Das Regenbogen-Schwert - Der Dämonenkrieg (1) von Simon R. Green

Buchvorstellungund Rezension

Das Regenbogen-Schwert - Der Dämonenkrieg (1) von Simon R. Green

Originalausgabe erschienen 1991unter dem Titel „Blue Moon Rising“,deutsche Ausgabe erstmals 2013, 650 Seiten.ISBN 3867621772.Übersetzung ins Deutsche von Oliver Hoffmann, Titelillustration von Oliver Graute.

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In Kürze:

Rupert ist der jüngste Spross eines bankrotten Königs. Um ihn nicht durchfüttern zu müssen schickt man ihn aus, einen Drachen zu töten, in der Hoffnung, er möge nie wieder zurückkehren. Doch dann kommt alles anders: Rupert und sein getreues Einhorn haben einige gefährliche Abenteuer im Dunkelwald zu bestehen, bevor sie sich dem schrecklichen Drachen stellen können. Als sie nach getaner Arbeit endlich ins Schloss zurückkehren, bringen sie zwar den Drachen mit, doch er ist alles andere als tot. Im Gegenteil: Er ist quicklebendig und zudem auch noch kooperativ. Prinz Harald ist alles andere als begeistert. Schnurstracks schickt er seinen kleinen Bruder wieder los, damit er sich einer neuen Gefahr stellen kann: Der finstere Wald droht, sich im ganzen Königreich auszubreiten. Mit gewohnt skurrilem Humor und elegantem Wortwitz zieht Simon R. Green den Leser in seinen Bann und macht aus eigentlich bekanntem Stoff etwas faszinierend Neues.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Kein epochaler Klassiker, aber doch kurzweilige High-Fantasy“77

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Eine etwas andere Heldengeschichte

So war dieses Buch, das vor Jahren bereits bei Heyne herauskam, überschrieben. Und was die Schlagzeile verspricht, das wird – diesmal zumindest – auch gehalten. Unser Erzähler, Prinz Rupert ist der zweitgeborene Sohn des Königreichs. Nachdem sein Bruder zu einem starken, arroganten Herrscher herangewachsen ist, scheint er mehr als überflüssig zu sein. So sendet ihn sein Vater aus, einen Drachen zu erschlagen.

Kaum sind 50 Seiten vorbei, da hat unser ein Einhorn reitender Held auch schon einer Hexe ihr Geheimnis entrissen, den von Dämonen bevölkerten Dunkelwald zweimal durchquert, den Drachen bezwungen, eine Prinzessin gerettet, und ein magisches Schwert erlangt. Um was es in den restlichen gut 600 Seiten noch geht wollen sie wissen?

Intrigen und Verrat bedrohen das Königreich. Die Pest bricht aus, die Dämonen starten einen scheinbar nicht abzuwehrenden Angriff, und drängen die königlichen Truppen zur Festung zurück. Magische Schwerter werden in seit Jahrzehnten verschwundenen Festungsteilen gesucht und gefunden, der grosse Magier ist zur Rückkehr an den Hof zu überreden, wahrlich also genug Gelegenheit für Rupert sich zu bewähren. Dass er sich in die von ihm gerettete Prinzessin verliebt, die seit Jahren seinem Bruder als Frau versprochen wurde, macht es für unseren pflichtbewussten Kämpen auch nicht eben einfacher. Am Schluss hängt das Schicksal der Welt von Rupert ab.

Man sieht, die gebotene Mischung beinhaltet eigentlich die gewohnten Ingredienzien. Wir haben verzauberte Waffen, magische Geschöpfe, uralten Flüche und Dämonen, den verzauberten Wald, da hat der Autor mal mit beiden Händen tief ins Regal gegriffen, und alles was gut und erfolgreich schien, verbraten.

Wie er sein Gericht dann aber zubereitet hat, das entspricht eben nicht so ganz dem üblichen Allerlei. Nie weiss der Leser, was ihn auf der nächsten Seite erwarten wird. Die Überraschungen nehmen kein Ende, unerwartete Wendungen, erstaunliche Wandlungen und Personen die die Bezeichnung Unikat wirklich verdient haben zeichnen diesen Roman aus. Nie wird es uns langweilig, immer wenn ich meinte, ich wüsste wohin der Weg geht, offenbarte sich mir ein anderer, in sich logischer, und bereits seit geraumer Zeit unbemerkt aufgebauter Blickwinkel, der zum Amüsement entscheidend beitrug.

Der Roman ist sicherlich kein neuer, epochaler Klassiker, aber er variiert gängige Themata und üblichen Versatzstücke moderner High-Fantasy Romane auf sehr vergnügliche, kurzweilige Weise. Als solcher bietet er spannende und faszinierende Fluchtlektüre für triste Herbstabende.

Carsten Kuhr im Oktober 2013

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