Farnhams Oase von Robert A. Heinlein

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Farnhams Oase von Robert A. Heinlein

Originalausgabe erschienen 1965unter dem Titel „Farnham´s Freehold“,deutsche Ausgabe erstmals 1967, 284 Seiten.ISBN 3-404-24183-5.Übersetzung ins Deutsche von Birgit Bohusch.

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In Kürze:

Die Bombe versetzte sie in eine Welt, die für einige von ihnen das Paradies war – und für die anderen die Hölle
Sie hörten den Atomalarm und suchten schleunigst den Bunker auf, den Mr. Farnham für sich und seine Familie eingerichtet hatte. Gewaltige Detonationen erschütterten ihr unterirdisches Gefängnis. Sie mußten den Bunker verlassen und ins Freie flüchten. Sie erwarteten strahlenverseuchte Bombentrichter, aber sie fanden eine unberührte Wildnis vor. Sie sahen sich in einer völlig fremden Welt, die für einige von ihnen zum Paradies wurde – und für die anderen zur Hölle …

Ihre Meinung zu »Robert A. Heinlein: Farnhams Oase«

K.-G.Beck-Ewe zu »Robert A. Heinlein: Farnhams Oase«07.05.2007
Dieser Roman ist auch unter dem Titel "Die Reise in die Zukunft" 1983 bei Heyne erschienen.

Dieser Roman erschien erstmals 1964 und beschreibt zu Beginn sehr gut, wie die Angst vor einem Atomkrieg die Menschen damals bewegte. Die Familie Farnham ist mit dem Anhang und Joseph dem „Hausboy“ zusammen gekommen um ein gemütliches gemeinsames Abend-essen zu genießen, wobei Huge Farnhams Atomschutzbunker unter dem Haus zur Folie zum Streit für eigentlich tiefergehende Familienprobleme wird. Doch dieser Streit muss zunächst zurück stehen, als der Ernstfall eintritt und die ganze Truppe – mit der bei Heinlein schon fast obligatorischen Katze – in den Bunker flüchtet.

Hier erleben sie tatsächlich einen thermonuklearen Krieg und werden fürchterlich herum geschüttelt. Nach einer gewissen Wartezeit verlassen sie ihren Schutzraum – auch weil die Spannungen untereinander immer größer werden und müssen feststellen, dass die Explosionen sie nicht nur an sich durcheinander, sondern auch noch durch die Zeit geschleudert haben. Und in dieser neuen Zeit sind Flora und Fauna deutlich verändert.

Zunächst versuchen sich die Überlebenden so gut es geht einzurichten, aber bald stellen sie fest, dass sie gar nicht wirklich alleine auf der Welt sind. Es gibt noch Menschen, aber diese Leben in einer etwas ungewohnten Gesellschaft, der sich die Farnhams nur sehr begrenzt annähern können.

Die Angst vor der Bombe, die heute für viele junge Menschen kaum noch nachvollziehbar ist, die rassischen Einstellungen in den USA in den frühen 60er Jahren und auch Rassismus im Allgemeinen sind die großen Themen dieses Romans, aber auch persönliche Verantwortung und Freiheit, Revanchismus und – wie immer bei Heinlein – der Wert der Familie. Farnham ist – wie so oft in den Romanen dieses Autors – ein Patriarch reinsten Wassers, der sich hier auf einmal als freiheitlich denkender Mensch einer Sklavenhaltergesellschaft gegenüber sieht, wie man sie aus den schlimmsten Tagen der menschlichen Geschichte kennt.

Historisch und auch intellektuell interessant, gut geschrieben zeigt dieser Roman, dass Heinlein wirklich sehr unterschiedliche Fachbereiche erzählerisch abdecken konnte und dabei im-mer noch eine gut lesbare Geschichte erzeugte.
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