Der Inquisitor von Askir von Richard Schwartz

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2014deutsche Ausgabe erstmals 2014, 576 Seiten.ISBN 3-492-26966-4.

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In Kürze:

Die Serie »Das Geheimnis von Askir« gehört zu den erfolgreichsten deutschen Fantasyreihen und wurde mehrfach für den Deutschen Phantastik Preis nominiert. Nach »Die Eule von Askir« liefert Richard Schwartz nun einen neuen »Askir«-Zusatzband – ein Muss für Fans und Neueinsteiger! Der gerissene Dieb Wiesel gehört zu den beliebtesten Figuren aus Richard Schwartz’ Askir-Saga. Nun erscheint mit »Der Inquisitor von Askir« seine Geschichte als eigener Roman: Auf Wunsch von Desina nimmt Wiesel ein äußerst riskantes Amt an – das des Inquisitors von Askir. Die junge Kaiserin weiß, dass sie ihren Ziehbruder damit in Lebensgefahr bringt. Doch sie braucht einen Vertrauten in dieser mächtigen Position, auch wenn Wiesel das ganze Kaiserreich dabei aufs Spiel setzen wird …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Wissensflut vor dem großen Finale“80

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Wiesel ist der bekannteste und erfolgreichste Dieb, den die ehemalige Kaiserstadt Askir je gesehen hat. Das Schloss, das er nicht aufbekommt, muss erst noch gebaut werden, die Schatzkammern der Reichen und Mächtigen stehen ihm allzeit offen.

Doch auch er, immerhin Bruder der angehenden neuen Kaiserin, ist verletzlich. Als er nach einer Liebesnacht im Bett einer Bardin zu sich kommt, liegt er im Blut der Gemeuchelten, alle Unschuldbeteuerungen stoßen auf taube Ohren, er wird eingekerkert.

Noch während er auf die hochnotpeinliche Befragung wartet, sucht ihn der wahre Mörder, ein uralter Maestro und perverser Serienkiller auf, um mit seinen Taten zu prahlen und Wiesel mit seinen Gaben zu zwingen die Tat selbst zu gestehen sowie ihn äußerlich zu verwandeln. Das kann unser Dieb natürlich nicht auf sich sitzen lassen, zumal die Inquisitorin seine Hinweise auf den wahren Tathergang ignoriert, so dass er einmal mehr das Recht in seine eigenen, befähigten Hände nehmen muss.

Dass er dabei, unterstützt von alten und neuen Bekannten, einer heimtückischen Verschwörung auf die Spur kommt, dass es gleich zwei Goldschätze zu finden gibt und ein vergessener Beistandspakt mit den Reich Xi erfüllt werden muss, halten ihn dabei kaum auf. Es gilt, die Macht des Handelsrats über Askir zu brechen, den Untergang Askirs zu verhindern und eine Legende zu enttarnen – selbst für Wiesel ein ganz schönes Pensum …

Vor einigen Jahren wies mich der Herausgeber der Piper Fantasy Edition, Carsten Polzin auf einen damals noch gänzlich unbekannten Autor hin und legte mir dessen Debut ans Herz. Richard Schwartz, so das Pseudonym unter dem er bei Piper veröffentlicht, legte damals seinen ersten Askir Roman vor und teilte mir dann hintergründig lächelnd mit, dass er seine Saga auf mindestens zwölf Romane hin ausgelegt hätte. Ganz schön mutig, dachte ich so bei mir, und machte mich an die Lektüre des Ersten Horns.

Zwischenzeitlich sind Jahre ins Land gegangen, längst ist Schwartz dem Freund packender High-Fantasy ein Begriff und vorliegender Band macht das Dutzend voll, ohne dass das große Finale bereits erreicht wäre.

Allerdings hat mich Richard Schwartz dieses Mal überrascht. Als er mir vor fast 2 Jahren erzählte, dass er mit der Idee schwanger ginge, Wiesel einmal in den Mittelpunkt eines Romans zu stellen erwartete ich, wie wohl viele Fans des gewieften Diebes, dass uns der Autor diesen in seinem typischen Milieu vorstellen würde. Diebereien, raffinierte Einbrüche, Verkleidungen und Betrügereien kommen zwar im Buch vor, müssen sich aber der Fortsetzung der Handlung unterordnen.

Der Autor nutzt den „Inquisitor“ dazu, Wissenslücken zu füllen, massive Info-Dumps über dem Leser auszuschütten und seine Gestalten vor den abschließenden Romanen in Position zu bringen. Das heißt ausdrücklich nicht, dass es im Roman nicht spannend zugehen würde, dass Wiesel seine Fähigkeiten nicht einsetzen darf, oder es nicht drohendes Unheil abzuwehren gelte. Doch alles muss sich dem großen Bild des mit Ungeduld erwarteten Finales unterordnen.
So nehmen auch andere bekannte (Stofisk) und neue Figuren (Inquisitorin Kyra) breiten Raum ein, gilt es aber auch sympathische Nebendarsteller zu betrauern.

Wie der Hauptperson angepasst gibt es keine großen Kampfbeschreibungen, statt des Schwertes regiert der Dietrich und die Feder, das Kassenbuch und der messerscharfe Geist.

So liest sich das Buch kurzweilig und spannend durch, wendet sich dabei aber eher an Leser, die die Reihe bereits kennen als an Neufans.

Ihre Meinung zu »Richard Schwartz: Der Inquisitor von Askir«

Anne zu »Richard Schwartz: Der Inquisitor von Askir«20.05.2014
Ich habe eine Kritik zur Kurzzusammenfassung, genauer gesagt, dem Satz "Auf Wunsch von Desina nimmt Wiesel ein äußerst riskantes Amt an – das des Inquisitors von Askir." Ich bin nun bei der Hälfte oder dem 2. Drittel des Buches. Entweder ich habe es überlesen oder diese Handlung ist noch nicht passiert. Bei letzterem fände ich die Zusammenfassung irreführend.

Von dem Buch bin ich begeistert.
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