Wächter der Nacht von Sergej Lukianenko

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 1998unter dem Titel „Nochnoi Dozor“,deutsche Ausgabe erstmals 2005, 524 Seiten.ISBN 3-453-53080-2.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Der uralte Kampf zwischen Gut und Böse findet dieses Mal in Moskau statt. Die Mächte des Dunkels formieren sich gegen die Mächte des Lichts – ein Aufmarsch, der den ahnungslosen Erdmenschen verborgen bleiben muss. Die offene Auseinandersetzung bleibt aus, denn zwischen den beiden Parteien herrscht ein Patt. Trotzdem wird intrigiert, denn wer die Oberhand gewinnt, wird den endgültigen Sieg davontragen, der über das Schicksal der Welt entscheidet … – Geschickt gesponnene Unterhaltungsliteratur: Ein russischer Autor erzählt selbstbewusst eine spannungsreiche Fantasymär, die in einem realistischen Russland der Gegenwart spielt.

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Epische Schlachten in Moskaus Straßen“;85

Fantasy-Rezension von Michael Drewniok

Die Welt ist nicht der Ort, den wir ahnungslosen Menschen kennen. Da gibt es das „;Zwielicht“;, eine Sphäre oder fremde Dimension, die nur von den „;Anderen“; wahrgenommen und betreten werden kann. Dies sind gefährliche Wesen, die als Vampire, Werwölfe, Schwarzmagier oder Hexen bekannt sind, aber auch friedfertige Zauberer und Gestaltwandler, die im Frieden mit den Menschen leben.

Licht und Dunkel wetteifern seit Äonen um die Vormacht. Das Gleichgewicht muss unbedingt gewahrt bleiben, sonst gerät die Welt wie wir sie kennen aus den Angeln. Vor vielen Jahren war es schon einmal fast soweit. Die Mächte des Lichts und die Mächte der Dunkelheit bekriegten sich erbittert und hätten einander ausgelöscht, wäre nicht in letzter Sekunde ein Waffenstillstand zu Stande gekommen. Seither halten auserwählte „;Lichte“; als „;Wächter der Nacht“; von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang ein Auge auf die Dunklen, während diese folgerichtig einen eigenen Orden, „;Wächter des Tages“; genannt, die Aktivitäten der „;Lichten“; kontrollieren lassen.

Das System funktioniert, auch wenn es immer wieder und vor allem seitens der „;Dunklen“; zu Übergriffen kommt. Sorgen bereitet aktuell eine Prophezeiung, welche die Ankunft eines ganz besonderen „;Anderen“; ankündigt, der die Macht besitzen soll, sich über die alte Ordnung zu erheben. Unklar ist, ob sich dieser mysteriöse Messias – ein zwölfjähriger Junge mit Namen Jegor – auf die Seite der „;Lichten“; oder die der „;Dunklen“; schlagen wird… Da als Ort seiner Ankunft Moskau in Russland gilt, formieren sich die „;Wächter“; beider Seiten ebendort. Zu denen, die den Auserwählten erwarten, gehört Anton Gorodetzki, ein Mensch, der erst spät als „;Anderer“; erkannt und in die Reihen der „;Lichten“; aufgenommen wurde. Zusammen mit seiner neuen Einsatzpartnerin, der in die Gestalt einer Eule gebannten Zauberfrau Olga, kommt er Jegor auf die Spur. Unter der Leitung des finsteren Magiers Sebulon setzen allerdings die „;Dunklen“; alles daran, der „;Konkurrenz“; zuvorzukommen. Verkompliziert wird die ohnehin delikate Situation durch das Auftauchen der jungen Svetlana Nasarowa, über deren Kopf ein Fluch in Gestalt eines riesigen Wirbelsturm kreist, der unbedingt gestoppt werden muss, bevor er außer Kontrolle gerät und Verderben über die Stadt bringt …

Horror-Fantasy in ungewohnter Kulisse

Dies ist nur der Auftakt zu einem epischen Kampf zwischen Gut und Böse, der nicht kontinuierlich, sondern in drei Episoden erzählt wird, die wiederum Teil einer Buchtrilogie sind. Die Handlung schreitet unterbrochen durch zwei zeitliche Sprünge voran, was bei der Lektüre zunächst verwirrt: Wieso ist denn Olga, gerade noch zu einem ewigen Dasein als Eule verdammt, plötzlich wieder Mensch? Was in der Zeit zwischen zwei Großkapiteln bzw. „;Geschichten“; geschehen ist, fließt später in die Erzählung ein. Man wird auf diese Weise Zeuge eines Geschehens, das viel zu gewaltig scheint, um in seiner Gänze überschaut zu werden.

