Sternenkrieger von Robert A. Heinlein

Buchvorstellung

Sternenkrieger von Robert A. Heinlein

Originalausgabe erschienen 1959unter dem Titel „Starship Troopers“,deutsche Ausgabe erstmals 1979, 334 Seiten.ISBN 3-404-14159-8.Übersetzung ins Deutsche von Bodo Baumann.

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In Kürze:

Die Menschheit befindet sich ein einem unerbittlichen Krieg mit den Bugs, Insektenwesen aus den Tiefen des Weltalls, einem Krieg, der alle Lebensbereiche durchdringt. Die Bürgerrechte werden auf der Erde nur jenem zugesprochen, der seinen Militärdienst geleistet hat. Auch die Soldaten an Bord der Rodger Young müssen in den Kampf zeihen. Sie sind Starship Troopers, die Infanteristen in diesem galaktischen Konflikt, und sie trifft der Schrecken, die Einsamkeit und die Angst am härtesten …

Ihre Meinung zu »Robert A. Heinlein: Sternenkrieger«

Michael Zöllner zu »Robert A. Heinlein: Sternenkrieger«05.12.2014
Heinlein war ein politischer Denker und ein Mann des Militärs. Die Sternenkrieger stellt eine Menge politischer Fragen,

Warum sollen Menschen die der Allgemeinheit nicht dienen über das Schicksal der Allgemeinheit
bestimmen dürfen.

Foderationsdienst ist übrigens nicht nur Militärdienst. Auch wenn Heinlein sich auf den Aspekt der Milizrepublik konzentriert.

Nächste Frage welches politische System ist überhaupt in der Lage einen galaktischen Vernichtungskrieg zu überstehen?

Die bankenorientierte Mehrparteienendiktatur zu der unsere Republiken zu verkommen drohen sind sicherlich nicht wirklich EINEr SOLCHEn Krise ungekanntes Umfangs gewachsen.

Nächste Frage: Wie vermitteln wir der Gesellschaft ein Gefühl von Verantwortung und Gerechtigkeit.

Strafe soll Abschrecken und im direkten Zusammenhang mit der Tat stehen. Es gibt keine "Wiedereingliederungsindustrie" sondern den Richtplatz. Nach der Abreibung ist es dann aber auch gut. Das hofft Heinlein zumindest.

Und rechte Verdienst Du Dir bevor Du sie wahrnehmen kannst. Die Pflicht der Gesellschaft ist es Dir Deine Rechte zu gewähren angesichts Deiner Leistung. Du dienst der Gesellschaft im Gegenzug. beides geschieht ohne Ansehen der Person.

Der einzelne Mensch dient dem Nichtwähler wie auch dem Vollbürger. Dein Wert wird nicht fremdbestimmt. Verantwortung und Entscheidungen zählen. Ein reicher darf nicht wählen wenn er nicht dient, ein Armer kann die Regierung führen wenn er die Vollbürger überzeugt.

Zu jedem Zeitpunkt Deines Lebens Kannst Du dich zum Dienst entscheiden. Was sollen eigentlich die Bucks.. Die sollen einfach zeigen das Die Lage ernst geworden ist und alternativlose (also tatsächlich alternativlos nicht einfach Einfallslos)Entscheidungen nötig sind. Denn die einzige Alternative heißt Untergang!

Nun hat Heinlein hiermit etwas geschaffen was der Idee der unveräußerlichen Rechten Widerspricht.
Der Trik ist aber ein anderer.

Die Verdienten Rechte der Volllbürger haben tatsächlich Konsequenzen. Es ist nicht wie in der Realität in der die Armen sich oft das Wahrnehmen ihrer Rechte nicht mehr leisten können.

Merke ! Bei uns streiken die Piloten und nicht bzw. kaum die Amazon Mitarbeiter. Die können sich das nicht leisten.

Was aber sind recht wert die ich unveräußerlich besitze und deren Wahrnahmen ich mir nicht leisten kann. Solche Rechte sind gleichzeitig nichts und Zuviel wert. Amazon Hilfskräfte können sich den ICE nicht leisten.

Also seht Euch die Realität an bevor Ihr Heinleins Utopie verwerft. Ein politisches Buch das sich tatsächlich wie ein Erinnerungsbericht eines Veteranen liest. Mehr oder weniger sollte es auch nicht sein.

S und F stehen auch für Sehnsucht und Furcht. Also habt Hoffnung und bleibt Einfallsreich!
Levante zu »Robert A. Heinlein: Sternenkrieger«18.08.2009
Ich gebe zu das ich den Film von Paul Verhooven zuerst gesehen hatte und er mich eher an einen Western als an eine Zukunftsutopie erinnerte (gute Menschheit vs. eklige Insekten).
Als ich vor kurzem das Buch gelesen hatte änderte ich meine Meinung.
Robert A. Heinlein beschreibt sehr ausführlich die militärische Struktur einer Zukunft vor der es mich graut.
Wählen dürfen nur diejenigen gehen die FREIWILLIG ihren Militärdienst geleistet haben. Der Rest der Menschheit scheint aus verweichlichten Humanisten zu bestehen.
Es gibt einen Gegner der für die Menschheit so anders geartet ist, das nichts anderes übrig bleibt als sie zu zerstören (da die BUGS ja schließlich angefangen haben).
Im Laufe der Geschichte oder sollte ich Dokumentation sagen, da Heinlein wirklich spannungsarm schreibt, nichts desto trotz genauso faszinierend für mich.
Es könnte genauso gut ein Tagebuch eines amerikanischen GI's sein der es einfach geil findet zu töten.
In der Geschichte befindet sich die Menschheit irgendwann im Dauerkrieg mit den Bugs.
Jeder Krieg ist zweifellos ein Armutszeugnis einer Kultur und wenn er zu unserem täglichen Erleben gehört also wir nicht aktiv dagegen etwas tun, wird unsere hochgelobte Zivilisation genau dort enden.
Wir töten um des Tötens willen und scheren uns nicht darum wer oder wann der erste Stein geschmissen wurde.
Unter der faschischten Decke des Romans entdeckte ich einen Spiegel unseres Zeitgeist, denn auch in unsere Wohnzimmer hat der Krieg schon einzug gehalten, nur wollen wir es nicht wahrnehmen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Dirk zu »Robert A. Heinlein: Sternenkrieger«07.04.2008
Unglaublich wie Heinlein in diesem Buch völlig ohne Spannung auskommt. Das Überleben der Menschheit wird in diesem Buch mit dem Charme eines militärischen Feldhandbuches abgehandelt, und obwohl stellenweise ein wenig Witz und ein paar Ideen aufblitzen, verkommt es letztendlich zu seitenlangen Abhandlungen über militärische Doktrin und Verwaltung.

Hier findet sich anscheinend die Ausnahme zu der Regel, dass Verfilmungen meist nicht an das Buch heran reichen. Wer sich von diesem Buch Action oder zumindest den skurrilen Hurra-Patriotismus des gleichnamigen Films erwartet sollte einfach am Tv bleiben. Die Annahme Heinlein würde hier blinden Patriotismus und Kriegstreiberei mehr oder weniger dezent anprangen, wandelt sich schnell zur überraschten Erkenntnis "Verdammt! Er meint es vollkommen ernst!".
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