Die Schlacht um das Labyrinth von Rick Riordan

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „The Battle of the Labyrinth“,deutsche Ausgabe erstmals 2011, 432 Seiten.ISBN 3551554390.Übersetzung ins Deutsche von Gabriele Haefs.

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In Kürze:

Die Armee des Kronos wird immer stärker! Nun ist auch Camp Half-Blood nicht mehr vor ihr sicher, denn das magische Labyrinth des Dädalus hat einen geheimen Ausgang mitten im Camp. Nicht auszudenken, was passiert, wenn der Titan und seine Verbündeten den Weg dorthin finden! Percy und seine Freunde müssen das unbedingt verhindern. Unerschrocken treten sie eine Reise ins Unbekannte an, hinunter in das unterirdische Labyrinth, das ständig seine Form verändert. Und hinter jeder Biegung lauern neue Gefahren …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Percy wird erwachsen – und das mit jeder Menge rasanter Abenteuer“80

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Es ist Sommer – und das heißt, das wissen Leser auf der ganzen Welt, dass ihr Held Percy Jackson, der Sohn des Poseidon, einmal mehr ins Halbblut-Camp der Götterkinder einziehen wird, um dort Abenteuer zu erleben.

Moment mal, war da nicht vorher noch etwas Anderes? Richtig, bevor das Sommerferienprogramm komplett mit Kämpfen, Verrat und Weltuntergang wirklich losgehen kann, muss Percy, und das ist schlicht Pflicht, einmal mehr vor einer Schule fliegen.

Also zurück zum Anfang – und wirklich, Percy darf sich dieses Mal vor den Ferien in einer neuen Lehranstalt vorstellen. Zwei Cheerleader erwarten ihn, zwei Mädchen, hinter deren beeindruckenden Formen allerdings finstere Dämonen lauern. Richtig, Feuer, eine zerstörte Turnhalle und schon gibt Percy Fersengeld was das Zeug hält. Wow, da wären wir also wieder im vierten und damit vorletzten Band der Percy-Jackson-Reihe.

Kaum im Camp angekommen erfährt unser Held dann, dass – wie kann es auch anders sein – Kronos seinen Angriff auf die Götter noch lange nicht aufgegeben hat. Die ganze Welt und insbesondere Nordamerika wird von einem gigantischen Labyrinth unterwandert. Einst von Daedalus als Labyrinth des Minotaurus geschaffen, verbinden die unzähligen Türen und Tore nun die ganze Welt miteinander. Und über genau jenes Labyrinth soll Luke, ja der frühere Freund und jetzige Gefolgsmann Kronos, die Truppen des Weltenzerstörers in Halbblutcamp führen.

Was ihn an der Invasion noch hindert, wollen Sie wissen? Nun, um das mit Fallen und ziemlich schrägen, sprich tödlichen Wesen gespickte Labyrinth sicher durchqueren zu können, braucht es einen Wegweiser. Die, die in der Schule aufgepasst haben, wissen was jetzt kommt – der Faden der Ariadne. Und den sucht Luke noch im Zentrum des Labyrinths, der Werkstatt von Daedalus.

Wollen unsere Helden also Schlimmes verhindern, müssen sie Daedalus finden und um Hilfe bitten. Angeführt von Annabeth und begleitet von Tyson, Percy und Grover, der weiterhin auf der Suche nach dem verschollenen Gott Pan ist, machen sie sich auf ins Labyrinth – einen Ort, der ihnen alles abverlangen wird, in dem sie auf Monster, Götter und alte Wesen treffen und der Armee des Kronos begegnen …

Non-Stop Action-Abenteuer vor einem klassisch-griechischen Hintergrund

Percy Jackson, dieser Name steht für eine faszinierende Mischung aus Non-Stop-Abenteuer in Kombination mit der alt-griechischen Mythenwelt. Wie kaum ein anderer Autor hat es Rick Riordan geschafft, seine Leser in eine wahre Tour-de-force an aberwitzigen Abenteuern einzuwickeln und sie trotz der rasanten, nie enden wollenden Action und den unzähligen Wendungen nicht zu verlieren. Man hat als Leser unwillkürlich den Eindruck, dass hinter absolut jeder Pforte, Tür oder Tor eine weitere Katastrophe lauert, die natürlich weit schrecklicher und gefährlicher ist, als alles, was uns auf dem dornigen Weg bis hierhin begegnet ist.

Und der Eindruck stimmt. Trotz dieser Überfütterung an Cliffhangern, einer schier unübersehbaren Anzahl von handlungsrelevanten Personen und jeder Menge Verwicklungen aber bleibt der Plot selbst in sich logisch und nachvollziehbar. Mehr noch, Percy als Protagonist nimmt uns einmal mehr für sich ein. Nicht nur, weil er der nette Junge von nebenan ist, der es eigentlich nur allen recht machen will, sondern, weil er Entscheidungen trifft, die zwar nicht immer die richtigen sind, die aber zu ihm, zu seinem Charakter passen und durch die und mit denen er reift.

Daneben schleichen sich, insbesondere zum Ende des Buches hin, immer wieder einmal nachdenkliche Töne ein. Wenn etwa Deadalus über Schuld und Sühne reflektiert, Pan die Vernichtung der Wildnis geißelt oder Poseidon über die Anbetung der Götter referiert, ausführt, dass die Art der Verehrung mehr über die aussagt, die den Göttern huldigen als über die göttlichen Wesen selbst, werden Dinge wie Selbstbestimmung und Verantwortung angesprochen.

Dazu gesellt sich die Tatsache, dass die einstigen Kinder nun zu Jugendlichen herangewachsen sind. Immer deutlicher wird hierbei, dass das beginnende Interesse an dem anderen Geschlecht nicht eben zu Beruhigung und Entspannung der Lage beiträgt. Zumal mit der Personifizierung des Kronos ein weitered, dunkles Element Einzug in die Handlung hält.

Man kann dies prägnant subsumieren, dass Percy und mit diesem der Leser langsam älter, erwachsener wird. Nach den eher harmlosen Abenteuern im ersten Band hat sich die Serie dabei kontinuierlich fortentwickelt, bietet dem Leser neben der abwechslungsreichen und rasanten Handlung mit den vielen Anspielungen auf die griechische Mythologie auch eine Entwicklungsgeschichte, in der sich der jugendliche Bücherwurm unschwer wiederfinden kann.

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