Zudem spiegelt es die Undurchsichtigkeit der Ereignisse wider. „;Wächter der Nacht“; unterscheidet sich von vielen allzu naiv gestrickten Fantasy-Storys durch eine geradezu komplexe Handlungsstruktur. Faktisch ist der Kampf zwischen „;Lichten“; und „;Dunklen“; nicht wie erwartet identisch mit dem Kampf zwischen „;Gut“; und „;Böse“;. Die Grenzen sind fließend. Die Organisation der „;Wächter der Nacht“; schützt in erster Linie weder die Menschheit noch die „;Anderen“;, sondern den Status Quo – den Waffenstillstand mit den „;Dunklen“;. Dafür müssen immer wieder Kompromisse eingegangen werden, die den „;Neuen“; bei den „;Wächtern der Nacht“; aber auch manchen alten Kämpen über Sinn und Berechtigung ihres Tuns grübeln lassen. So ist es Bestandteil des Vertrags, dass die „;Dunklen“; Lizenzen erwerben und damit auf Menschenjagd gehen dürfen. Dies geschieht aus der Erkenntnis heraus, dass Vampire, Werwölfe etc. nicht aus reiner Bosheit morden, sondern das Töten von Menschen zu ihrer Natur gehört, gegen die sie nur teilweise ankommen. Die drei Geschichten in „;Wächter der Nacht“; (und hier vor allem die letzte: „;Im eigenen Saft“;) erzählen von den Problemen, welche die der Vertrag in der alltäglichen Umsetzung mit sich bringt.

Eine geheime Welt neben der Realität

Lukianenkos weiteres Verdienst besteht in der Erschaffung eines in sich „;logischen“; Weltkonzepts, in dem die Realität, wie wir sie kennen, nicht nur von Menschen und „;Anderen“; bewohnt wird, sondern zusammen mit dem „;Zwielicht“; eine Einheit bildet. Ebenfalls eine ausgezeichnete Idee ist in diesem Zusammenhang der Zwang zur gütlichen Gemeinsamkeit: Menschen, „;Lichte“; und „;Dunkle“; sind aufeinander angewiesen, selbst wenn erstere von der Existenz des „;Anderen“; keine Ahnung haben. Man lebt auf einem einzigen Planeten und muss sich arrangieren. Was geschieht, wenn die Balance kippt, hat der große Krieg zwischen den „;Lichten“; und „;Dunklen“; bewiesen, der auch die Menschheit an den Rand des Untergangs brachte.

Folgerichtig ist sowohl bei den „;Wächtern der Nacht“; als auch bei ihren „;Kollegen“; von der Tageswache Dienst vor allem Dienst. Es gibt keinen Glamour, statt dessen viele Vorschriften. Argwöhnisch belauern sich die beiden Parteien. Es gibt kaum offene Streitigkeiten. Stattdessen schwärzt man einander lieber bei den Vorgesetzten an, lockt sich in Fallen, stellt immer wieder den Vertrag auf die Probe. Nicht einmal auf die eigenen Leute darf man sich verlassen, so muss Anton Gorodetzki, die Hauptfigur, mehr als einmal schmerzlich feststellen: Der von ihm verehrte Chef und Meistermagier Boris Ignatjewitsch opfert ohne zu zögern seine „;Wächter“;, wenn es die Sache – der Vertrag – erforderlich macht.

Wer steht wann auf wessen Seite/n?

„;Wächter der Nacht“; ist auch die Geschichte dieses Anton Gorodetzki, der aus seinem üblichen Trott gerissen und von Ignatjewitsch in den Außendienst und damit an die Front versetzt wird. Bisher war Gorodetzki mit sich und den „;Wächtern“; im Reinen bzw. klammerte das Wissen um die moralischen Schwachstellen des Vertrags lieber aus. Das gelingt ihm nun nicht mehr, zumal zu seinen Freunden – verbotenerweise – ein junger Vampir, d. h. ein „;Dunkler“;, gehört, der ihn immer wieder in Streitgespräche über seine 'Arbeit’ verwickelt und dabei in die Enge treibt. Dies zu verfolgen ist viel interessanter als die Beschreibungen magischer Schlachten, die heutzutage stets wie einem Fantasy-PC-Game entnommen wirken.

