Infiziert von Scott Sigler

Buchvorstellungund Rezension

Infiziert von Scott Sigler

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „Infected“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 420 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Martin Ruf.

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In Kürze:

Die Epidemologin Margaret Montoya wird bei der CIA mit einer seltsamen Krankheit konfrontiert. Aufgrund eines unbekannten Erregers verwandeln sich normale Menschen in Psychopathen, die ihre Familien töten und sich selbst auf grauenerregende Weise umbringen. Montoya und die US-Regierung glauben zunächst an eine terroristische Attacke mit einer neuartigen Biowaffe, doch die Wahrheit ist noch viel alarmierender …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Blutfontänen und überbordendes Grand Guignol“80

Horror-Rezension von Jochen König

Martin Brewbaker hat einen denkbar schlechten Tag. Er sitzt benzindurchtränkt in seinem Bad, eine Axt in der Hand. Kurz zuvor hat er bereits seine Familie massakriert. Als zwei CIA-Agenten in seine Privatsphäre eindringen, hackt er sich die Beine ab, und setzt sich anschließend in Brand. Nicht ohne noch einen der beiden Agenten lebensgefährlich zu verletzen. Vor dem Mehrfachmord ein unbescholtener Bürger und liebevoller Familienvater, stellt sich natürlich die Frage nach dem Warum? Die Antwort ist einfach: eine Hand voll dreieckiger Wucherungen, die seinen Körper befallen haben, scheinen ihn in den mörderischen Wahnsinn getrieben zu haben. Dummerweise ist er nicht der einzige, dessen durchschnittliches Leben mit einer wahnsinnigen Bluttat endet. Scheinbar unmotivierte Gewalttaten im Zusammenhang mit dem Wort „Dreiecke“ wecken das Interesse des CIA. Zunächst vermuten die Epidemiologin Margaret Montoya und ihr Kollege Amos einen terroristischen Akt hinter den Infektionen, was der Wahrheit ziemlich nahe kommt. Zumindest wenn man es kosmisch betrachtet. Nichts liegt dem Ex-Footballstar Perry Dawsey ferner, der zunächst einmal mit dem Juckreiz beschäftigt ist, den sieben Infektionsherde auf seinem Körper verursachen. Was zunächst wie eiternde Pickel oder Insektenstiche aussieht, wächst zum Schrecken Dawseys schnell heran und beginnt sein ganzes Sein zu bestimmen. Er kann sich bei weitem nicht so viel kratzen wie es juckt. So greift er zu wesentlich drastischeren Maßnahmen, um seinen Körper wieder in den Griff zu bekommen. Radikalkur.

Scott Siglers Infiziert hat etliche Passagen tiefschwarzer Komik zu bieten, aber den größten Lacher beschert uns der Buchdeckel. Dort wird nämlich Publishers Weekly mit den großen Worten zitiert, Infiziert sei ein „erschreckend realistischer Horrorthriller“. Der Roman mag ja vieles sein, nur eins ist er nicht: realistisch. Sigler präsentiert seine finstere Geschichte auf über 500 Seiten und entzündet ein makabres und abstruses Feuerwerk, das seinesgleichen sucht. Was beginnt wie ein Alptraum, den CIA und Heimatschutzbehörde gemeinsam träumen, entwickelt sich zur Geschichte einer feindlichen Übernahme, an der Robert A. Heinlein und sämtliche interstellaren Körperfresser ihre reinste Freude gehabt haben dürfen.

Eine Infektion befällt mehr oder weniger rechtschaffene Menschen und verwandelt sie in mörderische Bestien. Glaubt die in den Diensten der CIA stehende Epidemiologin Margaret Montoya zunächst an eine geschickte terroristische Infiltration, mehren sich nach den ersten Untersuchungen der zerfließenden Überreste Martin Brewbakers Zweifel an dieser Theorie. Denn hinter den gemeingefährlichen Sporen verbergen sich hochentwickelte Organismen, die kaum einem irdischen Labor entstammen können. Das dem tatsächlich so ist, erfährt der Leser eindringlich am bedauernswerten Schicksal des ehemaligen Footballstars Perry Dawsey. Gebeutelt von Erinnerungen an seinen gewalttätigen Vater und seine eigene cholerische Natur, plagen ihn auch noch sieben Entzündungsherde an teilweise kompromittierenden Zonen seines Körpers. Was zuerst nach juckenden Insektenstichen aussieht, wächst sich zu dreieckigen Wucherungen aus, die ein eigenes Bewusstsein entwickeln, dass das des infizierten Opfers langsam überlagert.

