Die Stimme des Herrn von Stanislaw Lem

Buchvorstellung

Die Stimme des Herrn von Stanislaw Lem

Originalausgabe erschienen 1968unter dem Titel „Głos Pana“,deutsche Ausgabe erstmals 1981, 280 Seiten.ISBN 3518389947.Übersetzung ins Deutsche von Roswitha Buschmann.

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In Kürze:

„Stimme des Herrn“ (Master’s voice) heißt das amerikanische Geheimprojekt, auf das, streng von der Außenwelt abgeschirmt, ein Heer von Wissenschaftlern angesetzt wird. Hinter diesem Codewort verbirgt sich die Frage nach der Existenz außerirdischer Zivilisationen und nach den Möglichkeiten, mit ihnen Kontakt aufzunehmen.
Im vorliegenden Band geht Stanistaw Lem von der Voraussetzung aus, daß es gelungen ist, ein Signal aus dem Kosmos zu identifizieren: eine Neutrinostrahlung, die die Eigenschaft hat, das Leben auf der Erde zu fördern. Liegt hier ein gezielter Einfluß fremder kosmischer Intelligenzen vor, oder hat die Strahlung einen natürlichen Ursprung, stammt sie aus einem früheren Universum, das sich einst an der Stelle des unseren befand?
Aus der Sicht des Außenseiters Peter Hogarth, der als Mathematiker in das Geheimprojekt Master’s voice einbezogen wird, rollt der Autor die Geschichte dieses Forschungsunternehmens auf, die freilich zugleich beweist, wie gefährlich nah Utopie und Wirklichkeit einander sind. Doch ungeachtet der Grenzen, die der Wissenschaft gesetzt sind, versinkt Peter Hogarth nicht in Resignation, denn: „Wenn ich überhaupt etwas über geistige Höhepunkte aussagen kann, dann nur so viel, daß die Klarheit des Denkens ein lichter Punkt auf einem Gelände unerschöpflicher Finsternis ist. Genie ist nicht nur einfach Licht, sondern vor allen Dingen beständiges Wahrnehmen des uns umgebenden Dunkels, und eine normale Feigheit besteht darin, sich im eigenen Glanze zu sonnen und, solange dies möglich ist, nicht über dessen Grenzen hinauszuschauen.“

Ihre Meinung zu »Stanislaw Lem: Die Stimme des Herrn«

Bernhard Helbling zu »Stanislaw Lem: Die Stimme des Herrn«25.02.2017
Was soll das sein? Ein SF-Roman? Auf keinen Fall! Dieses Buch darf nicht als SF-Roman verkauft werden. Es ist vielmehr eine halb-wissenschaftliche Sudie ohne Boden, ohne direkte Rede und somit knochentrocken. Wer es wissenschaftlcih liebt - ok, alle anderen - Finger weg! Schade um das interessante Thema .....
Ip Wischin zu »Stanislaw Lem: Die Stimme des Herrn«11.02.2008
Ein Signal aus dem Weltraum, das scheinbar intelligenten Ursprungs ist, bringt eine Reihe von Wissenschaftlern in Verwirrung. Während der erste Teil des Buches "Die Stimme des Herrn" eine mühsame Abhandlung der organisatorischen Problematik des Umgangs mit der außerirdischen Informationsquelle ist, wird der zweite Teil sehr spannend und tiefsinnig. Die Daten aus dem Weltraum geben zu vielerlei Spekulationen und Experimenten anlass, in deren Folge sogar neue phyikalische Entdeckungen gemacht werden, aber kann es je gelingen, den eigentlichen Zweck der Botschaft zu entschlüsseln? Lem hält uns mit seinen Spekulationen bis zur letzten Seite in Atem.
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