Auch Jegor und Svetlana Nasarowa machen aus ihren Zweifeln keinen Hehl. Sie wählen im Verlauf der Handlung ihre Seite und müssen zukünftig mit deren Gesetzen und Regeln fertig werden. Rebellen gegen das System werden von den „;Wächtern der Nacht“; rasch und gnadenlos im angeblichen Dienst der Sache ausgeschaltet. Boris Ignatjewitsch ist ein Meister der Argumentation, wenn man ihn auf die ethischen Probleme mit dem Vertrag anspricht. Die leugnet er nicht, erklärt sie jedoch zweitrangig angesichts möglicher Folgen. Er hat den schrecklichen Krieg gegen die „;Dunklen“; noch selbst erlebt und kennt eine Welt ohne Vertrag. Seine Schwierigkeit besteht darin genau dies den „;Nachgeborenen“; nicht nahe bringen zu können. Sie müssen ihm vertrauen, sich als „;Wächter“; wie Schachfiguren einsetzen lassen oder auf die Seite der „;Dunklen“; schlagen, um zukünftig als Feinde betrachtet zu werden.

Ambivalenz prägt jede Figur in „;Wächter der Nacht“;. Das lässt die Linie zwischen Freund & Feind verschwimmen und die Szenerie sehr realistisch wirken. Hier gibt es die kindliche Eindeutigkeit vor allem der Fantasy US-amerikanischer Prägung nicht. Unbequeme Fragen werden gestellt aber nicht immer beantwortet. Die Figuren treffen wiederholt Entscheidungen, welche es schwer werden lassen die „;Guten“; zu lieben und die „;Bösen“; zu hassen. Anton Gorodetzki legt den Vertrag nicht nur oft eigenwillig aus, sondern biegt dessen Vorschriften in einem Maße, das sogar eindeutigen Mord „;gestattet“;. Dies geschieht immer mit Billigung von Boris Ignatjewitsch, dem großen Strippenzieher im Hintergrund.

Die Schwierigkeiten der „;Anderen“; sind hausgemacht. Keine böse Macht von Außen bedroht sie. Sie machen sich selbst das Leben schwierig. „;Dunkle“; wie „;Lichte“; können sich einfach nicht zusammenraufen. Das lässt sie sehr „;menschlich“; wirken, was „;Wächter der Nacht“; ein solides psychologisches Fundament verschafft und neugierig macht, wie weit beide Seiten in ihrem Drang zur Vorherrschaft noch gehen werden. Ein Sprichwort der „;Lichten” fasst die eigentümliche Situation in folgende Worte: “;Trau einem Menschen zur Hälfte, einem Lichten zu einem Viertel und einem Dunklen überhaupt nicht.” (S. 471)

Exkurs: Wie man einen Mythos bastelt

Verzweifelt suchen die Kinobetreiber dieser Welt eine Nachfolgeproduktion zum „;Herrn der Ringe“;. Jedes Jahr zwischen 2001 und 2003 kam kurz vor Kassenschluss noch ein garantierter, sicher zu kalkulierender Blockbuster, der im Alleingang lahmende Besucherstatistiken und damit die Einnahmen in respektable Höhen trieb. Heuer sollen es die „;Wächter der Nacht“; richten. Mit viel Getöse werden die Werbetrommeln für den ersten Film einer Trilogie gerührt, der in Russland – hier entstand das Werk – zu den erfolgreichsten Produktionen aller Zeiten gehört. Wenn’s klappt, der Exotenbonus sticht und vor allen den Zuschauern gefällt, was ihnen geboten bzw. angedient wird, könnte die Rechnung aufgehen. (Allerdings wohl auf einem niedrigeren Niveau: Das Filmbudget lag bei 4 Mio. Dollar; soviel kostete beim „;Herrn der Ringe“; wahrscheinlich die digitale Belebung eines einzigen Oliphanten …)