Die Pyramide mit dem Allsehenden Auge

Auch wenn der Klappentext so tut, als stünde Margaret Montoya im Mittelpunkt des Romans – sie ist bestenfalls eine exponierte Nebenfigur, ebenso wie der abgebrühte CIA-Agent Dew Philllips – gehört der meiste Raum Dawsey und seinem blutigen Kampf gegen einen Körper und einen Geist, der sich gegen seinen ursprünglichen Besitzer auflehnt. Der schmerzerprobte Ex-Sportler setzt sich auf äußerst rabiate Weise gegen die Infektionsherde zur Wehr. Als echter Mann kommt ein Arztbesuch für ihn natürlich nicht in Frage. Warum auch, bietet doch der durchschnittliche amerikanische Haushalt genügend Instrumente für den konsequenten Heimwerker-Chirurgen. Das Titelbild der deutschen Ausgabe ziert nicht umsonst eine Geflügelschere.

Fleisch und Schmerz müssen überwunden werden. Sigler zelebriert dabei ein überbordendes Grand Guignol, in dem Blutfontänen nur so spritzen. Von dezenten Andeutungen hält er wenig. Und beschreibt so auf berserkerhafte Weise eine der größten Ängste, die Menschen verfolgen. Nicht mehr Herr des eigenen Körpers zu sein, ist ein Horrorszenario, das tödliche Krankheiten tagtäglich allerorten abrufen; aber auch noch das eigene Bewusstsein an eine fremde Macht zu verlieren, ist der persönliche Super-Gau, den es mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln zu bekämpfen gilt.

Die Ohnmacht, in einem Körper gefangen zu sein, der seinem geistigen Herbergsvater allmählich entgleitet, ist das bestimmende Thema des Romans. Die außerirdische Invasionsgeschichte wird eher beiläufig und auf leicht absurd-komische Art abgehandelt. Ähnelt Siglers Vorhut aus dem All doch den hyperaktiven Marsianern aus Tim Burtons „Mars Attacks“. Doch wo bei Burtons Film Countrymusik das Ende der kleinen, bösartigen Außerirdischen bedeutet, zieht Sigler leider eine konventionelle, militaristische Variante vor. Andererseits hat die Vorstellung, dass die geballte Militärmacht USA gegen eines ihr Lieblingssymbole mit aller Konsequenz vorgeht, einen großen humoristischen Reiz. Denn die infektiösen Vorbereiter einer extraterristischen Invasion sind nichts anderes als Nachbildungen eines der populärsten amerikanischen Symbole: der Pyramide mit dem Allsehenden Auge, die jeden Dollarschein ziert. Zur besseren Beweglichkeit hat Cthulhu ihnen ein paar Tentakel spendiert.

Damit bleibt Infiziert am Ende näher bei Monty Python als bei Robert A. Heinlein. Und das ist auch gut so. Zwar um einige Seiten zu lang, serviert uns Sigler dennoch einen Blut- und existenzialistischen Überlebenskampf-Cocktail der bekömmlichen Art. Er spielt wohlig mit herkömmlicher Spannungsdramaturgie und Klischees, die er erst mit seinen Figuren freudig nachzeichnet, um sie auf ironische Art sofort wieder zu brechen. Dabei gelingt es ihm mit scheinbarer Leichtigkeit, einen doppelbödigen Beitrag zu den Unberechenbarkeiten und Schwierigkeiten des Überlebens in den Strudeln der westlichen Welt vorzulegen.
Insofern vielleicht doch – realistisch?

