedigung schlichter Oberflächenreize hält, kann er mit dem durchschnittlichen Groschenroman mithalten (abzüglich der unappetitlichen Vorliebe für halbnackte Teenager in verfänglichen Situationen).

Danach wird es nur noch erbärmlich. Seien es die Kapitel, die aus der Sicht Simons erzählt werden, jenes Mitglieds der „Krulls“, dass sich ganz besonders in Jody verguckt hat; oder die langweilige mögliche Familienzusammenführung der Fargos, die den ganzen Mittelteil beherrscht. Hier reiht sich Klischee an Klischee, vieles wird behauptet, nichts belegt. Da trifft der Übervater auf die dralle Polizistin, während Jody mit ihrem eventuellen kleinen Bruder und Liebhaber in Spe konfrontiert wird. Die reinste Ödnis, nur noch getoppt durch Simons Erzählungen, die nichts anderes sind, als ein Runterrasseln fiktiver Fakten. Heute den getötet, morgen jenen gefoltert, vergewaltigt und ebenfalls umgebracht. Gangmitglieder verloren, neue hinzu gewonnen. Belanglose Phrasen, sinnlose Zeilenschinderei. Der Leser erfährt nichts, außer dass die Bösen böse und die Guten ziemlich gut sind. Wenn ihnen nicht gerade die eigene Libido im Weg steht. So plätschert die Handlung bedeutungslos vor sich hin, bis zum geschmacklosen Finale.

Das mit einem völlig überflüssigen Kapitel namens „Schießübungen“ beginnt. Ein abgeschmacktes Loblied auf die NRA und ihre Plattitüden, wie der allseits bekannte Kernsatz, dass Waffen nicht töten, sondern nur der Mensch, der sie bedient. Natürlich kümmern sich skrupellose Gewalttäter auch nicht um das Verbot vollautomatischer Waffen, der Rechtschaffene hingegen schon. Warum aber sollen die Guten benachteiligt werden? Derartige Weisheiten treibt Laymons Personal auf der Flucht um. Hallelujah.

Schließlich der Showdown. Der grundlegende Fragen aufwirft. Wenn man davon ausgeht, dass Laymon Romane zur spannenden Unterhaltung schreibt (irgendeine gesellschaftliche, literarische oder sonstige Relevanz ist auf Kilometer nicht zu erkennen), sind dann (Beinahe-) Vergewaltigungen Minderjähriger und das Abschlachten von Kindern tatsächlich notwendige Mittel zur Spannungssteigerung? Muss das Reizlevel des potenziellen Lesers tatsächlich so hoch angesetzt werden, dass darunter kein wohliges Gruseln mehr entstehen kann?

Oder sollte Laymons schlichte Schreibe einem tieferen Ansinnen entspringen? Zu belegen, wie wenige und grobe Mittel es braucht, um „Entertainment“ zu erzeugen. Dafür spräche, dass „Die Jagd“ mit einem dieser schalen Witze endet, die für jede durchschnittliche Krimiserie der Siebziger und Achtziger typisch waren. Da können Kinder und ihre Eltern sterben, junge Frauen vergewaltigt werden, am Ende sind die Bösen erledigt, ohne Nachwirkungen sitzen oder liegen die übrig Gebliebenen beieinander und spielen Screwball Comedy.

Dagegen stellt sich die Leere des gesamten Werkes, das seine aufgeblasene Nichtigkeit zudem einem populären Kollegen entlehnt hat. Entspricht die Grundkonstellation der „Jagd“ doch weitgehend Joe R. Lansdales „Nightrunners“. Genügen Lansdale knapp zweihundert Seiten für ein stringentes Stück Literatur, das brutal, schnell und in seinen Charakterzeichnungen weit genauer und plausibler ausgefallen ist; pumpt Laymon sein dramaturgisches Monstrum fast auf das Dreifache auf. Den Fans scheint es zu gefallen, diesem Abstieg ins gedankliche Nirwana zu folgen.

