Herr des Lichts von Roger Zelazny

Buchvorstellung

Herr des Lichts von Roger Zelazny

Originalausgabe erschienen 1967unter dem Titel „Lord of Light“,deutsche Ausgabe erstmals 1976, 330 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Frank Clemeur.

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Ihre Meinung zu »Roger Zelazny: Herr des Lichts«

Jorj McKie zu »Roger Zelazny: Herr des Lichts«20.09.2011
Klar: Dieses Buch ist kein "Reißer", keine rasante, Tempo-getriebene Action Story. Wer Geballer zwischen Raumschiffen oder Ähnliches erwartet, ist hier sicher falsch.
Geschildert wird aber sehr überzeugend eine Welt, die unter der Herrschaft von Mutanten steht. Ihre Herrschaft legitimieren sie, indem sie sich mit Göttern des hinduistischen Pantheons identifizieren und sich als solche verehren lassen (jede andere Religion hätte sich für einen solchen Machtmissbrauch ebensogut geeignet).
Erzählstil und Sprache sind dem angepasst, von hohem, oft fast schon poetischem Niveau und mit vielen Bezügen zur indischen / hinduistischen Kutlur und Religion.
Die Hauptfigur "Sam" ist ebenfalls einer dieser Mutanten, schwingt sich aber nicht wie seine ehemaligen Mannschaftskameraden zu einem Gott auf, sondern versucht, in einem viele Jahrzehnte dauernden Kampf die Allmacht der klerikalen Kaste zu brechen, die Nachkommen der Schiffsbesatzung auf dem Planeten zu befreien und eine moderne Entwicklung jenseits eines künstlich verlängerten "Mittelalters" zu ermöglichen.
Die Etappen dieses Kampfes werden kunstvoll auf mehreren Zeitebenen geschildert.
Religion ist der Feind der Erkenntnis, der Aufklärung und des Fortschritts und immer ein politisches Machtinstrument: Die Verlockung des "nächsten Lebens" dient dazu, Aufbegehrende zu disziplinieren: Zelaznys Haltung zum Daseinszweck des "Glaubens" ist eindeutig illusionslos bis zynisch und alle großen Religionen bekommen da auch ihr Fett weg.

Für mich ist das ein sehr gelungenes Buch. Es gehört in eine Reihe mit Frank Herberts "Dune" / "Wüstenplanet". Ein sicher wohlverdienter HUGO Award!
Khaless zu »Roger Zelazny: Herr des Lichts«08.02.2009
Die Menschen sind vor langer Zeit auf einem neuen Planeten angekommen und haben diesen besiedelt. Auf der Reise sind sie jedoch mutiert und haben sich (warum auch immer) zu hinduistischen Göttern erhoben, da sie gottähnliche Fähigkeiten haben. Ihr Nachfahren müssen sie anbeten und dürfen keine Technologie benutzen. Ein verstoßener "Gott" will dies mit Hilfe ändern.

So richtig konnte mich weder die Handlung noch der Erzählstil überzeugen. Das Buch liest sich wie eine alte Sage über die hinduistischen Götter, die irgendwie künstlich in eine Science Fiction Geschichte gepresst wurde. Auch kommt keine wirkliche Spannung auf, da die Geschichte sehr zäh erzählt wird und auf einen "Aha"-Effekt wartet man auch vergebens. Schade.
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