Ihre Meinung zu »Scott Sigler: Infiziert«

Bettina748 zu »Scott Sigler: Infiziert«21.09.2014
Was für ein packendes Buch der Herr Sigler da losgelassen hat!
Den 420 Seiten starken Wälzer hatte ich in 4 Tagen durch und hätte ihn am liebsten trotzdem nicht aus der Hand gelegt.
Was haben eine Epidemiologin und ein Ex-Footballstar gemeinsam? Nichts. Oder? Doch. Beide arbeiten gegen die Zeit. Die eine mit und der andere gegen die CIA und die Heimatschutzbehörde.
Eine Infektion, die sich von mückenstichähnlichen Punkten zu immer größer werdenden schwarzen Dreiecken unter der Haut entwickelt, befällt den menschlichen Körper und lässt den infizierten wahllos töten. Schlussendlich auch sich selbst, nämlich dann, als die Dreiecke aus dem menschlichen Körper "schlüpfen". Perry, der Ex-Footballstar ist befallen und wehrt sich sprichwörtlich mit Händen und Füßen dagegen.
Die Epidemiologin Dr. Margaret Montoya wurde von der CIA beauftragt, die Infektion zu untersuchen und Licht ins Dunkel zu bringen.
Pechschwarzer Humor gepaart mit einer fiktiven "Realität", die so echt zu sein scheint, dass man beim Lesen stellenweise die Gänsehaut abschütteln muss, zeichnen dieses brilliante Werk von Scott Sigler aus.
Amtranik zu »Scott Sigler: Infiziert«09.02.2013
Vielleicht liegts ja daran, das ich eher aus dem SF-Genre komme, aber lustig ala Monty Python fand ich den Roman zu keiner Zeit. Der abschliessende 3. Band ist noch nicht auf Deutsch erschienen, daher kann ich keine abschliessende Einschätzung abgeben. Ich hätte jedoch nichts dagegen gehabt das SF-Element noch weiter auszubauen. So, bleibt es über weite Strecken weitgehend eine Metzelstory. Die hat zugegeben ein ziemlich hohes Niveau. 80 wäre auch meine Wertung.
Laamesoedr zu »Scott Sigler: Infiziert«03.08.2010
Mein Tipp: Lest das Buch auf Englisch, die deutsche Übersetzung ist katastrophal. Nicht nur sind einige Rechtschreibfehler drin (die mir sofort den Spaß verderben, wofür gibt es Lektoren?), sondern auch logische Fehler in der Syntax. Ferner hat es der Übersetzer nicht verstanden, englische Idiome mit halbwegs äquivalenten deutschen zu ersetzen und stattdessen die Todsünde begangen, Wort für Wort zu übersetzen. Beispiel: "Wenn dies der Ort war, an dem die Scheiße schließlich in den Ventilator fliegen würde." (294/295) - wortwörtliche Übersetzung vom Ausdruck "the shit hits the fan" - vollkommen gängig im Englischen, im Deutschen unglaublich hölzern. Man merkt sofort, dass es eine Übersetzung ist, und wenn man das merkt, dann ist es eine SCHLECHTE Übersetzung. Warum nicht paraphrasieren? Ich könnte noch dutzende Beispiele geben, lasse es aber lieber.

Am Buch hab ich echt nicht viel auszusetzen - aber ich wünschte mir, ich hätte es auf Englisch gekauft.
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Buboter zu »Scott Sigler: Infiziert«08.07.2010
Die Hauptfigur in „Infiziert“ ist der Ex-Profi-Footballstar Percy Dawsey, seines Zeichens Choleriker mit einem „klitzekleinen“ Agressionsproblem. Seine Gewaltausbrüche hat er allerdings meist unter Kontrolle, was nicht zuletzt an seinem besten Freund Bill liegt. Dawsey kämpft seit einigen Tagen mit einem ständigen Juckreiz, welcher ihn auch immer leichter reizbar werden lässt. Als ihn seine Chefin daraufhin nach Hause schickt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Aus dem Juckreiz „wachsen“ dreieckige Wucherungen unter seiner Haut, welche auch noch anfangen mit ihm zu sprechen. Da für Percy feststeht, dass er nicht zum Arzt geht, beginnt er diese Wucherungen auf seine höchsteigene Art zu bekämpfen und dabei geht er äußerst „kreativ“ vor.

Im zweiten Handlungsstrang dieses Buches sind die Bundesbehörden aktiv. Bei einem Einsatz wird ein CIA-Agent tödlich verletzt. Ein bis zu diesem Zeitpunkt vollkommen harmloser Mann dreht durch, tötet seine Familie, verstümmelt sich selbst, greift den Agenten an und setzt sein Haus in Brand. Seine Leiche verwest wesentlich schneller als es üblich ist. Mit diesem Phänomen wird die Epidemologin Margaret Montoya, die in diesem Fall für das CIA tätig ist, nicht zum ersten Mal konfrontiert. Sie versucht fieberhaft herauszufinden warum diese und weitere Leichen innerhalb kürzester Zeit verfallen. Die CIA versucht einen noch lebenden Infizierten zu finden.