Und WIE es begründet wird:

„Ich persönlich lese Laymon weil es mich unterhält, nicht mehr und nicht weniger. Andere Menschen schauen Talkshows um mal ihr Hirn auf Leerlauf zu schalten und ich lese halt einen Laymon.“

Merke: in zahnlosen Talkshows werden weder junge Mädchen vergewaltigt, noch Kinder zerstückelt. Der intellektuelle Gehalt ist indes etwa gleich. Spricht weder für das eine noch das andere.

„Man kann ihm nicht vorwerfen über Pädophile u.ä. zu schreiben, weil diese Themen in allen Krimis/Thriller vorkommen.“

Doch kann man. Abgesehen davon, dass keineswegs ALLE Krimis/Thriller Pädophilie abhandeln, liegt ein gewaltiger Unterschied in der jeweiligen Intention. Lasse ich die Lolita nackt an der Stange tanzen, um sie vorzuführen, oder zeige ich die Bedingungen auf, wie es dazu kommen konnte. Am Ende tanzt ein nacktes Mädchen an einer Stange, aber die dazugehörigen Bücher unterscheiden sich wie Tag und Nacht.

„Ich denke mal, es ist bei einem Autor, der Erwachsenen-Bücher schreibt, nicht so wichtig zu differenzieren.“

Genau. Voll auf die Zwölf. Keine Gedanken über Inhalte und Interpretationen gemacht. Nur nichts zu Tode analysieren. Der will schließlich nur spielen. Und sei’s mit jungfräulichen Vaginas.

„Doch das, was heutzutage in sogenannten seriösen Berichterstattungen über wahre Verbrechen abgeht (siehe Amstetten) schlägt jeden Laymon.“

Genau das ist der Unterschied. Wir wissen alle, dass die Wirklichkeit Richard Laymons krude Fantasien um Längen übertrifft. Doch während es nötig sein kann, darauf hinzuweisen, dass die Wirklichkeit mit den unglaublichsten Widerwärtigkeiten aufwartet, verflüchtigen sich Laymons Elaborate ins Imaginäre. Reine Fantasy, die zusammengebraut ist aus schlecht geklauten Literatur- und Filmzitaten, sowie den grenzwertigen Obsessionen des Autors. So entstehen Bücher, die lediglich etwas über sich selbst und ihre Limitationen verraten.

„Die Jagd“ ist minderbemittelte Literatur, die sich keinen Deut um Motivationen und Glaubwürdigkeit schert. Ein „Laymon-Brett“, dessen Kern rund 300 Seiten jämmerlich geschriebene Langeweile darstellen. Der Rest ist Presspappe.

Alle Zitate entstammen dem Forum der Krimi-Couch. Ebenso das kryptische „Laymon-Brett“.

Ihre Meinung zu »Richard Laymon: Die Jagd«

David zu »Richard Laymon: Die Jagd«06.12.2016
Sehr geehrter Herr König.........eine ganze Weile ist nun vergangen seit unserer "Diskussion"......und ich habe mit eben die belustigenden Posts nocheinmal durchgelesen ......Gott.....Rechtschreibfehler und ein ziemlich merkwürdiger Ausdruck.......Gott war ich jung :-) ich bin es natürlich immer noch.....aber es ist schon witzig nach all den Jahren nocheinmal zu lesen wie ich vor einigen Jahren fühlte...... Zu allererst.....ich habe tatsachlich , wie angekündigt ihr Buch gelesen......und es für ziemlich gut befunden......sicher......nicht das weltverändernste Buch meiner Leserkarriere, aber sowohl stilistisch als auch inhaltlich sehr gelungen......ein dickes Lob......allerdings sehe ich damals wie heute ihre Kritik an Herr Laymon immer noch ziemlich argwöhnisch entgegen......extrem lang......immer wieder wiederholende "Kritik" die sicher auf 30℅ hätte reduziert werden können......und bei einem bin ich mir ziemlich sicher.......sie wissen es natürlich nicht......aber sie halten Herr Laymon für einen Mann der pädophile Züge aufweist....heute kann ich ihre Ansicht deutlich besser verstehen.....aber immer noch nicht teilen......

