Das Horn von Valere von Robert Jordan

Buchvorstellungund Rezension

Das Horn von Valere von Robert Jordan

Originalausgabe erschienen 1990unter dem Titel „The Great Hunt“,deutsche Ausgabe erstmals 1993, 494 Seiten.ISBN 3-492-28554-6.Übersetzung ins Deutsche von Uwe Luserke.

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In Kürze:

Chaos bricht aus, als geheimnisvolle Invasoren ins Land einfallen und das Horn von Valere rauben, ein magisches Instrument, mit dessen Hilfe die toten Helden ins Leben zurückgerufen werden können. Der Dunkle König nutzt die Verwirrung und will losschlagen, bevor Rand al’Thor das Horn zurückerobern kann. Ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Vor dem Schicksal ist nicht zu flüchten“90

Fantasy-Rezension von Amandara M. Schulzke

Die fünf jungen Leute aus dem kleinen Dorf von den zwei Flüssen werden immer tiefer in das Gewebe des Rades hineingezogen. Einer von ihnen muss der wahre wiedergeborene Drache sein, und es schält sich immer mehr heraus, dass es der Schafhirte Rand al´Thor ist, so sehr er sich auch dagegen sträubt. Bei einer Rast auf der Suche nach dem Horn von Valere, das die ehemaligen Krieger und Helden wieder zur letzten Schlacht rufen kann, verschwinden Rand und der Schnüffler Hurin spurlos. Sie treffen in einer anderen Welt die geheimnisvolle Selene. Währenddessen sind Mat, der Bogenschütze, und Perrin, der Sohn des Schmieds, weiter auf der Suche nach Horn und dem verfluchten Dolch, der allein Mats Leben retten kann. Auf der Toman-Halbinsel wird die magisch begabte Egwene von den Seanchan, den Besatzern, die über das Meer kamen, entführt. Der tot geglaubte Gaukler Tom taucht wieder auf. Inzwischen versuchen die verschiedenen Gruppen der Aes Sedai, der Frauen, die Zugang zu der Einen Macht haben, Lösungen zu finden, ihren Teil zum Sturz des Dunklen Königs beizutragen. Sie finden zwei weitere zerstörte Siegel von dem Gefängnis des Dunklen Königs und der Verlorenen.

Wer über High Fantasy spricht, nennt den Amerikaner Robert Jordan gleich im ersten Satz. Sein in Deutschland über 30-bändiges Werk gehört zu dem besten, was die Nach-Tolkien-Ära hervorgebracht hat. Mit etwa 500 Seiten pro Band hat er 16.000 Seiten Suchtstoff hinterlassen. Jordan starb an einer seltenen Blutkrankheit im September 2007 und hinterließ seiner Familie die wichtigsten Punkte, um die Geschichte zu Ende schreiben zu können.

Suchtmittel für Fantasy-Fans

„Das Horn von Valere“ ist der vierte Band des Rades der Zeit. Mehr und mehr zeigt sich die Bestimmung der einzelnen Protagonisten. Die Handlung ist dicht. Jordan gelingt es, das Gleichgewicht zu finden zwischen Beschreibungen, Handlungen, unerwarteten Begebenheiten und den Beweggründen der Beteiligten. Seine Charaktere sind menschlich ambivalent, hoffnungsvoll und zweifelnd, verzagt und draufgängerisch, bedacht und spontan, verschlagen oder ehrlich. Der Leser kann mit ihnen mitfühlen, ihre Motive verstehen und begleitet sie deshalb mit viel Freude und Spannung von einem Schauplatz zum anderen.

Zugleich werden die dunklen Kräfte stärker, zwei der Verlorenen, zwei von 13 der mächtigsten Aes Sedai, die den dunklen König im Schattenkrieg unterstützt hatten, stellen sich den jungen Leuten in den Weg. Gruslige Wesen aus der Großen Fäule und aus anderen Welten finden den Weg in die Königreiche der Menschen. Einige seiner erdachten Wesen ähneln Tolkien-Geschöpfen, wie z.B. die Trollocs den Orks oder die Draghkar den Nazgul. Trotzdem sind sie einzigartig.

Extrem spannend und dicht

Dichte bekommt der Roman auch, weil in verschiedenen Königreichen die Menschen oder Herrscher unterschiedliche Ziele verfolgen und einige der Mächtigen das Licht unterstützen oder ihm, teils ungewollt, Stolpersteine in den Weg legen. Um allem noch mehr Würze zu geben, mischen sich die zweigeteilten Lichtbringer in das Geschehen ein – zwei unserer christlichen Kirche verwandte Kämpfer. Besonnen oder fanatisch. Jordan schafft es, die Handlungsstränge immer wieder zusammen zu führen, ohne unerwartete Auflösungen vorweg zu nehmen. Die vielgestaltige fremde Welt ist in ihren Strömungen und Verhaltensweisen unserer real existierenden gar nicht so unähnlich. Konflikte spitzt Jordan durch das phantastische Element zu. Ein zutiefst philosophisches Werk.

Negativpunkte erhält auch dieser Band (wie die Vorgänger) wegen einer Unzahl von Tippfehlern, orthografischen und stilistischen Mängeln. Immer wieder machen die Verlage Werbung mit „Deutsche Erstausgabe“ und schleppen in den vielen Auflagen die Fehler der Erstausgabe mit. Einige Sätze sind doppelt zu lesen, um den Sinn richtig zu verstehen. Eine Zweitausgabe, die umsichtig lektoriert ist, würde dem großartigen Autor gerecht werden.

Ihre Meinung zu »Robert Jordan: Das Horn von Valere«

Guenther Arthur Julius Hofmann zu »Robert Jordan: Das Horn von Valere«19.01.2017
In meinen Bücherregalen liegen inzwischen schon über ungefähr 600 Bücher und der von mir am liebsten gelessene Autor, trotz der viel zu vielen Schlachtenszenen in seiner RdZ-Reihe, ist nun mal Robert Jordan!! WER FANTASIE HAT UND DIE HAT JEDER DER GERNE LESEN TUT, MUSS DIESEN AUTOREN KENNENLERNEN UND SEINE GEWALTIGE WOT-REIHE AM BESTEN IM ORIGINAL LESEN!!!
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