Conan - Die Originalerzählungen Band 1 von Robert E. Howard

Buchvorstellungund Rezension

Conan - Die Originalerzählungen Band 1 von Robert E. Howard

Originalausgabe erschienen 2002unter dem Titel „Coming of Conan the Cimmerian [Teil 1]“,deutsche Ausgabe erstmals 2015, 400 Seiten.ISBN 3865523870.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Die Original-Abenteuer von Conan in 6 Bänden – vollständig, chronologisch und reich illustriert. Als Hardcover, Paperback und eBook. Ein Muss für alle Fantasy-Fans!

Der Amerikaner Robert E. Howard (1906-1936) schuf mit den meisterhaft erzählten Abenteuern um den wortkargen und schwertschwingenden Krieger aus Cimmerien den Inbegriff des Fantasy-Helden. Eine Figur, die bis heute Millionen Fans begeistert. Conan ist Legende.

Band 1 – Illustriert von Mark Schultz

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Wiederkehr des wahren Barbaren“100

Fantasy-Rezension von Michael Drewniok

Acht originale, 1932 und 1933 veröffentlichte, nachträglich nicht bearbeitete = verwässerte Geschichten um Conan, den Barbaren, belegen Kraft und Dynamik einer Figur, deren Potenzial Autor Robert E. Howard genau erkannte und ausschöpfte:

  • Einführung, S. 9-22
  • Vorbemerkung des Illustrators, S. 23-30

Die Original-Erzählungen:

  • Cimmerien (Cimmeria). S. 31/32: Ein Gedicht beschreibt die Schrecken und Schönheiten jenes fernen Nordlandes, in dem Conan geboren wurde.
  • Im Zeichen des Phönix (The Phoenix on the Sword), S. 33-72: Conan, König von Aquilonien, sieht sich einer Palastrevolte gegenüber, in die sich noch ein rachsüchtiger Hexenmeister einmischt.
  • Ymirs Tochter (The Frost Giant’s Daughter), S. 73-88: Gern treibt die Tochter des Frostgottes auf dem Schlachtfeld tödlichen Schabernack mit überlebenden Kriegern, doch mit Conan hat sie sich das falsche Opfer ausgesucht.
  • Der Gott in der Schale (The God in the Bowl), S. 89-120: Als Conan den Palast eines reichen Mannes ausrauben will, findet man ihn über der Leiche des Hausherrn, dessen tatsächlicher Mörder den Ort des Verbrechens keineswegs verlassen hat.
  • Der Turm des Elefanten (The Tower of the Elephant), S. 121-162: Conan wagt es, einen gefürchteten Magier zu bestehlen, und dringt in dessen mit Todesfallen gespickten Schlupfwinkel ein.
  • Die scharlachrote Zitadelle (The Scarlet Citadel), S. 163-226: Eine tödliche Allianz von Verrätern greift mit der Unterstützung eines Hexers nach dem Thron von Aquilonien, doch König Conan trotzt noch als Gefangener den Usurpatoren.
  • Die Königin der schwarzen Küste (Queen of the Black Coast), S. 227-276: Conan schließt sich der Piratenkönigin Bêlit an und folgt ihr in eine nur scheinbar verlassene Dschungelstadt, in der es blutrünstig umgeht.
  • Natohk, der Zauberer (Black Colossus), S. 277-336: Nachdem er drei Jahrtausende in seinem Grab schmachten musste, will Schwarzmagier Thugra Kothan sein untergegangenes Teufelsreich neu errichten, weshalb seine Gegner in ihrer Not den Söldner Conan zu ihrem Kriegsherrn ernennen.

Anhang:

  • Im Zeichen des Phönix (Erste eingereichte Fassung), S. 337-376
  • Exposé ohne Titel: (Die scharlachrote Zitadelle), S. 377/78
  • Exposé ohne Titel: (Natohk, der Zauberer), S. 379-382
  • Fragment ohne Titel: (Auf dem Schlachtfeld war es still ...), S. 383-386
  • Exposé ohne Titel: (Ein Trupp zamorianischer Soldaten ...), S. 387-390
  • Veröffentlichungsnachweise, S. 391/392

Epigonen-Unkraut

Im Dezember des Jahres 1932 erblickte er im „Pulp“-Magazin „Weird Tales“ das Licht der Leserwelt: Conan, der Barbar, geboren in eine Ära vor jeder Überlieferung und gesicherter Geschichtsschreibung, erfunden von Robert E. Howard, einem jungen, ungeschliffenen aber fähigen Geschichtenerzähler, dem hier ein moderner Trivialmythos gelang, der ihn nicht nur überlebte, sondern sich zu einem Franchise mauserte und sämtliche Medien des 21. Jahrhunderts nutzt – Medien, von denen Howard einst nicht einmal träumen konnte.