Auch ein anderer Satz hat mich zum Nachdenken angeregt......Quote bestimmt nicht die Qualität.....sicherlich nicht ganz unwahr......aber bei einem Thriller die Qualität zu bewerten ist wohl doch eine sehr subjektive Geschichte.......Ob eine Figur tiefsinnig genug "gezeichnet" wurde bestimmt wohl jeder Leser für sich selbst.....genauso ob er überhaupt Wert darauf legt......das gleiche gilt für den Spannungsbogen, die Logik u.ä.

Daher ist es ihre persönliche Meinung zu sagen....."Das hat keine Qualität" denn woran misst man diese bei einem Psychothriller??
Wenn überhaupt, dann doch an der Zufriedenheit des Lesers....nicht die der Kritiker.....und diese spiegelt sich in der Regel doch an den Verkaufszahlen der Nachfolgebücher wieder......denn egal wie gut die Werbetrommel gerührt wird und wer (S.King) das Buch lobt......ich als Leser werde mir nur ein zweites, drittes und viertes Buch eines Autors holen wenn mir die vorherigen Bücher auch gefallen haben.......und hier allen Laymon - Lesern (sicher ein paar Millionen weltweit) so vor den Kopf zu stoßen.....sich sogar, zugegeben ziemlich primitive, Leserkommentare rauszupicken um diese dann mit dem Blick von oben herab (so wirkt es zumindest wenn man ihre Kritik liest) zur Stärkung der eigenen Meinung zu instrumentalisieren.....ja, das finde ich auch einfach unnötig....... In Zukunft.......eine sachliche (natürlich auch immer etwas persönliche) und deutlich kürzere Kritik aufsetzen......ist für den Leser leichter......und sorgt natürlich auch dafür dass sie als Kritiker angenommen werden.....und nicht wirken wie ein sehr von sich selbst eingenommener, und ausschließlich ihre Meinung als die korrekte ansehender Mensch.....

Sie sind sicherlich ziemlich in Ordnung :-) und scheinen genauso gerne Diskussionen zu führen wie ich......aber werden sie nicht persönlich.....das gehört sich nicht.....und auch wenn sie es unter dem Deckmantel ihres Intellektes und ihrer Wortgewandheit ganz gut kaschieren und verstecken können...... So erkenne ich in den Antwortkommentaren von ihnen trotzdem eine gewisse Überheblichkeit.....denn sie zielen mit einigen Kommentaren natürlich bewusst darauf die kommentierenden (die sicher nicht immer die Zeit und ihren Intellekt besitzen) ein wenig ins lächerliche zu ziehen.....Gott sei dank lassen sie zumindest das beliebte "du bist aber doof" Argument der Rechtschreibung außen vor...... So sehr sie sicher literarisch und intellektuell den meisten Leuten überlegen sind, so unwichtig sollte doch genau das sein.....denn ihre Kritiken hier auf Phantastik Couch.de sind eben für alle zugänglich..... Und jeder sollte seine Meinung, wie sie, frei äußern dürfen ohne gleich das Gefühl zu haben dass sie es nicht Ernst nehmen......

Ich möchte mich trotzdem nochmal bedanken.....für die nette Diskussion vor einigen Jahren......und hoffe sie sind noch nicht müde weitere Kritiken zu verfassen....und wer weiß.....vielleicht nehmen sie dies hier ja zur Kenntnis....und nehmen sich dieser Kritik ja sogar ein wenig an.......ich hoffe es