Die Buchvorlage zu „;Wächter der Nacht“; erschien bereits 1998. Erst jetzt und im Zuge besagter Werbung kommt eine Übersetzung in die Buchläden; ohne den Film müssten die deutschen Leser vermutlich weiterhin darauf verzichten, denn wie vor nicht allzu langer Zeit Japan ist auch Russland noch ein Entwicklungsland als Quelle populärer phantastischer Unterhaltung. „;Wächter der Nacht“; erzählt als Buch wie als Film nicht die Geschichte vom heroischen Kampf der Traktorenbrigade „;Roter Stern Nowosibirsk“; gegen von imperialistischen Zaubermeistern aus dem Westen gesteuerte Kartoffelkäfer-Dämonen, sondern bietet ideologiefreies Entertainment – immer noch ein Novum, an das man sich erst gewöhnen muss.

Dabei lässt sich ganz sicher nicht sagen, Sergej Lukianenko habe das Genre neu erfunden. Das Geschehen lässt sich auf den uralten Kampf zwischen den Mächten des Guten und des Bösen reduzieren. Reizvoll sind freilich die moralischen Ambivalenzen (s. o.) sowie das Ambiente der Handlung: Besagter Kampf spielt sich (ähnlich wie in den „;Blade“;- oder „;Underworld“;-Filmserien) nicht in einer zeitlich und örtlich unbestimmten, pseudo-mittelalterlichen Fantasywelt, sondern mitten im Hier und Jetzt, d. h. in der modernen Gegenwart ab. Die ist zudem in Moskau zu lokalisieren – einem Moskau wohlgemerkt, das nicht in westlicher Sicht als von Kommunisten Zombies bevölkerte Geisterstadt oder Russenmafia-Metropole herhalten muss, sondern von einem russischen Schriftsteller als russischer Schauplatz geschildert wird.

Ein bekannter Wermutstropfen

Der positive Eindruck, den die Geschichte als solche hinterlässt, wird in der deutschen Fassung leider durch die Übersetzung arg beeinträchtigt. Betont „;jugendlich“; soll der Roman sich lesen – ein Vorhaben, das eigentlich jedes Mal in die Hose geht und Saloppschwafel (";Ich sprintete zu einer Bude und knallte dem Verkäufer zwei Münzen hin.”) produziert. Der Rezensent räumt freilich ein, dass womöglich ihn persönlich stört, was heutzutage der Lesermehrheit längst nicht mehr (störend) auffällt.

Ihre Meinung zu »Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht«

ede144 zu »Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht«02.04.2011
Nachdem ich durch Trix Solier auf den Autor aufmerksam geworden bin, habe ich dieses Buch als zweites von dem Autor gelesen. Tolle Geschichte und wenn man das Fantastische abzieht ist es eine Geschichte in der Geschichte in der Geschichte. Das läßt einen fast an LeCarre denken.
Toll werde den nächsten Band bald lesen.
ShaitanJr zu »Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht«10.08.2010
Ich habe bereits alle 4 Teile dieser Reihe gelesen. Und es war furchtbar, als ich die letzte Seite aufschlug...
Lukianenko versteht es, den Rezipienten in eine Welt hineinzuziehen, sodass dieser seine eigene persönliche Geschichte darin finden kann. Am Ende fällt es verdammt schwer, sich aus dieser Welt zurück zu ziehen und wieder ins gewohnte Leben zu finden.

Anton ist zweifelsfrei ein außergewöhnlicher Charakter, aber kein Held. Stets bleibt er bescheiden und ganz natürlich. Das kann man von seinem Vorgesetzten nicht behaupten, denn ständig verändert er sich, je mehr man über ihn erfährt.
Allein der Schreibstil ist außergwöhnlich. Detailiert und zusammenfassend zugleich. Für mich ist diese Quadrologie das beste, was ich je gelesen habe, dicht gefolgt von Hesses "Glasperlenspiel" - beide beschreiben den Wandel einer Gesellschaft. Und beide lassen stets die Frage offen, wohin es geht. Der Rezipient muss sich selbst suchen und erfährt vielleicht eine völlig neue Seite an sich. So bin ich zum Beispiel kein Vampir-Fan, aber Kostja hat es mir schlicht angetan.

