Die Seltsamen von Stefan Bachmann

Buchvorstellungund Rezension

Die Seltsamen von Stefan Bachmann

Originalausgabe erschienen 2012unter dem Titel „The Peculiar“,deutsche Ausgabe erstmals 2014, 368 Seiten.ISBN 3-257-06888-3.

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In Kürze:

Eines der phantasievollsten und souveränsten Debüts des Jahres, geschrieben von einem Schweizer, der damit als 18-Jähriger zum Bestsellerautor in Amerika wurde: Ein schüchterner Junge zieht aus, seine Schwester zu suchen, und findet nicht nur einen Freund, sondern muss – vielleicht – auch die Welt retten.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Ganz und gar nicht nur für Teenager“90

Fantasy-Rezension von Michael Kusnierz

Ein 16-jähriger Autor und Steampunk – passt das wirklich zusammen? Immerhin sprechen wir hier über eine Erfindung der 80er Jahre. Aber schon nach den ersten paar Seiten wird klar: Ja und wie! Kudos an Stefan Bachmann.

Das Grundszenario ist schnell beschrieben. Ein Riss zwischen den Welten hat die Feenwelt und das viktorianische England zu einer Welt verschmelzen lassen. So bevölkern nun neben den Engländern selbst (mit all ihren Eigenarten, nicht zuletzt der tief verwurzelten Tradition von Edelleuten in der Politik, die auch heute noch Bestand hat) jedwede Art von Feenwesen das Land.

Konflikte keimen auf. Strikte Trennung der „Rassen“ und Vermeidung von „Mischlingen“ sind nur 2 Probleme der nun notgedrungen zusammenlebenden Massen. Es kommt zur Eskalation: Entführungen und sogar Morde sind an der Tagesordnung.

Hineinkatalpulitiert wird der Leser mitten in dieses Chaos in Form des Protagonisten Bartholomew. Er und seine Schwester Hettie gehören den Seltsamen an, „Mischlingen“ von Feen und Menschen, Ziel von Verfolgung und Hass. Mehr sei an dieser Stelle auch nicht verraten, um den zukünftigen Genuss des Werkes nicht zu schmälern.

Es erwartet uns als Leser eine dunkle Reise, teilweise ganz im Stil der späten Harry Potter Bände mit dem Flair eines Tim Burton. Man wird einem Strudel gleich in diese von Technologie und Magie dominierte Welt hineingezogen.

Wenn es letztlich überhaupt einen Kritikpunkt gibt, dann die bisweilen nicht ganz korrekte Übersetzung, was sich bereits im Titel wiederspiegelt. „The Peculiar“ hätte in diesem Zusammenhang eher mit „Die Auffälligen“ übersetzt werden müssen. Aber das ist leider ein Problem was viele ins Deutsche übersetzte Bücher haben.

Alles in allem: Kein Buch nur für Jugendliche, sondern ein Buch für alle Fans dieses Genres und darüber hinaus.

Starke 90° für dieses Erstlingswerk.

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