Hochachtungsvoll und mit lieben Grüßen von der Küste

Ihr David (wir waren beim du glaube ich....also "dein David") ;-)
Habmichlieb zu »Richard Laymon: Die Jagd«10.08.2016
Laymon ist Kult. Viele seiner Hauptfiguren scheinen wenig Emotionen zu haben. Aber das zeigt auch, dass man ein Psychopath sein muss, um zu überleben. So sind aber nicht alle Hauptfiguren. Bei " Nacht" war mir die Hauptperson sehr unsympathisch. Ihr handeln, ihre Überheblichkeit und ihr Egoismus. Aber es ist nicht bei allen so. In "Das Loch" kann man beides erleben. In "Die Spur" auch, wobei Gillian, im Gegensatz zu Norman, Duke und Boots, sympathisch ist. Die emotional gesunden Menschen in "Das Loch" und Die Spur", Rick und seine Freundin bzw. Pam überleben nur dank eines anderen Menschen,Familie oder Gruppe- meistens ist es bei laymon ein paar. Obwohl er sich leicht ausrechnen lässt, ist es immer wieder aufs neue reizvoll ihn zu lesen. Ich empfinde es als Frau nicht sexistisch.
SpaceLord zu »Richard Laymon: Die Jagd«06.04.2013
Richard Laymon gilt als DER Autor politisch unkorrekter und relativ brutaler, menschenverachtender Horrorliteratur. Von diesem Titel überzeugt, kaufte ich mir Die Jagd, und ich wurde … nunja, nicht enttäuscht und auch nicht total überrascht.
Denn was Laymon (von Fans liebevoll Tittenonkel genannt) hier vom Stapel seiner doch sehr großen Masse an Romanen (im Englischen um die 50, auf deutsch bis jetzt etwa 20, aber Heyne wirft ja jedes Jahr zwei oder drei neue Werke auf schnell gesättigten Markt) lässt, ist weder Fisch noch Fleisch.
Klar, die Beschreibungen sind brutal, der Charakter Simon, aus dessen Sicht die Hälfte der Geschichte erzählt wird, ist ein ziemlich krankes Schwein. Aber irgendwie hat es schon genervt, dass auf jeder zweiten Seite die Blöße von irgendjemandem befleckt war. Simons Vergewaltigungen hat man irgendwie schon irgendwo so gelesen, und Jodie und der dauergeile Andy sind auch keine sehr tiefgründigen Mitglieder des eh kleinen Dramatis Personae. Vielleicht hätte etwas mehr Tiefgang hier ja nicht geschadet, Mr. Laymon. Denn es ist zwar allen klar, dass Andy Jodie knallen will, aber wie z.B. geht sie mit dieser Situation um? Wenn man dauernd von einem stecherhaften Teenie angegraben wird, kommt man da nicht ein bisschen ins Grübeln? Und warum hat Simon nie Angst, irgendwie erwischt zu werden? Er geht immer ganz locker weg, nachdem er alle Anwesenden getötet hat. Hat er kein Gewissen? Und wenn ja, WIESO?
Die von Laymon eingebrachte Bande entstammt übrigens aus einem seiner eigenen, sehr frühen Romane, nämlich The Woods are Dark (auf deutsch: In den finsteren Wäldern). Die dortige Bande heißt auch Die Krulls, wenn es bis jetzt noch keinem aufgefallen ist. Also bedient sich Laymon eigentlich seiner eigenen Idee, die er 12 Jahre zuvor (Die Jagd bzw. Endless Night erschien auf Englisch ja schon 1993!) bereits in einem Roman verarbeitet hatte. Ich habe In den finsteren Wäldern nicht gelesen, aber jetzt stellt sich mir doch die Frage, ob Die Killer Krulls aus Die Jagd wirklich was mit den anderen Krulls zu tun haben, außer, dass Tommy das Buch gelesen hat. Mich würde interessieren, in welchem Jahr In den finsteren Wäldern spielt …
Aber Schluss mit den Überlegerein, Die Jagd ist recht gute, sprachlich wie handlungstechnisch anspruchslose Horrorunterhaltung für Leute, die auch vor Vergewaltigungs- und Haut-vom-Körper-zieh-Szenen nicht zurückschrecken.
70° kriegt Laymon dafür, und ich freue mich schon auf Die Familie!