Die Wächter-Reihe ist ein lückenloses Fantasy-Spektakel, das imaginär keine Grenzen kennt, sich im phantastischen Bereich nicht an Logik oder Naturgesetzen orientiert - genau das was ich immer gesucht habe! Denn nur das ist wahre Fantasy!
Susannah zu »Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht«26.07.2010
Rußland, Gegenwart. In den Straßen von Moskau tobt, unbemerkt von der russischen Bevölkerung, ein Jahrhunderte alter Krieg. Der Krieg zwischen Licht und Dunkel. Der Krieg zwischen den Wächtern der Nacht und den Wächternd es Tages. Ein Kampf Gut gegen Böse? Vielleicht. Anton, ein Nachtwächter und somit ein lichter Magier, erzählt in drei Geschichten, wie sich Licht und Dunkel bekämpfen, wie sie verhandeln, wie sie Fallen stellen - und was sie zu tun bereit sind, um ihre Wahrheit durchzusetzen. Zum Wohle, oder auf Kosten der Menschheit ...

Fantastisch! Lukianenkos Debüt beeindruckt auf der ganzen Linie. Klingt der Inhalt zunächst noch nach lt bekannter epischen Fantasy, dem ewigen Kampf Gut gegen Böse, wird dem Leser schnell klar, dass nirgends die Grenzen so verwischen wie in Lukianenkos Zwielicht. Vielschichtige Charaktere, eine starke philosophische Note und spannende Geschichten, die mitfiebern lassen, runden die Geschichte ab. Lukianenko beweist, dass man auch Phantasy einfach schreiben kann, ohne dabei den Tiefgang der Personen zu vernachlässigen.
Unbedingt empfehlenswert!
deta zu »Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht«16.04.2010
Etwas komplizierte Verhältnisse herrschen zwischen den Wächtern des Guten und die des Bösen in Moskau. Vieles ist nicht so wie es erscheint. Man muss sich schon auf die etwas chaotische und düstere Geschichte einlassen, dann entwickelt sie sich zu einem sonderbaren Abenteuer. Ich wünsche es gäbe mehr solcher Bücher!!!
Schattenklinge zu »Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht«22.01.2010
Ich habe bis jetzt die ersten beiden Teile der Reihe gelesen und bin echt begeistert!!!

Die Bücher sind wahnsinnig spannend und fesselnd geschrieben und während man sie liest, verspürt man den ungeheuren Drang, zum Flughafen zu fahren und den nächsten Flieger nach Moskau zu nehmen^^.
Die Charaktere sind abwechslungsreich, realistisch und interessant erzählt und man fühlt mit ihnen...
In dem Buch wird eindrucksvoll gezeigt, dass das Gute nicht immer so gut und das Schlechte nicht immer so schlecht ist...
Teilweise macht das einen das Buch sehr nachdenklich und man philosophiert über das Leben...So ging es zumindest mir!^^
Es beinhaltet eigentlich alles, was man sich von ordentlicher Fantasy wünscht!
Ein absolutes MUSS für jeden Fantasy-Freund und definitiv in den Top 10 meiner Lieblingsbücher!
(93°)
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Tigerjunges zu »Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht«23.08.2009
Die Wächter-Bücher sind meine absoluten Favoriten. Ich lese sehr sehr viel und sehr gerne und Sergej Lukianenkos Schreibstiel gefällt mir richtig gut.
Wie bereits gesagt wurde, es gibt einige Stellen, bei denen man wirklich schmunzeln und lachen muss.
Die Charaktere sind alle sehr realistisch und überhaupt nicht übetrieben dargestellt.

Ein MUSS für jeden Fantasy-Liebhaber!!!
Kalahari. zu »Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht«16.01.2009
Ich bin begeistert von dem Buch.
Lukianenko schreibt erfrischend und schön.
Und auch wenn sich die Lichten und die Dunkeln etwas Klischee-mäßig anhören ist es doch anders als man denkt. Ich finde es wundervoll
Auch wenn sich alles zudem noch etwas düster anhört muss ich sagen das man über manche dialoge und textstellen doch lachen musste.
Sehr schönes buch sehr zu emphelen für die die Fantasy mal in der Gegenwart lesen wollen .







