In den finsteren Wäldern von Richard Laymon

Buchvorstellung

In den finsteren Wäldern von Richard Laymon

Originalausgabe erschienen 1981unter dem Titel „The Woods Are Dark“,deutsche Ausgabe erstmals 2011, 256 Seiten.ISBN 3865521002.Übersetzung ins Deutsche von Michael Krug.

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In Kürze:

Wie böse Deine Fantasie auch sein mag – die von Richard Laymon ist schlimmer! Neala und ihre Freundin Sherri nutzen ihre Ferien, um durch die Berge Kaliforniens zu wandern. Sie ahnen nicht, dass man in dem Städtchen Barlow schon auf sie lauert. Die Bewohner verschleppen die Frauen in den Wald und fesseln sie an Bäume – dann laufen sie davon und lassen die beiden zurück. Die Gefangenen können nur warten. Auf die Dunkelheit …den Wahnsinn …die Schmerzen …die hungrigen Krulls.

Ihre Meinung zu »Richard Laymon: In den finsteren Wäldern«

Alexi1000 zu »Richard Laymon: In den finsteren Wäldern«08.05.2012
Laymons zweiter Roman, enstanden im Jahr 1981, stellt ein aussergewöhnliches Werk dar.

Während in den U.S.A. auf drängen des Verlages viele Änderungen an Layout und Inhalt dazu führten, das er ausgerechnet in seinem Heimatland erstmal weg vom Fenster war, stellte eine "kaum" veränderte britische Fassung die Initialzündung für seinen Ruf als einer der besten und härtesten Horrorschreiber seiner zeit dar, vor allem in England wurde er danach sehr verehrt...

in Jahrelanger akribischer kleinarbeit hat nun Laymons Tochter Kelly es geschafft, das komplette ursprüngliche Skript wieder herzustellen und es wird dem geneigten Leser erstmals die ungekürzte Originalversion zur Verfügung gestellt!

Im Vorwort wird von Kelly Laymon selbst (und im Nachwort von Brett McBean) zur genüge auf die wirklich Interessante Geschichte dieses Buches eingegangen.

Warum hebe ich das ganze dann nochmal so ausführlich hervor?

Nun, weil ich glaube, das dieser vorliegende Roman wohl das schockierendste und furchteinflössendste ist, was Laymon jemals geschrieben hat. Viele Romane danach haben Ihm auch bei uns, wo er bis auf wenige Ausnahmen makabererweise ja quasi erst nach seinem Tod mehr Bekanntheit erlangt hat, einen etwas zweifelhaften Ruf erlangen lassen. Er wird oft als sexistisch etc. verschrieen, in einigen Büchern wandelt er auch meiner Meinung nach oft auf einem schmalen Grat...

aber, auch wenn in DEN FINSTEREN WÄLDERN alle Zutaten voll vorhanden sind, versprüht dieser Roman eine irgendwie rohe Gewalt, wie sie heutzutage aus Filmen der 70er/80er bekannt ist...

ich will gar nicht viel zur Handlung sagen; es spricht nur mal wieder für Hr. Festa (und auch Laymon), das dieser Roman im für Qualität bekannten Festa - Verlag erschienen ist!

Danke für die Übersetzung eines verloren geglaubten klassikers.

für mich der beste...dieses Level hat er fast nie wieder erreicht...95°.

Für Horrorfans ein MUSS!
Daxter zu »Richard Laymon: In den finsteren Wäldern«28.12.2011
Brutal, obszön und über die Maßen bluttriefend ist dieser Roman von Richard Laymon, doch komme ich nicht umhin zu sagen, dass eine groteske, beinah krankhafte Faszination aus ihm hervorzugehen scheint, welche einen dazu zwingt dieses Buch bis zum Ende zu lesen.
Im Allgemeinen würde ich die Geschichte dieses Romans als überaus simpel, durchaus in der Realität vorstellbar, jedoch auch als anspruchslos bezeichnen, da sie in ihrem gesamten Verlauf ausschließlich Gewalt, Sex, abgetrennte Körperteile und literweise Blut beschreibt.
Einzig ein Kapitel hat mich dazu veranlasst, in diesem Buch wahrhaftig einen tieferen philosophischen Sinn zu erkennen, welcher den ganzen Roman durchaus in ein besseres Licht zu rücken vermag. Und zwar in jenem Kapitel in welchem erläutert wird, wie die blutrünstigen Krulls "entstanden" sind.
In diesem Kapitel wird sozusagen die Frage beantwortet, was aus uns Menschen werden würde, wenn wir alle Gesetze und Regeln unserer Gesellschaft abschaffen und in vollkommener "Freiheit" leben würden. Es würde nicht wie im Bilderbuch sein, dass sich alle Menschen gegenseitig lieben und respektieren, nein, es würde in Chaos, Mord und Totschlag ausarten.
Es ist quasi eine Warnung. Es bestätigt, dass Regeln und Gesetze ihre Berechtigung haben, ihre sehr gewichtige Berechtigung, und dass sie akzeptiert, respektiert und geachtet werden sollten! Von jedem einzelnen Menschen!
Dies beschreibt Laymon sehr gelungen in "In den finsteren Wäldern" und verleiht seinem Werk somit auch, wie bereits erwähnt, einen ersichtlichen tieferen Sinn und macht es somit auf jeden Fall anspruchsvoller.