Der Erfolg bzw. die „Ergänzungen“, die der Mythos nach Howards Tod erfuhr, haben den ursprünglichen und eigentlichen Conan so gründlich überlagert, dass eine sorgfältige Herauspräparierung des Originals längst überfällig war. 2002 gab Patrice Louinet nach umfangreichen Vorarbeiten, die ihn auf der Suche nach ausschließlich von Howard verantworteten Manuskripten und Entwürfen tief in staubige Archive geführt hatte, den ersten Band von Robert E. Howard’s Complete Conan of Cimmeria“ heraus. Nach sieben Jahrzehnten konnten die Leser endlich wieder einen Conan kennenlernen, der nicht nachträglich verändert, verfremdet, trivialisiert und breitgetreten wurde. (Über diese Edition und ihre Intention informiert u. a. diese Website: http://www.barbariankeep.com.)

In seinem Vorwort zum vorliegenden Band gibt Louinet Auskunft über das zunächst merkwürdig erscheinende Projekt: War Conan denn jemals in Vergessenheit geraten? Wurden die Storys nicht spätestens seit den 1960er Jahren immer wieder aufgelegt? Louinet klärt über die komplizierte Conan-Historie auf: Obwohl Howard ein fleißiger Autor war, starb er so früh, dass er für einen Großteil jener Conan-Erzählungen, die seinen Namen tragen, höchstens indirekt verantwortlich zeichnet. Als Howard viele Jahrzehnte nach seinem Tod eine verdiente Renaissance erfuhr, wurde sein Nachlass auf unveröffentlichte Werke, Exposés und Konzepte durchforstet. Diese wurden postum ‚vollendet’ oder dort, wo Howard nur einige flüchtige Zeilen aufs Papier geworfen hatte, mehr oder weniger ideenreich nachempfunden. Als diese Kuh schließlich leergemolken war, entstanden gänzlich neue Geschichten „im Geiste Howards“.

Das Original setzt sich durch

Die Mehrzahl dieser Pastiches blieben blasse Kopien, deren Verfasser wiederkäuten, was Howard kraftvoll vorgegeben hatte. Waren zunächst durchaus interessante Variationen talentierter Autoren wie L. Sprague de Camp, Lin Carter, Poul Anderson oder Karl Edward Wagner darunter, produzierten später inspirationsarme Schreibautomaten wie Steve Perry, Leonard Carpenter oder Roland Green unzählige Romane, in denen Conan zum Kopf-ab-Barbaren degenerierte und Fantasy-„Abenteuer“ auf TV-Serienniveau erlebte.

Darüber geriet in Vergessenheit, dass Robert E. Howard Conan keineswegs als eindimensionalen Schlagetot konzipiert, sondern sich viele Gedanken über seine Figur gemacht hatte. Diese hielt er glücklicherweise schriftlich fest oder erörterte sie brieflich mit Schriftstellerkollegen. Howards Conan ist ein reiner Barbar als von der Zivilisation – die für Howard stets den Keim der Degeneration und des Untergang in sich trägt – unverdorbener Mann, „Barbar“ ist deshalb sowohl für Howard als auch für Conan kein Schimpfwort. Grausamkeit, Unterdrückung, Heimtücke: Die negativen Eigenschaften des Menschen benötigen die Zivilisation, um sich zu entwickeln und auszubreiten. Tyrannische Herrscher, fanatische Priester und immer wieder böse Zauberer sind deshalb trotz oder gerade wegen ihres Wissens wesentlich üblere Zeitgenossen als Conan, der auch deshalb immer wieder in Schwierigkeiten gerät, weil er die Regeln und Hierarchien, die solche selbst ernannten Eliten diktieren, nicht kennt oder sie ignoriert, ohne die Folgen zu fürchten.

