Vampirdämmerung von Sharon Ashwood

Buchvorstellungund Rezension

Vampirdämmerung von Sharon Ashwood

Originalausgabe erschienen 2009unter dem Titel „Scorched“,deutsche Ausgabe erstmals 2011, 496 Seiten.ISBN 3-426-65244-7.Übersetzung ins Deutsche von Sabine Schilasky.

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In Kürze:

Noch bevor die junge Vampirin Constance das erste Mal Blut kostete, wurde sie in ein magisches Gefängnis gebracht, das jeden Hunger unterdrückt. So ist sie zwar unsterblich, hat aber kaum mehr Macht als ein normaler Mensch. Doch nun wurde ihr Adoptivsohn entführt, und Constance ist bereit, alles zu tun, um ihn zurückzuholen – selbst ihre Verwandlung in ein Monster zu vollenden. Dazu muss sie ein menschliches Opfer in den weitläufigen Höhlen des Gefängnisses finden. Der verführerische Mac scheint im ersten Moment perfekt. Er ist jedoch alles andere als ein Mensch … Dunkel, humorvoll, sinnlich und spannend: Sharon Ashwood ist eine echte Entdeckung!

Das meint Phantastik-Couch.de: „Perspektivenwechsel im zweiten Band der Reihe – hoppla, das tut der Serie gut“69

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Im ersten Band der Dark-Magic-Reihe lernten wir die Hexe Holly Carver und ihren Beau, den Vampir Alessandro Caravelli kennen und schätzen. Die Handlung schien abgeschlossen, für den zweiten Teil erwartete ich nun, wie dies bei den vielen, letztlich meist austauschbaren Reihen leider nur allzu üblich ist, einen mehr oder minder gelungenen Aufguss des ersten Teils – Marke: Hexe, Vampir und Ex-Cop, jetzt Dämon, zeigen dem Bösen einmal mehr, was eine Harke ist.

Doch schon die ersten Seiten des Buches belehrten mich eines Besseren. Statt Holly und ihres Vampirgefährten stand der frühere Cop Mac im Zentrum des Geschehens. Ihm, der zu einem Dämon gewandelt worden war, kam Hollys Zauberspruch zugute. Sein dämonisches Erbe wurde unterdrückt, nichts ist es mehr mit der unheiligen Jagd nach menschlichen Seelen. Statt dessen ernährt er sich wieder gesund von Cerealien und versucht, seinen Häschern zu entgehen.

Dass dies nicht immer gelingt, beweist eine Begegnung auf dem Friedhof. Ausgerechnet der Sheriff in der Stadt Fairview, der Vampir Caravelli, verfolgt ihn und wirft ihn in die Burg in ein uraltes, sich selbst aber langsam auflösendes Gefängnis für magische Wesen. Dort begegnet er der auf den ersten Blick so unschuldig wirkenden Constance. Als Vampir, die noch nie einen Menschen gebissen hat, führt sie einem der Könige der Burg seit Jahrhunderten den Haushalt. Nun aber hat ihr Meister eine Tat begangen, die sie nicht verzeihen kann. Er hat ihr Pflegekind, einen Inkubus, den Wächtern überlassen und damit ihre mütterlichen Instinkte geweckt. Es gilt, den Gefangen zu retten – und da kommt die Hilfe des früheren Polizisten gerade recht, zumal sie sich auch auf andere, gar nicht untote Art zu dem charismatischen Mann hingezogen fühlt.

Ashwood wandert – endlich einmal bei der fast ausgelutschen Urban Fantasy – auf eigenen Pfaden

Bot der Auftaktband der Reihe noch weitgehend gewohntes Urban-Fantasy-Lesefutter, so geht die Autorin vorliegend noch mehr als bislang eigene Wege. Mit dem magischen Gefängnis der Burg hat sie dabei eine sehr interessante Location geschaffen, in dem sie einen Großteil ihrer Geschichte um Liebe, Verrat und Geheimnisse ansiedelt.

Damit nicht genug wechselt sie mitten im Galopp das Pferd – sprich: setzt vorliegend eine andere Person in das Zentrum des Geschehens. Und das Wagnis gelingt. Gerade der Perspektivwechsel trägt zum weiteren Detailreichtum ihrer Welt bei, stellt sie uns doch über Mac faszinierende Burgbewohner vor.

In dem ehemaligen Polizisten tobt der altbewährte Kampf zwischen Gut und Böse. Auf der einen Seite will er selbst helfen, auf der anderen Seite streckt das Wilde, Animalische, das Böse in Form des Dämons seine Arme nach der Herrschaft über Mac aus. Dieser Konflikt wurde unauffällig, aber durchgängig und überzeugend dargestellt.

Als weiterer Schwerpunkt kommen die dosiert, dafür aber sehr intensiv geschilderten Sexszenen zwischen Mac und seiner unschuldigen Vampirin zum Tragen. Wie er selbst stellt Constance einen Widerspruch dar. Ein unschuldiger Blutsauger, zart, mitfühlend, das ist ungewöhnlicher Tobak, der gerade darum interessant und frisch auf den Leser wirkt. Natürlich wird viel geschmachtet, bekommen wir Gefühle satt präsentiert, dies aber eingebettet in eine rundweg spannende, kurzweilige Handlung.

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