Weiters ist zu sagen, dass sein Schreibstil mehr dem eines Drehbuchautors gleicht, denn eines Romanautors. Knapp und auf den Punkt beschreibt er nicht in blumigen Worten die Landschaft und die verschiedenen Charaktere, nein, er treibt ausschließlich die Handlung voran und konzentriert sich vorwiegend auf die Spannung und das Tempo.
Das Buch zu lesen, ist, wie wenn man sich einen Film anschauen würde, Laymon malt mit Worten ein Bild nach dem anderen, welche erschrecken und zutiefst verstören, doch, wie bereits zu Anfang erwähnt, krankhaft faszinieren.

Ich gebe diesem Buch 51 Punkte.
Weswegen nur so wenig, fragen sich möglicherweise nun manche meiner Leser, doch dies ist leicht beantwortet: Nicht dass mir das Buch nicht gefallen hat. Es war durchaus interessant und faszinierend zu lesen, allein, es ist, für meine Begriffe, in einer zu simplen, nur auf Handlung und Tempo bezogenen Sprache verfasst und es herrschen blutrünstigste Gewalt sowie obszöne Sexualität vor.
Dies sind Dinge, welche besser zu einem Horrorfilm als zu einem Roman passen würden, und wenn ich ein Buch lese, will ich keinen Film ansehen.
Allein das philosophische Moment, welches der Geschichte durchaus Anspruch und Sinn verleiht, hält mich davon ab, dem Buch 30 Punkte zu geben, welche ich, wenn das eben erwähnte Moment nicht vorhanden wäre, gegeben hätte.

Als letztes ist zu sagen, dass dieses Buch eine willkommene Abwechslung darstellt, wenn man sich einfach unterhalten lassen und sich ausschließlich von der Geschichte fesseln lassen möchte, ohne denken zu müssen.
Ich gebe durchaus manches Mal, doch nicht allzu oft, solchen Büchern den vorzug, doch im Allgemeinen trifft "In den finsteren Wäldern" nicht meinen Geschmack, obgleich es von einem wirklich genialen und einfallsreichen Schriftsteller verfasst worden ist, was man unweigerlich aus diesem Werk deutlich herauslesen kann.

Richard Laymon war ein Meister seines Fachs, Hut ab vor diesem großen Schriftsteller!
0 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Konrad Wolfram zu »Richard Laymon: In den finsteren Wäldern«26.10.2011
Man muß Laymon's Tochter danken, das sie sich die Mühe gemacht hat, den Originalroman ihres Vaters wieder zu´sammen zu setzen. Schließlich hatte der Verlag damals diesen Roman auch zum Leidwesen von Richard Laymon selbst, arg verstümmelt. Mit recht sagt der FESTA Verlag hier, dass es sich um den härtesten Roman von Laymon handelt. Das rasante Tempo, die einfachen und doch einprägsamen Charaktere und das optimale Maß an Härte lassen den Roman zu einem kurzweiligen, spannenden Ereignis werden. Einmal in die Welt des Schreckens eingetaucht, mag man diesen Roman nicht mehr aus der Hand legen. So muß ein Horror-Roman sein! Angenehm auch die Aufteilung in gut lesbare, kurze Kapitel. Die Aufmachung wirkt sehr edel und liegt daher im oberen Bereich was Taschenbücher betrifft. Abgerundet wird das ganze mit einem Vorwort von Laymon's tochter Kelly und einem Nachwort von Brett McBean, der ebenso schockierend sein kann in seinen Romanen (DIE MUTTER oder DIE BESTIEN), wie Richard Laymon in dem vorliegenden Roman IN DEN FINSTEREN WÄLDERN. Von mir daher 100°
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Le_Tartar zu »Richard Laymon: In den finsteren Wäldern«25.10.2011
Ich habe schon einiges von Laymon gelesen, aber in Sachen Brutalität ubertrifft IN DEN FINSTEREN WÄLDERN alles. Hemmungslos und provozierend werden Sex- und Gewaltfantasien beschrieben. - Ohne Tabus, teilweise hart an der Grenze zur Pornografie.
Positiv aufgefallen ist mir das von der ersten Seite an hohe Erzähltempo. Und auch mit seinem einfachen Schreibstil, hat Laymon es geschaft in den sehr kurzen Kapiteln Spannung aufzubauen.
Laymon ist kein Freund von großen Charakterstudien und von seinen Protagonisten beschreibt er nur so viel, wie für die Geschichte notwendig ist. - Aber das Schicksal das er sich für seinen Charakter Lander Dill ausgedacht hat (der Mann erlebt im Laufe der Geschichte eine sehr fiese Veränderung), fand ich sehr gelungen.
Laymons Roman spiegelt sehr gut die Splatterwelle der 80er Jahre wieder. - Wild und kompromislos, mit einer ungebremsten Lust, zu schockieren.
Von mir 80°
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