Pandemic - Die Seuche von Scott Sigler

Buchvorstellungund Rezension

Pandemic - Die Seuche von Scott Sigler

Originalausgabe erschienen 2011unter dem Titel „Pandemic“,deutsche Ausgabe erstmals 2015, 768 Seiten.ISBN 3865523811.Übersetzung ins Deutsche von Michael Krug.

»Pandemic - Die Seuche« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Das Grauen kommt aus den Tiefen des Alls.

Die außerirdische Sonde ist zerstört worden. Doch bevor sie in Flammen aufging, hat sie ihre letzte Waffe entfesselt: eine winzige Dose, gefüllt mit Sporen, die unsere Erde endgültig vernichten sollen. Jahrhundertelang ruhte der Behälter am Grund des Lake Michigan …bis heute.

Nur wenige Tage nach dem Ausbruch der außerirdischen Seuche stehen bereits ganze Kontinente vor der Auslöschung. Das Schicksal unseres Planeten ruht auf den Schultern einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlern. Gelingt es ihnen, ein Heilmittel zu finden, bevor die Verwandelten die totale Vernichtung herbeiführen?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Aliens sind nicht immer freundlich gesinnt – einmal mehr droht der Untergang der Menschheit“79

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Wir sind nicht allein im All. Das, was bislang eine unbewiesene These war ist seit der Entdeckung des Orbiters ein Faktum. Dass unsere Brüder im All allerdings eine Sonde aussenden, um überall nach Intelligenzen zu suchen, nur um diese gnadenlos zu vernichten, spricht nicht eben für die Friedfertigkeit im Universum. Zweimal schon wurde der Angriff des Orbiters auf die menschliche Zivilisation abgewehrt. Alle Versuche des Orbiters die Menschen mittels künstlichen Viren zu killen verliefen, auch Dank des unermüdlichen Einsatzes der Wissenschaftler, im Sande. Beim letzten Angriff wurde eine amerikanischen Großstadt mittels Atombombe ausradiert, nur um die Seuche aufzuhalten, der Orbiter vernichtet.

Die Wrackteile fielen in den Lake Michigan, seitdem bemüht sich das US-Verteidigungsministerium darum eventuelle Reste zu bergen.

Dass auch ein letzter, der 18. Versuch, die Menschheit zu vernichten in Form einer kleinen Dose auf dem Grund des Sees liegt, ahnt zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Doch dann feuert ein im Lake stationiertes U-Boot auf seine Schwesterschiffe, die Seuche scheint wieder, dieses Mal noch schlimmer und unaufhaltsamer aufzuflackern.

Während die traumatisierte Wissenschaftlerin Margaret Montoya und ihr noch Ehemann Clarence Otto zunächst unwillig an den See eilen, um den neuen Erreger zu untersuchen machen auch die Chinesen ihren Zug. Ein NERD, Kind von Einwanderern hat ein kleines, unbemanntes U-Boot konstruiert, das unbemerkt vom Militär die Dose mit dem Erreger sichert. Dass der Konstrukteur und seine Begleiter infiziert sind ahnen sie nicht, als sie im Trump Tower in Chicago feiern gehen – und dabei munter Viren streuen – genau wie sein Führungsoffizier, der nach China eilt …

Der Abschlussband der Trilogie fügt sich nahtlos in die Reihe – packendes Actionfutter für Thriller-Fans

Vor ein paar Jahren erschienen im Heyne Verlag mit Infiziert und Virulent die ersten beiden Romane der Trilogie – und boten herzbelastende Spannung pur.

Nun, fast 6 Jahre sind vergangen, legt der Festa Verlag dankenswerterweise den Abschlussband der Trilogie auf. Von Michael Krug, der Sigler in seinem Otherworld Verlag für den Deutschen Markt erst entdeckte, ins Deutsche übertragen, wartet also nun der dritte Aufguss auf den Leser.

Dass dieser dabei aber etwa schal oder dünn ausfallen würde, ist nicht der Fall. Ganz im Gegenteil unterhält Sigler mit Verve, packt den Rezipienten mit einer atemberaubend spannenden Handlung und lässt ihn bis ins Finale nicht mehr los.

Den wenigen Personen, die aus den ersten Teilen übrig geblieben sind werden neue Protagonisten zur Seite gestellt, so dass eine Kenntnis der ersten Bände für die Lektüre nicht unbedingt notwendig ist. Im Zentrum des Plots steht die Jagd nach dem Virus, sowie der erneute Versuch, das drohende Unheil aufzuhalten. Und, wie wir dies von dem Autor gewohnt sind, bietet sich die Handlung ungeheuer actionreich an. In den kurzen Kapiteln rast der Plot regelrecht voran, kommt der Thriller Fan ganz auf seine Kosten.

Gewalt, Geheimnisse, SF-Versatzstücke und eine atemberaubende Jagd mischen sich zu einem packenden Lesegenuss.

Ihre Meinung zu »Scott Sigler: Pandemic - Die Seuche«

Alexi1000 zu »Scott Sigler: Pandemic - Die Seuche«14.04.2016
Sicher ist der dritte und letzte (?) Teil ungewöhnlich "zäh" für einen Sigler geraten. Trotzdem gehört die Trilogie für mich mit zum besten, das ich in den letzten Jahren im Bereich (Body)Horror/Sci-Fi gelesen habe. Allerdings ist die ausführlichkeit des ganzen verzweigten Handlungssträngen geschuldet, die Sigler, wenn er im letzten Drittel fahrt aufnimmt wieder einmal grandios kulminieren lässt...lässige Fingerübung für Ihn...

wirklich sehr gute 90°.
FrankieMachine zu »Scott Sigler: Pandemic - Die Seuche«09.09.2015
Unterm Strich ist Pandemic sicherlich ein durchaus gelungener Abschluss der Trilogie. Doch mit den Vorgängern "Virulent" und "Infiziert" kann der dritte Teil nicht mithalten. Denn diesmal kommt Sigler ungewohnt schwer in die Gänge. Auf den ersten 300 Seiten gibt es immer wieder etwas, was man von diesem Autoren eigentlich nicht kennt: Leerlauf. Und mit den wissenschaftlichen Exkursionen hat es Sigler diesmal übertrieben. Manche Passagen lesen sich wie Biologie-Referate. Im zweiten Teil aber läuft er zur gewohnten Höchstform auf. Dann liefert Sigler wieder den erhofften Pageturner, der allerbeste Unterhaltung bietet. Und dann gibt's auch wieder die grotesk-humorigen, comic- und splatterhaften Elemente, die es bei der Hauptfigur Perry Dawsey in den ersten beiden Teilen im Überfluss gegeben hatte. Sigler-Fans werden an Pandemic ohnehin ihren Spaß haben. Neueinsteiger sollten derweil erst einmal lieber zu einem der ersten beiden Teile oder dem goßartigen "Earthcore" greifen, um "infiziert" zu werden.
Ihr Kommentar zu Pandemic - Die Seuche

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.