Der Antipapst von Robert Rankin

Buchvorstellung

Der Antipapst von Robert Rankin

Originalausgabe erschienen 1991unter dem Titel „The Antipope“,deutsche Ausgabe erstmals 1998, 317 Seiten.ISBN 3-404-24246-7.Übersetzung ins Deutsche von Axel Merz.

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In Kürze:

Feiner britischer Humor der Extraklasse, vergleichbar mit einer guten Tasse Tee: schwarz und anregend. Pooley (arbeitsscheu) und Omally (ebenfalls) wollen eigentlich nur weiterhin ungestört ihr Bier in ihrem Lieblingspup in Bredford trinken, doch Papst Alexander VI (ja, der alte Borgia) hat andere Plane. Frisch reinkarniert, macht er die Gegend von Brentford unsicher: Die dunklen Pläne des teuflischen 'Antipapstes’ Borgia, wie die Welt auszusehen hat, entspreche so gar nicht denen Pooleys und Omallys, und daher sehen die beiden sich gezwungen, die viel gescheute Initiative zu ergreifen. Es kommt zur großen Konfrontation …und zu einem Feuerwerk an Seitenhieben auf die heiligen Kühe der Engländer – was, der Tierschutzbund möge aufatmen, ausnahmsweise einmal nicht wörtlich gemeint ist.

Ihre Meinung zu »Robert Rankin: Der Antipapst«

SpaceLord zu »Robert Rankin: Der Antipapst«12.02.2013
Also ich frage mich gerade wirklich, warum dieses Meisterstück der humoristischen Fantasy bzw. humoristischen Science-Fiction nicht schon längst als Meilenstein gilt und ihn wirklich jeder Coucher im Regal stehen haben muss …

Mr. Rankin ist es gelungen, einen witzigen, bösen, vor Sarkasmus nur so strotzenden und trotzdem gut lesbaren Roman zu schreiben. Alles geht flüssig und schnell von der Hand, keine verschachtelten Douglas-Adams-Sätze (obwohl diese meist auch sehr rezivoll sind). Auf guten 300 Seiten erfahren wir von den beiden Saufkumpanen Pooley und Omally, die im Londoner Vorort Brentford leben, in den unverhofft der Antipapst einzieht, das ultimative Böse sozusagen. Die trotteligen Tief-Seelen-Engländer versuchen also, zwischen Fünf-Uhr-Tee und Pub-Besuch die Welt zu retten und richten dabei ein Heiden-Chaos an. Hilfe bekommen sie von einem in Brentford lebenden schrulligen Wissenschaftler, der ebensowenig dicht ist wie die beiden Schenkelklopf-Banausen.

Ich habe den Roman vor etwa einen Jahr gelesen und mir danach viele andere Romane von Mr. Rankin gekauft. Der Mann wird übrigens im Verlauf seines Schaffens immer besser, der Höhepunkt für mich war das geniale WARTEN AUF OHO, aber auch DIE APOKALYPTISCHEN SCHOKOHASEN war erste Sahne.

Es ist einfach der unberechenbare Witz, der dieses Buch ausmacht. Im Klappentext steht: »Mit Humor so schwarz wie eine gute Tassen englischer Tee.« Ich gehe noch weiter, ich sage, der Humor ist so schwarz wie Grillkohle, vielleicht sogar so bestialisch-schwarz wie Osama BinLadens Seele.

Ein überragendes Buch, und wirklich das Gelesen-werden wert. Es ist eine Schande, dass es sonst nur noch 2 Bücherregalen der Couch steht.

Gezeichnet,

Space Lord
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