So einen Roman hatte ich schon lange nicht mehr in Händen. Was Scott Sigler hier abgeliefert hat, kann sich wirklich sehen lassen. Die detaillierten Schilderungen von Dawsey’s Kampf gegen seine Wucherungen haben mir immer wieder eine Gänsehaut verursacht. Und die, hier immer wieder gern erwähnte, Szene mit der Geflügelschere hat mich wirklich heftig schlucken lassen. Aber genau in dieser Geflügelschere liegt für mich auch der kleine Kritikpunkt in der Geschichte. Leider erwähnt Sigler diese Geflügelschere von Beginn an immer wieder, egal ob es gerade sinnvoll ist oder nicht. Sie ist sozusagen allgegenwärtig und es ist von Beginn an klar, dass dieses Gerät zum Einsatz kommt. Ich würde diesen Umstand allerdings nicht als wirklich störend bezeichnen und mir fällt kaum ein Werkzeug ein, das für diesen, dann endlich folgenden, Einsatz besser geeignet wäre.

Mit diesem Roman hat sich Scott Sigler einen dauerhaften Platz in meinem sehr beengten Bücherregal erkämpft. Er darf einziehen, bleiben und außerdem noch seine weiteren Romane mitbringen. Da räum ich gern mal um. 90 ° von mir damit noch Luft ist für evtl. Qualitätsschwankungen nach oben ;-)
4 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Hans zu »Scott Sigler: Infiziert«26.05.2010
Ich fand dieses Buch öde und langweilig. Eine Geschichte, die mindestens um die Hälfte hätte gekürzt werden sollen, Protagonisten ohne Seele, blaue Dreiecke, Augen aus einem Schulterblatt........ Horror??? Sci-Fi??? Der Autor war sich nicht sicher in welchem Genre er schreiben sollte.
Um es mal umgangssprachlich auszudrücken: Ne echt platte Story!!!!!
Lest "Furie" von Chelsea Cain!!!!
0 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Schrodo zu »Scott Sigler: Infiziert«11.02.2010
Die Epidemologin Margaret Montoya wird bei der CIA mit einer seltsamen Krankheit konfrontiert. Aufgrund eines unbekannten Erregers verwandeln sich normale Menschen in Psychopathen, die ihre Familien töten und sich selbst auf grauenerregende Weise umbringen. Montoya und die US-Regierung glauben zunächst an eine terroristische Attacke mit einer neuartigen Biowaffe, doch die Wahrheit ist noch viel alarmierender.
Die Geschichte gliedert sich in mehrere unterschiedliche Handlungsstränge. Da ist zunächst mal der Ex Footballstar Perry, der wirklich entsetzliches durchmachen muss. Der CIA Agent Drew der den „Virus“ mit menschenverachtender Entschlossenheit jagt. Die Ärztin Margret, die mit ihrem Team verzweifelt nach Anhaltspunkten sucht. Und natürlich das Virus das sich in den Menschen drin entwickelt und mit einem großen Knall raus will. Am Ende führen dann fast alle Stränge zusammen, um in einem Finale das eben so kurz wie furios ist zu enden.
Herr Sigler hat ein Erstlingswerk vollbracht, das irgendwo zwischen Horror und Sience-Fiction angesiedelt ist. Eine schier unglaubliche Geschichte, wie sie in den schlimmsten Alpträumen wohl kaum vorkommt. Brutal, mit Beschreibungen die einem den Schweiß auf die Stirn treibt. Zu Beginn ist die Spannung eher gering, steigert sich im Verlauf der Story aber fast zu einem richtigen Page Turner. Das Ende ist halb offen…vermutlich so geplant. Die Fortsetzung des Gemetzels „Virulent“ ist wohl seit Ende 2009 in den Buchhandlungen erhältlich
Krimi-Tina zu »Scott Sigler: Infiziert«10.01.2010
Nachdem ich im Jahr 2009 eher wenig Glück mit dem Horrorgenre hatte, ist mir zu krönenden Abschluss doch noch eine wahre Perle in die Hände gefallen.
An verschiedenen Orten in den USA drehen Menschen jeglicher Herkunft vollkommen durch und metzeln ihr gesamtes soziales Umfeld nieder, um dann Selbstmord zu begehen. Alles was die ermittelnden Behörden darüber wissen ist, dass des sich um eine Art Infektion zu handeln scheint, die die Leute extrem psychotisch werden lässt, dass die Leichen in rasender Geschwindigkeit verwesen, und dass das Ganze irgendeinen Zusammenhang mit dem Wort Dreiecke hat.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven geschildert, aus der der Ermittler, in erster Linie vertreten durch den FBI-Agenten Dew Phillips und die Seuchenspezialistin Margaret Montoya, und aus der eines Infizierten, des Ex-Footballspieler Perry Dawsey. Dazwischen gibt es Erklärungen was während der Ausbreitung der Infektion, bzw. es handelt sich eher um einen Parasiten, wirklich passiert.