Gleichzeitig macht es Howard sich und seinen Lesern keineswegs einfach: In „Der Turm des Elefanten“ versucht sich Conan als Einbrecher und hat kein Problem damit, die Wächter vorsichtshalber umzubringen: Er will den im Turm verborgenen Edelstein, und sie stehen ihm im Weg. Also müssen sie sterben. Andererseits setzt Conan sein Leben immer wieder für Kampfgenossen, Schwache und vor allem Frauen in Not ein, die ihm deshalb keineswegs zu Diensten sein müssen: Conan liebt Frauen nur, wenn sie sich ihm freiwillig hingeben wie Bêlit, die „Königin der schwarzen Küste“.

Conans Psyche ist kein glattgeschliffener Kiesel. Auffällig und keineswegs selten sind Phasen, die ihn in Angst oder Melancholie versinken und in blinden Aktionismus flüchten lassen. Conan zweifelt am Universum, dessen Schattenseiten er nicht versteht und dem er sich letztlich ausgeliefert fühlt. Dass diese Anwandlungen so überzeugend wirken, liegt wohl auch an Howards Wissen um solche Stimmungen. Er litt unter Depressionen, die ihn schließlich in den Selbstmord trieben.

Weltgeschichte als Spiegel

Die bunte, bizarre Welt des hyborischen Zeitalters entstand in den frühen 1930er Jahren. Howard erschuf sie mit großer Liebe zum Detail. Er sorgte dabei für Kulissen, die zu Standards (und Klischees) jener Fantasy wurden, die „Sword-&-Sorcery“ – „Schwert und Zauberei“ – genannt wird. Kritiker warfen Howard vor, denkfaul die reale Weltgeschichte zu plündern. Die Namen von Königreichen, Volksstämmen oder Städten erinnern an echte Vorbilder. Doch genau dies lag in Howards Absicht: Er sorgte auf diese Weise für Assoziationen, die ihm ausführliche bzw. langatmige Einführungen und Beschreibungen ersparten. Auf diese Weise konnte er seine Energie in das unmittelbare Geschehen investieren.

Dabei bediente sich Howard ebenfalls unbekümmert – und wieso nicht? – historischer Sagen und Legenden. Sie boten ihm Vorgaben für Handlungen, Szenen und Figuren, die er sich aneignete, ohne sie einfach zu kopieren. Stattdessen kamen sie in den großen Howard-Mixer und wurden zum Rohstoff der Conan-Saga. Dem versierten (Literatur-) Historiker bereitet die Identifizierung ihrer Wurzeln deshalb ebenso großes Vergnügen wie die Lektüre der Storys selbst. Die Inhalte mögen dem heutigen Leser (allzu) vertraut erscheinen. Deshalb sei an dieser Stelle wiederholt, dass es Howard war, der viel von dem vorgab, das noch immer die Fantasy dominiert – dies nicht nur literarisch, sondern vor allem auch in Film und Fernsehen. Dass den Epigonen das Geschick fehlt, mit dem Howard ebenso spielerisch wie gekonnt seinen Conan-Kosmos zum Leben erweckte, darf nicht ihm zum Vorwurf gemacht werden.

Niemals ließ sich Howard einengen. Deshalb folgen seine Conan-Storys auch keiner Chronologie. Mal ist es der alte, dann wieder der junge Conan, der Abenteuer erlebt. Howard selbst vergaß den roten Faden nicht; wo es die Handlung erforderte, streute er Fakten aus früheren Erzählungen ein. Gleichzeitig bewies er Mut zur Lücke, die ihm wichtig war: Howard hatte keine Conan-Biografie im Sinn. Die Storys waren ein Spiegelbild der ständig in Bewegung befindlichen hyborischen Welt.

Conans glorreiche Wiederkehr

„Robert E. Howard’s Complete Conan of Cimmeria“ ist eine opulente Edition. Die Erzählungen werden mit reichem Beiwerk präsentiert. Howard schrieb Exposés und Entwürfe, und mehr als einmal brach er eine Story ab und legte sie zu den Akten. Diese Fragmente besitzen durchaus ihre eigenen Qualitäten, weshalb es ein Gewinn ist, dass sie der Vergessenheit entrissen wurden.