(:
DarkMadeleine zu »Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht«20.11.2008
Als eingefleischter Fantasy-Fan stieß ich bei PhC auf die Lukianenko-Reihe und ging mit großen Erwartungen an „Wächter der Nacht“. Habe das Buch gestern ausgelesen, und beglückwünschte mich nach den letzten Seiten, mir nicht sofort die ganze Reihe bestellt zu haben, sondern das erste Buch nur von einer Bekannten ausgeliehen habe. Es war nicht megaschlecht… aber es war auch nicht megagut. Den Schreibstil fand ich gewöhnungsbedürftig, kann jedoch nicht sagen, wie viel daran die Übersetzerin verbockt hat oder ob mir Lukianenko selber einfach nicht gut genug schreibt.
Die Einteilung der Geschichte fand ich auch nicht so gut; man hat wirklich das Gefühl, drei komplett eigenständige (kurze) Bücher zu lesen, zumal die einzelnen Geschichten ja auch zeitlich relativ weit auseinanderliegen. man muss sich also bei jedem neuen Teil wieder komplett neu einlesen (zumindest ging es mir so).
Und das größte Manko: Die Spannungskurve. Ja, Anton ist nun mal Analytiker. Aber muss man denn dann ständig jede Problematik zigmal durchkauen? Wieder und wieder und wieder… Ich fand, das machte jegliche Spannung, die sich irgendwann mal aufgebaut hatte, komplett wieder zunichte. Okay, es gibt keine Lösung und keine Wahrheit bei den Diskussionen zwischen den Dunklen und den Lichten. Aber ich wollte immer noch einen Fantasyroman lesen und keine philosophische Abhandlung über Gut und Böse. Und das Ende… ich finde, man wird ziemlich in der Luft hängen gelassen, es bleiben viele Fragen noch offen. Ok, vielleicht werden die ja im nächsten Buch geklärt? Aber trotzdem: George Martin z.B. ist der Meister der Cliffhanger und hat doch jedes Mal ein komplett in sich abgeschlossenes Buch. Bei Lukinanenko kann ich das jetzt nicht sagen. Und ich kann auch nicht sagen, dass ich mich unbedingt auf die Fortsetung freue. Dazu gibt’s noch viel zu viel anderes auf meinem Bücherstapel. 70° für das nette Universum, das Lukianenko erschaffen hat, und für die Story, die gut hätte werden können. Aber zu mehr reicht es für mich nicht.
anna zu »Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht«27.10.2008
Ich kann dieses Buch nicht empfehlen.
Die Bilder, die der Autor webt sind blass und oberflächlich, die Charktere eintönig wenn auch nicht langweilig aber kurzatmig. Die wenigen spannenden Handlungsfäden werden nicht konsequent verfolgt. Es gilt einfach zu viel Geplapper um den Brei herum, der auch noch recht langweilig ist. Die Geschichte ist mir nicht knackig genug.

Desweiteren hat sich die Übersetzerin nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Was mich persönlich am meisten stört. Die wenigen Bilder, die der Autor vorgibt hat sie auch noch mit Übersetzungsfehlern zunichte gemacht (beispeilsweis wird der russiche Prospekt im Deutschen mit Prachtstraße übersetzt, der gleichsam eine ganz andere räumliche Tiefe besitzt als eine normale Straße), die ohnehin schon schwache Atmosphäre wurde dadurch noch mehr gestört. Gestört hat mich auch, dass sie den russischen Satzbau und die Zeitformen und Deklinationen nicht beachtet hat. Im Deutschen kommen merkwürdig brüchige Stellen zu stande, die im Russichen Sinn machen, im Deutsch aber nur einen holprigen und störenden Eindruck hinterlassen.
Ein Rezensent schrieb, dass sie Übersetzerin einen Dostojewski aus dem Werk gemacht hätte. Vielleicht hätte sie ihre eigene Note vorenthalten sollen. Wenn der Autor einfach und schlicht schreibt, muß es so beibehalten werden. Das Buch hat an Authentizität verloren.
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arya2505 zu »Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht«03.10.2008
Der auftakt zu einer wundertollen Buch-Reihe. Der Schreibstil hat mich besonders gefesselt. Ich finde dieses Buch einfach nur klasse! Bis jetzt habe ich es zwar erst 1x gelesen, aber das wird sich garantiert noch ändern. Die Rivalität der 2 Organisationen ist nicht zu übersehen. Spannung ist auch vorhanden. Also, ein gelungenes Buch, das ich nur weiter empfehlen kann.

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