Gezeichnet,
SpaceLord
Bernhard Helbling zu »Richard Laymon: Die Jagd«28.03.2013
Zum Kommentar von Jochen König:
Ich habe von Laymon "Die Insel" gelesen und war nicht sonderlich begeistert. Die Kritik von Hr. König zu "Die Jagd" passt in vielen Punkten auch auf "Die Insel".
Aber:
Herr König: Sie sollten lernen, kurze Kritiken zu schreiben. Ihr Essay hätte eine ebenso schlechte Kritik verdient. Wer viel schreibt und sich immer wiederholt hat eigentlich nichts Wesentliches zu sagen. Alles nur aufgebauscht!
Niemand will eine solch lange Kritik lesen. 50% wären noch zu viel ......
Alles klar?
Dann freue ich mich auf Ihre nächste (kurze) Kritik .....
Freundliche Grüsse aus Thailand
B. Helbling
Michael Drewniok zu »Richard Laymon: Die Jagd«13.11.2011
Ich weiß, ich sollte mich wie üblich still in Qualen winden, aber der Kalkofe-Faktor dieses 'Kommentars' ist einfach zu hoch, um ignoriert zu bleiben. Also: NIEMAND versteht "Nitsche", weshalb man lieber zu Nietzsche greift. Und Stephen Kings Äußerung ist nicht merkwürdig: Er wurde gut dafür bezahlt. Insofern darf sich Laymon selig ähnlich geadelt fühlen wie 'Prinz' Frederic von Anhalt. Aber für "hartgesottene" (Fastalphabeten?) mag dieses Buch tatsächlich "fast ein Muss" sein ...
Kochen Jönig zu »Richard Laymon: Die Jagd«12.11.2011
Also das Buch war Spitze und die lächerliche Rezension von "Jochen König" zeigt einfach, dass der gute Mann lieber Nitsche liest, das toll findet, allerdings kein Wort versteht. Sehr merkwürdig auch, dass der Großmeister des Horrorgenres Stephen King so etwas sagt wie: "Es wäre ein Fehler, Richard Laymon nicht zu lesen!" Sicher, jeder hat seinen eigenen Geschmack, aber solch eine Aussage ist für einen Schriftsteller wohl vergleichbar mit einem Ritterschlag.

Fazit: Kein derartig schlechtes Buch, wie uns "Jochen König" weismachen will und für hartgesottene fast ein Muss.
2 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Lotta zu »Richard Laymon: Die Jagd«10.04.2011
Mein erstes Richard L. Buch, bis jetzt ist dieser Autor irgendwie an mir vorbei gekommen -;). Die Horror Show fängt gleich spannend an. Dann muss man ein bisschen umdenken, um sich in Simon/Simone/Si zu verwandeln, das geht aber ganz leicht. Das Si irgend etwas im Schilde führt, ist klar. Die Hau- und Stech-Orgien sind einwandfrei, sogar verhältnismäßig Logisch für dieses Genre :).
Bei Si´s Sex- & Folter-Beschreibungen scheint Herr L. etwas schüchtern/verklemmt zu sein?/! Und geht nicht komplett in die Vollen. Ich dachte erst, Si ist impotenz... egal.
Das Buch ist wirklich unterhaltsam. Viel Blut, viele Leichen, viel Spaß und der Schluß ist echt genial, da mich die Zecke die dann sterben muss, schon die ganze Zeit genervt hatte. Tolle Beschreibungen. An den einfachen Sprachstil gewöhnt man sich. Die Flachwitze sind okay, könnten besser sein, Eine kleine Einführung in den Schußwaffengebrauch ist ganz nett formuliert. viel Spaß beim Lesen.
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
LaymonFan100 zu »Richard Laymon: Die Jagd«31.12.2010
Ich werde mich jetzt im Gegensatz zu Jochen und
David wieder zu dem Buch äußern.
Es ist das zweite Buch das ich von ihm gelesen hatte. Ich muss sagen es vielleicht nicht das beste Buch, aber so richtig schlecht fand ich es jetzt auch nicht. Ich habe es in eineinhalb Tage duchgelesen.
Die Stellen in den Simon erzählt fand ich größtenteils
langweilig. Spannung gab es auch nur im ersten und letzen Teil des Buches. Es gab auch häufiger weiderholungen. Zum Beispiel mit dem Nachthemd
von Jody. Zweimal hätte da durchaus gereicht.
Das Ende ist auch nicht so das wahre aber besser als bei "Die Insel" (find ich persöhnlich so).
Zum Schluss muss ich wiederum sagen das man das lesen Buch trotzdem lesen kann und auch nicht grad eines der schlechtesten die es gibt. Ob es einen gefällt oder nicht muss man selbst beurteilen.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Jochen zu »Richard Laymon: Die Jagd«02.12.2010
Lieber David, da sie sich immer so viel Zeit, nehmen, werde ich das auch noch einmal tun. Genau, das Zitat stimmt. Für genauso einen Autoren halte ich Laymon auch. Das bezieht sich auf seine Arbeit, nicht auf seine Biographie. Kann es auch gar nicht, weil ich dem Herrn nicht mehr Aufmerksamkeit widme als unbedingt nötig.
Für dieses Stimittel gibt es sogar einen feststehenden Begriff: "Synekdoche".
Genug doziert, lässt sich ganz leicht nachschlagen.

