Seelenruf von Richelle Mead

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2010unter dem Titel „Spirit Bound“,deutsche Ausgabe erstmals 2010, 428 Seiten.ISBN 3802583469.Übersetzung ins Deutsche von Michaela Link.

»Seelenruf« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Nach ihrer langen Reise zu Dimitris Geburtsort in Sibirien ist Rose Hathaway endlich an die Vampirakademie und zu ihrer besten Freundin Lissa zurückgekehrt. Die beiden Mädchen stehen kurz davor, ihren Abschluss zu machen und können es kaum erwarten, die Akademie zu verlassen. Doch Rose trauert immer noch um den Verlust ihrer großen Liebe, und bald scheinen ihre schlimmsten Befürchtungen wahr zu werden. Dimitri hat ihr Blut gekostet und ist nun auf der Jagd nach ihr. Und dieses Mal wird er nicht eher ruhen, bis Rose sich ihm angeschlossen hat …für immer.

Das meint Phantastik-Couchde: „Viel Gefühl verpackt in noch mehr Action“68

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Rose Hathaway, die Dhampirin hat ihre Ausbildung zur Wächterin einer der Moroi, der guten Vampire, erfolgreich abgelegt. Mehr noch, trotz all ihrer Eskapaden, ihrer eigenmächtigen Flucht aus der Akademie und der Suche nach ihrem einstigen Geliebten, dem früheren Dhampir-Lehrer Dimitri, der zu einen Strigoi gewandelt wurde, ist sie jetzt schon eine Legende unter den Wächtern. Wie keiner vor ihr liegt ihr der Kampf gegen die Strigoi, das Setzen des Pfahls und das Erlösen der bösen Vampire im Blut.

Obwohl sie zwischenzeitlich mit dem Moroi Adrian liiert ist, kann sie Dimitri, der sie zur Strigoi wandeln wollte, nicht vergessen. Zwar gelang es ihr, ihm den Pflock ins Herz zu rammen, doch als Dimitri von der Brücke in den Fluss stürzte, muss der tödliche Silbernagel wieder aus dessen Brust gerutscht sein. Seitdem bekommt sie von ihrem Ex Liebesbriefe, in denen er ihr androht, sie bei ihrer nächsten Begegnung zu töten – nett, oder?

Als sie erfährt, dass es vielleicht eine Möglichkeit gibt, Strigoi wieder zurückzuholen und ihnen nicht nur ihre Sterblichkeit, sondern auch ihre Seele wiederzugeben, ist sie elektrisiert. Ausgerechnet der in einem Hochsicherheitsgefängnis der Moroi einsitzende Victor Dashov könnte hier hilfreich sein – doch wie nur kann sie ihn überzeugen, ihr zu helfen? Einen erfolgreichen Einbruch und die Befreiung des Verbrechers später ist sie zwar, was das Prozedere anbetrifft, ein wenig schlauer, doch dann wird ihre Seelenpartnerin Lissa von den Strigoi gefangen genommen, ihr wird ein Mord unterschoben und sie hat plötzlich ganz andere Sorgen …

Ein Ende der Reihe ist nicht in Sicht

Die Romane in der Nachfolge von Stephenie Meyers Biss-Titeln sind Legion. Ein ums andere Mal wird den Lesern eine emotionale Hinwendung einer jungen menschlichen Frau zu einem guten oder bösen Unsterblichen vorgesetzt. Viel Gefühl, gemischt mit Romantik und ein wenig dezenter Erotik, fertig ist der Beststeller.

Richelle Mead ging mit ihrer die internationalen Bestsellerlisten stürmenden Vampire Academy auch den aufgezeigten Weg. Auf der einen Seite, eine dieses Mal sehr schlagkräftige, als Kämpferin und Leibwächterin in Ausbildung befindliche Frau, auf der anderen Seite ihre tragische Liebe, ein – böser – Vampir, ein Strigoi. Dazu gesellte sich die Kulisse einer etwas andere Schule, in der neben den üblichen Fächern auch Waffenkunde und Selbstverteidigung gelehrt werden, Pyjamaparties, Rumgezicke, aufreizende Kleider und jeden Menge gefährlicher Abenteuer. Die Mischung stimmte, so dass ihre Bücher auch bei uns die Spiegel-Bestsellerliste erklommen.

Im letzten Band schloss die Autorin die Handlung in der Ausbildungsstätte der Dhampire ab und entließ ihre Heldin in die große weite Welt. Bis nach Sibirien drang Rose auf der Suche nach Dimitri vor, lernte ihren ihr bis dato unbekannten Vater kennen und sammelte Erfahrungen.

Vorliegend ist sie wieder in ihr gewohntes Umfeld zurückgekehrt, muss mit Intrigen am Königshof ebenso fertig werden, wie mit den ablehnenden Eltern von Adrian. Was im ersten Drittel des Buches noch ein wenig behäbig daher kommt, das nimmt dann zusehends Fahrt auf.

Neben der überzeugenden Zeichnung ihrer emotional zerrissenen Persönlichkeit – der gleichaltrige Adrian tritt hier in Konkurrenz zu dem deutlich älteren und noch dazu jetzt bösen Dimitri – ihrer engen Freundschaft zu ihrer Seelengefährtin sind es die Actionszenen, die dem Band dann das Gepräge geben. Hier wird gejagt, gefightet und gemordet, dass es eine wahre Pracht ist. Alles aber als Bestandteil der großen Handlung unter dem Motto der Suche nach der wahren Liebe. Viel Gefühl also, aber das verpackt in eine mitreißenden Plot. Und, wie nicht anders zu erwarten war, ist ein – eigentlich logisches – Ende der Reihe nicht ins Sicht.

Ihre Meinung zu »Richelle Mead: Seelenruf«

Ihr Kommentar zu Seelenruf

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.