Eigens für diese Kollektion schuf der Künstler Mark Schultz schwarzweiße Zeichnungen, die jede Story einleiten. Hinzu kommen farbige, aufwändige und sehr detaillierte Illustrationen in Gemälde-Qualität. Schultz orientierte sich nicht am typischen Conan-Bild, das weiterhin durch die beiden Filme mit Arnold Schwarzenegger in der Titelrolle („Conan der Barbar“, 1982; „Conan der Zerstörer“, 1984) geprägt wird, sondern versuchte, Howards Vorstellungen umzusetzen. Stilistisch erinnern seine Werke an den klassischen Comic-Meister Hal Foster (1892-1982), der „Prinz Eisenherz“ erschuf, sodass es nicht wundert, dass Gary Gianni, der nach dem Tod von John Cullen Murphy (1919-2004), der „Eisenherz“ von Foster übernommen hatte, als dritter Zeichner und Texter der Serie zwischen 2004 und 2012 mit Schultz zusammenarbeitete.

In Deutschland erschien „[The] Complete Conan of Cimmeria“ ursprünglich und dem Original entsprechend in drei voluminösen Bänden, die nun für die Neuausgabe jeweils geteilt wurden. Inhaltlich hat sich nichts geändert, auch das Zusatzmaterial ist komplett. (Gestrichen wurde eine Einleitung von Wolfgang Hohlbein.) Weniger gelungen sind höchstens die neuen Titelbilder von Arndt Drechsler, was aber ein subjektives Urteil darstellt. Für Freunde der klassischen Fantasy – aber nicht nur für diese – stellen die nunmehr sechs Bände ein Muss dar: Sie machen geradezu brutal deutlich, in welchem Maße die moderne Fantasy von Endlos-Garnen und Farblos-Kopien dominiert wird. Einmal mehr gilt: Das Original ist unschlagbar!

Ihre Meinung zu »Robert E. Howard: Conan - Die Originalerzählungen Band 1«

Lukes_Meinung zu »Robert E. Howard: Conan - Die Originalerzählungen Band 1«10.07.2017
Conan, der Barbar aus dem Land Cimmeria, ist vielen Altlesern sicher noch aus den Jahren ein Begriff als Fantasy nicht nur aus Elfen, Feen und weichgespülten Glitzervampiren bestand. Es ranken sich viele Geschichten – sei es nun Comic, Film oder auch Bücher – um den Kämpfer für seine eigene Freiheit und seine eigenen Ansichten was Recht und Gerechtigkeit bedeutet, doch die wenigsten davon sind von seinem Schöpfer selbst erdacht worden.

Robert Ervin Howard - oder auch R.E. Howard oder gar REH, ganz nach Belieben – nahm sich am 11.06.1936 in Cross Plains (Texas, USA) selbst das Leben, nachdem er Helden wie Conan, Bran Mak Morn, Kull oder anderen überlebensgroßen Helden das Leben geschenkt und noch diverse andere Genre mit seinem Ideenreichtum belebt hatte.

Conan ist und bleibt sein bekanntestes Werk und der Barbar scheint eine Art Identifikationsfigur für Howard gewesen zu sein, denn Howard selbst war in früher Kindheit und Jugend eher schmächtig und schaffte es nur durch Sport – vordergründig Bodybuilding – sein Erscheinungsbild zu verändern.

Auch dies hat er seinem größten Helden gemein, denn der Conan, welchen sich Howard ausmalte, sah nicht so aus wie die meisten ihn kennen. Der Schwarzenegger-Conan ist eine regelrechte Anomalie, welche durch die Marvel-Comics der Siebzigerjahre des vergangenen Jahrtausends hervorgebracht wurde, denn als der Zeichner John Buscema die optische Ausarbeitung der Comics übernahm wurde der Cimmerier zum bulkigen Tier und wich von Howards und Barry Windsor-Smith (dem ersten Zeichner der Comicserie) recht weit ab.

So, jetzt genug Blah, denn wer mehr Infos zum Autor und Conans Story an sich möchte, der sollte sich genau dieses Buch zulegen und das Vorwort des Herausgebers auf der Zunge zergehen lassen. Nicht nur das es sich über vierzehn Seiten des Tradepaperbacks erstreckt, es ist auch noch erschreckend intensive recherchiert und brachte selbst einem alten Howard-Hasen wie mir noch diverse „Achso!“-Momente.
Der Inhalt des Buches besteht aus den ersten (chronologisch hintereinander gehängt) acht Geschichten um Conan. In ihnen lernt man Land und Leute gut kennen und versteht Howards Intention hinter seinem Helden, der ja eigentlich gar kein Held ist, sondern nur jemand der versucht in seinem feindlichen Lebensraum zurecht zu kommen.