Achja Frank, dafür brauchen wir wahrlich keinen kompletten Thread. Geht als Kommentar zum Buch (oder Autoren) glatt durch ;-)
David zu »Richard Laymon: Die Jagd«01.12.2010
sehr geehrter herr könig, hiere ein originalauszug ihres ersten eintrages bezüglich meinem kommentar:

"Zwischen den zeilen gelesen halten sie laymon für einen pädophilen, perversen, ideenlosen autoren...." Wieso "zwischen den Zeilen gelesen"?"Ganz offensichtlich" trifft's doch eher.

nun ein weiterer: Zum Menschen Richard Laymon würde ich mir nie ein Urteil anmaßen.

ich denke mit dem ersten beitrag haben sie genau dass getan, zumindestens könnte es für aussenstehende so wirken. allerdings fass ich das ganze nun als missverständnis auf und versuche die aussage auf seine werke zu beziehen. allerdings muss man auch hier mit wörtern wie pädophil usw. vorsichtig sein,

ich gebe ihnen durchaus recht dass einige (die meisten) seiner werke sehr gewagt sind, und auch ich finde nicht alle bücher grossartig (z.b. die show), aber andere zählen zu meinen absoluten lieblingsbücher (u.a. rache, glaube es hat hier sogar wertung 90 erhalten) daher kann ich Ihre etwas sehr allgemeine haltung bezüglich herr laymon nicht ganz nachvollziehen. aber das zeigt doch wieder mal auf wie grossartig es ist dass wir alle eine andere auffassung und einen anderen geschmack haben, denn ansonsten könnte man solche diskussionen gar nicht erst vornehmen :-)

, wie gesagt, es liegt mir nichts ferner als sie zu kritisieren, allerdings wissen sie ja selbst was und wie eben dies in ihrem ersten post stand (sie haben ihn ja geschrieben) ...

nun gut, um ein letztes mal auf mister dickens zurückzukommen, ich wollte dickens niemals mit laymon vergleichen, dass würde ich mir niemals anmaßen, denn ich les zwar gerne laymon, aber bin nicht auf den kopf gefallen, und weiß eben auch dass der gute charles mindestens eine liga über laymon spielt (mein persönlicher liebling von dickens ist im übrigen "David Copperfield", wenn sie es noch nicht gelesen haben, UNBEDINGT LESEN!!!) allerdings sind beide zu völlig verschiedenen zeiten, und eben in unterschiedlichen genres unterwegs gewesen...daher ist ein wirklicher vergleich ziemlich schwierig...ich wollte damit auch nur andeuten, dasss leute, die solch harte (und ja, teilweise ziemlich übertriebene) literatur nicht lesen eben auf andere autoren zurückgreifen können (wie eben z.b. dickens), dass ist der vorteil bei millionen von büchern :-)

aber solch sachen gibt es ja auch in anderen bereichen, siehe die musikbranche mit ihren gewaltverherllichenden texten (bin kein fan von), oder die filmindustrie mit filmen wie der exorzist, gegen den laymon wie ein schuljunge wirkt...(bezieht sich vor allem auf die szene in der das kleine mädchen sich mit dem kreuz bearbeitet) und trotzdem erhalten solche werke immer wieder grosse preise und finden anerkennung...jedem dass seine...:-)

so genug :-) übrigens, dass mit "mitternachtsblues" war wahr, es muss diese woche kommen, werde meine eindrücke dazu selbstverständlich posten :-)

grüsse david

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