Kind der Zeit von Robert Silverberg & Isaac Asimov

Buchvorstellung

  • Fantasy
  • Science-Fiction
  • Horror
  • Mystery

Originalausgabe erschienen 1992 unter dem Titel The Ugly Little Boy, deutsche Ausgabe erstmals 1997 , 382 Seiten. ISBN 3-453-12537-1. Übersetzung ins Deutsche von Irene Holicki.

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In Kürze:

Timmie ist 4 Jahre alt. Und er wurde vor 40000 Jahren geboren …Im 21. Jahrhundert ist die Wissenschaft endlich soweit, Lebewesen aus der Vergangenheit in die Zukunft zu transferieren. Nach einem mißglückten Experiment mit einem Dinosaurier entscheidet sich Dr. Hoskins, Leiter von Stasis, einen kleinen Neandertaler aus der Vorzeit zu holen. Timmie ist ein schmutziges, häßliches, wildes Wesen – für die Wissenschaftler ein interessantes Experiment, für die Menschenrechtler ein brisanter Fall, für die meisten nur ein Monster. Nur Edith, eine junge Krankenschwester, erkennt, wer Timmie wirklich ist: ein einsames, zutiefst verstörtes Kind, verloren in einer fremden Welt.

Ihre Meinung zu »Robert Silverberg & Isaac Asimov: Kind der Zeit«

Zeitreisefan zu »Robert Silverberg & Isaac Asimov: Kind der Zeit« 28.12.2009
Klappentext:
Timmie ist 4 jahre alt. Und er wurde vor 40000 Jahren geboren... Im 21. Jahrhundert ist die Wissenschaft endlich soweit, Lebewesen aus der Vergangenheit in die Zukunft zu transferieren. Nach einem mißglückten Experiment mit einem Dinosaurier entscheidet sich Dr. Hoskins, Leiter von Stasis, einen kleinen Neandertaler aus der Vorzeit zu holen. Timmie ist ein schmutziges, häßliches, wildes Wesen - für die Wissenschaftler ein interessantes Experiment, für die Menschenrechtler ein brisanter Fall, für die meisten nur ein Monster. Nur Edith, eine junge Krankenschwester, erkennt, wer Timmie wirklich ist: ein einsames, zutiefst verstörtes Kind, verloren in einer fremden Welt. -----------------------------------
Innenklappentext: Eine klassische short story von Isaac Asimov liegt dem neuen (1997, deutsche Erstausgabe) Roman von Robert Silverberg zugrunde, der die erfolgreiche Zusammenarbeit der zwei wohl bedeutensten Science-Fiction-Auitoren unserer Zeit fortführt. Die fantastische Geschichte greift weit in die Steinzeit zurück, um von dort einen kühnen Bogen in die nahe Zukunft zu spannen. Im 21. Jahrhundert haben die Wissenschaftler eine spezielle Technik entwickelt, mit deren Hilfe Lebewesen und Gegenstände aus der Vergangenheit in die Gegenwart transferiert werden können. Dr. Hoskins, Leiter von Stasis, hat bereits einen kleinen Dinosaurier transferiert – jetzt ist ein kleiner Neandertaler an der Reihe. Timmie ist vier Jahre alt und wurde vor 40000 Jahren geboren. Dieses schmutzige, häßliche wild aufbegehrende Wesen ist für die Wissenschaftler lediglich ein Experiment, für die meisten Menschen nur ein Monster und für die Menschenrechtsaktivisten ein spektakulärer Fall. Nur die Krankenschwester Edith, die sich um den kleinen Wilden kümmern soll, erkennt recht bald, wer Timmie wirklich ist: ein einsames, eingeschüchtertes, ganz normales Kind, verloren in einer fremden Welt. Als Timmies Ersatzmutter die grausamen Pläne von Stasis durchschaut, ringt sie sich zu einem tollkühnen Entschluß durch.
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Kommentar:
Die Zeitreise ist Aufhänger, aber nicht Haupthandlung der Geschichte.
Erzählt wird die Beziehung der Krankenschwester Miss Fellowes (die sich entgegen dem Klappentext nicht mit „Edith“ anreden lassen will und darüber hinaus keineswegs eine „junge“ Krankenschwester, sondern eine ältere, schon leicht ergraute Schwester ist) zu dem zunächst hilflosen Neandertaler-Kleinkind, ihre Bemühungen, ihm die Zivilisation und entsprechendes Verhalten beizubringen. Das gelingt ihr auch zunehmend. Schnell lernt der Kleine, mit Besteck zu essen, aus Tassen zu trinken, schließlich im Verlauf dreier Jahre auch zu sprechen (Englisch) und letztendlich sogar zu lesen.
Parallel dazu wird immer wieder in kleinen Episoden das Schicksal der Neandertaler-Gruppe erzählt, dem das Kind entrissen wurde.
Die Technik der Zeitreise erlaubt es den transferierten Gegenständen und lebenden Objekten nicht, sich aus der sogenannten Stasis-Blase zu entfernen. So spielt nahezu die gesamte Handlung in eigens für den kleinen Neandertaler eingerichteten Räumen im Institut der Stasis-Zentrale, die dieser nicht verlassen darf. Als schliesslich der begrenzte Raum, den das Kind zur Verfügung hatte gebraucht wird, um eine andere Person aus der Vergangenheit zu holen (diesmal eine Person aus dem Mittelalter), und der kleine Neandertaler dafür wieder zurück in seine eigene Zeit geschickt werden sollte, begehrt Miss Fellowes auf und beschliesst, das kleine Kind zu beschützen und nicht dem sicheren Tod in seiner Vergangenheit auszusetzen...

Das Buch ist wenig spektakulär, sicher keine Kronjuwele der Zeitreise-Romane. Eher ein leises Statement gegen unmoralische und unreflektierte Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse ohne ihre Konsequenzen zu bedenken.
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