Das Buch wartet ebenfalls mit einer Menge Illustrationen aus der Zeichenfeder von Mark Schultz auf, dessen bekanntestes Werk wohl die „Xenozoic Tales“ sind. Schultz zeigt hiere ineen Conan, so wie man ihn sich beim Lesen vorstellt und nicht den gigantischen Übermenschen in der John Buscema / Arnold Schwarzenegger-Version.

Genug über die Optik und Haptik des Buches…

…schwafeln muss ich dennoch etwas.

Conan wurde im Laufe der Jahrzehnte durch die weitere Bearbeitung vieler Autoren, welche kaum das Format von Howards Erzählungen hatten und welche Conan ihren eigenen Stempel aufdrückten, in diverse Richtungen gedrückt. Manche vollendeten angefangene Scripte Howards, andere schrieben Storys von Howard so um das sie zu Conan passten und viele erfanden neue Geschichten.

Unter ihnen finden sich Namen wie Poul Anderson, Leonard Carpenter, Lin Carter, L. Sprague de Camp, Roland J. Green, John C. Hocking, Robert Jordan, Sean A. Moore, Björn Nyberg, Andrew J. Offutt, Steve Perry, John Maddox Roberts, Harry Turtledove, and Karl Edward Wagner. Einzig und allein Karl Edward Wagner schien die Figur verstanden zu haben – meiner subjektiven Meinung nach - und sein Roman „The Road of Kings“ (deutscher Titel „Die Straße der Könige“ – wer hätte es gedacht 😊 ) traf für mich den Barbar so wie ich ihn von Howard her kannte.
Die Lyon Sprague de Camp-Kontroverse klammere ich jetzt mal aus, denn sonst wird das nichts mehr mit der Beschreibung der Geschichten aus dem Paperback an sich…

Diese acht Geschichten (unter anderem) begründeten ein komplettes Untergenre der Fantasy – nämlich die Schublade „Sword & Sorcery“. Howards sehr klare Vision einer Welt welche von Gewalt genau so regiert wird wie von Zauberei, bietet Unterhaltung der einfachen Art, ohne jedoch als trivial bezeichnet werden zu können. Machismo und Testosteron tropfen und triefen aus den Seiten und erfreuen das Herz eines jeden Alt-Fantasy-Lesers, der sich nicht so recht mit Urban-, High oder gar Romantic-Fantasy anfreunden kann.

Das Recht des Stärkeren regiert Conans Welt und dennoch tötet der Barbar nicht nur aus Freude daran, sondern er setzt den Tod auch als Gnade ein. Besonders wird dies von Howard in der Geschichte „Der Turm des Elefanten“ klar, als „Yag-Kosha“ ihn bittet für ihn Rache zu nehmen und Conan dies nur tun kann, indem er vorher das Leben des Elefanten-Aliens auslöscht. Conan kommt der Bitte nach, tut dies aber nicht gerade im Berseker-Modus. Und ja: Alien, denn die Yag-Rasse kommt von einem anderen Stern zu Erde um dort im Asyl in undurchdringlichen Dschungelgebieten zu leben und langsam auszusterben bis das nur noch Yag-Kosha übrig ist.

Blah, blah, blah… 😃

Zum Schluss nun mal wieder die Frage, wer sich solch ein Werk zu Gemüte führen sollte.
Jeder der Fantasy liebt, welche nicht von Einhörnern und Glitzervampiren verwässert wurde. Jeder der sich von Machismo und bodenständigen Charakteren begeistern lassen kann. Jeder der sich mit den im Anhang befindlichen Exposés die Werdung einer Howard Story vor Augen führen will und jeder der gerne ein Werk hätte, welche die Essenz von Conan in sich trägt uns alle Informationen die man braucht um in der Welt des Cimmeriers zurecht zu kommen.

Informativ, aufschlussreich, unterhaltend und optisch ein Burner – was will man mehr…
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