Bedrohlicher Pakt von Stefan Burban

Buchvorstellungund Rezension

Bedrohlicher Pakt von Stefan Burban

Originalausgabe erschienen 2013deutsche Ausgabe erstmals 2013, 292 Seiten.ISBN 3864020425.

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In Kürze:

Sturmwolken des Krieges ziehen erneut am Horizont auf. In dieser Zeit des Umbruchs reist Captain Jonathan Clarke vom MAD auf die Frontwelt Starlight, um den untergetauchten Verbrecher Aaron Leech ausfindig zu machen. Was zunächst wie ein einfacher Routineauftrag aussieht, entpuppt sich schnell als gefährliches Wettrennen, denn plötzlich zeigen auch die Ruul reges Interesse an dem Flüchtigen. Und der Preis des Wettrennens ist das gesamte Starlight-System …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Wenige Schlachten rauben den Drive“66

Science-Fiction-Rezension von Carsten Kuhr

Der Krieg gegen die Ruul scheint eine Pause einzulegen. Die kriegerischen Weltraumnomaden haben sich ein wenig zurückgezogen, die menschlichen Welten können ihre Wunden lecken.

Starlight, das Sonnensystem in dem bereits einmal ein verlustreicher Kampf gegen die Ruul entbrannte, scheint endlich einmal vom Schicksal begünstigt zu sein. Die Menschen können sich erholen, die Städte werden wieder aufgebaut, die Industrie und der Export florieren.
Als ein Programmierer ein gefährliches Computer-Virus stiehlt und untertaucht, werden zwei Agenten des MAD nach Starlight entsandt, um bei der Aufklärung des Verbrechens zu helfen.

Schon bald merken Jonathan Clarke und seine Kollegin Deborah Kirelsky dass sie auf Starlight alles andere als willkommen sind. Was nur versuchen der Präsident und der Admiral der Flotte vor ihnen zu verbergen?
Ihre Ermittlungen bringen sie auf die Spur eines perfiden Verrats! Die Ruul sind längst auf Starlight angekommen – und sie schicken sich an, die menschliche Flotte mit einem heimtückischen Computervirus lahm zu legen …

Stefan Burban hat sich mit seinen Romanen um den Kampf gegen die Ruul eine treue, begeisterte Fangemeinde erschrieben. Mit seinen Kampfschilderungen, den Kommandoeinsätzen und Flottengefechten zählt er zusammen mit dem ebenfalls bei Atlantis verlegten Dirk van den Boom (Tentakel-Trilogien) zu den Autoren, die David Weber und John Ringo sehr erfolgreich Konkurrenz machen.

Vorliegender Roman allerdings hat gerade in seiner ersten Hälfte seine Längen. Über viele Kapitel irren wir mit den beiden Agenten etwas hilflos auf Starlight herum, versuchen aus den wenigen Hinweisen zu ermitteln, was im Verborgenen vorgeht. Vieles blieb hier Stückwerk, die Charakterisierung der Figuren bot sich stereotyp an, die Handlung selbst unglaubwürdig und in sich unlogisch.

Das Pfund mit dem Burban immer wuchern konnte, seine packend geschilderten Kampfbeschreibungen vermisste ich in diesen Passagen schmerzlich. Erst als die Agenten dann in erste Gefechte verwickelt wurden, denen sich in der Folgezeit dann eine Raumschlacht anschloss, fuhr der Autor bildlich gesprochen den Meiler hoch. Plötzlich war die so lang vermisste Spannung wieder da, nahmen mich die heroischen Gefechte gefangen. Hier zeigt Burban, dass er packend zu unterhalten weiß, hier liegen seine großen Stärken.

Es ist sicherlich zu begrüßen, dass der Autor versucht seine Geschichte breiter aufzustellen, uns auch von den Auswirkungen des Konflikts auf die Zivilisten zu berichten. Allerdings liegen seine Stärken doch deutlich mehr in den Beschreibungen einer hierarchischen Befehlsstruktur, dem Militär und den Gefechten. Hier vermittelt er uns den heroischen Kampf der Menschen gegen die Aliens, packt uns mit aufopfernden Mut seiner Kämpfer und fasziniert mit großen Schlachtgemälden.

Carsten Kuhr im Oktober 2013

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