Die Wedernoch von Stefan Bachmann

Buchvorstellungund Rezension

Die Wedernoch von Stefan Bachmann

Originalausgabe erschienen 2013unter dem Titel „The Whatnot“,deutsche Ausgabe erstmals 2014, 416 Seiten.ISBN 3-257-06906-5.Übersetzung ins Deutsche von Hannes Riffel.

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In Kürze:

Die Fortsetzung des Fantasy-Bestsellers ›Die Seltsamen‹ von Stefan Bachmann, dem Zürcher »Wunderkind« (Wolfgang Höbel / Kulturspiegel, Hamburg). Bartholomew hat aus nächster Nähe mit angesehen, wie sich ein Tor zwischen seiner Welt und dem verzauberten Feenforst auftat und seine Schwester dahinter verschwand. Er hatte versprochen, Hettie nach Hause zu holen, koste es, was es wolle. Aber was ist, wenn die bösen Wesen nur den richtigen Moment abwarten, um auch ihn zu entführen? ›Die Wedernoch‹ zeigt auf höchst packende Weise, wie drei junge Außenseiter – nicht obwohl, sondern weil sie anders sind! – die gefährlichsten Abenteuer bestehen können.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Köstliche Steampunk-Fantasy“90

Fantasy-Rezension von Maria Kusnierz

Der Folgeroman von Die Seltsamen steht seinem älteren Bruder literarisch in nichts nach. Schon rein äußerlich passen beide gut zusammen, sind die Layouts doch ähnlich. Nur Farbe und das aufziehbare Tier auf der Front, beim ersten Mal eine Eule, nun ein Käfer, unterscheiden sich.

Hettie ist den Lesern bereits aus dem ersten Band als kleine Schwester des Protagonisten Bartholomew bekannt. Sie hat ein Portal geöffnet, das Zugang zum Alten Land verschafft. Sie wird von einer Fee mit auf das Schloss des Feenkönigs genommen, als sie beim Durchschreiten des Tores auf eine Hütte zuläuft, die sie jedoch scheinbar nicht wirklich erreichen kann. Sie soll dieser Fee dort als Gesellschafterin dienen.

Währenddessen sucht Bartholomew, begleitet von Mr. Jelliby nach Möglichkeiten, seine Schwester zu finden. Dabei trifft er auf PikeyThomas. Pikey Thomas hat verfügt über ein hellsehendes Auge (eine Fee hat es gegen sein echtes Auge getauscht), das es ihm zeitweilig erlaubt, Hettie zu sehen. Für Barholomew ist das seit langer Zeit der erste handfeste Hinweis. Für Pikey ist Bartholomew die lang ersehnte Hoffnung, aus dem Erdloch, in dem er haust, herauszukommen. Die beiden Jungen stehen mitten in der Krise, die sich in London anbahnt: einem Krieg gegen die Feen.

Pikey ist eine neue, sehr eigenwillige Komposition Bachmanns, der dem Leser die arme Bevölkerung Londons näher bringt. Der stetige Wechsel, Kapitel für Kapitel, zwischen der Armut in London und der Luxuswelt im Schloss, in dem Hettie sich aufhält. Bachmann stellt in der Fortsetzung neue, frische Aspekte und Ideen vor. Sein flüssiger, gut zu lesender Stil führt den Leser durch die Geschichte und hier und da aufs Glatteis. Trotz einiger, unwesentlicher, aber merkbarer inhaltlicher Fehler und leichten Längen in der Mitte der Story gelingt es, den Leser bei Laune zu halten. Dem Lesevergnügen wird kein Abbruch getan. Zu verdanken ist das den schillernden Charakteren und deren Entwicklung, allen voran Hettie. Der Schluss ist, ohne zu viel sagen zu wollen, erfreulicher Weise überraschend.

Stefan Bachmann ist ein Autor, von dem man noch viel erwarten darf. Wir freuen uns darauf!
Es empfiehlt sich, zunächst „Die Seltsamen„ zu lesen, bevor man sich „Die Wedernoch“ vornimmt.

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