Plötzlich Zauberer von Scott Meyer

Buchvorstellungund Rezension

Plötzlich Zauberer von Scott Meyer

Originalausgabe erschienen 2014unter dem Titel „Off to be a Wizard“,deutsche Ausgabe erstmals 2016, 432 Seiten.ISBN 3958351549.Übersetzung ins Deutsche von Katrin Fahnert.

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In Kürze:

Martin Banks ist ein ganz gewöhnlicher Typ, der eine sehr ungewöhnliche Entdeckung gemacht hat:
Er kann die Realität manipulieren, denn die Realität ist nichts anderes als ein weiteres Computerprogramm. Doch seine kleinen Veränderungen der Realität hier und da bleiben nicht unbemerkt.
Um seinen Verfolgern ein Schnippchen zu schlagen, entschließt er sich, in der Zeit zurückzureisen und im Mittelalter sein Glück als Zauberer zu versuchen.

Denn was sollte da schon schief gehen?

Als hackender Yankee an König Artus Hof muss Martin sich nun alle Mühe geben, um ein vollwertiger Meister seiner Fähigkeiten zu werden, das Geheimnis um den uralten Zauberer Merlin zu lüften und …ja, ihr wisst schon, möglichst nicht dabei umzukommen und so.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Herrlich unspektakulär und doch unterhaltsam“75

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Kennen Sie Mark Twains „Ein Yankee aus Conneticut an König Arthurs Hof“? Einer der ersten modernen Fantasy Romane verwöhnte das Zwerchfell seiner Leser mit einer atemberaubenden Geschichte eines Zeitreisenden, der den stolzen Rittern und edlen Maiden die Segnungen der modernen Zivilisation näher brachte. Nun vorliegenden Roman könnte man als Internet-Version dieses Buches, quasi als Version 4.0 bezeichnen.

Martin Banks, unsere Hauptperson ist ein NERD aus dem Bilderbuch. Er arbeitet tagtäglich als Erfasser am PC, zu Hause setzt er sich dann an den Rechner und bestätigt sich als Hacker – auch wenn er den Ausdruck weidlich ablehnt. Als er auf eine Datei stößt, die mehrere Terrabite umfasst, ahnt er, dass er etwas Großes, etwas Geheimes gefunden hat.

Erste Versuche lassen ihn um 7 Zentimeter wachsen, dann wächst sein Bankkonto. Dumm nur, dass sowohl die Bank als auch das FBI ihm nur zu bald auf die Schliche kommen. Gut dabei, dass er mittels selbst programmierter App nicht nur den Stand seines Kontos, seine persönlichen Merkmale oder den Aufenthaltsort ändern kann – so wie in Teleportieren – sondern auch in der Zeit verreisen kann.

Also auf gen Camelot, doch als er im ländlichen England des Mittelalters ankommt muss er feststellen, dass er nicht der einzige Zauberer ist, der die Datei und ihre Möglichkeiten entdeckt hat. Nachdem er sich bei der lokalen Bevölkerung gleich einmal in die Nesseln gesetzt hat, geht er erst einmal bei einem Kollegen, der aus den 90ern stammt, in die Lehre. Kaum hat er alle Hürden mit fliegenden Fahnen gemeistert, da werden er und seine Freunde an den Ort eines Verbrechens gerufen. Ein ganzes Dorf wurde gemeuchelt, offensichtlich hat der Mörder versucht die lokale Bevölkerung in Hobbits zu verwandeln – mit desaströsem Ausgang. Das Schlimmste, der Täter muss aus ihren eigenen Reihen kommen . …

Locker, leicht und Zwerchfell-trainierend

Was ist das für ein Erstlingsroman, der in den USA bei Amazon erschien? Nun, zunächst einmal fallen mir Adjektive wie vergnüglich, lustig, spannend aber auch herrlich unaufgeregt dazu ein. Da geht es endlich einmal nicht darum, gleich eine ganze Welt oder gar mehr zu retten, da wird eigentlich nur von einem etwas einsamen jungen Mann berichtet, der sein großes Abenteuer erlebt.

Das hält viel Situationskommödie für den Leser bereit, hat Tempo und viel Selbstironie, so dass sich die Lektüre wie ein Selbstläufer gestaltet. Wer also einfach einmal auf Urlaub vom Alltag gehen will, ohne gleich mit welterschütternden Katastrophen konfrontiert zu werden, der ist hier definitiv an der richtigen Stelle.

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