Und dieser Wettlauf, zwischen dem Parasiten der sein Ziel erreichen will, den Behörden, die den Wahnsinn stoppen wollen und das unter dem Versuch der völligen Geheimhaltung und dem Infizierten, der nicht weiß wie ihm geschieht, zunehmend paranoid wird, daher nicht wagt Hilfe zu suchen und mit teils extrem drastischen Methoden versucht loszuwerden, was ihm befallen hat, ist das Spannendste was ich seit langem gelesen habe. Da macht es überhaupt nichts, dass die Grundidee an sich recht konventionell und keineswegs neu ist. Die Umsetzung ist äußerst gelungen. Aber Achtung: Wer einen schwachen Magen hat sollte das Buch nur mit Vorsicht lesen, die Szenen sind zum Teil schon recht eklig.
Der Schluss kommt wie schon erwähnt etwas abrupt und ziemlich kurz und bündig daher. Ein bisschen schwach, störte mich aber nicht so sonderlich.
Noch positiv zu erwähnen sind die schwarzhumorigen Kapitelüberschriften.
Für alle Horrorfans ein Muss und für alle anderen was für härtere Kost übrig haben eine unbedingte Empfehlung
Sonny zu »Scott Sigler: Infiziert«23.11.2009
In die Liste meiner Lieblingsbücher schafft Infiziert es nicht, aber es gehört definitiv zu den Besseren, die ich dieses Jahr gelesen habe. Sigler ist sehr detailverliebt. Zunächst hatte ich befürchtet, dass er in den wissenschaftlichen Ausführungen von Montoya irgendwann Langeweile aufkommen lässt, aber dem war nicht so. Eher empfand ich den Part von Dawsey an einigen Stellen zu weitschweifig. Etwas weniger hätte es hier in meinen Augen auch getan. Die ungewöhnlichen Selbstbehandlungsmethoden von Dawsey (Stichwort Geflügelschere, glühende Herdplatte, …..) sorgen dafür, dass man eher nicht dazu über geht quer zu lesen. Insgesamt hat Sigler einen angenehm flüssigen Stil und eine ordentliche Charakterzeichnung. Das Ende (Fortsetzung hin oder her) hat mir weniger zugesagt. Schlicht, weil der Autor den Eindruck erweckt ihm fällt nichts mehr ein und er muss jetzt zügig zum Ende kommen. Passt irgendwie nicht zum Rest der Story. Unterm Strich 80 °
Horrib96 zu »Scott Sigler: Infiziert«10.08.2009
Dieses Buch war wirklich jeden Cent wert!
Es geht oft selbst mir, obwohl ich schon einiges gelesen habe, bis an die Schmerzgrenze
(Geflügelschere - Das hat mir fast den Magen umgedreht)
Vorallem war der Schreibstil einfach genial. Sigler beschreibt alles so detailiert das man meint man müsste wäre hautnah dabei. Und auch wenn die Ereignisse sehr schlimm sind schafft er es immer wieder mich wirklich zum Lachen zu bringen.
Das Ende hat mich aber enttäuscht auch wenn ich weiß das es noch eine Fortsetzung gibt. Es war irgendwie ... naja... irgendwie schwer das zu sagen ohne zu spoilen.

Dieses Buch ist ein wirkliches Highlight. Sehr zu empfehlen 90°
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Alexi1000 zu »Scott Sigler: Infiziert«07.07.2009
Infiziert ist ein absolutes Highlight des vergangenen Jahres.
Hatte nur nicht damit gerechnet, daß es quasi in Sci-Fi umkippt. Ist aber auch nicht weiter schlimm, den was Siegler uns hier prästentiert ist wahrlich nichts für zarte Gemüter.
Man bekommt die Fortlaufenden Stadien der Infizierung beim Hauptprotagonisten derart drastisch geschildert, daß ich seitdem Geflügelscheren mit gemischten Gefühlen betrachte...
Das Ende enttäuscht mich nicht, da man mittlerweile weiß, daß noch dieses Jahr die Fortsetzung folgt.

Fazit: ein Buch welches einen vom Hocker reißt! 90°.

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